„Dirty Kanza“ machte Gravelrennen populär. Aber der Name des Gravelrides über 200 Meilen im US-Bundesstaat Kansas ist diskriminierend. Eine neue Petition fordert die Umbenennung. Der Gründer des Gravelrides wurde bereits wegen einer öffentlichen Äußerung zu den Protesten gegen Polizeigewalt in den USA gekündigt.

Die Organisatoren des Gravelrides Dirty Kanza erwägen eine Änderung des Namens. Nachdem bereits im April zum ersten Mal Forderungen nach einer Namensänderung die Runde machten, gibt es jetzt eine neue Petition auf Change.org dazu, die innerhalb von einem Tag über 2.500 Unterzeichner fand.

=> Hier geht es zur Petition auf change.org

Der Vorwurf der Ersteller der Petition #NameTheChange: Der Name des bekanntesten Gravelrides der Welt diskriminiere die indigenen Einwohner des Staates, die Kaw, die auch Kanza genannt werden. „Dirty“ und „Kanza“ in einem Wort erinnert an diskriminierende Praktiken. Im April wiesen die Veranstalter um den „Chief Gravel Officer“ Jim Cummins den Vorwurf noch zurück mit dem Hinweis, dass sich „Dirty“ allein auf die raue Art des Events und „Kanza“ eben auf den Ort beziehe und außerdem indigene Einwohner am Event beteiligt seien. Inzwischen wurde Cummins vom Ausrichter Life Time gekündigt, weil er sich auf seinem persönlichen Facebook Account „unangemessen“ im Rahmen der andauernden Proteste gegen Polizeigewalt und Rassendiskriminierung in den USA geäußert hatte.

https://www.instagram.com/p/CBt7O-4lbmq/

Nun räumen die Dirty Kanza-Organisatoren auf ihrem Instagram-Kanal ein, über einen neuen Namen zu reflektieren. Dort heißt es: „Darüber hinaus haben wir das ganze Jahr über Möglichkeiten für eine Namensänderung untersucht. Unser Veranstaltungsname wurde nicht mit schlechten Absichten kreiert, und obwohl wir mit der Kaw-Nation zusammengearbeitet und von ihr Unterstützung erhalten haben, verstehen wir auch, dass unser Name keinen Schaden anrichten sollte.“

Was denkt ihr über die Namensänderung von Dirty Kanza? Vorschläge?


Hier lest ihr mehr zu Dirty Kanza auf Rennrad-News

Infos: Redaktion / Fotos: Dirty Kanza
  1. benutzerbild

    usr

    dabei seit 11/2011

    "Früher" konnten sich Promis so ziemlich alles erlauben, weil sie sich der Zuneigung ihres Publikums sicher waren.
    "Heute" geht das eben nicht mehr. Wer meint, sich öffentlich äußern zu müssen, ob nun kompetent oder nicht, muß eben damit rechnen, dass die Reaktionen im Zweifel eben nicht erfreulich sind.
    In diesem Fall ist das glaube ich sogar noch viel banaler: die provokante Art mit der MM ein Publikum in den Bann gezogen hat spricht eigentlich immer nur eine ziemlich begrenzte Altersgruppe an. Aber die erste Fangeneration ist da schon lange herausgewachsen, die zweite auch und für die Jahrgänge aus denen sich eine dritte oder vierte Fangeneration rekrutieren könnte ist der Frontmann halt einfach nur noch ein dicker alter Mann. Die Zusammenarbeiten die da jetzt aufgekündigt wurden klingen für mich eher Richtung Dchungelcamp, sicherlich nicht ganz so weit unten aber halt doch näher am Begriff Promi als am Begriff Superstar.
  2. benutzerbild

    ufp

    dabei seit 03/2005

    Das ist eben Kapitalismus. Wenn die Firmen nicht mehr mit Herrn Warner zusammen arbeiten wollen, können die das eben tun.
    Da stimme ich dir zu.
    Stichwort: Vertragsfreiheit.
    Wenn ich einen Künstler unter Vertrag hätte und der bringt, warum auch immer, keine Gewinne, sondern nur Ärger, ist der eben draußen. Oder wird für eine Weile kaltgestellt.
    So ist es.
    Allerdings auch in die andere Richtung.
    Bringt das Management, die "Platten"firma etc, auch ihre vertraglich vereinbarte Leistung (zB Unterstüzung, Werbung, Werbekampagnen, Presseartikel, Vertrieb, Laufzeit des Vertrages, Ausstiegsklauseln)?
    Um seine ökonomische Zukunft muß sich da wohl niemand Sorgen machen.
    Mag sein.
    Aber manch einer möchte eben (auch) eine Beschäftigung haben; oder Sinn stiften. Was zu viel Geld ausmacht bzw wenn man schon alles, außer zB Anerkennung, Bestätigung etc hat, sieht man bei etlichen Promis, Stars oder möchtegerne Promis bzw Stars. Und bei manchen auch deren tragischem Ende...
    Wenn man dann auch noch geächtet wird, ohne dass man für seine Taten büßen kann bzw ohne zweite Chance, dann hat man trotzdem nicht viel von dem vielen Geld.

    Um den Ruf auch nicht wirklich, oder?
    Grunsätzlich befeuern "solche" Skandale bei solchen Menschen, Kunstfiguren, Typen eher das Geschäft. Aber das war einmal. In Zeiten wie diesen ist dann mitunter auch schon die Existenz zerstört, vorbei oder längerfristig auf Eis gelegt (Spacey).

    Welcher Staat auch immer, der hat damit nichts zu tun. Das ist ein Handel zwischen Künstler und Publikum. Wenn der gefällt, gibt es Applaus, wenn nicht, dann faules Gemüse.

    Für diesen Handel ist es vollkommen unerheblich, ob und was dieser Mann wirklich getan hat und ob der sich vor Gericht einer Straftat verantworten muß, oder nicht. Das sind vollkommen unabhängige Dinge.
    Auch wenn du es genau erkannt hast, dass es nicht um den Staat per se gibt, hast du doch verstanden um was es geht.

    Von falschen Behauptungen, Rufmorden/-schädigungen, Verunglimpfungen, Verleumdmungen, Schmutzkübelkampagnen, Dirty Campaining, übler Nachrede, Fake news etc hast du sicher schon gehört. Oder auch von Hass im Netz.

    Und da kommt dann der Staat in's Spiel, der so etwas eben nicht zu läßt bzw will.

    Ich habe unlänst einen kleinen grünen Gift(ick) Zwerg auf einem Besen durch die Straßen fliegen sehen.
    Damit gehe ich erst gar nicht zu seinem Dienstgeber sondern veröffentliche es auf irgendwelchen sozialen Kanälen oder gehe zu irgendwelchen Schmirfinktblättern wie Blick, Bild, Krone, Sun etc. Ein gefundenes Fressen. Und in Zeiten wie diesen spielt man mit und läßt denjenigen dann fallen.

    Das falschen Behauptungen, Rufmorden/-schädigungen, Verunglimpfungen, Verleumdmungen, Schmutzkübelkampagnen, Dirty Campaining, üble Nachrede, Fake news usw nicht mehr so ohne weiteres erhoben oder geschrieben werden können, ua da zB viele Verlage, die Texte von Rechtsanwälten, Anwaltskanzleien, Justiziar etc überprüfen lassen, ist wenigstens ein Fortschritt.


    Interessant ist Deine Formulierung:
    Nicht meine. Ihre.
    Korrekterweise hat sie lediglich Vorwürfe erhoben.
    Seine beiden Ex, haben dies nicht bestätigt.
    Die eine, Dita von Teese, war fast 7 Jahre mit ihm zusammen.
    Die andere, auch eine bekannte Kämpferin, Rose McGowan hat, man glaubt es kaum, auch nichts dergleichen bestätigt. In den meisten Nachrichten las man allerdings nur von: ...Rose McGowan unterstützt ... Wood etc. Das sie die Vorwürfe nicht bestätigt, steht leider selten bis nie dabei. Also wenn eine Maschinerie erst einmal in's Laufen gekommen ist, dann ist sie nur schwer aufzuhalten. Auch wenn es gute Absichten waren und sind (me#2).

    Klar, kann man jetzt auch noch die 2-4 anderen Mißbrauchsopfer aufzählen, dann steht es 4-6 zu 2. Also trotzdem schuldig.
    Eigentlich viel besser als ein Gerichtsverfahren. Das kostet Zeit, Nerven und Geld. Und am Ende gibt's dann einen Freispruch oder keine 100%ige Verurteilung (wie bei Weinstein). Und diese könnten sich dann, zurecht, auf einen Freispruch, nicht Verurteilung etc berufen und hätten dann wieder bessere Chancen.

    So, wie dieser Satz da steht, ist das "Victim-Blaming".
    Was auch immer das sein soll.
    Die sind übrigens nicht neu. Es gab bereits ein ziemlich langes "Vorspiel". Vom Himmel fällt es nicht.
    Damals (ca 2011, 2018) gab es auch schon eine unabhängige Justitz bzw Staatsanwaltschaft. Und damals kochte auch schon die me#2 Bewegung. Trotzdem wurde das bzw die Verfahren eingestellt:
    Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren ein und nannte Verjährungsfristen und einen Mangel an Beweisen als Gründe.

    Klar ist die Macht, die psychische Macht und Spiele in einer Beziehung schwer zu durchschauen bzw zu beweisen. Erst recht wenn dann noch Sadomaso Spiele dabei sind.
    Trotzdem, wenn es auf Gegenseitigkeit beruht, dann ist dagegen nichts einzuwenden. Und manchmal entwickelt es sich in einer Beziehung, dass der eine eher unterwürfig und der andere dominant wird.
    Und viele kommen dann darauf, dass der Partner doch nichts für einen ist; manche früher manche später.

    Wenn sie aber mit Drogen gefügig gemacht wurden, dann ist das selbstverständlich abzulehnen und zu verurteilen.

    Wer meint, sich öffentlich äußern zu müssen, ob nun kompetent oder nicht,
    Nachdem das die Gescheiten, Wissenden, Intelektuellen, Gebildeten, Politiker etc wissen, ignorieren oder beachten sie solche, nach wie vor Stammtischmentalitäten und wertlose (Internet) Aussagen, nicht.
  3. benutzerbild

    ufp

    dabei seit 03/2005


    Der US-Schauspieler Chris Noth sieht sich aktuell mit zwei schwerwiegenden Vergewaltigungsvorwürfen konfrontiert: Vor wenigen Wochen hatten sich unabhängig voneinander zwei Frauen an das renommierte Branchenblatt The Hollywood Reporter gewandt, die Noth sexuelle Übergriffe im Jahr 2004 in Los Angeles beziehungsweise New York City im Jahr 2015 zur Last legen

    Denn aufgrund der aktuellen Missbrauchsanschuldigungen gegen den Schauspieler Chris Noth verzichteten die Macher auf sein erneutes Erscheinen und haben die entsprechenden Szenen kurzerhand aus der Produktion entfernt.

    Der Vorfall hatte schon zur Folge, dass Chris Noth seine aktuelle Hauptrolle in der CBS-Serie "The Equalizer" verloren hat.



    Kevin Spacey, Jörg Kachelmann, Luke Mockridge, Michael Jackson, Brian Warner alias Marilyn Manson,...

    Es geht also weiter.
    Mögen die Anschuldigungen stimmen oder nicht, eine Vorverurteilung oder vorauseilenden Gehorsam ist auf jeden Fall abzulehnen.

    Zu klären haben das einerseits die Gerichte, oder allfällige Schiedsgerichte, aber nicht die privaten Geschichten, Anpatzungen oder die Revolverblätter. So nachvollziebar die Motivation dahinter ist, so Vorwürfe denn stimmen.

    Und auch wenn eine private Film-, Fernseh-, Musikgesellschaft etc, mehr oder weniger, machen kann was sie will oder für richtig erachtet ("unser" guter Ruf etc), aber ich finde dieses vorauseilende Gehorsam und mitmachen bei der Vorverurteilung alles andere als in Ordnung.

    Wir haben uns als Gesellschaft, im Großen und Ganzen, darauf geeinigt, dass die Unschuldsvermutung gilt. Bis...

    Lieber einen "schlimmen" Finger mehr an den Pranger stellen, als einen Unschuldigen davon kommen zu lassen? Oder sind dass eh nur gelegentliche Außreißer? Aber offensichtlich, ander Zeiten, andere Sitten smilie:eek:.
  4. benutzerbild

    lagaffe

    dabei seit 05/2009

    Du hast irgendwie ein Faible für Klatsch-Geschichten, besonders aus Übersee, oder?
  5. benutzerbild

    ufp

    dabei seit 03/2005

    Nicht wirklich.
    Neben Luke Mockridge und Jörg Kachelman fiele mir da noch Dieter Wedel (für Deutschland) ein.
    Das Muster ist hüben wie drüben offensichtlich gleich.

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