Moment mal:
Wollte eigentlich als Betroffener des Anschlags auf die Stromkabel nicht mehr darauf eingehen und hoffe auch dass keine weiteren Beiträge dazu in diesem Faden folgen. Smilies und Popcorn-Emoticons kamen ja schon...(inzwischen wieder gelöscht). Die Zahl der Likes für den zitierten Beitrag schreckt mich allerdings ein wenig.
Es ist nicht nur die inbesondere von gewissen Kreisen gern gescholtene "Sensationspresse" wie z.B. in diesem Fall Welt, Tagesspiegel und Morgenpost sondern auch die Tagesschau, die von einem Anschlag durch die vom Verfassungsschutz immerhin schon länger beobachtete linksextreme und extrem fossilfeindliche Vulkangruppe ausgehen. Das schließt andere Tätergruppen ja nicht gänzlich aus. Dass Putins lange Arme hier am Werk waren, halte ich persönlich allerdings für sehr unwahrscheinlich, auch wenn diesem Mann alles zuzutrauen ist.
https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/stromausfall-vulkangruppe-100.html
Auf (noch) funktionierende Ermittlungsbehörden (wie hier sehr treffend formuliert wurde) hoffe ich natürlich auch. Sicher setzt man hier Schwerpunkte, da ja Bagatelldelikte wie Haus- und Wohnungseinbrüche, mehrfache Werstatteinbbrüche mit weit fünfstelligen Schäden, Konto-Räumungen, Autodiebstähle usw. meist nicht aufgeklärt werden und die Verfahren schon nach einem halben Jahr eingestellt werden. Drei Fälle davon betrafen mich schon selbst oder die Familie.
Gefreut habe ich aber über die hilfreichen Durchsagen der Polizei über Megaphon, möglichst Batterielampen einzusetzen und diese sparsam zu gebrauchen. Stattdessen hatte ich mir am letzten Tag von einem befreundeten Steinmetz einen Stromerzeuger beschafft, den ich und einige Nachbarn dann glücklicherweise doch nicht mehr brauchten. Welch ein großes Glück, was andere leider nicht haben.
Eine billige Schuldzuweisung an den Netzbetreiber bleibt es trotzdem, auch wenn er angeblich "nicht alleinig" schuld ist.
Ich sehe "die Schuld" allerdings eher bei den Ausführenden des Anschlages. Kann natürlich sein, dass ich mich hier wieder irre.
Ich gehe davon aus, dass ein Netzbetreiber sein Netz im Rahmen seiner Möglichkeiten bestmöglich vor Ausfällen schützt. Da bei uns im Sommer die Straßenkabel erneuert wurden, ist mir bekannt, dass z.B in unserer Straße der Strom von zwei Verteilerstellen redundant gewährleistet werden kann. Hauptleitungen redundant und örtlich getrennt auszuführen ist sehr aufwendig und entsprechend teuer. Vor Anschlägen, Ausfällen und Bränden o.ä. mag das besser schützen. Es bleibt eine Frage der technischen Abwägung und Machbarkeit. Auch fehlt leider viel Personal an den handwerklich ausführenden Stellen. Kabel bei Wetter und Kälte zu verlegen ist halt nicht jedermanns Sache....Das Fordern von Schutzmaßnahmen ist verbal viel schneller erledigt.
Absoluten Schutz gibt es ohnehin nicht. Einen 380.000 Volt-Leitungsmast umzulegen, der eine ganze Stadt versorgt, ist leider jederzeit denkbar.
So, und nun wieder zum Thema Räder und was mir gerade richtig gut gefällt:
Mir gefällt, dass die Heizung wieder läuft und die Arbeiter trotz der widrigen Wetterbedingungen mit Hochdruck daran arbeiten, dass auch alle anderen, vom mutmaßlich linksextrem motivierten Anschlag betroffenen Haushalte bald wieder warm sitzen und im Internet jederzeit ihren Senf absondern können.
Danke!