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FTP - Aktuelle Zahlen und Ziele

ronde2009

Aktives Mitglied
WKO5. Insgesamt läuft das aber irgendwie unrund. Letzte Woche bin ich eine lockere Runde mit Sprints gefahren und habe einen neuen 5'' Bestwert erzielt. Daraufhin ist die mFTP um 10W gefallen und die TTE hat sich auf 42min verlängert.
Die Pmax ist um 200W hochgegangen. Die Leistung bin ich aber nie gefahren und die Datei hat auch keinen falschen Spike. Oder soll die Pmax Angabe auch ein theoretischer Wert sein?
Die Veränderungen dieser Werte kann ich auch nicht immer verstehen. Sie basieren wohl auch auf dem 90 Tage Datensatz. Kannst mal die 30 Tage Werte anschauen.
Bei mir fällt die mFTP derzeit auch kontinuierlich und TTE nimmt zu. Liegt am L3 Training
 

Teutone

Wo ich bin, ist vorne!
Oder stellen sich diese Fragen erst gar nicht, weil ich vielleicht etwas übersehe, irgendwas grundsätzliches?
Hier liegt ein Trugschluss vor, nicht Dein Puls erzeugt Laktat, sondern die Beinmuskeln. Das kannst Du Dir leicht mit einem Extremfall vorstellen, setz Dich in der Sauna oder in 6.000 m Höhe auf ein Ergometer. Dein Puls wird über die (angebliche) Anaerobe Schwelle steigen, obwohl Du noch kein Milligramm Laktat erzeugt hast. Der Zusammenhang Puls/FTP/Schwelle passt nur unter den Bedingungen zusammen, unter denen Du die Daten ermittelt hast. Weder kann man sich als Flachländer auf einem 2.500-m-Alpenpass auf seine FTP verlassen, noch kann man bei 38 Grad die gleiche FTP halten wie bei 20 Grad.

Das klingt vielleicht erst einmal ernüchternd, trotzdem ist das Training nach Leistung aber wesentlich effektiver, weil besser zu steuern.
 
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tarino

MItglied
Hier liegt ein Trugschluss vor, nicht Dein Puls erzeugt Laktat, sondern die Beinmuskeln. Das kannst Du Dir leicht mit einem Extremfall vorstellen, setz Dich in der Sauna oder in 6.000 m Höhe auf ein Ergometer. Dein Puls wird über die (angebliche) Anaerobe Schwelle steigen, obwohl Du noch kein Milligramm Laktat erzeugt hast. Der Zusammenhang Puls/FTP/Schwelle passt nur unter den Bedingungen zusammen, unter denen Du die Daten ermittelt hast. Weder kann man sich als Flachländer auf einem 2.500-m-Alpenpass auf seine FTP verlassen, noch kann man bei 38 Grad die gleiche FTP halten wie bei 20 Grad.

Das klingt vielleicht erst einmal ernüchternd, trotzdem ist das Training nach Leistung aber wesentlich effektiver, weil besser zu steuern.
danke, Teutone, dein Beispiel ist eindrücklich- und eigentlich auch klar. Ich dachte da quasi zu eng.
Das heißt also, um bei deinem Beispiel mit dem 2500m-Alpenpass zu bleiben: Würde ich mich stur auf den FTP-Wert verlassen, könnte es gut sein, dass der Puls in Höhen geriete, die nicht zu halten oder gar schlicht unrealistisch hoch wären.
Gleiches bei wohl bei zunehmenden Temperaturen.
Verstehe ich`s richtig, und man muss sich bei solchen Situationen so nach und nach von der FTP freimachen und in gleichem Maß eben doch mehr auf den Puls achten. Also einfach schauen, welche Erfahrungen man da so sammelt.
Theoretisch wäre es also gut, hätte man einen 20° -FTP-Wert, hätte man einen 25°-FTP-Wert, hätte man...
Gleiches für unterschiedliche Höhen- kämen sie denn infrage?
 

Teutone

Wo ich bin, ist vorne!
danke, Teutone, dein Beispiel ist eindrücklich- und eigentlich auch klar. Ich dachte da quasi zu eng.
Das heißt also, um bei deinem Beispiel mit dem 2500m-Alpenpass zu bleiben: Würde ich mich stur auf den FTP-Wert verlassen, könnte es gut sein, dass der Puls in Höhen geriete, die nicht zu halten oder gar schlicht unrealistisch hoch wären.
Gleiches bei wohl bei zunehmenden Temperaturen.
Verstehe ich`s richtig, und man muss sich bei solchen Situationen so nach und nach von der FTP freimachen und in gleichem Maß eben doch mehr auf den Puls achten. Also einfach schauen, welche Erfahrungen man da so sammelt.
Theoretisch wäre es also gut, hätte man einen 20° -FTP-Wert, hätte man einen 25°-FTP-Wert, hätte man...
Gleiches für unterschiedliche Höhen- kämen sie denn infrage?
Genau so sieht’s aus.. im Laufe der Zeit sammelt man da halt seine Erfahrungen.. man macht aber ja auch nicht jedes Training unter Extrembedingungen, auch ist z.B. Intervalltraining bei heißen Temperaturen eh fragwürdig. Was zählt ist der Reiz für die Muskulatur. Wenn die aber „mangels verfügbarem Kreislauf“ gar nicht richtig abgefordert werden kann, bringt es eh nicht viel. Wenn es dann in die Höhe geht, sollte man in der Tat auch seinen Puls im Auge behalten. Aber auch da reagiert jeder anders auf „dünne Luft“. Da können die Alpenmarathonisten vielleicht noch mehr zu schreiben, das richtige „Pacing“ ist eine Wissenschaft für sich. Hatte auch gerade selbst die undankbare Aufgabe zu lösen, meiner Freundin die Wattzahlen für den anstehenden Ötztaler auf den „Vorbau-Zettel“ zu verewigen.. Gott steh‘ ihr bei.. :rolleyes:
 

tarino

MItglied
Genau so sieht’s aus.. im Laufe der Zeit sammelt man da halt seine Erfahrungen.. man macht aber ja auch nicht jedes Training unter Extrembedingungen, auch ist z.B. Intervalltraining bei heißen Temperaturen eh fragwürdig. Was zählt ist der Reiz für die Muskulatur. Wenn die aber „mangels verfügbarem Kreislauf“ gar nicht richtig abgefordert werden kann, bringt es eh nicht viel. Wenn es dann in die Höhe geht, sollte man in der Tat auch seinen Puls im Auge behalten. Aber auch da reagiert jeder anders auf „dünne Luft“. Da können die Alpenmarathonisten vielleicht noch mehr zu schreiben, das richtige „Pacing“ ist eine Wissenschaft für sich. Hatte auch gerade selbst die undankbare Aufgabe zu lösen, meiner Freundin die Wattzahlen für den anstehenden Ötztaler auf den „Vorbau-Zettel“ zu verewigen.. Gott steh‘ ihr bei.. :rolleyes:
alles klar, super. Danke für die Erklärungen. Das mit der FTP hat mir bisher noch nicht so recht in Gängiges reingepasst.

Na, wer sowas recht krasses wie den Ötztaler fährt, der bzw die wird`s auch schaffen....
 

fatal-x

Aktives Mitglied
1. Lass dich nicht von dem Powerprofil beirren.
2. überleitet: ich würde trotzdem mal einen Block mit kurzen Intervallen einschieben. Allein um der Abwechslung willen. Ansonsten bist du mit deinem Training gut unterwegs. Als Vo2max könntest du mal 2x5(1'/1') mit 150%/55% fahren.
K3 ist ein schwieriges Thema. Mir bringt das was, weil ich auch Probleme habe, im Sitzen mit niedriger Frequenz die Leistung hochzuhalten.
1/1 werd ich auf jedenfall übern Herbst/Winter allein schon als Abwechselung reinbringen. K3 wie gesagt, nur reinstreuen. Könnte zwar fürs Rennen viel bringen hintenraus, aber auch im Vorwege Probleme machen.

Es gibt ab einem gewissen Grad an Austrainiertheit keine Leistungssteigerungen mehr, die man dauerhaft konservieren, bzw. erbrigen kann.
Dann bereiten sich praktisch alle Profis in der Höhe vor. Das muss man aber ausprobiert haben.
Ansonsten wäre eine Sequenz von vorbereitenden Rennen zu empfehlen um zu peaken.
Das Training, das Du machst scheint schon richtig gewesen zu sein. Ob man sich entwickeln kann bleibt offen. Eher gut peaken.
Von austrainiert will ich hier nichts hören! ;)
Kombination aus Vorbereitungsrennen und Minitrainingslager über 3-4 Tage werde ich auf jedenfall wie dieses Jahr wieder machen. Hatte dieses Jahr gerade für die Überdistanz meinem Gefühl nach viel gebracht. Dieses Jahr dann angepasst an die Belastungverlauf vom Rennen.
Alles mit Höhe trainieren fällt flach - zu teuer. Ich kann froh sein, wenn ich als Norddeutscher überhaupt im Frühjahr außer im Urlaub ein Berg sehe ;).

Irgendwie ist es immer ernüchternd,wenn man eigentlich garnichts groß ändern kann/muss. Man denkt immer an fancy Sachen, aber eigentlich sind ja doch immer nur die Basics.
 

ronde2009

Aktives Mitglied
Athletiktraining Winter und evtl. Skispringen mal ausprobieren. Und dann im Frühjahr durchstarten. :)
 
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lordad

Aktives Mitglied
Zwischenmeldung. (Lesen Freiwillig !)

Bin nun bei 4200 Jahreskilometern seit Februar wobei das meiste davon gezwungenermaßen mit sehr hoher Intensität gewesen ist. (Extrem starke Marathon,EZeitfahrer und/oder Kritfahrer, denen ich als Hobbyfahrer hinterherhechel im Sterbemodus) .

Der letzte größere Test war Anfang August bei 2h mit 286NP im Flachen .
Die letzten 30Minuten davon waren Zahnfleisch bei denen ich nur irgendwie das Hinterrad gehalten habe und im Ziel war ich völlig Banane.
..... allein auf der Rolle im Fitnesstudio würde ich mich nie so lange so schinden können.

Nun kann man daraus zumindest ableiten dass wenn ich 2h 286NP durchdrücken kann die FTP schonmal mind 286+ ist :p
Hab in mehreren Quellen gelesen , dass 2h NP allout ca. FTP60 entspricht. (natürlich je nach Gelände)

Seither ging es auch nochmal gut vorwärts..... Protokolltest habe ich von diesem Monat keinen vorzuweisen aber ein PR von erst 4min 382watt Vorbelastung
und dann nach 5min Pause (Abfahrt) am Testhügel direkt nochmal 9min 360watt rausgehauen zeigen dass es vorwärts geht

1568107845826.png
1568108029849.png

699780


Das ganze war eingebaut in 4 1/2h 200watt average 130km solotour... waren die einzigen Berge auf der Tour und direkt hintereinander da dachte ich schau ich mal

Jetzt gebe ich auch einige Monate Ruhe hier und melde mich wieder wenn ich die 300FTP habe mit nem 20min Test :p (sofern ich Lust dazu habe)
Ich grüße alle die nix besseres zu tun haben als in Foren meckern :p
Ziel war ja eigl nur deshalb 300FTP weil das leider nötig ist in meiner Gruppe nicht wegzusterben bei gemeinsamen Ausfahrten.
Glücklicherweise sterbe ich aktuell erst ganz am Ende der Touren ;) 95% der Ausfahrt gehts nun halbwegs gut
 
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JA1

Aktives Mitglied
...
Jetzt gebe ich auch einige Monate Ruhe hier und melde mich wieder wenn ich die 300FTP habe mit nem 20min Test :p (sofern ich Lust dazu habe)
...
nachdem ich deinen beitrag gelesen habe, würde ich mich sehr wundern, wenn deine ftp nicht um die 300 liegt:
  • 4 1/2h 200watt average
  • 2h mit 286NP
ich bestimme aus verschiedenen gründen meine ftp schon lange nicht mehr durch konventionelle ftp tests sondern durch genau solche fahrten, wie du sie machst und leite davon meine trainingszonen ab.
 
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