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Krafttraining und Gewichtheben fürs Radfahren

Naja, Fokus ist halt im 4. und 5. Satz nah an die 10 Wdh. zu kommen. Ich landete dann bei 8 und 6. Dann war leider die Handkraft erschöpft. Bei den Splits ist dann eher die Koordination das Problem.

Beine muss man halt wollen und Bock drauf haben. :cool: (macht kaum einer bei mir im Studio, bzw. die es machen sind richtige Maschinen mit 200kg+)

Sinnvoll, und da bin ich jetzt angekommen, sind für mich 3 Arbeitssätze mit 8-10 Wiederholungen, bei dem ich im 3. Satz noch relativ sauber die Übung durchführen kann. Dafür dann eben nicht nur 2 Übungen, sondern 4 (bis 5) mit Rudern, Clean, Push Press oder Bench Press. Wenn ich 2x Krafttraining mache teile ich ein bisschen in Beine / Rücken und Oberkörper auf. Ansonsten ist immer Hauptaugenmerk auf Beine. Arme sehen nett aus, machen mich aber kaum schneller.

So langsam komme ich wieder rein und auch so Sachen wie Clean & Jerk, Snatch oder Thruster gehen wieder. Und da sind 10 Wdh. schon ordentlich für mich, weil am Ende die Konzentration (und Cardio) das größte Problem ist die Übung sauber auszuführen.

Ich unterscheide ein bisschen nach Übung wie die Wiederholungsanzahl aussieht. Cleans zum Beispiel oder auch Sprünge, bei denen es um schnellkräftige Ausführung geht mache ich eher in mehr Sätzen mit weniger Wiederholungen (6*3 zum Beispiel). Squats, Lunges, RDL eher 4*6, 3*8 oder ähnliches. Wichtiger als die Gleichheit der Sätze ist mir dabei, dass ich mich bei ungefähr 2RiR bewege. Ein typischer Verlauf bei RDL könnte also so aussehen, dass ich im ersten Satz 8 Wiederholungen mache, im zweiten 7 und im dritten nur noch 5.

Generell zur Wochenplanung handhabe ich es so, dass ich in Wochen, in denen ich auf dem Rad eher lang und langsam unterwegs bin auch mal einen Ruhetag fürs Krafttraining opfere, wenn ich mich gut fühle. In Wochen mit intensiven Einheiten auf dem Rad versuche ich das Krafttraining auf einen intensiven Tag zu legen, damit ich insgesamt auf meine 4+ Radfahrten komme und trotzdem noch 1-2 Ruhetage unterbringe.
 
Ich mache seit gut 20 Jahren ohne große Pausen und Unterbrechungen Kraftsport. Hatte nie Ambitionen auf ner Bühne zu stehen, wollte aber in meinen Augen gut aussehen und gepaart mit laufe gesund sein.

Als ich aber Anfang diesen Jahres vom Mountainbike auf ein Gravelbike umgestiegen bin und der ganze Wahnsinn begonnen hat musste ich feststellen, dass ich mein Training im ein paar wichtige und sehr spezifische Übungen ergänzen musste, die ich früher aufgrund von Grundübungen nie gebraucht habe.

Ich bekam zum Beispiel auf dem Rad immer ab 80km brutale Nackenschnerzen. Hier hat mir das isolierte schulterheben 4x12 a80-90kg sehr gut geholfen.

Sonstige Probleme sind mir auf dem Rad nicht aufgefallen, zumindestens keine die ich mit dem Kraftsport abstellen könnte. Gerne kann ich auch mal meinen Trainingsplan posten, ich denke aber nicht das euch der was bring. Weil er über Jahre immer wieder auf mich verfeinert wurde, häufig werden die Übungen getauscht um den Reitz zu wechseln.

Übrigens: ein guter Bekannter und auch Kraftsportler hat sich mal mit Robert Försterman (hoffe den schreibt man so) im gym getroffen, um schwer die Beine zu trainieren. Ich habe die Zahlen nicht mehr genau im Kopf, aber der gute war im Arbeitssatz in seiner Kniebeuge auch weit jenseits der 200kg.
 
Kann das mit dem Muskelkater durch Squats und Deadlifts bestätigen. Erst nach rund 3 Monaten hat sich das bei mir gelegt. Wenn ich bei Youtube Videos sehe, die Kraftraining für Radsportler hypen mit "12 Wochen Krafttraining und Deine FTP steigt", kann ich dem nichts abgewinnen. Es dauert eher 12 Wochen, bis sich die Muskeln an die Belastung gewöhnen, und man dann ernsthaft steigern kann.
Ich finde, das ist sehr individuell.
Wenn ich im Herbst ins Krafttraining einsteige, habe ich nach zwei, drei Einheiten keinen Muskelkater mehr und habe auch schon am Anfang große Steigerungen (vermutlich durch verbesserte neuronale Ansteuerung).
Nach 12 Wochen ist mein Winter-Krafttraining auch schon wieder fast rum ;-)
 
@r.j. Gut das mit dem Muskelkater ist auch ein wenig normal, ausserdem die änderst immer die Übungen für die einzelnen Muskeln und setzt damit nen anderen Reitz.

In 12 Wochen ist einiges möglich, aber von den Gewichten ist man da noch ganz am Anfang, Das ist die beste Zeit weil man schnell Erfolge und Steigerungen erzielen kann.

Mir hat mal ein guter Bekannter gesagt, dass ein gesunder Körper im ersten Jahr auf fast alles abspringt und funktioniert.
 
Übrigens: ein guter Bekannter und auch Kraftsportler hat sich mal mit Robert Försterman (hoffe den schreibt man so) im gym getroffen, um schwer die Beine zu trainieren. Ich habe die Zahlen nicht mehr genau im Kopf, aber der gute war im Arbeitssatz in seiner Kniebeuge auch weit jenseits der 200kg.
Quadzilla macht die Bulg. Split Squats mit 200kg+ (laut Insta)

Ich verende bei 0,67 BW. :rolleyes: ;)
 
Übrigens: ein guter Bekannter und auch Kraftsportler hat sich mal mit Robert Försterman (hoffe den schreibt man so) im gym getroffen, um schwer die Beine zu trainieren. Ich habe die Zahlen nicht mehr genau im Kopf, aber der gute war im Arbeitssatz in seiner Kniebeuge auch weit jenseits der 200kg.
Robert Förstemann ist Bahnsprinter, das ist sowieso ein komplett anderes Volk mit vollkommen anderen Prioritäten und sollten für uns Straßen-Hobbyluschen kein Maßstab sein.
 
Und doch beugt er mehr als das zweifache (wenn nicht fast 3-fache) seines Körpergewichts. 😎 :daumen:
Ich war damals noch echt stabil in der Kniebeuge unterwegs. Müsste damals auf 105kg Körpergewicht meine 180km im Arbeitsstatz gedrückt haben. Damals bin ich noch kein Rad gefahren, trotzdem hat mich das umgehauen. Beim Bankdrücken meinte er auch, das könne er nicht machen, weil eine breite Brust seine Position auf dem Rad verändert. Hätte ich nur damals auf ihn gehört. 😂
 
Falls noch jemand Motivation für die allseits so beliebten Bulgarian Split Squads braucht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mal ein Update aus meiner N=1 Erfahrung.
Hab jetzt in rund 4 Wochen Offseason die CTL von 85 auf 50 reduziert, gleichzeitig dreimal pro Woche 1h Kraft gemacht. Der Muskelkater ist bei den drei Sessions pro Woche deutlich leichter unter Kontrolle zu bringen, solange ich die Beine nicht bis ans Muskelversagen würge, sondern auf Technik achte.

Was sind jetzt die Zahlen auf dem Rad nach einer Woche Wiedereinstieg?

Schwelle 10% runter 310W > 280W
1s-PB 10% rauf von 1110W auf 1215W
30s-PB 10% rauf von 733W auf 826W

Tradeoff war geplant, aber die Wirkung ist stärker als erwartet. Mal sehen wie sich das entwickelt, wenn jetzt wieder Radsport dazukommt. Das Krafttraining soll über den Winter erstmal bleiben.
 
Mal ein Update aus meiner N=1 Erfahrung.
Hab jetzt in rund 4 Wochen Offseason die CTL von 85 auf 50 reduziert, gleichzeitig dreimal pro Woche 1h Kraft gemacht. Der Muskelkater ist bei den drei Sessions pro Woche deutlich leichter unter Kontrolle zu bringen, solange ich die Beine nicht bis ans Muskelversagen würge, sondern auf Technik achte.

Was sind jetzt die Zahlen auf dem Rad nach einer Woche Wiedereinstieg?

Schwelle 10% runter 310W > 280W
1s-PB 10% rauf von 1110W auf 1215W
30s-PB 10% rauf von 733W auf 826W

Tradeoff war geplant, aber die Wirkung ist stärker als erwartet. Mal sehen wie sich das entwickelt, wenn jetzt wieder Radsport dazukommt. Das Krafttraining soll über den Winter erstmal bleiben.

Sag das bitte ganz leise und am besten in weißer Schrift. Ich wurde hier fast gesteinigt, nur weil ich gewagt habe zu sagen, dass ich Kraftsport aktuell priorisiere. Du musst Volumen machen. Nur Rad-Volumen. Und Intervalle ballern. Immer Intervalle ballern. So will es das Gesetz! 😉

Aber im Ernst: Lass dich von der gesunkenen Schwelle bloß nicht nerven. Der Drop von 310 auf 280 Watt ist größtenteils ‚flüchtige‘ Anpassung (sinkendes Blutplasmavolumen, Stoffwechsel), die du extrem schnell wieder reinholst, sobald das Volumen wieder steigt.

Falls du also – wider die ‚alte Lehre‘ – beim Kraftsport bleibst, denk nur an den Interferenzeffekt. Achte beim Timing darauf, dass sich mTOR (Kraft) und PGC-1alpha (Ausdauer) nicht gegenseitig blockieren.

Und noch am Rande: Ein stabiler Core bringt auch massiv Leistung auf die Pedale, weil die Kraftübertragung besser wird. Kleiner Lagerfeuertipp dazu: 1–3 ‚Reps in Reserve‘ (RIR) sind ein guter Sweetspot für die Sätze. So setzt du den Reiz, schießt dich aber nicht komplett ab.

Viel Erfolg und Spaß!
 
Mal ein Update aus meiner N=1 Erfahrung.
Hab jetzt in rund 4 Wochen Offseason die CTL von 85 auf 50 reduziert, gleichzeitig dreimal pro Woche 1h Kraft gemacht. Der Muskelkater ist bei den drei Sessions pro Woche deutlich leichter unter Kontrolle zu bringen, solange ich die Beine nicht bis ans Muskelversagen würge, sondern auf Technik achte.

Was sind jetzt die Zahlen auf dem Rad nach einer Woche Wiedereinstieg?

Schwelle 10% runter 310W > 280W
1s-PB 10% rauf von 1110W auf 1215W
30s-PB 10% rauf von 733W auf 826W

Tradeoff war geplant, aber die Wirkung ist stärker als erwartet. Mal sehen wie sich das entwickelt, wenn jetzt wieder Radsport dazukommt. Das Krafttraining soll über den Winter erstmal bleiben.
Darf ich fragen, wie alt du bist?
 
Alter: Mitte 40. Ich war jetzt leider noch mal krank mit Fieber, zwei Wochen wenig und komme erst die letzten zwei Wochen wieder rein. Die Idee war erstmal 3x Kraft (je ca. 1h) und 3x Radfahren (2h/3h/3h) pro Woche. Die letzten zwei Wochen war aber eines der drei Krafttrainings ohne Beine, dafür Haltemuskulatur (Nacken, Schultern, Trizeps, Trapez, Rotatoren). Muss erst wieder Volumen aufbauen, damit ich das auch regeneriert/adaptiert bekomme.
Das Gewichtheben merk ich im Sprint, das fehlende Volumen bei der Schwellenleistung (und auf der Waage).
 
Die Studien in den Blick nehmend, die es für Krafttraining und Ausdauersport gibt, würde ich empfehlen in den ersten 12-16 Wochen 2x pro Woche mit 4-10 Wdh zu trainieren und danach auf 1x/Woche zu wechseln (dann wird das Training auf dem Rad ja auch mehr). Mehr bringt hier nicht mehr Performance. Zur Erhaltung der Gesundheit ist 2x/Woche völlig ausreichend.
Training der Haltemuskulatur kannst Du gut und gerne an das jeweilige KT anhängen.
 
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