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FTP - Aktuelle Zahlen und Ziele

ronde2009

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Hallo kapi,
ich habe diesen Thread auch verfolgt und möchte dir die Freude an dem Mathematischen Thema FTP berechnen nicht nehmen.
Ich habe solche Sachen aber über Jahrzehnte mitgemacht und sehe in der Praxis keinen weiteren Nutzen an Detailtreue. Weil sie keiner braucht wenn er Rohdaten erfassen kann.
Über die einfache Erfassung von einigen Werten (5s, 1 Min, 5, 20 und ggf. 60 Min für TT auf gleichen Teststrecken) im Jahresverlauf kann man seine Leistungsentwicklung ausreichend abschätzen.
Der Begriff der FTP mag individuell schon interessant sein aber er führt nur zu größter Verwirrung und unendlichen Diskussionen.
Am Ende bleibt die Diskussion aber auf dem Niveau der Jahreskilometer oder Durchschnittsgeschwindigeit bei Trainingseinheiten unendlicher Varianz.


In diesem Zusammenhang ist das regelmäßige Testen mit Stufentests im Labor oder der Allout Feldtest durchaus als zuverlässig und nützlich für diagnostische Ziele zu bezeichnen.
Sie sind standardisierbar, wiederholbar und die Messung von Durchschnittsleistungen über gewisse Zeiträume kann man sogar über TF oder Geländewahl sowie die Wahl von Technik und Radmaterial definieren.

Was kommt dann nach den Tests im Labor oder im Feld. Mathematik oder praktische Trainingsempfehlungen.
Manche gehen weiter und beschäftigen sich gerne mit W° und Exel. Andere nehmen GC oder TP. Was man aber benötigt sind weiterführende Empfehlungen zur Planung und Durchführung des Trainings.
Ich plädiere aus diesem Grund dafür der FTP-Diskussion keine übergroße Bedeutung beizumessen und wahrlich nicht W" Diskussionen zu beginnen. Es sei denn Du könntest mir die optimalen Intervalle für mich zur Steigerung einer CP60 oder CP 20 genau berechnen. Und mein Körper würde das so gut vertragen, das ich in kurzer Zeit noch mal 20 W mehr auf 20 Minuten schaffe.
Das würde ich akzeptieren. Kannst Du das?
 
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David9519

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TP hat 4 neue Tests um seine FTP zu testen. Habe die Länge zwischen 30 und 70min, und je nach Vorliebe wählt man sich eins aus. Dauer ist abhängig von TTE.
 

ronde2009

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Es sind ja mehrere. Ich habe eigentlich die besten Also höchsten FTP Werte erzielt wenn ich so 25 Min fahre. Dann kann ich langsam auf den zielwert steigern und die Steigung ist dann auch vorbei. Meine TTE ist aber auch nur 32 Minuten und die Berge klein.
 

ronde2009

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Sehr interssant, das dieser ganze Unsinn zwei Foren praktisch zeitgleich beschäftigt. Ich hätte da auch noch Tim Cusicks Webinare. Da wird das aus Sicht von TrainingPeaks definiert. Bringt aber auch nix für Regenrennen: Gute Nacht.
Die letzte Diskussion um die FTP war auf diesen Seiten, bischen davor gestartet. Ein Jahr zuvor ungefähr hatten wir die neueren Testideen aus den TP Blogs
 

Nulldreiunddreissig

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Nachdem ich bereits die letzte Saison recht hart trainiert habe und dieses Jahr meine ersten Rennen gefahren, aber erst seit letztem Mittwoch endlich mein Powermeter habe, traue ich mich hier nun auch mal rein.

Letzten Mittwoch beim Brugger Abendrennen hatte ich 278w und 293w normalized im Schnitt für 1:05h. Einen echten 1, 5 oder 20min Test habe ich noch nicht gemacht, aber am Ende einer sehr intensiven Woche (600km) konnte ich gestern bei einem steilen Anstieg auf 1560m nochmal für 37min die 270w halten. In Anbetracht meiner 61kg fühlt sich das wie ein ganz ordentlicher Start an.
 

om57ifyn

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Am Ende ist es auch entscheidend, welchen Motor man hat. Die reine FTP mag vll für kurze Rennen (z.B. Glocknerkönig) der entscheidende Faktor sein, aber nicht für z.B. lange Radmarathons... spreche da aus eigener Erfahrung. In der ersten Saison ist der Motor noch nicht so groß, also der IF Faktor relativ gering. Nach knapp 18 Monaten fahren, schaffe ich z.B. 8h mit einem IF von 0,75. Vorher unter 0.7.

Beispiel: wenn ich mit meinem FTP Pansys Excel Tabelle als Orientierung bzgl Ötzi Zeit hernehme, dann würde ich in 7.30 finishen... no way... Motor zu klein. Evtl. 7.45, wenn alles klappt.

Also immer beides betrachten
 
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ronde2009

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Ich finde das Tired20 Konzept recht schlecht standardisierbar. Habe das zwar in den letzten Wochen ein paamal probiert (nach 2000kJ noch mal 10 Min Allouts und auch kürzere Belastungen). Aber es erschliest sich mir nicht wie man die 2000 kJ produzieren soll so das sie eine rennspezifische Ermüdung wiederholbar simuliert.
Heute habe ich 2000kJ zusammengefahren und bin dann 2 mal 10 Minuten Allout gefahren. Man kann dann den Abfall im Vergleich zu den Werten in nicht ermüdetem Zustand vergleichen.
Hier sieht man das und auch, das ich nie die 3000kJ ausgetestet habe.das dauert über 5h und ist wohl was für Profis oder Marathonis.
Anhang anzeigen 672108

Die Vorbelastung war eine Aneinanderreihung von kurzen Steigungen über 4h (Everesting Veranstaltung). Die Steigungen wurden langsam in der Intensität gesteigert. Aber zwischen den Steigungen habe ch mich jeweils sehr gut erholt. Das kommt im Wettkampf so selten vor. Außerdem werden da sehr oft eher Zuspitzungen produziert (sowas wie 141 s Trainingseinheit vor ein Paar Wochen).
Straßenwettkämpfe sind oft ganz anders. Da sind Belastungen an oder oberhalb der Schwelle, die dann zu Extremsituationen führen eher zu sehen. Also eher mal das Ermüdungsprofil anschauen. Oder eben die Wettkampfdaten. Letztere finde ich eher passend wenn man Amateurwettkämpfe über mehrere Wochenenden fährt. Und da dann der Bereich 1s bis 1 Min.
Allerdings ist ein Vergleich eher im Jahresverlauf bei denselben Wettkämpfen (z.B. Herford oder Steinfurt über Jahre in den kritischen Phasen z.B. am Berg) eher aussagekräftig. Glaube aber das normal Profil zeigt sehr einfach die Stärken und auch Leseistungsentwicklung sehr gut auf. Dazu evtl. ein SIT Protokoll.
Hier das Höhenprofil der Belastung von heute.
Anhang anzeigen 672109
Vielleicht kann man mit dem von Cogganund Allen publizierten Ermüdunsprofil auf einfache Weise mehr Aufschluss erhalten. Ich habe das aber nie probiert.
Hier auch mal eine Erweiterung der Idee die Leistung bei langen Belastungen zu betrachten.
Es gelten zwar die gleichen Einschränkungen wie bei der kJ oder der TiredFTP Betrachtung. Also wie man diese Vorermüdung eingefahren hat.
Aber auch hier ist es für mich motivierend solche Kurven zu betrachten und bei den langen Ausdauereinheiten auch mal gegen Ende längere Tests zu fahren. Dann lässt sich die PD Kurve nach einer kJ oder TSSzahl (hier TSS200) über die Monate und bei Marathons auswerten. Im Chart unten wird nicht die FTP nach 200TSS betrachtet sondern ganz einfach deine Peak-Leistungen MMP über 30s, 20 Min und 45 Minuten.
Auch eine Idee einfach mal Tests nach 200 TSS zu fahren.

675029
 

Dr. M.Ferrari

Ehrenmann
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TP hat 4 neue Tests um seine FTP zu testen. Habe die Länge zwischen 30 und 70min, und je nach Vorliebe wählt man sich eins aus. Dauer ist abhängig von TTE.
Was ist denn tte? Das zeigt GC seit neuesten bei mir an .
 

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
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Time to Exhaustion - die Zeitdauer, die man die FTP-leistung halten kann
 

MightyOachkatzl

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Hallo zusammen,

Kurz eine Frage zum FTP Test: Ich habe heute zum ersten mal draußen einen FTP Test gemacht mit Ergebnis 284 Watt. Mein aktueller FTP auf Zwift ist momentan aber nur 233 Watt. Ist diese Abweichung von 50 Watt realistisch, oder misst mein Garmin Vector 3s zu hohe Werte? Ich habe bis jetzt immer gelesen, dass es nur 20-30 Watt sind.

Schonmal Danke für eure Antworten.
 

406heijn

Heute hat's aber mehr Gravitation als sonst!
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Der Unterschied zwischen drinnen und draussen kann schon in der Größenordnung von 50W liegen. Um irgend eine weitere qualifizierte Antwort geben zu können fehlen natürlich noch alle relevanten Detalis zu den Testbedingungen, Witterungsumständen, Tagesformen und Trainingszuständen etc. Und lesen kann man eine ganze Menge,....:D

Kurfassung: für drinnen trainiern nimmt man die Drinnen FTP, für draussen trainieren die Draussen FTP, sonst wird das nix.

Wurden denn die Wattwerte wenigstens mit demselben System (Vector3) gemessen?
 

MightyOachkatzl

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Nein leider nicht, die Messung drinnen kommt von einem Tacx smart trainer. Wahrscheinlich ist es gut nochmal nächste Woche einen Test zu machen und die Werte zu vergleichen.
 

lordad

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Viele der Leute die ich kenne haben mit einem Vector3 viel zu hohe Werte.
Das trifft natürlich nicht auf alle zu ... aber schon erstaunlich oft.
Die Abweichungen sind da auch so um die 50-60watt im Vergleich zu gleich schweren Leuten mit z.B. Assioma

Sind zu 3 einen rampenhügel hoch ... ich 75 die anderen 71 und 70.......

Zeit 4.50 -> 382watt Gewicht ~ 70 Assioma
Zeit 5.40 -> 348 watt Gewicht ~ 75 Assioma
Zeit 5.40 -> 390 Watt Gewicht ~ 71 -> Vector 3 -> 335 rum hätte wohl gestimmt

Die sagen auch alle , sie würden es sich nicht nochmal kaufen.

Sieht man die Zahlen sind die Vector Werte viel viel zu hoch.
Bei einigen anderen Fahrern , die ich kenne passen sie aber auch.

Trotzdem das Problem , dass die Vector 3 ab und an viel zu hohe Werte anzeigen scheint nicht so selten :(
 

Tom33

҉ BEISSER ҉
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ob die Zahlen zu hoch oder zu niedrig sind, ist doch eigentlich wurscht. Ok, beim virtuellen Schwanzvergleich passt es nicht, aber Hauptsache ist doch, das die Werte reproduzierbar sind. Die absoluten Werte der einzelnen PM sollte man eh nicht vergleichen - aber das ist nur meine bescheidene Meinung.
 

JA1

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ob die Zahlen zu hoch oder zu niedrig sind, ist doch eigentlich wurscht. Ok, beim virtuellen Schwanzvergleich passt es nicht, aber Hauptsache ist doch, das die Werte reproduzierbar sind. Die absoluten Werte der einzelnen PM sollte man eh nicht vergleichen - aber das ist nur meine bescheidene Meinung.
hast absolut recht … für den einzelnen geht es um reproduzierbarkeit ...

was diesen fred angeht wird alle paar wochen eine "neue sau durch's dorf getrieben", sprich: eine neue idee/methode zur "verbesserung/verfeinerung" der ftp unters volk gebracht.
dieser fred dreht sich seit er ins Leben gerufen wurde im kreis.

nochmal:
hast absolut recht … für den einzelnen geht es um reproduzierbarkeit ...
aber nicht nur bei dem tool, dass du zur messung deiner leistung benutzt sondern auch bei der wahl der methoden, dein training zu organisieren und zu steuern.
 

MightyOachkatzl

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Ohne reproduzierbare Werte wären Powermeter natürlich rausgeworfenes Geld. Aber auch wegen den hohen Preisen sollte man sich nicht nur auf Reproduzierbarkeit sondern auch auf Genauigkeit verlassen können.
 
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