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Was mir gerade richtig gut gefällt.............

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Re: Was mir gerade richtig gut gefällt.............
Das Rad: wunderbar gerettet, die Schalterei musst ich erst suchen, na ja ... Das Schaltwerk (DX ?) scheint eine Federschwäche zu haben? oder ist das normal, dass das Parallelogramm so sehr nach unten zeigt?
Ist DX. Mittleres KB und mittleres Ritzel, also so ziemlich die Mitte des Spektrums. Zumindest im "Ständer" schalten alle Gänge ohne Auffälligkeiten.
Natürlich der Regalinhalt: mannmannmann, was ein Arsenal! Neben den eher üblichen Essenzen&Lösungen&Wundermitteln noch die Gläser eins höher, was ist denn da drin? Wohl Dinge wie die Ausscheidungen von kerria lacca ? Oder noch spezieller?
Nö. Schellack ist im mittleren Regal. In den Gläsern sind feinster Staub verschiedener Hölzer, zum Ausspachteln bei Bedarf.
Großes Kino die Beizproben(?) am aufrechten Brett, ein Augenschmaus!
Beinahe. Musterbrett von NATURAL mit den lieferbaren Ölen.

Gruß aus dem Wein/4, André.
 
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Dass ich mir heute mal so richtig den Zahn gezogen habe in Büttgen. Es rollt da aber auch einfach zu schön. 95km in 2 Stunden, geht natürlich nur in einer schönen Reihe, wo jeder mal 2-3 Runden vorne arbeiten muss. Bei Tempo 50 oder gar 55 rollt man aber auch hinten nicht mehr gratis mit... Die Beine sind matsche, der Hintern auch, die Handgelenke haben sich aber schon wieder erholt.
 
Staun! wollt ich grad nach fragen. Was fährt man da für ne Trittfrequenz? Und wesentlich langsamer als aktuelle nationale Spitze seid ihr sicher auch nicht gewesen?
das kommt drauf an, wenn sie locker rollen, vielleicht nicht. Ansonsten fahren die inzwischen mehr als 60 im Schnitt. Und der Schnitt ist nicht das entscheidende, die können bei dem Tempo noch sprinten und antreten und ne Runde rausfahren. Ich bin froh, wenn ich nicht zu viele Runden vorne fahren muss.
 
Gehört nur knapp hierher wg kleinem Rennradbezug, gefällt mir aber außerordentlich: ich bin gerade tief drin in der Lektüre der Teilacher-Serie des Autors Michel Bergmann (letztes Jahr verstorben). Es geht in den drei Büchern um Juden im Nachkriegsfrankfurt, die sich mit Textilverkäufen durchs Leben schlagen. Die hervorragend kenntnisreichen und gut recherchierten Bücher sind in mehrfacher Hinsicht bemerkens- und empfehlenswert. Sie zeichnen ein genaues Bild des Verhältnisses der Deutschen zu ihren Opfern und den zurückliegenden Jahren, für Frankfurter sind detailreiche Schilderungen ihrer Stadt zu dieser Zeit enthalten, auch geschichtliche Randbemerkungen (der Fettmilchaufstand ... wasisdasdenn?), und sie beleuchten ausgezeichnet ein Feld, von dem man sonst immer nur ein Raunen vernimmt, den jüdischen Witz. Es werden nicht nur sehr viele erzählt, sondern man bekommt einen Eindruck in die Denke dahinter, das damit verbundene Lebensgefühl. Jiddische Begriffe werden ebenfalls eingestreut (ich befinde mich im zweiten Band, der "Machloikes" betitelt ist, was so viel wie Ärger, Zwist bedeutet) und im Glossar erklärt.

Der Rennradbezug hat mich vollends von der "Seriosität" des Autors überzeugt. In einem der Handlungsstränge möchte ein Gymnasiast ein Rennrad erwerben, aber als ich dann den Markennamen des Rades las, dachte ich, jetzt flunkert er: Doniselli ... aber weit gefehlt! Ich dachte halt, dass das hier noch nie aufgetaucht ist (stimmt nicht ganz), aber es ist wohl ein italienischer "Massenhersteller" auf allen Gebieten des Fahrrades. Auch der Radladen Thöt existiert wohl noch in Ffm. Einzige Flunkerei: Verschueren und Bobet werden als Zeitgenossen gehandelt, was ihre größten Erfolge angeht.

Übrigens ist ein anderer bedeutender Handlungsstrang zwar sicher ausgedacht, aber derart originell, dass man es dem Autor sofort verzeiht. Ich möcht nur so viel verraten, dass es um Witze Erzählen geht.

Und ein letztes: die deutschen Juden haben sich damals, 50er Jahre, untereinander "jeckes" genannt (Singular jecke). Da denkt man zur heutigen Basler Fasnet doch gleich eine Woche zurück nach Kölle! Wer aber da von wem abgekupfert oder ob sich das ganz anders entwickelt hat, konnte ich nicht herausfinden.
 
Gehört nur knapp hierher wg kleinem Rennradbezug, gefällt mir aber außerordentlich: ich bin gerade tief drin in der Lektüre der Teilacher-Serie des Autors Michel Bergmann (letztes Jahr verstorben). Es geht in den drei Büchern um Juden im Nachkriegsfrankfurt, die sich mit Textilverkäufen durchs Leben schlagen. Die hervorragend kenntnisreichen und gut recherchierten Bücher sind in mehrfacher Hinsicht bemerkens- und empfehlenswert. Sie zeichnen ein genaues Bild des Verhältnisses der Deutschen zu ihren Opfern und den zurückliegenden Jahren, für Frankfurter sind detailreiche Schilderungen ihrer Stadt zu dieser Zeit enthalten, auch geschichtliche Randbemerkungen (der Fettmilchaufstand ... wasisdasdenn?), und sie beleuchten ausgezeichnet ein Feld, von dem man sonst immer nur ein Raunen vernimmt, den jüdischen Witz. Es werden nicht nur sehr viele erzählt, sondern man bekommt einen Eindruck in die Denke dahinter, das damit verbundene Lebensgefühl. Jiddische Begriffe werden ebenfalls eingestreut (ich befinde mich im zweiten Band, der "Machloikes" betitelt ist, was so viel wie Ärger, Zwist bedeutet) und im Glossar erklärt.

Der Rennradbezug hat mich vollends von der "Seriosität" des Autors überzeugt. In einem der Handlungsstränge möchte ein Gymnasiast ein Rennrad erwerben, aber als ich dann den Markennamen des Rades las, dachte ich, jetzt flunkert er: Doniselli ... aber weit gefehlt! Ich dachte halt, dass das hier noch nie aufgetaucht ist (stimmt nicht ganz), aber es ist wohl ein italienischer "Massenhersteller" auf allen Gebieten des Fahrrades. Auch der Radladen Thöt existiert wohl noch in Ffm. Einzige Flunkerei: Verschueren und Bobet werden als Zeitgenossen gehandelt, was ihre größten Erfolge angeht.

Übrigens ist ein anderer bedeutender Handlungsstrang zwar sicher ausgedacht, aber derart originell, dass man es dem Autor sofort verzeiht. Ich möcht nur so viel verraten, dass es um Witze Erzählen geht.

Und ein letztes: die deutschen Juden haben sich damals, 50er Jahre, untereinander "jeckes" genannt (Singular jecke). Da denkt man zur heutigen Basler Fasnet doch gleich eine Woche zurück nach Kölle! Wer aber da von wem abgekupfert oder ob sich das ganz anders entwickelt hat, konnte ich nicht herausfinden.
Ja, Doniselli gibt es tatsächlich. Zur Illustration (ist verkauft):
Wunderschöner Rahmen von Doniselli aus Mailand. Wirklich schön verarbeitet und extrem selten. 😍 Leider sehr, sehr rostig. 😪 Der Lack lässt sich in Ansätzen retten, aber der Chrom .... da hilft auch kein Petroleum. 🙄
Anhang anzeigen 1543359
Die harten Fakten: Baujahr ca 1960, RH59, RH58, OR58 (c-c). Campagnolo Ausfallenden. Standort ist Düsseldorf, Abholung bevorzugt. Preis 50 Euro VB. Lohnt sich also eigentlich fast fürs Steuerkopfschild. VERKAUFT

Möchte sich jemand das antun?
 
Schwieriger Charakter. Der billigt doch heute noch das Zwangsdoping in der DDR
Ich danke Dir! Die Lektüre des wikipedia-Artikels ist doch reichlich ernüchternd. Man kann ja zu den alten Idealen stehen, aber so gar keine Reflexion zuzulassen, schockiert mich.

Nun bin ich Wessi, trotzdem darf ich das wohl sagen.
 

Ich danke Dir! Die Lektüre des wikipedia-Artikels ist doch reichlich ernüchternd. Man kann ja zu den alten Idealen stehen, aber so gar keine Reflexion zuzulassen, schockiert mich.

Nun bin ich Wessi, trotzdem darf ich das wohl sagen.
Sicher darf man alles sagen. Oder?
Aber was mich auch schockiert ist, dass heute für die Meinungsbildung ein Wikipedia-Artikel auszureichen scheint.
Dann haben viele eben von vornherein verloren…

Ich bin „Ossi“ und nehme an, dass ich das auch wohl trotzdem sagen darf
 
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