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Protektorenunterhose gegen Oberschenkelhalsbruch

der_seevetaler

Bruchpilot
Dass es überhaupt eine wie auch immer geartete Nekrosebeahdlung geben soll, ist mir
gänzlich neu. Auch besagter Chefarzt meinte auf meine Frage beim Abschlussgespräch nach der Entschraubungs-OP ob er irgendwann nochmal röntgen wolle, daß das überflüssig sei, denn wenn die Nekrose
käme, dann könne man eh nichts machen.
Hab ReneKA mal nach den Behandlungsoptionen gefragt, bisher ohne Antwort.
 
Zuletzt bearbeitet:
D

diskokoenig

Da bin ich mal gespannt ob eine Antwort kommt. Also ich freue mich jedenfalls auf den 14. Februar, da kommen meine Schrauben wieder heraus.So langsam fangen sie an zu stören (vorwiegend beim Gehen langer Schritte oder Laufen). Leider habe ich auch keinen früheren Termin bekommen. Werde dann ab März so oft wie möglich Ausfahrten und RTF's mitnehmen. Mein erstes Teamrennen ist dann auch schon die Tour d'Energie am 27. April. Bis dahin möchte ich einigermassen fit sein.
 

Schwarzwaldyeti

Vierfach spezialisiert
Oh sorry, da stand ich auf der Leitung - tja, wer lesen kann ist klar im Vorteil. Naja, ich bin gespannt... aber ich denke es ist auch eher die Ausnahme, dass nach den 12 Monaten noch eine Nekrose entstehen kann. Möglich ist es, aber wahrscheinlich eher so selten, dass es dann wirklich Pech ist, wenn es auf einem selbst zutrifft. Aber die Preventionsmassnahmen dahingehend sind wirklich nicht gerade fortschrittlich. Die Krankenkasse zahlt da halt nicht die regelmässigen MRT-Termine, dann lieber das TEP und die evtl. mehrfachen Wechsel.
Dass es überhaupt eine wie auch im geartete Nekrosebeahdlung geben soll, ist mir
gänzlich neu. Auch besagter Chefarzt meinte auf meine Frage beim Abschlussgespräch nach der Entschraubungs-OP ob er irgendwann nochmal röntgen wolle, daß das überflüssig sei, denn wenn die Nekrose
käme, dann könne man eh nichts machen.
Hab ReneKA mal nach den Behandlungsoptionen gefragt, bisher ohne Antwort.
Eine Nekrose entsteht, wenn bei der Fraktur die knochenernährenden Blutgefäße abreißen bzw. nicht schnell genug regenerieren. In Folge sterben die Knochenzellen (Osteozyten, Osteoblasten etc.) ab und der Knochenstoffwechsel kommt zum Erliegen. Der tote Knochen wird langsam resorbiert. Eine Behandlungsmethode ist mir auch nicht bekannt.

So schlimm ist das mit einer Hüft-TEP übrigens nicht. Ich habe mich mittlerweile gut damit arrangiert. Die Haltbarkeit dieser Teile wird immer besser, etliche konstruktionsbedingte Gründe, die zu einem Austausch geführt haben, sind beseitigt. Mein Orthopäde meinte, er rechne nicht damit, dass bei meinen Voraussetzungen die TEP noch einmal getauscht werden müsse (meine Restlaufzeit dürfte noch ca. 30 Jahre betragen), es sei denn, ich stürze noch einmal darauf. Die operierte Seite fühlt sich übrigens genauso an wie die intakte. Der einzig missliche Umstand ist, dass es doch mit einigen Einschränkungen verbunden ist, was mögliche Sportarten betrifft. Alles, was mit abrupten Drehungen oder Stößen aufs Gelenk verbunden ist, ist verboten (also z.B. alle Ballsportarten). Ausdrücklich erlaubt sind Radfahren (nach Möglichkeit sturzfrei ;)) und Schwimmen, mit Einschränkung Laufen. Mich persönlich schränkt das im Vergleich zu vorher nicht ein, daher kann ich mich gut an die ärztlichen Anweisungen halten, ohne etwas zu vermissen.
 

humberthumbug

Neuer Benutzer
... update zur von mir losgetretenen nekrose-angst-geschichte: das ziehen in der besagten hüfte kam von einer engen bockharten hose (eine neue japanische jeans die ich eintragen wollte, ich weiss auch nicht warum ich mir manchmal so einen schmarrn antue). das war ein tipp von einem sportler. andere hose, alles wieder ohne signale aus dem bein. mann mann mann ...

zu den TEPs kann ich nur sagen, dass ich damals in der reha erstaunt war wie gut das bei den älteren damen mit den frisch eingebauten TEPs lief ...
 
D

diskokoenig

So geschafft, am 14. Februar sind die Schrauben entfernt worden. OP ist gut verlaufen, Schmerzen hatte ich nicht wirklich und am 9. Tag post OP bin ich auch schon wieder die ersten 50km gefahren.
 

Anhänge

haerluk

MItglied
Glückwunsch an Diskokoenig,
an Deinen Schrauben sind ja deutliche Verschleißspuren zu erkennen, die Rostschutzschicht schaut auch nicht mehr ganz einwandfrei aus.
Hast die Dinger wohl ordentlich strapaziert?
Jedenfalls gehts "ohne" bestimmt bald besser.
 
D

diskokoenig

Also zwei Schrauben sind ja ein Stück herausgerutscht, weil die Fraktur um ca. 5mm abgerutscht ist. Bisher merke ich jedoch davon nichts und der Arzt meint, das wird wohl auch so bleiben. Also die Schrauben waren jetzt 8 Monate verbaut und nach 2 Monaten (nach der ersten OP) habe ich ja bereits wieder auf dem RR gesessen. Also ich muss sagen, dass ich jetzt bereits merke, dass es ohne Schrauben ein positiver Unterschied ist und das fraut mich natürlich sehr.

Jedenfalls DANKE für all Eure Glückwünsche!
 

Veloma

jetzt wieder schraubenlos
Hi Leute, bin seit dem 28.3. auch mit nem medialen OSH-Bruch Garden III (also komplette Fraktur mit Dislokation) mit dabei... Fazit: In meinem schlanken Oberschenkel-Knöchelchen stecken eine riesige fette Dynamische Hüftschraube plus eine Antirotationsschraube.

Bei mir hieß es 5-6 Wochen komplett ohne Belastung (respektive leichtes Abrollen mit "Keks drunter", je nach Arzt).

Was mich jetzt verunsichert: Die Operateure (in Slowenien) sprachen von einer Rö-Kontrolle 4 Wochen post-OP, das Klinikum in D, welches durchaus Erfahrung mit Hüften hat, sprach von wöchentlichen (!) Rö-Kontrollen - auch zwecks Ausschluss von Hüftkopfnekrose, und der Arzt, bei dem ich jetzt in der Nachsorge bin sagt, ich soll 6 Wochen Post-OP wiederkommen für ein Röntgen. (Dieser Arzt ist übrigens schon der 2. Versuch eines Nachsorge-Arztes, nachdem der erste Arzt mich 3 Stunden auf nem harten Stuhl hatte sitzen lassen und danach zu faul war die Fäden innerhalb der normalen Zeitspanne zu ziehen). Meine Nachfrage bei der Praxishilfe wegen des Röntgens ergab, dass der Arzt genau wisse, was er tue, und zweitens, dass sie mir nächstes Mal einen Termin bei einem der "Hüftspezialisten" gibt. Aha. Der erste Doc wusste also doch nicht so genau, was er tut??? :eek:

Wie oft wurde bei Euch geröntgt während der ersten Phase - und danach?

Einerseits will ich mich ja nicht tot-röntgen lassen (im Klinikum in D wurde ich während der verbleibenden 6 Tage alle 2 Tage geröntgt :eek:), Panik schieben will ich auch nicht - andererseits soll aber auch nix Schlimmes übersehen werden, und ich hätte vor allem nix dagegen, evtl schon etwas früher stärker belasten zu dürfen falls der Krempel schon gut zusammengewachsen ist... mein linkes Bein zerfällt langsam zu Pudding, und das nach nur 3 Wochen.
Und ich schiebe hier die Krise, weil ich noch nicht mal die ####-Kaffeetasse ins Wohnzimmer kriege :mad:.
 

haerluk

MItglied
Hallo Veloma,

willkommen im Club.

Erstmal ganz allgemein:
Deine Fragen sind nicht "Protektorenunterhosenspezifisch", sie sind besser hier: http://www.dr-gumpert.de/forum-orthopaedie/viewtopic.php?f=10&t=759&sid=b5138696038777d85e19833f9cba374a aufgehoben.
Hier findest Du auch jeden Menge Detail-Informationen, Meinungen, Krankengeschichten und Antworten auf Fragen, die Dir erst noch kommen.
Wenn Du Dich durch alle 94 Seiten kämpfst, bist Du anschließend Spezialist für OSH-Brüche.
Es gibt Betroffene mit erfolgreichen Verläufen und Geschichten, die man besser nicht selbst erlebt.
Wer's dann bis ins Protektorenunterhosenforum geschafft hat, der ist sicherlich einigermaßen zufrieden.

Deine aktuellen speziellen Fragen kann ich natürlich auch hier versuchen zu beantworten:
Bei OSH-Brüchen gilt: 3 Ärzte, 5 Meinungen.
Bei OSH-Brüchen von Leuten die jünger als 65 und sportlich noch etwas ambitioniert sind gilt: Die Ärzte, Chirurgen, Orthopäden, Physios haben kaum praktische Erfahrungen. Sie versuchen immer ihre normalen Leitlinien für 70-Jährige anzuwenden. Das ist ärgerlich, da hilft nur Selbsthilfe (siehe Mail-Adresse von oben). Also Deine Erfahrung mit Ärzten ist "absolut normal"!

Wenn ich mich noch richtig erinnern kann, wurde ich zum Entlassen aus dem Krankenhaus gerönt (6 Tage danach), dann am Ende der Reha (5 Wochen danach), dann nach 3 Monaten und nochmal nach 6 Monaten.
Zum letzten Mal, als ich mir die Schrauben habe ziehen lassen.
Eine Nekrose sieht man übrigens im normalen Röntgenbild sowieso nicht.
Nur im MRT (oder CT?....ich bin kein Mediziner), und MRT geht nur, wenn kein Metall mehr drinn ist.

Die Krise haben übrigens alle geschoben...mehrfach....und hinterher haben alle versichert, sie hätten Gedult gelernt.
Ich auch.
Und vermutlich wirst Du da auch durch müssen.

Gruß
Lukas
 

Runbecker

Senioren-Fräd/Grenzfahrer
Wenn ich mich noch richtig erinnern kann, wurde ich zum Entlassen aus dem Krankenhaus gerönt (6 Tage danach), dann am Ende der Reha (5 Wochen danach), dann nach 3 Monaten und nochmal nach 6 Monaten.
Zum letzten Mal, als ich mir die Schrauben habe ziehen lassen.
Genau so.

Bei OSH-Brüchen von Leuten die jünger als 65 und sportlich noch etwas ambitioniert sind gilt: Die Ärzte, Chirurgen, Orthopäden, Physios haben kaum praktische Erfahrungen. Sie versuchen immer ihre normalen Leitlinien für 70-Jährige anzuwenden. Das ist ärgerlich, da hilft nur Selbsthilfe (siehe Mail-Adresse von oben). Also Deine Erfahrung mit Ärzten ist "absolut normal"!
Hinsichtlich der Ärzte gebe ich Dir recht. Bei den Physiotherapeuten ist das schon anders. Die sahen ja, was ich beim Gerätetraining für Fortschritte machte und haben flexibel darauf reagiert. Der Orthopäde ging trotz aller Fortschritte nicht von seinen Fristen ab.
Zur Reha (ca. 1 km) bin ich immer zu Fuß bzw. auf Krücken hin und zurück.;)
Nach 6 Wochen hatte ich Vollbelastung (vorher "20 kg") und saß auf dem Trekkingrad, nach 8 Wochen wieder arbeiten und auf dem Rennrad.

Und ich schiebe hier die Krise, weil ich noch nicht mal die ####-Kaffeetasse ins Wohnzimmer kriege :mad:.
Glas und Bierflasche (so war das bei mir:bier:) getrennt in einen Beutel und dann mit den Krücken zum Ziel. Sollte mit Thermoskanne und Kaffetasse auch funktionieren...

Wird schon.
 

Veloma

jetzt wieder schraubenlos
Danke für Eure Infos. Das beruhigt dann doch etwas.

@haerluk : Uii, dann genehmige ich mir mal den Gumpert - da hab ich ja die nächsten 3 Wochen was zu lesen :) - ich hatte mich übrigens erdreistet, meine Frage hier zu stellen, weil es seit längerem nicht mehr nur um Protektoren ging ;).

@Runbecker : Ja, zur Physio gehe ich auch zu Krück... ein bisschen extra-Bewegung für die 2 Höhepunkte der Woche :D - und den Espresso werd ich also mal ganz unitalienisch in meine 3dl-Thermoskanne schütten - ich hoffe er schmeckt dann trotzdem noch :bier:.
 

Runbecker

Senioren-Fräd/Grenzfahrer
: Ja, zur Physio gehe ich auch zu Krück... ein bisschen extra-Bewegung für die 2 Höhepunkte der Woche :D - und den Espresso werd ich also mal ganz unitalienisch in meine 3dl-Thermoskanne schütten - ich hoffe er schmeckt dann trotzdem noch :bier:.
Ich habe damals aus eigenem Antrieb das Geräte- und Ergometertraining von 2 auf 3 Einheiten die Woche hochgestetzt. Wenn für untrainierte "Normalbürger" 2 Einheiten gehen, sollten für uns Sportler 3 drin sein. Da hatten die Physio's keine Einwände, und das Ergebnis war gut.
 

b_a

Hoppelhase
und den Espresso werd ich also mal ganz unitalienisch in meine 3dl-Thermoskanne schütten - ich hoffe er schmeckt dann trotzdem noch :bier:.
Neee -das kannst Du nicht machen :eek:
Aber einen Espresso trinkt man doch ohnehin in einem Zug à la italiana an der Bar im Stehen sobald der aus der Maschine getröpfelt ist, also runter damit in der Küche ;) und dann unbeschwert ins Wohnzimmer humpeln...
 

Veloma

jetzt wieder schraubenlos
Ich habe damals aus eigenem Antrieb das Geräte- und Ergometertraining von 2 auf 3 Einheiten die Woche hochgestetzt. Wenn für untrainierte "Normalbürger" 2 Einheiten gehen, sollten für uns Sportler 3 drin sein. Da hatten die Physio's keine Einwände, und das Ergebnis war gut.
Würde ich auch gerne machen, aber Geräte und Ergometer sind noch gar nicht drin. Ich darf wirklich nur die Muskeln etwas anspannen ohne aktive Bein-Bewegung (das mach ich seit kurzem auch täglich 2x, sowie 2x EMS mit sonem Elektroschockdingens); und dann passive Beinbewegung durch die Physiotherapeutin.
Naja, in 3 Wochen geht's hoffentlich los mit Ergo und Geräten... kanns kaum erwarten - werd dann die Sache mit 3x pro Woche Physio nochmal intensiver ansprechen. Dann bringt das wahrscheinlich auch mehr als jetzt.
Bis dahin brauch' ich wahrscheinlich einen Hintern-Wonder-Bra für die linke Pobacke... :eek::D
 

Veloma

jetzt wieder schraubenlos
Mal wieder was zum Thema Protektorenhosen...Ganz schön schwierig, ne passende, gute zu finden. Hier meine bisherigen Erfahrungen:

Die POC VPD 2.0 Short sitzt bisher am besten, das Hüft-Polster ist aber extrem schwer (!) und groß und hart und schubbert über die Narbe. Kann mir nicht vorstellen, damit länger zu fahren. Ansonsten sieht die Hose angezogen gar nicht mal so schlimm aus.

Die Race Face Flank Liner hat an der Hüfte ein herausnehmbares schockabsorbierendes Polster und, davon getrennt (=Bewegungsfreiheit?), am Oberschenkelknochen ein fixes Schaumstoffpolster. Mal abgesehen davon, dass das herausnehmbare Hüft-Polster bei meiner Testhose nicht vorhanden war :rolleyes:, ist das Material billig, die Hose ist hinten nicht hochgezogen, das Sitzpolster extremst einfach und rauh, und die Hose sitzt nicht.

Die IXS Skid Evo-II Lady hat aufgenähte gerippte Schaumstoffpolster, welche Richtung Becken unterteilt sind. Dies könnte zu einer besseren Bewegungsfreiheit führen. Ich sage könnte, weil ich die Hose, die ich in meiner Standardgröße bestellt habe, noch nicht mal über die Knie bekommen habe :eek:. Das Sitzpolster sieht ganz OK aus. Keine Ahnung, ob ich das Ding jetzt noch in XL statt S bestellen soll...

Also weitersuchen... hab ja noch Zeit :rolleyes:
 

der_seevetaler

Bruchpilot
Sehr geil, mein Thread lebt ja noch!
Hi Veloma, Dein Eindruck von der VPD 2.0 ist im Grundzustand zwar richtig, der Kunststoff wird von der Körperwärme nach wenigen Minuten aber weich und geschmeidig und man merkt sie dann absolut null am Körper.Ich fahr sie jetzt in der dritten Saison spazieren, ausschließlich 200er bis 400er /Marathons/Brevets und auch mal ´ n 24 Stunden Rennen und bin nach wie vor absolut begeistert, zumal sie optisch kaum aufträgt.
 

Veloma

jetzt wieder schraubenlos
Sehr geil, mein Thread lebt ja noch!
Hi Veloma, Dein Eindruck von der VPD 2.0 ist im Grundzustand zwar richtig, der Kunststoff wird von der Körperwärme nach wenigen Minuten aber weich und geschmeidig und man merkt sie dann absolut null am Körper.Ich fahr sie jetzt in der dritten Saison spazieren, ausschließlich 200er bis 400er /Marathons/Brevets und auch mal ´ n 24 Stunden Rennen und bin nach wie vor absolut begeistert, zumal sie optisch kaum aufträgt.
Oh, gut zu wissen :). Dann hätte ich sie einfach noch etwas länger anbehalten sollen...
 
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