Ah, ein Sunn?
Zu Beachten ist bei Spacern, wie Du auch schreibst, dass der Vorbau unterhalb des Gewindes klemmt. Es muss also im gewindelosen Bereich die Klemmkraft eingebracht werden. Die Max-Linie sollte dazu an der Stelle sein, wo sie auch bei einem Aufbau ohne Spacer wäre. Somit bringt die Erhöhung mit Spacern keinen Zugewinn an Auszug des Vorbaus.
Das Gewinde ist die Schwachstelle der Gewindegabeln. Die Bewegung des Vorbauschafts in allen Richtungen kann die Steuersatzgewinde lockern, was in der Praxis oft genug geschieht. Aufgrund der starken Kerbwirkung in den Gewindegängen verbunden mit der Dünnwandigkeit des Materials an dieser Stelle, sollte dieser Bereich sowieso nicht unnötig belastet werden.
Geschieht dies trotzdem, wird z.B. die Klemmkraft des Vorbaus im Gewindebereich eingeleitet, ist mit Deformation und Bruch zu rechnen.
Das hab ich bei einem gebrauchten Rad festgestellt. Der zu kurze Vorbau war vom Vorbesitzer zu weit herausgezogen und so gefahren worden. Die Gabel ist dadurch oberhalb der Nut des Konterrings gerissen und im folgenden verbogen worden. Das Steuerrohr war minimal krumm. Bei Lenkeinschlag hat dann der Steuersatz blockiert.
Mit einem selbstgebauten CroMoSchaft der sehr tief in die Gabel hineinragte, und oben mit Ahead-Vorbau betrieben wurde, konnte ich die Gabel wieder stabilisieren. Natürlich ist sie heute nicht mehr in Betrieb.
Gezeigt hat dieses Experiment aber eines: ein möglichst langer Vorbau, der möglichst tief klemmt, versteift und stabilisiert den gesamten Gewindebereich der Gabel immens.
Einen wichtigen Einfluss hat auch das Passungspaar von Vorbauschaft und Steuerrohr.
Hier ist möglichst wenig Luft wünschenswert, um die Hin- und Herbewegung des Schafts im Rohr zu reduzieren. Eine kleinstmögliche Spielpassung ist ideal.
In der Praxis haben hochwertige Aluvorbauten mitunter mehr Spiel, als das Stahlrohr von sog. Billigvorbauten.