FTP - Aktuelle Zahlen und Ziele

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
Unlogisches Argument, mit dem Größen/Gewichtsverhältnis sind schon Leute TdF Sieger, Crossweltmeister oder Zeitfahrweltmeister geworden. Sinnlos hochfressen um meine einzige Stärke zu opfern brauch ich mich nicht.
Dann musst Du dich damit abfinden und versuchen, so gut wie es geht damit klarzukomen oder eben deinen Fokus ändern: Bergzeitfahren, Alpen- und Gebirgsmarathons wären dann eher was für dich. Ansonsten bleibt Dir im Westen des Landes wohl nur Rund um Düren als LIzenzrennen mit anspruchsvoller Topografie und das Uni-Rennen in Wuppertal (falls es das überhaupt noch gibt, weiß ich gerade nicht) und Rad am Ring bei den Jedermannrennen.

BTW: Auch Giro-Sieger können über fehlende Spritzigkeit klagen
http://www.cyclingnews.com/news/tom-dumoulin-im-the-best-ive-ever-been-at-this-point/
 
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David9519

Aktives Mitglied
Am 14.4 findet noch das Überherrn Straßenrennen statt. Für Amateure glaube 84km und 1300hm. Das hat einen 5min Anstieg drin und ist ansonsten wellig. Liegt bei Saarlouis, also vielleicht etwas für dich? Oder zu weit weg?
 

ronde2009

Aktives Mitglied
Hast du die kurzen Sachen (5s -15s) schon mal richtig trainiert? Um da echte Maximalleistungen zu erzielen, muss auch die Technik passen. Gangwahl, Tf, etc.
Ich habe in Esplingerode bspw den Sprint total verballert, weil ich viel zu dick gekettet hatte. Dann sind die Beine platt bevor die Kurbel auf Schwung ist.
Das ist genau das, was ich versuchen würde. Aus den Kurven mit einem kleineren Gang rausfahren spart viel Kraft. Und nicht so viel bremsen.
Für die Verbesserung von 5s würde ich auch mit mittleren Gängen sprinten um eine möglichst Hohe TF zu generieren. Und mal aus dem Stand anspringen. Müsste 50W mindestens ausmachen.
5 5s Sprints 2 mal pro Woche würde ich standardmäßig einbauen.Ansonsten schick mal ein Bild pn wie du auf dem Rad sitzt.
Grüße
 

dr_big

Aktives Mitglied
Krafttraining muss auch spezifisch sein. Kniebeugen werden ja eher langsam ausgeführt während im Sprint ja Schnellkraft und Koordination gefordert sind. Das trainiert man gut mit Gewichtheben, z b. Power Clean.

Wenn ich meine 11kg Speckschicht abziehe habe ich ein ähnliches Größen/Gewichtsverhältnis, komme aber auf deutlich höhere Sprintwerte bei niedrigerer FTP.
 
Zuletzt bearbeitet:

occultus

6 kg pro Watt
Düren bin ich gemeldet und im Mai gehts nach Kärnten, da bin ich mal gespannt drauf. :)

Die flachen Lizenzrennen sind halt in meiner Nähe (NRW, NDS) und sehe ich als beste Möglichkeit an "richtig" Radfahren zu lernen und nen Formschub zu bekommen. Macht zudem ja auch Spaß mit ein paar Leuten ausm Verein da rumzufahren.

Probiere das mal mit der höheren TF und dem Anspringen aus dem Stand für 5-10 Sekunden, danke. :daumen:

Heute im Training mal an 30s Allouts im Sitzen versucht (1 Stunde lang alle 5 Minuten ein Effort, dazwischen L2/L3), Beine waren überraschend gut. :eek: Und Rumpfstabi könnte auch nicht schaden.
Bildschirmfoto 2019-03-26 um 18.29.17.png
 

Osso

Aktives Mitglied
das ist meiner Meinung nach nicht in der Zwischenzeit L2/L3 zu fahren, wenn man Sprints adressieren möchte. Klarer Fokus auf die Sprints und dazwischen mental und physisch sammeln. Man kann dann immer noch sowas wie Crisscross als Rennsimulation fahren. Ich habe heute was ähnliches gemacht. Nicht echte Sprints. Aber den Bericht von 15sek- 2 min bearbeitet. War jetzt CX und deshalb ist das am Gelände orientiert aber ich denke die Idee wird deutlich.
cx-antritte.png
 

eins4eins

Aktives Mitglied
Düren bin ich gemeldet und im Mai gehts nach Kärnten, da bin ich mal gespannt drauf. :)

Die flachen Lizenzrennen sind halt in meiner Nähe (NRW, NDS) und sehe ich als beste Möglichkeit an "richtig" Radfahren zu lernen und nen Formschub zu bekommen. Macht zudem ja auch Spaß mit ein paar Leuten ausm Verein da rumzufahren.

Probiere das mal mit der höheren TF und dem Anspringen aus dem Stand für 5-10 Sekunden, danke. :daumen:

Heute im Training mal an 30s Allouts im Sitzen versucht (1 Stunde lang alle 5 Minuten ein Effort, dazwischen L2/L3), Beine waren überraschend gut. :eek: Und Rumpfstabi könnte auch nicht schaden.
Anhang anzeigen 655300
Mit dem Lindener Bergpreis und der LVM Berg in Osnabrück kommen auch noch ein paar andere Rennen mit Höhenmetern in der Region.

Rumpfstabilität ist natürlich auch ein wichtiger Punkt. Die stärksten Beine nützen nichts, wenn man nicht die entsprechende Oberkörperspannung aufbauen und halten kann. Dann fehlt für eine hohe Spitzenleistung schlichtweg der Hebel.
Wie gesagt: Kraft ist mMn genug da. Du kannst da noch einiges mit Technik und Übung rausholen.
 

ronde2009

Aktives Mitglied
Absolut. Auch Armkraft. Das summiert sich alles wenn man die Kraft übertragen muss. Nur keine Verletzung durch Krafttraining einhandeln. Stabi oder Functionaltraining ohne Gewichte passt meistens schon als Ergänzung 2 mal die Woche.
 

Scuta

Aktives Mitglied
Ich hatte letzte Woche eine Labor Spiro.

Jetzt habe ich die Daten erhalten und für mich lese ich mal raus- wenn ich alles richtig interpretiere. Das ich an meiner KA arbeiten sollte- da die Vo2max sehr hoch ist und der Bereich 2mmol zu 4mmol ca 40w sind.

Habt ihr Empfehlungen für KA IntervalIe? Dürfen schon etwas anspruchsvoll sein.
 

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
Ich verstehe nicht ganz, wie Du auf die Schlussfolgerung kommst, dass KA-Training relevant ist, zumindest wenn ich unterstelle, dass KA Kraftausdauer - also eine Trainingsform mit eher niedriger Tf ist. Um wirklich etwas Substanzielles sagen zu können, müsste man mehr Daten sehen, der schnelle Anstieg des Laktates jenseits der 2mmol also im Übergangsbereich zwischen vorwiegend aerober zu vorweigend anaerober Energiebereitstellung gibt aber schon mal ein paar Hinweise. Ich würde versuchen, dass mit langen Intervallen im L3 und L4 zu adressieren, ich sehe nur nicht, warum man dafür Intervalle mit eher niedriger TF wählen sollte. L5 käme wegen der ohnehin schon gut entwickelten Vo2max nicht in die engere Wahl.
 

Scuta

Aktives Mitglied
Ja, da habe ich mich etwas falsch ausgedrückt.
Prinzipiell habe ich 3x15 min. Intervalle an der Schwelle wieder ins Auge gefasst. Diese haben mir letzte Saison schon geholfen-
Möchte noch ein Intervall in der Woche im Bereich L3 einbauen.
Ohne zu viel Daten öffentlich Preis zu geben. 2mmol ist bei über 300.
 

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
Neben absoluten Zahlen ist vor allem der Verlauf der Laktat-Leistungskurve interessant. Die Infos lese ich so, dass die Kurve lange Zeit sehr flach verläuft und dann recht schnell steil ansteigt. Das spricht umgangssprachlich formuliert für eine sehr gute "Grundlage" aber Schwierigkeiten bei hohen Intensitäten, da ist der "Ofen schnell aus" (alles natürlich auf einem sehr hohen Niveau!). Für Leute mit einem TT-Fokus ist das nicht ungewöhnlich, jahrelanges Training mit sehr großen Umfängen trägt (neben Veranlagung) ebenfalls dazu bei.

Ich habe in LDs bei mir ähnliche Befunde gesehen (leider nicht ganz auf deinem Leistungsniveau). Ich habe zwar keine durchgehende LD-Historie, die die ich in den letzten >20 Jahren gemacht haben zeigen aber, dass ich im Laufe ein ähnliches Bild entwickelt hat. Mir wurde empfohlen das mit L5 oder IE (3* 10 min. 30/30) anzugehen, da bei Dir die VO2max offenbar auch schon sehr hoch ist, drängt sich L5 nicht zwingend auf. Hart gefahrene 3*15 scheinen mir durchaus sinnvoll. Ich habe bei mir auch den Eindruck, dass ich auf L4 stärker reagiere, als auf L5, (derartige Selbstbeobachtungen sind aber natürlich mit großer Vorsicht zu betrachten!)
 

Osso

Aktives Mitglied
zu LD habe ich keine Meinung, das kann ich nciht beurteilen.
Mir wurde empfohlen das mit L5 oder IE (3* 10 min. 30/30) anzugehen, da bei Dir die VO2max offenbar auch schon sehr hoch ist, drängt sich L5 nicht zwingend auf.
Ist ja meine Schlüsselkeinheit, wenn auch in der Variante 30/15. Aber was ich hier zu bedenken geben, das die Serie relativ lang ist und damit möglicherweise nochmal anders auf die Schwelle wirkt als z.b. 4x4. So weit weg von 3x15 ist das nämlich auch nicht.
 

Scuta

Aktives Mitglied
Neben absoluten Zahlen ist vor allem der Verlauf der Laktat-Leistungskurve interessant. Die Infos lese ich so, dass die Kurve lange Zeit sehr flach verläuft und dann recht schnell steil ansteigt. Das spricht umgangssprachlich formuliert für eine sehr gute "Grundlage" aber Schwierigkeiten bei hohen Intensitäten, da ist der "Ofen schnell aus" (alles natürlich auf einem sehr hohen Niveau!). Für Leute mit einem TT-Fokus ist das nicht ungewöhnlich, jahrelanges Training mit sehr großen Umfängen trägt (neben Veranlagung) ebenfalls dazu bei.

Ich habe in LDs bei mir ähnliche Befunde gesehen (leider nicht ganz auf deinem Leistungsniveau). Ich habe zwar keine durchgehende LD-Historie, die die ich in den letzten >20 Jahren gemacht haben zeigen aber, dass ich im Laufe ein ähnliches Bild entwickelt hat. Mir wurde empfohlen das mit L5 oder IE (3* 10 min. 30/30) anzugehen, da bei Dir die VO2max offenbar auch schon sehr hoch ist, drängt sich L5 nicht zwingend auf. Hart gefahrene 3*15 scheinen mir durchaus sinnvoll. Ich habe bei mir auch den Eindruck, dass ich auf L4 stärker reagiere, als auf L5, (derartige Selbstbeobachtungen sind aber natürlich mit großer Vorsicht zu betrachten!)
Etwas zur Veranschaulichung.
PhotoEditor_20190409_122401355.jpg
 

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
So wie sich die Kurve darstellt ergibt sich für meine Begriffe ein etwas anderes Bild als bisher diskutiert.
Nach welchen Methoden wurde die LPTs bestimmt?
 

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
Ich meine nach welchen Verfahren die Laktatschwellen berechnet wurden? Oben hast Du mal von fixen Schwellen 2 und 4 mmol berichtet, das passt aber soweit man das sehen kann nicht zu der Grafik. Wenn LPT2 bei 4mmol liegen sollte hätttest Du einen Abbruchwert von weit über 20 haben müssen, jedenfalls wenn auf der Y-Achse wie sonst üblich das Blutlaktat "normal" ohne Verzerrung abgetragen ist. So hohe Werte gibt es soweit ich weiß bei Ringern, im Wettkampf, weil da teilweise durch die Griffe die Blutversorgung abgeschnürt wird .... :eek:

Je nach Methode der Bestimmung der Schwellen kommen sehr unterschiedliche Werte raus.
Ein Eindruck davon vermittelt zum Beispiel diese Grafik

aus diesem Papier
https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0199794
Es gibt basierend auf dem Paper eine Online-Anwendung in der man seine Testergebnisse selber analysieren und verschiedenen Schwellen berechnen kann, ahbe ich selber noch nie genutzt, könnte sich aber lohnen, die Daten hier mal einzutickern

https://shiny.fmattioni.me/shiny/lactate/

Für mich sieht deine Kurve "normal" aus, der Anstieg scheint mir auch nicht übermäßig steil zu sein. Ich würde vermuten (!), dass der LTP2 bei vielen Methoden höher ausfällt als in Deiner Grafik dargestellt.
 

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
Spiroergometrie am Cyclus2 mit 20w zu 1min
BTW: EIne Stufendauer von einer Minute ist btw. für einen LaktatStufentest eher ungeeignet, die Stufen sind zu kurz um valide ein an die jeweilige Leistung gekoppeltes und stabiliserites Laktatlevel zu beobachten. Dafür sind Stufen von >3 min. erforderlich, dann unterschätzt der Test aber wahrscheinlich die VO2max.
 
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