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Wo würdet Ihr hinziehen? (Rennrad Gegend/Autoarm)

Eoerel

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TL;DR: Ich möchte in einer lebenswerten Stadt mit gutem Rennradrevier leben. Was sind eure Vorschläge?

Ich wohne nun seit fast 30 Jahren in Köln und mag die Stadt eigentlich sehr gerne. Köln ist super an den Zug- (und auch Flug-)verkehr angebunden, der ÖPNV funktioniert meistens, und politisch ist es eher grün. Leider ist es zum Rennradfahren hier nicht ideal. Um mehr als 200 Höhenmeter am Stück zu fahren, muss man schon in die Eifel. Der Verkehr wird jedes Jahr schlimmer und aggresiver. Bevor ich in einer Gegend bin, in der man nicht alle 30 Sekunden von einem Auto überholt wird, muss ich 45–60 Minuten fahren.

Beruflich bin ich flexibel: Ich kann wohnen, wo ich möchte, da meine Arbeit zu 100 % remote ist. Daher suche ich jetzt eine neue Stadt/Region, in der ich mich niederlassen kann.

Was mir wichtig ist:
  • Die Stadt sollte nicht zu klein sein
  • Gute Zugverbindungen im Fernverkehr
  • Gute Radinfrastruktur und alles, was dazugehört
  • Wenig Autoverkehr
  • Nicht so aggressive Autofahrer wie in Köln
  • Möglichkeit, dort problemlos hinzuziehen und zu arbeiten
  • Kein braunes AfD-Loch
  • Ich habe zwar ein Auto möchte aber die möglichkeit haben ohne Auto zu leben. CarSharing und Mietwagen anbieter wären super
Bisherige Ideen:
  • Freiburg: So ziemlich das Optimum – aber nahezu unmöglich, eine Wohnung zu finden, selbst bei einem Budget von 2500 kalt.
  • Karlsruhe: Gefällt mir auch, aber die Region ist zum Radfahren nicht ganz so attraktiv wie Freiburg. Anbindung durch die Bahn ist fantastisch.
  • München: Nah an den Alpen und am Allgäu – Mieten extrem teuer, und je nach Wohnlage fährt man trotzdem 45 Minuten aus der Stadt heraus. Söder Town was mir gar nicht gefällt.
  • Lindau am Bodensee: Schöne Gegend, aber vermutlich harter Winter und schwache Anbindung.
Was wären eure Vorschläge?
 
Hat jetzt auch keinen so guten Ruf, aber ich wohne am Stadtrand von Stuttgart Nähe Flughafen.

Auf ein paar Schleichwegen bin ich schnell im Nordschwarzwald oder auf der Schäbischen Alb.

Wenn es auf die andere Seite soll, schön und recht verkehrsarm ist der Schwäbische Wald fahre ich mit der S-Bahn raus.
 
Von den vier Städten empfehle ich dir Lindau, bzw. die Bodenseeregion. Meine Mutter hat dort 15 Jahre gelebt und nur Gutes berichtet. Von harten Wintern hat sie nichts gesagt. Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich das sofort machen.
 
Fulda?
Zur Fahrradfreundlichkeit kann ich zwar nichts sagen, aber außen rum nicht dicht besiedelt. Sicherlich auch kein teures Pflaster. Mit Rhön, Spessart und Vogelsberg 3 Mittelgebirge in der Umgebung.
 
Ich bin vor vielen Jahren mal von Flensburg nach Süden durch Deutschland per Rad getingelt auf der Suche nach einer möglichst attraktiven Gegend zum wohnen, arbeiten und Rad fahren.
Habe mehrere Ecken Deutschlands dabei durchquert, die mir passabel erschienen, aber der echte Kick für mich fand erst statt, als die Alpenkette in Sichtweite auftauchte!

Bin dann in der Konsequenz von Nordfriesland ins bayerische Oberland umgezogen vor 28 Jahren
Und habe es seither noch keinen einzigen Tag bereut! 🙂
 
Nicht zu kleine Stadt & wenig Autoverkehr schließt sich imho aus.

Bodensee gleicht durch das viele Wasser aus, d.h. bis der Winter richtig hart wird, muss dessen Temperatur erstmal runter.
Aber: So eine große Pfütze schränkt auch das Radrevier ein: Du kannst eben nicht in alle Himmelsrichtungen losfahren bzw. zurückkommen.
 
Also vom Bodensee ins Allgäu und den Bregenzerwald kommt man ja schnell. :) Und wenn man das Schweizer Ufer befahren will, kann man ja - speziell ab Lindau - mit dem Schiff (oder mit dem Auto) rüber.
 
MY SWEET HOME !!! 😍
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Ulm würde ich noch in den Ring werfen. Wenn man Bock auf Alpen hat, wäre Lindau natürlich ideal.
 
Meiner Meinung nach schließen sich deine Kriterien gegenseitig aus. Irgendeinen Tod muss man sterben.

Ich kann dir die Moselregion rund um Trier empfehlen. Das direkt angrenzende Luxemburg ist ein Radsport-Mekka und durchaus ein kleiner Geheimtipp.
Das würde ich unterstützen. ÖPNV Richtung Deutschland ist etwas weniger, International sehr gut. In Luxemburg ist ÖPNV gratis und Randmitnahme im Zug kein Problem. Luxemburg Hbf ist nah, ab dort gibts Verbindungen mit Randmitnahme nach Lüttich, Brüssel und Nord Frankreich.
Flache Strecken entlang Flüsse, Bahntrassen Radwege und viele Hügel gibt's alles in der Nähe.
 
Nope.
Küste ist viel zu stark befahren. Nur am Wochenende machbar, da aber auch besser früh. Die Straßen sind flach an der Küste schmal, in den Orten ist man da eher ein Hindernis. Kann man machen, aber schön ist anders.
Anders sieht es aus, wenn man in die Berge von dort gleich hineinfährt. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so freundliche und rücksichtsvolle Autofahrer erlebt zu haben. Strecken sind schön und auch in Summe noch als verkehrsarm zu bezeichnen.
Ich kenne Menschen, die es lieben, den Meerblick zu haben und andere, denen das Herz beim Anblick von Bergen aufgeht. Letztes Wochenende war ich in der Holsteinischen Schweiz und war mal wieder überrascht, wie viele Höhenmeter dort zusammenkommen. Und man ist immer schnell am Meer.
Trier/Luxemburg kenne ich nicht, hört sich sehr reizvoll an. Freiburg ist mir mehrfach bekannt, richtig klasse, aber ja, die Mieten. Ansonsten wäre das mein Favorit.
 
Thema Alpen(nähe) :

Ich machte die Erfahrung, dass die unmittelbare Nähe zu den Alpen auch Nachteile mit sich bringt.

  • wohnt man in einem Tal, hat man oft nur eine (vielbefahrene) Straße zur Verfügung
  • es ist im Tal auch finsterer, bis die Sonne über die Berge steigt
  • die Winterperiode mit Schnee & Eis dauert in höheren Lagen deutlich länger als in tieferen Lagen
  • Ausflugsverkehr va an Wochenenden ist nervig
  • die Anzahl der verfügbaren Straßen und Routen ist geringer fürs Radfahren, was es mit der Zeit lästig macht, immer die selben Strecken fahren zu müssen
  • Föhn kann zu Kopfweh und Migräne führen bei einzelnen Personen
  • Mieten und Immopreise sind ggf hoch, je nach Lage
  • wildes Wetter nimmt zu mit Extremereignissen
 
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