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Wo würdet Ihr hinziehen? (Rennrad Gegend/Autoarm)

Ich würde Rosenheim empfehlen. Direkte Alpennähe, schöne Landschaft und ideal an den ÖPNV angebunden, da jeder EC/RJ von München nach Österreich dort hält. Zudem hat man sich mit dem 365€ Ticket vom MVV kostengünstig in ganz Südbayern ( von bald Garmisch bis Kufstein) kostengünstig bewegen.
Ansonsten kann ich noch den Südlichen Speckgürtel von München empfehlen, da man mit den S Bahnen sehr gut angebunden ist und man auch nicht weit von den Alpen entfernt wohnt.

Thema Alpen(nähe) :

Ich machte die Erfahrung, dass die unmittelbare Nähe zu den Alpen auch Nachteile mit sich bringt.

  • wohnt man in einem Tal, hat man oft nur eine (vielbefahrene) Straße zur Verfügung
  • es ist im Tal auch finsterer, bis die Sonne über die Berge steigt
  • die Winterperiode mit Schnee & Eis dauert in höheren Lagen deutlich länger als in tieferen Lagen
  • Ausflugsverkehr va an Wochenenden ist nervig
  • die Anzahl der verfügbaren Straßen und Routen ist geringer fürs Radfahren, was es mit der Zeit lästig macht, immer die selben Strecken fahren zu müssen
  • Föhn kann zu Kopfweh und Migräne führen bei einzelnen Personen
  • Mieten und Immopreise sind ggf hoch, je nach Lage
  • wildes Wetter nimmt zu mit Extremereignissen
Die ersten 5 Punkte sind komplett irrelevant, wenn man nicht in einem Tal, sondern etwas nördlich von den Alpen wohnt. Die Extremwetterereignisse gibt es meistens nur in direkter Alpennähe, sodass ein Wohnort 20km nördlich der Alpen ideal ist.
 
Magdeburg Hauptstadt von Sachsen Anhalt, gerade geadelt von der Deutschlandtour.

Man kann in alle Himmelsrichtungen ausschweifen-leicht bergig Richtung Westen, Nord und Süd sehr flachbrüstig und Richtung Ost gehts auch zum Teil mit Gravel. Für Freunde des Berghochfahrens steht der Harz zur Verfügung. Wir haben zwar keinen ICE, aber doch Züge die dorthin rollen. Der Elberadweg passiert Magdeburg, welcher nach Norden bis nach Hamburg geht und in die andere Richtung bis nach Dresden und es gibt den einen Endgegner - Wind... möglicherweise wird der von den vielen Windmühlen produziert...

Sachsen Anhalt = erst Frühaufsteher nun sind wir modern denkend
 
Lindau ist außerhalb der Saison komplett tot und im Sommer komplett überfüllt und Bodenseeradweg kann man fürs RR fahren vergessen, viel zu voll. Natürlich hat man dafür das hügelige Allgäu und die Alpennähe. Teuer ist es auch. Daher eher in einem der Dörfer in der Umgebung.

Dann kann man aber auch ins südliche Rheintal ziehen, also Gegend um Freiburg, da gibt es genug Städtchen mit (S-)Bahnanbindung an Freiburg, die noch bezahlbar sind. Da kannst du das ganze Jahr über flache km am Rhein entlang schruppen, asphaltierte Wirtschaftswege, Radwege, leere Straßen - auch im Elsass - ohne Ende, hügelig in den Weinbauecken und dann natürlich Hochschwarzwald und Vogesen, RR, Gravel und MTB-Paradiese. Wenn es mal so kalt wird, dass du unten nicht radeln kannst, kannst du oben schon Skifahren, Langlauf etc.
 

Bestimmt. Wenn man auf "Radinfrastruktur" steht, was übersetzt heißt: Radwege, die a) unsicher sind und b) einen regelmäßig ausbremsen.

Ich käme auch nie auf die Idee, bewusst eine "grüne" Stadt zu suchen, nachdem ich in Deutschland selbst in einer solchen Umgebung wohne - nirgends ist es spießiger und regulierter und wehe, man hat auch nur in Teilen andere Meinungen. Freiburg ist für mich deshalb trotz der tollen Gegend die Hölle.

Als wir uns vor Jahren die gleiche Frage gestellt haben, sind wir letztendlich im Ausland gelandet, in Ligurien.
 
Wenn du nur 2 km aus Freiburg raus bist hast du dafür CDU-Spießer ohne Ende. In Bayern außerhalb von München ebenso. In einem immer mehr polarisierten Land ist das wohl so. Ob man sich davon mental unabhängig machen kann, liegt an jedem selbst. Aus Freiburg bist du außerdem mit dem Rad in 5-10 min in jede Richtung in den Schwarzwald oder Rheinebene raus, da gurkt man nicht lange auf städtischen Radwegen rum.
 
Komisch, dass Trier noch nicht genannt wurde. Hab da ein paar Jahre gelebt und bin dann aus beruflichen Erwägungen (leider) weggezogen. Die Gegend ist traumhaft. Man ist direkt im Hunsrück, in der Eifel, an der Saar oder in Luxembourg. Echt schön zum Rennradfahren!

Im Rentenalter werde ich zurückkehren. Alternativ nach Frankreich. Hab mich in den Naturpark Morvan verliebt. 🤗
 
Zuletzt bearbeitet:
Hat jetzt auch keinen so guten Ruf, aber ich wohne am Stadtrand von Stuttgart Nähe Flughafen.
Auf ein paar Schleichwegen bin ich schnell im Nordschwarzwald oder auf der Schäbischen Alb.
Wenn es auf die andere Seite soll, schön und recht verkehrsarm ist der Schwäbische Wald fahre ich mit der S-Bahn raus.
Aus dem Süden Stuttgarts hast du zwar einige schöne Routen (Aichtal via Siebenmühlental usw.), aber um wirklich Höhenmeter an der Alb oder im Schwarzwald zu machen, sammelst Du dreistellige Kilometer.

Im Großraum Stuttgart ist der Verkehr außerdem alles andere als angenehm. Schweren Herzens würde ich dir daher eher Baden (FR oder KA) empfehlen.
 
Spannendes Thema.
Vorab: Ich hab ganz sicher nicht genug Erfahrung mit dem Rad in verschiedenen Gegenden Deutschlands und bin außerdem extrem sesshaft - mehr als 500m Umzug habe ich meinem Leben nicht geschafft.
Aber wenn ich das alles außer vor lasse, würde ich mir bissi was hiervon wünschen:
Meer und Berge. Grenznähe Mal schnell nach Frankreich oder Italien oder... das hätte was!). Knapp außerhalb der Großstadt.
Freiburg wäre da bis auf Meer schon nicht verkehrt.
Barcelona auch, oder direkt Malle. cote d'azur.
Ich glaub ja fast, dass man da überall gut radeln kann, solange man nicht in der Mitte einer großen DStadt wohnt,.
Hier wird sicher keiner die Frankfurter Umgebung vorschlagen , trotzdem radel ich hier echt gerne, RR; Gravel und MTB.

Aber... back to wohin wenn ich mit > 60 auswandern würde, weiß ich, dass es noch schwerer werden würde, Leute kennen zu lernen - das ist hier schon zunehmend ne Herausforderung.
Das sollte man auch bedenken, Leben ist mehr als Radeln.
 
Freiburg hat zwar kein Meer, aber mit einem Rad, das auch etwas Schotter kann, kannst du 100 km am Stück am Wasser langfahren, Dreisam, Rhein, Rheininseln, Rhone-Rhein-Kanal, Rheinauenwald und das ganz ohne Autoverkehr.
 
Komm halt nach Euskirchen. 😁
Die Stadt an sich ist jetzt nicht sooo toll, dafür sind Köln und Bonn für Stadtleben in der Nähe und die Eifel hat man direkt vor der Haustür. Gut, sind nur Hügelchen, man findet aber viele kleinere Straßen und Wirtschaftswege mit wenig Verkehr. Carsharing (Cambio) gibt es hier auch
 
Meiner Meinung nach schließen sich deine Kriterien gegenseitig aus. Irgendeinen Tod muss man sterben.
Genau das ist der Punkt: Die Anforderungen, die hier gestellt werden, wird man nirgendwo zusammen antreffen: Urbanität, bezahlbarer Wohnraum und ein gutes Radrevier.
Gute Radreviere in denen es nicht nur Höhenmeter und landschaftlich schöne Strecken gibt, sondern auch der Verkehr nicht zu schlimm ist, gibt es überwiegen in dünn besiedelten, ländlichen Gegenden. Da ist meist auch noch der Wohnraum bezahlbar, aber man muss auf die Vorzüge einer größeren Stadt verzichten. Mehr Urbanität bedeutet dagegen immer mehr Verkehr und in der Regel auch höhere Mieten.
 
Ich habe vor einigen Jahren einmal eine Hotel Rezension gelesen: "Positiv: zentrale Lage direkt am Bahnhof. Negativ: die Züge sind in der Nacht so laut, dass man kaum schlafen kann."

Was ich damit sagen will: alles gleichzeitig geht nicht. Die Dinge, die du heute als selbstverständlich wahrnimmst, sind nicht selbstverständlich.
 
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