Moin,
also erstmal danke für die Skizze, ist sehr anschaulich.
Ich würde nur noch gerne wissen, wie es mit dem Gegenverkehr war? War da alles frei oder gab es Gegenverkehr? In meinen Augen hätte der Kradfahrer nur eine Möglichkeit gehabt weiter nach links auszuweichen. Er hätte dann die Verkehrsinsel entgegen der Beschilderung auf der linken Seite passieren müssen. Dafür braucht es dann aber wirklich Platz. Noch vor der Verkehrsinsel wieder nach rechts rüber zu ziehen, dürfte verdammt eng werden, sumal die Fahrbahn an der Stelle dem Unterfangen entgegen steht. Die Straße macht eh schon eine leichte Linkskurve, er müßte noch eine viel engere Linkskurve hinlegen. Dazu kommt das Problem mit den beiden Gullideckeln dort, die in voller Schräglage zu überfahren sind. Wenn das nicht hinhaut, semmelt er mit Glück in den Audi, der auf dem dritten Bild hinter dem blauen Lieferwagen parkt. Mit Pech semmelt er in einen dieser bekloppten Stahlpfosten und die Folgen kannst dir dann aussuchen. (Querschnittgelähmt, Gliedmaßen amputiert, Tod)
Aber der Punkt, der mir bei euch da in Köln als Motorradfahrer am Meisten Angst machen würde, sind diese ganzen Stahlpfosten, die da überall rumstehen, damit sich keine Falschparker dort hinstellen können. Die Dinger sind für Motorradfahrer die absolute Todesfalle bei einem Sturz. Wenn ich solche Dinger sehe, stelle ich mich immer vorab mental schon so drauf ein: "Im Zweifelsfall halt besser drauf (wenn ein Hund oder so mal auf die Fahrbahn laufen sollte). Einen Sturz überlebst da nicht."
SprintLooser: Auf der Zeichnung ist ein Motorrad mit Seitenkoffern abgebildet. Es hat keine drei Räder.
Ich denke mal das Hauptproblem bei der ganzen Konstellation war:
Varada hat einfach nicht damit gerechnet, daß da ein Motorrad kommen könnte. Bei Gegenverkehr ist die Fahrbahn eh zu schmal, als das dort ein Auto überhaupt überholen könnte. Entsprechend ist er nach links rübergefahren, weil ein etwaiger PKW eh hinter ihm warten müßte. Für einen Motorradfahrer reichen die 3,7m aber, um sogar unter Einhaltung von 1,5m Abstand an dem schwarzen Radfahrer (und einem grünen Radfahrer, der direkt hinter dem schwarzen Radfahrer fährt) vorbeizukommen. Fahren die beiden Fahrräder aber nebeneinander, reicht es bei bestehendem Gegenverkehr eben nicht mehr.
Darum nochmal meine Frage: Wie sah es mit dem Gegenverkehr aus? War da wirklich freie Bahn auf der linken Fahrbahnseite auf einer längeren Strecke?