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Reiseräder klassischer Bauart, Info Sammelthread

Steff_N

something is always
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Beim Sattel dachte ich an einen Brooks , jedoch gibts so viele .. Gibts dafür nen Guide ?
Der B17 ist der Klassiker. Den gibt es auch in aged. Da ist er schon weichgeritten. Ich hab am Reiserad den normalen B17 und hatte von Anfang an keine Probleme. Für etwas aufrechtere Sitzposition beim Touren ideal. Wenn dir der Rolls nicht getaugt hat, könnte der B17 geeignet sein. Der Aged hat ne etwas komische Optik. Ich hab mir mal einen besorgt und umgefärbt. Werden den demnächst mal antesten. Geh einfach mal mit Brooks B17 hier in die Suchfunktion. Dann hast du genug Meinungen dazu. ;)
 

de5iRe

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Der B17 ist der Klassiker. Den gibt es auch in aged. Da ist er schon weichgeritten. Ich hab am Reiserad den normalen B17 und hatte von Anfang an keine Probleme. Für etwas aufrechtere Sitzposition beim Touren ideal. Wenn dir der Rolls nicht getaugt hat, könnte der B17 geeignet sein. Der Aged hat ne etwas komische Optik. Ich hab mir mal einen besorgt und umgefärbt. Werden den demnächst mal antesten. Geh einfach mal mit Brooks B17 hier in die Suchfunktion. Dann hast du genug Meinungen dazu. ;)

Super ,dann aktualisiere ich mal meine Suche ! :)
 

Steff_N

something is always
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Wenn's dir hilft. Coppi hat auf dem Sattel 1949 die Tour gewonnen. :D

tour2%2520%5BRisoluzione%2520del%2520desktop%5D.jpg

http://www.biciclassiche.com/2012/07/la-bianchi-del-1949-di-fausto-coppi.html
 

Dynacophil

Ken sent me!
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Mein Patenkind brachte Anfang des Jahres sein völlig vergammeltes Sorgenkind KTM Voyage vorbei, an dem er etwas hängt - trotzdem er es bei Wind und Wetter vergammeln ließ. War das Erste was er sich nach der Wende kaufte, gar nicht sooo schwer der Eimer. Die Exage LX 300 war komplett im Eimer.
Nur der Gepäckträger hinten war nach etwas Richten noch zu gebrauchen, neben Rahmen, Lenker und der Kerze - alles Andre war für die Tonne.
Den Vorbau musste ich nach Tagen zärtlicherer Versuche mit dem Fäustel herausschlagen was er nicht überlebte. Laufräder, Naben, alles tot.
Neue Laufräder auf DX-Naben mit Marathon Racer 32c, LX Schalt- und Bremsgruppe mit alten Brems-Schaltkombinationen 3x7, ein Brooks Conquest aus meinem Bestand, ein oller Vorbau der optisch nicht wirklich passt aber für ihn gut funktioniert, Patroneninnenlager,Tange Passage-Steuersatz, neue Pedale, neue Blümels in Silber auf seinen besonderen Wunsch. Mir zu groß, aber sonst lief es gestern auf der ersten größeren Rundfahrt schön...

hier noch ein besseres.. da war noch so ein nutzloser Ständer dran.
KTM Viaggio_0035.jpg
 
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Chris-AC

Trockenwetterfahrer
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latz_race_01.jpg


Diesen Latz habe ich mal bestellt : mal sehen wo und v.a. wie er dann passt.

Der Latz ist viel zu kurz, um die Schuhe trocken zu halten. Dazu muss er bis ca. 2cm auf die Straße reichen. An Eigenbau führt leider kein Weg vorbei.

Ich hab' mir jetzt auch mal 'was gebaut - für's Stadtrad...

20171010_144511.jpg


20171010_144519.jpg


Ich bin an einen schwarzen Cordura-Stoff gekommen.
Den doppelt gelegt und ein paar "Kanäle" da herein mit Nähten abgenäht.
In die Kanäle dann ein paar (also zwei) abgeknipste Kabelbinder eingenäht, um dem ganzen Ding etwas Steifigkeit nach unten mitzugeben.
Ist aber immer noch flexibel genug dass es sich - wenn ich irgendwo aufsetze (Bordstein / Ast oder was auch immer) - nach hinten wegbiegen kann und nicht bricht.

Das Ding habe ich dann zwischen Schutzblech und den zugehörigen Halter (SKS) eingenietet.

Geht auf dem Straßenrad bis etwa 5 cm über Fahrbahn.

Und es hat mir heute morgen auf dem Weg zur Arbeit gut die Schuhe trocken & sauber gehalten.

Wiegt übrigens ganze 25 Gramm.

Aber ich weiss... :oops:
Da muss ich nochmal ran.
Ich werde die Nieten nochmal wegbohren, die Schelle ein klein wenig weiter aufbiegen, sauberer neu vernieten und dabei darauf achten, dass die obere Kante kein "Eselsohr" hat.
Wenn das dann fertig montiert und eingestellt ist, dann kürze ich die Streben noch passend.
Morgen oder so... - Ganz bestimmt :rolleyes:
 

HeikoS69

Plattsnacker
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Tourengruppe Gütersloh, Reiseradgruppe Gütersloh

Wer schon mal das Buch "ReiseRäder SuperTourer" von Ulrich Herzog in der Hand hatte, wird unter den Übersetzungsdiagrammen unweigerlich auf ein Beispiel mit der Überschrift "Tourengruppe Gütersloh" treffen und sich u.U. fragen, wer oder was das war. Weil Herzog offensichtlich der Einzige war, der diese Bezeichnung genutzt hat, kommt man auch bei Google nix weiter (Edit 25.04.2019: mittlerweile wohl, man landet hier:)). Die übliche Bezeichung war Reiseradgruppe Gütersloh oder Radreisegruppe Gütersloh.

Für mich war ein Zufallsfund in einer Privat PDF unter den Literaturnachweisen "der Durchbruch" um weiter zu kommen. Der zweiteilige Artikel "So entstand unser Reiserad" (unten in der PDF als Anlage) aus den "Radfahren" Jul/Aug und Sept/Okt Ausgaben 1984 ist die bei weitem ergiebigste Quelle überhaupt. Vielen Dank an Hinrich Bonin für die Überlassung des Artikels.

Ab 1979: Die Gruppe oder Teile davon kommen zusammen (Quelle: Artikel Radfahren, Anlage)

1983: Auf der Amsterdamer Radmesse stellt Gazelle den ersten Reiseradrahmen, basierend auf den Vorschlägen der Gruppe vor, Quelle: hier (auch wenn es ein Nachbarforum ist, unbedingt mal reinschauen, auch weil der Rahmen zu sehen ist, und anschaulich geschildert wird, wie man sich damals ein Reiserad organisiert hat)

1984: Im Gazelle Prospekt taucht erstmals das Randonneurfiets auf. Releativ eindeutig ist das Produkt den Vorgaben der Gütersloher Gruppe zuzuordnen: Wenn man die Artikel in der Anlage gelesen hat, wirkt die Gazelle-Beschreibung wie in die Finger diktiert.
Wörtliche Übersetzung der Beschreibung im Prospekt:
„Speziell von Gazelle gemacht für super-lange-Strecken-Radfahrer mit viel Gepäck. Handgemachter Rahmen aus Reynolds 531 Rohren. Leicht durch Mangan-Molybdän Legierung, aber auch wohltuend „steifer“ Radstand 103-105 cm. Dadurch ist der Randonneur komfortabler als ein Rennrad. Mit Crossbremsen montiert auf speziellen Sockeln am Rahmen und an der Gabel. Sehr stabile ESGE oder Jim Blackburn Gepäckträger, montiert auf festen Sockeln an Rahmen und Gabel. Massive Gabelkrone (Micro-Fusion) und seitlich verstärkte Gabelscheiden“
GazelleRandonneurfiets.jpg


07/1984 und 09/1984: Der o.g. Artikel erscheint in der „Radfahren“

10/1984: Auf der IFMA werden verschiedene Reiseräder präsentiert, die aber tlw. noch nicht in Serie sind, Quelle: Tour 02/1985, Anlage

ab 11/1984: Diverse Leserbriefe von Rahmenbauern und Fahrradhändlern als Reaktion auf den Artikel in der „Radfahren“ (in der Anlage)

Ab 1985: Serienreiseräder nach Vorstellung der Gruppe werden angeboten (Quelle: Tour 02/1985, Anlage. Marktüberblick Reiseräder in aktivRadfahren, 2/1991, S. 38: "Rufen wir uns noch einmal in Erinnerung: Die ersten Serien-Reiseräder, die auf den Markt kamen, entsprachen, wenn auch nicht in allen Punkten, so doch in der Ausrichtung, dem Lastenheft, das die Gütersloher Reiseradgruppe in RADFAHREN vor etlichen Jahren aufgestellt hatte." geschrieben von Michael Bollschweiler, heute Chefredakteur von "Radmarkt")

03/1985: Das erste Reiseradseminar findet statt. 100 Teilnehmer. Die Gruppe ist im ADFC Gütersloh organisiert. Unter deren Dach erfolgt die Veranstaltung. Infomappen zum Seminar werden vom ADFC Bielefeld bundesweit verschickt, mindestens bis 1987. Offensichtlich wird die Gruppe durch Michael Drape vertreten (Quelle: hier), der auch hin und wieder Artikel für die Zeitschrift „Radfahren“ schreibt.

Ab 1986: Reiseradseminare unter dem Dach des ADFC fanden auch andernorts in Deutschland statt, mindestens in Frankfurt und Aachen (Quelle: ergoogelt, weiß aber nicht mehr wie)

Serienreiseräder klassischer Bauart deutscher Couleur gab es nur kurz.
1998 findet sich in einer Marktübersicht der Zeitschrift Aktiv Radfahren unter hunderten verschiedener Räder nur noch ein einziges klassisches Reiserad (von Maschall Frameworks) (Norwid war allerdings nicht vertreten).

Noch erwähnenswert:
@DerBergschreck Andreas Hollmann ist einer, der an diversen Stellen Aussagen/Informationen zum Thema hinterlassen hat, Usenet, diverse Foren (einfach mal googeln) von dem habe ich auch irgendwo die Aussage gelesen, dass ein "Reiserad" genau das sei, was die Gütersloher beschrieben haben und eben nicht irgendein Rad mit dem man eine Reise macht. Artikel für Radfahren hat auch mindestens einen geschrieben.

Wer sich für das Thema interessiert, dem sei das obige Buch von Ulrich Herzog ans Herz gelegt, in der ersten bis dritten Auflage (03/86, 04/87, 04/89), ggf. auch in der 4. vollständig überarbeiteten Auflage von 1992. Wenn auch die Gütersloher Reiseradgruppe fast nirgends genannt wird, decken sich die Empfehlungen grundsätzlich. Die Infomappe des ADFC Gütersloh dürfte auf jeden Fall eine der Quellen für das Buch gewesen sein. Falls jemand diese Mappe noch hat: ich hätte Interesse daran.:)

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Edit vom 25.04.2019

Obigen Text habe ich um einige Daten ergänzt.

Zwischenzeitlich habe ich auch die Radfahren und Tour Zeitschriften aus der Zeit selbst. Die entsprechenden Artikel, außerdem Leserbriefe und Folgeartikel aus der Zeit, habe ich nochmal eingescannt. Das und zwei Artikel aus der Pro Velo, die Olaf Schultz eingescannt hat, sind in der Anlage zusammengefasst.

Persönliches Fazit: Anscheinend war das Thema Reiserad bis Anfang der 80er in Deutschland überhaupt nicht angekommen. Ich kann das nicht wirklich beurteilen, aber denke doch, dass vorher bereits ausländische Hersteller wie z.B. Peugeot, Motobecane, Raleigh, Bridgestone u.v.a. halbwegs vernünftige Serienreiseräder gebaut haben und hochwertige Reiseräder auch wohl zum Standardrepertoire der Rahmenbauer aus denselben Ländern gehörten. Demgegenüber behauptet der deutsche Rahmenbauer Mittendorf noch, er hätte 1974 das weltweit erste Reiserad entwickelt. Eine solche Aussage kann man nur in die Welt setzen, wenn man das wirklich glaubt, oder man davon ausgeht, dass der Empfängerkreis es nicht besser weiß. Das scheint also der allgemeine Kenntnisstand in Deutschland Anfang der 80er gewesen zu sein.

Offenbar völlig frei von ausländischen, insbesondere deutlich älteren frz. Entwicklungen (Pitard, Herse etc.), kann dann eine Gruppe von 5 Privatleuten das Reiserad in Deutschland „neu erfinden“. Die gehen zu einem holländischen Fahrradproduzenten, der ihre Vorgaben in die Tat umsetzt und setzen damit zumindest einen kurzfristigen Fahrradtrend in Deutschland. Bemerkenswert.

Dass das Ergebnis (der Gazelle Rahmen) dann verblüffend ähnlich zu Reiserädern aus anderen Ländern aus der Zeit ist, kann eigentlich nicht verwundern. Die grundsätzlichen Anforderungen an Reiseräder sind/waren schließlich überall gleich. Auffällig ist, dass die Gepäckverteilung (hinten hoch, vorne tief, max. kleine Tasche am Lenker, ergo fehlender Frontträger) genau den Empfehlungen von Jim Blackburn entspricht, dessen Träger hoch gelobt werden. Kann auch nur Zufall sein.

:):):)
 

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roykoeln

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nachdem mir ca 1989 mein t700 reiserad gestohlen wurde, hab ich auf die schnelle als ersatz auch eine gazelle ähnlich der aus dem ersten link gekauft:
DerPastor-Gazelle3.jpg

ich hab die tage ein foto gefunden, das fotografiere ich morgen bei tageslicht mal ab und stelle es hier ein.
es war damals wirklich nicht einfach, ein reisetaugliches rad zu finden, zumindest ohne internet und am anfang der reiseradler - karriere...
 

oposum

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warum steht denn dort 531c dran? Die ReiseGazellen haben doch einen 531ST Rohrsatz oder?
 

roykoeln

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Keine Ahnung, ich hab das Bild aus dem Artikel zitiert.
Meine Randonneursgazelle ist auch aus 531St.
 
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