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Neue SRAM Force eTap AXS Wide im Test
Alle Wege, alle Möglichkeiten

Die neue SRAM Force eTap AXS Wide im ersten Test: Die SRAM Force bekommt Zuwachs durch eine Kurbel und eine Ritzelkassette. Vorne werden’s weniger, hinten mehr Zähne. Keine große Neuerung? Doch, denn damit ist die Rennrad-Kurbel endlich in der Realität angekommen, finden wir nach einem ersten Test.

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SRAM Force Wide AXS Infos und Preise

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Diashow: Neue SRAM Force eTap AXS Wide im Test: All-Road, aber richtig
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# Die neue SRAM Force eTap AXS ist wie gemacht für die neue Generation vielseitiger Rennräder wie dem Trek Domane. Wir konnten Vorserien-Komponenten bereits an einem Domane SLR Custom-Aufbau auf passendem Terrain probefahren
# Die neue Kassette hat 10-36 Zähne...
# ...und kann nur mit dem ebenfalls neuen Schaltwerk gefahren werden

Details

Manchmal brauchst Du einfach einen kleineren Gang

SRAM

Das Zitat drückt im Wesentlichen den Bedarf aus, der hinter den neuen SRAM Force Komponenten steht. SRAM denkt besonders an steile Stiche am Ende eines langen Tages im Sattel, Stichwort: Jedermann-Flandernrundfahrt, lange Strecke. Oder eben steile Anstiege auf nur mäßig befestigten Wegen, Stichwort: All-Road und Gravel.

Hier findet ihr unseren ersten Test der SRAM Force eTap AXS
Bisher gab es für den ganz harten Graveleinsatz die „Mullet“-Alternative: eine SRAM Force oder Red AXS mit Eagle 12-fach Kassette kombiniert. Die besitzt dann einen richtig kleinen Gang mit 50-Zähne-Ritzel. Aber Mullet gibt es nur 1-fach. Mit der neuen Option denkt SRAM an alle Rennradfahrer, denen die Gangsprünge des 1-fach-Ensembles zu groß und die existierenden Kassetten-Kurbel-Kombinationen zu schwer sind. Und nicht zuletzt will man wohl auch Shimano etwas entgegensetzen, deren GRX Gravelgruppen 2-fach-Kombinationen mit kleinen Kettenblättern (48-31) an vielen neuen Gravelbikes zu finden sind.

# Die neue Kurbel besitzt eine 43-30 Kettenblatt-Kombination
# Sie kann nur über den neuen Umwerfer geschaltet werden, denn die Kettenblätter stehen 2,5 mm weiter außen
# Dafür ermöglicht es der neue Umwerfer, Reifen bis 45 mm in 700c zu fahren – an jedem Rahmen für 2-fach. In 650b passen sogar Reifen in 2,1 Zoll Breite
# Das neue SRAM Force eTap AXS Wide Schaltwerk schafft maximal 36 Zähne, kann aber auch alle anderen SRAM eTap AXS Kassetten darunter bedienen

Geschlossen hat SRAM die Lücke mit vier neuen Teilen: Vorne gibt es eine neue Force AXS-Kurbel mit 43-30 Zähnen. Bisher war die kleinste Kurbel eine 46-33. Im Unterschied zu Shimano setzt SRAM aber – wie bei allen 2-fach-Komponenten der AXS-Serie – auf einen kleinen Sprung von 13 Zähnen zwischen den Kettenblättern. Dadurch sind weniger Ausgleichs-Schaltvorgänge nötig, wenn man beim Kettenblattwechsel den optimalen Anschlussgang schalten will, nämlich maximal zwei. Um die neue der SRAM Force AXS Wide Kurbel bestmöglich zu schalten, entwickelte SRAM außerdem einen neuen Umwerfer. Der Grund: Die Kettenblätter der Kurbel sind um 2,5 mm nach außen versetzt, um den Platz für breitere Reifen zu schaffen. Entsprechend muss auch der Umwerfer weiter nach außen schwingen. Für den „kleinen Gang“ sorgt eine neue 12-fach Kassette mit 10-36 Zähnen. Bisher endete das AXS-Kassettenspektrum bei 33 Zähnen als maximale Zähnezahl. Um die größere Kassette zu bedienen ist ein neues SRAM Force AXS Wide Schaltwerk Pflicht – dieses kann maximal Ritzel mit 36 Zähnen schalten.

SRAM Force XG-1270 Kassette

  • Abstufung 10-11-12-13-15-17-19-21-24-28-32-36
  • Kompatibilität alle Kettenblätter, Kurbeln und Umwerfer der eTap AXS-Serie
  • Freilaufstandard SRAM XDR
  • Gewicht 303 g (gewogen)
  • Preis 190 € (UVP)

SRAM Force eTap AXS Wide Schaltwerk

  • Kapazität bis maximal 36 Zähne
  • Kompatibilität Kassetten 10-28, 10-33, 10-36, alle Kettenblätter, Kurbeln und Umwerfern der eTap AXS-Serie und vorhandene eTap Akkus
  • Besonderheiten X-Sync Schaltwerksröllchen, Orbit Schaltwerksdämpfung
  • Preis 465 € (UVP, ohne Akku)

SRAM Force eTap AXS Wide Umwerfer

  • Reifenfreiheit bis 700c x 45 oder 650b x 2,1″
  • Kompatibilität 2-fach, für breite Kurbeln und 43-30 Kettenblatt-Kombis
  • Besonderheiten SRAM Yaw-Technologie
  • Preis 325 € (UVP, ohne Akku)

SRAM Force eTap AXS 43-30 Kurbel

  • Reifenfreiheit bis 700c x 45 oder 650b x 2,1″
  • Längen 165 mm, 167,5 mm, 170 mm, 172,5 mm, 175 mm, 177,5 mm
  • Material Alu, Carbon
  • Kompatibilität Force Wide Umwerfer obligatorisch
  • Besonderheiten breitere Innenlagerwelle
  • Preis 435 € (UVP, ohne Innnlager)

# Die neue Kassette eignet sich wie gehabt nur für die Montage auf XDR Freiläufen
# Das Ritzelpaket mit dem 36er Rettungsring wiegt 303 g
# Das äußere Kettenblatt besitzt einen anderen Lochkreis-Durchmesser als bisherige AXS-Kurbeln, nämlich 107 mm
# Die Akkus sind mit allen eTap AXS Gruppen kompatibel

Kompatibiliät

Die bisher auf dem Markt befindlichen AXS Road-Schaltwerke können die neue 10-36-Kassette laut SRAM nicht bedienen. Aber: Kassette und Schaltwerk zusammen können mit exisitierenden Kurbeln kombiniert werden. Dank Funkschaltung ist der Wechsel dabei recht unkompliziert. Die kleinere SRAM Force AXS 43-30-Kurbel und der neue Umwerfer gehören wegen des erweiterten Schwenkbereichs zwingend zusammen.

Übersetzungsverhältnisse

Was kann die neue SRAM Force Wide AXS Kombi besser? Wir haben sie im Ritzelrechner simuliert. Hier findet ihr die Übersetzungsverhältnisse im Ritzelrechner.

Steile Berge, sind ihre Domäne, das liegt auf der Hand. Die große Untersetzung von 30 zu 36 bringt eine Entfaltung von 1,9 m pro Kurbelumdrehung mit einem 47 mm breiten 700c-Reifen und ca. 1,8 m mit einem 28 mm Reifen. Bei einer Trittfrequenz von 80 fährt man damit rund 8,7 km/h. Man denke jetzt an übliche Geschwindigkeiten an sehr steilen Stichen und sieht, dass auch hier noch sehr flüssiges Pedalieren möglich ist. Zum Vergleich: Bei einer Kompaktkurbel mit 50-34 Zähnen liegt die Entfaltung im leichtesten Gang bei fast 2,2 m. Um mit 80 Umdrehungen flüssig zu treten, muss man auch an steilen Stücken 11 km/h schaffen. Oder eben langsamer pedalieren, was mehr Arbeit im Halteapparat erfordert.

# Mit dem Trek Domane fuhren wir Testrunden unter anderem auf diesem Anstieg, der im weiteren Verlauf asphaltiert wird und Mini-Rampen bis 20 % aufweist

Zum schnellsten Gang der SRAM Force AXS Wide, der Kombi 43-10: Mit 80er Trittfrequenz schafft man darin knapp unter 45 km/h. Mit 100er Trittfrequenz, die wohl die Meisten für eine Weile treten können, sind es 55 km/h. Das ist gut für hügeliges Terrain und die Mittelgebirge, aber macht aus ihr keine Schaltung zum exzessiven Mittreten auf alpinen Abfahrten. Allerdings kann man mit einer häufig genutzten Kompaktkurbel auch nicht viel länger Mittreten. Bei 50-11 reichen 100 U/min für rund 59 km/h.

Interessanter für die meiste Fahrzeit ist, was sich dazwischen abspielt. Im typischen Trainingsbereich zwischen 25 und 35 km/h bei 90er Kadenz bietet die neue Force Wide-Kombi 5 Gänge an, wobei 2 davon um 30 km/h (43-17 und 30-13) nahezu identisch übersetzt sind. Darüber und darunter gibt es jeweils einen 8 % Sprung mit Kettenblattwechsel und zwei Ausgleichs-Schaltschritten oder alternativ einen 13 % ins Schwere und 10 % ins Leichtere ohne Blattwechsel. Letzteres entspricht bei einer Kompaktkurbel dem Fahren auf dem großen 50er Blatt auf den Ritzeln mit 17, 19 oder 21 Zähnen.

# SRAM Force eTap AXS Wide-10

Aber noch einmal zurück zu den Extremen (wie beim Fahren). Zwischen den 4 leichtesten Gängen schaltet man jeweils ohne Kettenblattwechsel hin und her: mit Sprüngen von 17 % und 14 % sowie 13 %. Zwischen den 5 schwersten Abstufungen sieht es ähnlich aus. Hier ist die Reihenfolge: 10 % – 9 % – 8 % (bis hierhin alles 1-Zähne-Sprünge) – und 15 %. Interessant ist, dass damit das 43er Blatt mit der SRAM Kassette bei höherem Tempo die feineren Abstufungen bietet als eine klassische Kompaktkurbel.

Erster Fahreindruck

Eddy Merckx soll Tour de France Bergetappen bevorzugt mit 42-21 bezwungen haben. Doch ich bin nicht Eddy Merckx. Sehr viele Rennradfahrer sind nicht so leistungsfähig wie Eddy Merckx oder wie heutige Profis. Dennoch fuhren sie Jahrzehnte lang mit den gleichen Kurbeln, oder einer etwas leichteren 52-39 Tretkurbel; ich auch.

Eddy Merckx soll Tour de France Berge bervorzugt mit 42-21 bezwungen haben.

Dann kamen Kompaktkurbeln mit 50-34, die aus der guten alten 53-39 eine „Heldenkurbel“ machten und Ritzel mit 34 Zähnen. Wenn ich zuletzt – in seligeren Zeiten – in einer Rennradgruppe zur langen RTF-Strecke mit 53-39 auflief, gab es anerkennendes Nicken. Aber ich bin eher Otto Normal, mitteltrainiert mit einer Schwellenleistung von 248 Watt (FTP, Zwift-Test, kein Labor). Erfahrung mit noch kleineren Kettenblättern habe ich aus Gravelbike-Tests und aus dem Cyclocross. Alles, was ich jetzt noch schreibe, ist unter diesen Voraussetzungen zu lesen.

# Die Schaltung ist typisch SRAM eTap AXS: schnell, exakt und vor allem intuitiv und einfach zu bedienen

Schaltverhalten

Alles, außer den Aussagen zum Schaltverhalten. Das Schaltverhalten ist eTap AXS. Ich konnte die SRAM Force wie die SRAM Red eTap AXS Gruppe bereits in allen Konfigurationen an verschiedensten Testrädern testen. Das Schaltverhalten ist immer nahezu identisch: die Logik intuitiv (rechts schwerer, links leichter, beide gleichzeitig Kettenblattwechsel). Die Schalthebel sind haptisch gut vom Bremshebel abgegrenzt, die Gangwechsel erfolgen schnell und exakt, die Kettenblattwechsel ebenfalls.

Besonders imponierend: die Geschwindigkeit im sequentiellen Schaltmodus, der über die AXS App angeschaltet werden kann. Dann gibt man mit den Tastern am Schalthebel wirklich nur noch das Kommando „schwerer“ oder „leichter“. Die Elektronik wechselt automatisch das Kettenblatt bei Bedarf und legt am Schaltwerk den optimalen Anschlussgang ein. Gefühlt geht das viel schneller, als man es selbst steuern kann, weil beide Vorgänge so eng getimed sind, dass sie wie einer erscheinen.

Kettenabwürfe beim Schalten vom großen auf das kleine Blatt gab es während der SRAM Force Wide AXS Testphase nicht. Im Vergleich mit Shimano wirkt der Schaltvorgang hinten auf kleinere Ritzel lauter, was auch an der Konstruktion der aufwendig produzierten Kassette liegen kann. Testfahrten waren bisher: 2 mal 110 km All-Road mit viel Straße und ein paar festen Waldwegen. Außerdem fuhr ich identische Runden für einen direkten Vergleich mit einer SRAM Red eTap AXS mit 48-35 und 10-28 Kassette mit insgesamt 30 km Länge.

# Wie kommt man mit dem kleinen großen Kettenblatt im Mittelgebirge klar? Das klärten wir auf 3 Testfahrten über insgesamt 250 km

Gangnutzung

Und die Gangnutzung? Das ist schnell gesagt: In den schnellen Gängen hat nichts gefehlt. Und der leichteste Gang kam doch häufiger zum Einsatz, als ich vorher gedacht hatte. Zunächst zur 110 km im Trainingstempo, eher im Grundlagenausdauerbereich gefahren, sprich so, dass man sich noch unterhalten kann. Das bedeutet in Zahlen: mit Leistungen zwischen 160 und 220 Watt. Die Strecke hatte einen nennenswerten Anteil leicht abfallender oder ansteigender Radwege auf ehemaligen Bahntrassen, die eine feste Decke mit feinem Kies besitzen. Dort passen die Gänge optimal, weil man eher im Bereich zwischen 20 und 28 km/h fährt. Ich blieb eher auf dem großen Blatt und schaltete hinten durch. Auf langen, flachen Geraden, wenn der Wind wechselnd bläst dagegen „rührt“ man schonmal etwas im Getriebe, um den optimalen Gang zu finden. Heißt man muss öfter die Kettenblätter wechseln. Das ist im Grunde kein Problem, da der sequentielle Modus diese Arbeit hervorragend erledigt. Aber unsere Vorserien-Versionen von Schaltwerk und Umwerfer ließen sich noch nicht mit der App verbinden, ein Update folgt. Perfekt ist die Force AXS Wide-Kombi, wenn es in wechselnden Prozenten bergauf geht. Auf der langen Runde kam ich mangels Steigungen über 15 % gar nicht in die Verlegenheit, das größte Ritzel zu nutzen.

=> Hier findet ihr die 110 km Testfahrt auf Strava

Das änderte sich bei den Vergleichsfahrten. Die gewählte Runde legte ich bewusst über eine eher flache Abfahrt mit max. 7 Prozent Gefälle – dass ab 55 km/h nicht mehr komfortabel mitzutreten ist, war vorher klar. Im Anschluss an eine Gerade ging es im Wechsel über einen teils asphaltierten, teils nur geschotterten Wirtschaftsweg hoch, der im letzten Straßenabschnitt Anstiege im deutlich zweistelligen Bereich zwischen 14 % und 24 % bietet. Eine kondensierte All-Road-Tour sozusagen. Vorgabe war, bergab und auf der Geraden um die 200 Watt zu bleiben und bergauf unter oder an der Schwelle.

=> Hier findest du die Vergleichsrunden mit SRAM Force Wide auf Strava

In der Abfahrt (Segment „Laktatpeitsche“ auf Strava) ließ sich immer flüssig pedalieren bei 90er bis 100er Kadenz. Mit mehr Leistung wäre auch mehr Tempo möglich gewesen. Unterm Strich besteht hier mit dem 43er Blatt eine geringe Gefahr den Anschluss an eine schnelle Radgruppe zu verlieren, je nachdem wie schnell man die Pedale kreisen lassen kann.

# Übrigens gibt es auch eine neuen SRAM Paceline Bremsscheibe. Sie fiel auf den gleichen Testfahrten dadurch positiv auf, dass sie auch nach starken Bremsungen nicht zum vorübergehenden "Eiern" neigte, wie manche andere Bremscheiben

Bergauf (Segment „Steinberg“ auf Strava) fuhr ich im Wesentlichen auf dem kleinen Blatt, was vor allem in den flachen Stücken am Anfang dank der 1-Zahn-Sprünge hinten gut ging. In den steilen Stücken waren die kleineren Abstufungen der SRAM Force Wide Kombi die einzige Möglichkeit, die Trittfrequenz hoch zu halten. Am Ende lag die Kadenz am Berg im Schnitt bei 81. Die ganze Runde über fuhr ich im Schnitt eine 84er Trittfrequenz.

Im Vergleich mit der Kombi 48-35 zu 10-28, die ich über die gleiche Runde an einem Giant TCR 2021 bewegte (ja, es geht auch mit 25 mm Tubeless-Reifen, und gar nicht so schlecht) lag dort die durchschnittliche Trittfrequenz mit 80 etwas niedriger. Das Bergauf-Segment weist zwar mit 81 die gleiche Frequenz auf. Aber an den Steilstücken zeigte der Computer teils 50er Kadenzen an, was auf Dauer schwerer zu treten ist, vor allem, weil der nötige Wiegetritt den Oberkörper stärker mit einbezieht und dadurch den Kreislauf mehr beansprucht.

=> Hier findet ihr die Vergleichsrunde mit dem Giant TCR mit 48-35 / 10-28

Einen kurzen Sprinttest auf der Geraden gab es auch noch. Weil das mit meiner maximalen Leistung von 851 Watt wirklich keine persönliche Stärke ist, ist er begrenzt aussagefähig. Ich konnte den schwersten Gang damit jedenfalls nicht ausfahren. Wer etwa über 300 Watt FTP liefert, weil schlicht groß und stark oder besser trainiert, mag zu anderen Ergebnissen kommen – auch auf den anderen Strecken. Fest steht, mit dem Thema kompaktere Kurbeln und Gangnutzung werden wir uns noch einmal herstellerübergreifend vergleichend befassen. Denn es ist klar, dass die kleineren Blätter gekommen sind, um zu bleiben. Und das ist gut so – meine Meinung.

# Rettungsring bekommt eine neue Bedeutung

Fazit von Rennrad-News.de

Das kleine Kettenblatt von einst ist jetzt das „Große“? Ist das sinnvoll? Jein. Wer wirklich nur auf der Straße fährt, wer meist im Flachen Kilometer spult, für den ist die neue SRAM Force Wide keine bessere Option. Aber sonst immer. Das Wort „Rettungsritzel“ bekommt eine neue Bedeutung. Denn mit 30-36 lassen sich auch die die steilsten Stiche recht locker fahren. Die Gangsprünge sind Rennrad typisch klein, wenn auch im mittleren Tempobereich mit mehr Blattwechseln verbunden. Dafür entschädigen aber die geringen nötigen Ausgleichsschaltungen. SRAM nennt die Force eTap AXS Wide zwar nicht Gravelgruppe, aber für den Schotter gibt es zur Zeit kaum bessere. Und dem Bedarf vieler Rennradfahrer auf Asphalt kommt sie wohl auch am nächsten. Wer gerne neue Wege ausprobiert, wird mit der SRAM Force eTap AXS Wide Option sicher glücklich – wenn auch zu einem hohen Preis.

Pro / Contra

Pro

  • Einfache eTap AXS Schaltlogik und Handhabung
  • Sehr gutes Schaltverhalten
  • 2-fach, aber weitgehende Freiheit bei der Reifenwahl
  • Große Bandbreite
  • Rettungsritzel mit großer Untersetzung
  • Perfekte Abstufungen für Gravel

Contra

  • Nach oder Umrüsten teuer
  • Zwang zu Kurbel, Umwerfer, Achskombi

Was haltet ihr von der neuen Abstufung von SRAM?


Noch mehr zu Rennrad-Schaltgruppen auf Rennrad-News lest ihr hier:

Text: Jan Gathmann / Fotos: Gathmann, SRAM
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