Ridley E-Noah: Infos und Preise
Ridley ist auf dem E-Rennrad-Markt kein unbeschriebenes Blatt, doch an ein elektrifiziertes Aero-Rennrad haben sich die Belgier bislang noch nicht getraut. Das ist mit der Vorstellung des E-Noahs nun anders. Basis ist die aktuelle Noah-Plattform, wobei der aerodynamisch optimierte Carbon-Rahmen um den TQ-HPR40 Motor und einen schlanken 292-Wh-Akku ergänzt wurde. Das Antriebssystem bringt etwa 1,6 kg Mehrgewicht gegenüber einem klassischen Bike mit sich – von Seiten des Herstellers spricht man von einem Gesamtgewicht von unter 11 kg für das E-Noah. „Half the sweat, double the fun“, so lautet Ridleys Motto für das E-Noah – und verdeutlicht, was der Einsatzzweck des Aerobikes ist: Weitere Strecken und größere Reichweite bei weniger Anstrengung. Dass das kostet, darf nicht verwundern: 7.099 € ruft Ridley für die günstigste Ausstattungsvariante auf.
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- Motor TQ-HPR40, 40 Nm
- Akku 292 Wh, optionaler 160-Wh-Range-Extender
- Rahmenmaterial Carbon
- Systemgewicht Antriebseinheit ca. 1,2 kg, Akku ca. 1,42 kg
- Rahmengrößen XS, S, M, L
- Besonderheiten vollständig integriertes E-System, LED-Statusanzeigen im Lenker, versteckte Bedienelemente
- www.ridley-bikes.com
Preis (UVP) Ridley E-Noah Shimano 105 Di2: 7.099 €
Preis (UVP) Ridley E-Noah Shimano Ultegra Di2: 9.099 €
Ridley setzt beim E-Noah auf einen stark reduzierten Ansatz, bei dem die Intergration von Motor und Akku möglichst unauffällig geschehen sollen. Ziel ist es laut Ridley, die charakteristische Aero-Silhouette des Noah unverändert beizubehalten. Auf ein klassisches Display wird verzichtet, stattdessen informieren dezente LEDs im Lenkerstopfen über den Systemstatus. Die Bedienung erfolgt über unauffällige Taster unter dem Lenkerband.
Geometrie
Die Geometrie des E-Noah basiert auf dem bekannten Noah-Rennrad, wurde jedoch leicht angepasst. Eine etwas aufrechtere Sitzposition und ein gutmütigeres Handling sollen den Komfort auf längeren Strecken erhöhen. Gleichzeitig soll das geringe Gesamtgewicht – Ridley spricht von unter 11 Kilogramm – dazu beitragen, dass sich das Bike auch ohne Unterstützung agil und rennradtypisch fahren lässt.
| Rahmengröße | XS | S | M | L |
|---|---|---|---|---|
| Laufradgröße | andere | andere | andere | andere |
| Reach | 382 mm | 394 mm | 403 mm | 416 mm |
| Stack | 532 mm | 546 mm | 565 mm | 589 mm |
| STR | 1,39 | 1,39 | 1,40 | 1,42 |
| Lenkwinkel | 72° | 72,5° | 72,5° | 72,5° |
| Sitzwinkel, effektiv | 75° | 74,5° | 74° | 74° |
| Oberrohr (horiz.) | 525 mm | 545 mm | 565 mm | 585 mm |
| Steuerrohr | 130 mm | 145 mm | 165 mm | 190 mm |
| Sitzrohr | 485 mm | 510 mm | 540 mm | 560 mm |
| Kettenstreben | 410 mm | 410 mm | 410 mm | 410 mm |
| Radstand | 988 mm | 1.000 mm | 1.015 mm | 1.035 mm |
| Tretlagerabsenkung | 72 mm | 70 mm | 70 mm | 70 mm |
Ausstattung
Der TQ-HPR40 liefert bis zu 40 Nm Drehmoment und eine zusätzliche Leistung von 200 Watt. Die Unterstützung sei bewusst harmonisch ausgelegt und soll sich wie permanenter Rückenwind anfühlen. Über die TQ-App lässt sich das System individuell anpassen. Der integrierte 292-Wh-Akku kann bei Bedarf durch einen optionalen Range-Extender ergänzt werden.
Das E-Noah wird serienmäßig mit elektronischen Schaltgruppen angeboten. Die Einstiegsvariante arbeitet mit der Shimano 105 Di2-Schaltgruppe, darüber positioniert Ridley eine Variante mit Shimano Ultegra Di2. Beide Versionen sind über den hauseigenen Online-Konfigurator weiter individualisierbar.
Mit dem neuen TQ HPR40 betritt ein extrem kompakter Hinterrad-Antrieb die Bühne, der speziell auf leichte E-Rennräder und E-Gravelbikes zugeschnitten ist. Die in Oberbayern entwickelte Harmonic-Pin-Ring-Technologie (HPR) kommt ohne klassische Zahnräder aus, arbeitet nahezu lautlos und liefert eine besonders natürliche Unterstützungscharakteristik.
Leistungsdaten des TQ HPR40-Motors
- Bauart Mittelmotor mit Harmonic-Pin-Ring-Getriebe (zahnräderlos)
- maximales Drehmoment 40 Nm
- maximale Leistung 200 W
- Gewicht Motor 1 170 g
- Gewicht E-System 2 700 g (Motor + 290 Wh Akku)
- Unterstützungsstufen 3 (Fahrmodi Eco / Mid / High) + Auto-Mode via App individuell einstellbar
- Q-Faktor
- Optional Smart Box zur Versorgung von Licht, Schaltung & Sensoren (Shimano, SRAM, Garmin u. a.)
Akkupakete & Reichweite
- Hauptakku 290 Wh (1.460 g) im Unterrohr integriert
- Range Extender 160 Wh im Trinkflaschenformat, Fidlock- oder Flaschenhalter-Aufnahme
- Reichweite bis zu 130 km / 2 000 Hm (Herstellerangabe, abhängig von Modus & Fahrstil)
Integration & Bedienung
- Antriebseinheit verschwindet nahezu komplett hinter dem Kettenblatt
- LED-Minimaldisplay und Einschaltknopf im Lenkerende, Bedientasten unauffällig unter dem Lenkerband oder wahlweise direkt in den Zusatztasten der elektronischen Schaltung
- Offene Software-Architektur für individuelle Taste-Belegungen und Drittanbieter-Anbindungen
Würdest du gerne einmal eine Runde auf dem E-Aero-Rennrad drehen?
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21 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumUnd diese „Zustimmung“ die du da heraus liest bedeutet, dass deiner Meinung nach irgendwann ein großer Teil der „Rennrad-Szene“ (was auch immer das sein mag) auf Rennrädern mit Motor unterwegs sein wird, und dass deshalb Rennräder ohne Motor quasi ins „Abseits“ geraten.
Hab ich dich da jetzt soweit richtig verstanden?
Ich mein, du gibst dir redlich Mühe auch immer zu betonen, welche Vorteile so ein Rad hat….
Unbestritten kommt man mit nem Motor am Rennrad den Berg schneller/einfacher hoch. Ja stimmt.
Und sicherlich kann man nun auch noch mindestens 5 Gründe/Rechtfertigungen finden für wen und warum ein Motor am Rennrad besonders toll ist.
Und daraus schließt du, dass das irgendwie „die Zukunft im Rennrad fahren“ oder „die Zukunft der Rennräder“ ist?
Ich denke, dass Rennräder mit Motor eine „Parallel-Entwicklung“ sind. Weiter nix.
Meiner Meinung nach ist einer der größten grundsätzlichen Kritikpunkte an E-Bikes, dass der Rahmen immer fest auf den jeweils verbauten E-Motor zugeschnitten ist. Damit ist es faktisch unmöglich, nach ein oder zwei Jahren einfach auf eine neuere Motor-Generation umzusteigen. Gerade bei E-Motoren sind die Entwicklungszyklen extrem kurz. Nahezu jedes Jahr bringen alle Hersteller neue Modelle mit mehr Leistung, besserer Effizienz und höherer Akku-Kapazität auf den Markt. Was komplett fehlt, ist ein einheitlicher Standard für den Einbauraum von E-Motoren. Gleichzeitig ist aber auch völlig unrealistisch, dass sich Rahmen- und Motorhersteller jemals auf einen gemeinsamen Standard einigen. Das würde Innovationen bremsen und die Weiterentwicklung der Motoren massiv einschränken.
Unterm Strich ist ein E-Bike ein teures Investment, dessen technische Halbwertszeit realistisch bei zwei bis drei Jahren liegt. Danach gibt es bereits deutlich effizientere und leistungsfähigere Modelle. Beim klassischen Fahrrad sieht das ganz anders aus. Dort lassen sich nahezu alle Komponenten, insbesondere der Antrieb, austauschen, sodass man auch nach Jahren noch aktuelle Technik fahren kann.
Bringt bitte nicht immer uns Alten mit den Mofas in Verbindung. Wir können durchaus noch selber treten.
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