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Selbermachen oder zum Profi

Hallo,
ich bin nun mit dem Aufbau meines Renners nahezu fertig. Was noch gemacht werden muss :
Schalt/Bremszüge einziehen und kürzen, Schaltung/Bremsen einstellen. Würdet ihr mir als Leihen davon abraten und sagen ich soll es lieber zum Profi bringen?
Ich habe mir schon viel dazu durchgelesen und auch ein Paar videos geschaut.
Jedoch habe ich noch einen Gutschein für den örtlichen Fahrradladen :-D und bin nun am überlegen.
Hallo,
wenn du schreibst, daß du mit dem Aufbau deines Renners fast fertig bist, gehe ich davon aus, daß du das selbst gemacht hast, oder?
Wenn ja, dann dürften die paar Züge kein Problem mehr sein.
Ich will dir nicht zu nahe treten, aber ein Laie baut doch kein Rad selbst auf.
An deiner Stelle würde ich aber bei Zweifel einen Fachmann aufsuchen, gerade wenn es um Bremsen geht.
 
...
Ich will dir nicht zu nahe treten, aber ein Laie baut doch kein Rad selbst auf....

Oh doch, gerade bei Fahrrädern glauben die meisten ja, daß das jeder Depp kann.
Ich erlebe es oft, daß mich Kunden fragen, wie sie irgendein technisches Problem gelöst bekommen.
Ich muß dann zuerst herausfinden, worum es überhaupt geht, denn bei der kundenseitigen Problembeschreibung
werden ganz "selbstbewußt" Begriffe genannt, die es oft gar nicht gibt. :confused:
Und wenn es dann hinterher doch nicht so ganz geklappt hat mit dem "Eigenbau", kommt das Rad dann am Ende doch in die Werkstatt.
Auffällig ist, daß bei Falschmontagen typischerweise Teile weggelassen werden (z.B. die Konkavscheiben bei der V-brake).
Das funktioniert dann irgendwie, aber eben nicht richtig.
Die Werkstattrechnung wird dann am Ende meistens höher als normal, weil es länger dauert, alle Fehler zu finden und zu beseitigen.
 
Hallo,
wenn du schreibst, daß du mit dem Aufbau deines Renners fast fertig bist, gehe ich davon aus, daß du das selbst gemacht hast, oder?
Wenn ja, dann dürften die paar Züge kein Problem mehr sein.
Ich will dir nicht zu nahe treten, aber ein Laie baut doch kein Rad selbst auf.
An deiner Stelle würde ich aber bei Zweifel einen Fachmann aufsuchen, gerade wenn es um Bremsen geht.

Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich habe mir einen neuen Rahmen gekauft und einfach nur vom alten auf den neuen Die Teile umgebaut. Denke da kann man nicht viel falsch machen ;-) ein bischen belesen musste ich mich nur beim tretlager.

Gesendet von meinem HTC One X mit Tapatalk 4
 
Und wenn es dann hinterher doch nicht so ganz geklappt hat mit dem "Eigenbau", kommt das Rad dann am Ende doch in die Werkstatt.
Und dann müsstest Du es eigentlich komplett auseinandernehmen, und zurück auf Los:D
Jetzt aber mal zum Lernen: Was kann man mit einem Schnellspanner so falsch machen, daß das Vorderrad rausfällt?
(Ausser der Version, die ich neulich an einem Treckingrad im Vorbeifahren gesehen habe: einfach offen fahren. Die Fahrerin hat sich für den Hinweis bedankt;).
 
Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich habe mir einen neuen Rahmen gekauft und einfach nur vom alten auf den neuen Die Teile umgebaut. Denke da kann man nicht viel falsch machen ;-) ein bischen belesen musste ich mich nur beim tretlager.

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Auch ich will Dir da nicht zu nahe treten, aber dann die Züge nicht ziehen können?
Testfragen: Die Einbaubreite der Hinterradnabe hat gepasst? Wie hast Du den Steuersatz eingestellt? Hast Du Zahnscheiben unter die Bremsbolzen gemacht?
Wieviel Nm bei den beiden Vorbauklemmungen? Und die Kolbenrückholfedern ordentlich eingehängt?;)
 
Was heißt nicht einziehen können, ich habe noch Die alten Züge dran muss aber neue ranmachen , da diese durch das abschneiden zu kurz geworden sind.
Also Die nm stehen bei den vorbauklemmungen drauf , weiß nur noch das am Lenker 5 nm waren und Die zahnscheibe habe ich bei dem portieren doch nicht entfernt ?! Steuersatz musste nicht eingestellt werden , war nämlich mit dabei und fertig. Mit der kolbenrückholfeder kann ich Jetzt aber ehrlich gesagt nichts anfangen .

Gesendet von meinem HTC One X mit Tapatalk 4
 
Kolbenrückholfeder = Mechaniker Grundwissen Lehrjahr 1 Woche 1

Die Kolbenrückholfeder zählt neben dem Kontinuumtransfunktionator und dem Fluxkompensator zu den bedeutsamsten Erfindungen der Menschheitsgeschichte. Sie ist in Fahrzeugen mit Motor dafür zuständig, den Kolben im Zylinder zu blockieren. Ohne dieses Bauteil wären sämtliche Motoren sinnvoll und würden anspringen.

Geschichte der Kolbenrückholfeder
Eine Vorversion der Kolbenrückholfeder wurde erstmals von den Ägyptern benutzt, um ihre Segelboote schlechter fahren zu können. Sie verwendeten die Feder auch in ihren
, um den Mäher nicht von Sklaven ziehen lassen zu müssen. Als sie jedoch bemerkten, dass es in der Wüste kein Gras gab, warfen sie die Pläne weg. Der Pharao "Tut Euch Weh" fand diese Pläne und baute mit ihrer Hilfemotorisierte Sklaven mit deren Hilfe er Bauwerke wie "Die Pyramiden von Fußzeh" und "Die Chaospyramiden" innerhalb von 3 Wochen errichtete. Diese Bauwerke zerfielen einen Tag nach der Fertigstellung zu Sand.

Auch die Perser wussten um den Nutzen dieser Feder und klauten die Baupläne von den Ägyptern. Sie bauten diese Feder nach und verbesserten sie. Ein Jahr später wurden die Pläne erneut gestohlen. Nun waren sie im Besitz von Jesus. Als Julius Cäsar bei seinem Eroberungsfeldzug Jesusland eroberte, nahm er die Pläne an sich und brachte sie nach Rom. Dort kopierten Architekten sie und verbrannten sie anschließend. Als Cäsar durch ein Attentat mit einem Gummimesser (er wurde gezwungen, es zu verschlucken) starb, klaute Stalin mit seiner Kampfkeksarmee die Pläne aus Rom. Sie kopierten und verbesserten die Pläne erneut. Diese letzte Verbesserung lies die Kolbenrückholfeder zu dem werden, was sie jetzt ist.

Hier weiter lesen

Kolbenr%C3%BCckholfeder.png
 
...
Jetzt aber mal zum Lernen: Was kann man mit einem Schnellspanner so falsch machen, daß das Vorderrad rausfällt?...

Ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht.
Ein "intelligenter" Laie hätte sich vielleicht Gedanken darüber gemacht, daß das Vorderrad bei nicht
korrekter Montage herausfallen kann. Er hätte dann alles nochmal überprüft ("Probefahrt") oder zumindest die Fahrerin
dahingehend instruiert, den Schnellspanner im Auge zu behalten.
Das ist offenbar - mit schlimmen Folgen - unterblieben. Also immer gut aufpassen.
Gerade auch die Routine ist hier tückisch, wenn man glaubt, bestimmte Fehler nicht mehr zu machen. :)
 
Zumindest heutzutage scheinen die meisten Fahrradgabeln solche umlaufenden Nuten (richtiger Ausdruck?) zu haben, die das Herausfallen eines lockeren Schnellspanners aus den Gabelausfallenden verhindern sollten. Aber selbst dann, wenn das nicht mehr greifen sollte, weil der Schnellspanner nichtmals mehr in den Nuten liegt (wie blöde kann man wohl sein ?!), dürfte so schnell nichts passieren. Wenn nun das VR mal kurz keinen Kontakt zum Boden hat, dann könnte es kritisch werden. Aber bei Felgenbremsen flutschen die ja auch nicht so schnell raus. Keine Ahnung. Darüber habe ich mir noch nie ernsthaft Gedanken machen müssen :D

Der Freund sollte sich in jedem Fall auf eine schwierige Zeit gefasst machen. Zu Recht will ich meinen.
 
Zumindest heutzutage scheinen die meisten Fahrradgabeln solche umlaufenden Nuten (richtiger Ausdruck?) zu haben, die das Herausfallen eines lockeren Schnellspanners aus den Gabelausfallenden verhindern sollten. ...

Ein gängiger Ausdruck für diese Nuten ist "Ausfallsicherung".
Höherwertige Rennrahmen haben diese nicht, damit das Laufrad schneller gewechselt werden kann.
Am Rahmen der verunfallten Kundin fehlte diese Ausfallsicherung leider !
 
Ich gebs zu, die Kolbenrückholfeder musste einfach rein:D
Aber das:
Steuersatz musste nicht eingestellt werden , war nämlich mit dabei und fertig
würde ich nochmal durchdenken.
http://www.radlwiki.de/index.php/Steuersatz_einstellen.

Oder hat der neue Rahmen einen Gewindesteuersatz? (Auch den stellt der ordentliche Fahrradmechaniker bei der Radmontage ein/nach)

Da Du die Züge ja verlegt bekommst;):
Schaltung einstellen solltest Du Dir sowieso draufschaffen oder zeigen lassen, das kommt meiner Meinung nach kurz nach Reifen aufpumpen, also eher "Betriebskontrolle", als Montage.
Bremsen einstellen ist zwar sicherheitsrelevant, aber bei Rennradbremsen eher auf der simplen Seite, die ordentliche Funktion sollte sowieso vor jeder Fahrt kontrolliert werden.


Btw.: Hydraulische Scheibenbremsen haben tatsächlich eine "Kolbenrückholfeder" ;) Dort verformt sich die Vierkantdichtung des Bremskolbens (vulgo und falsch "Quadring") beim Bremsen elastisch, und holt den Bremskolben danach wieder in die Ausgangsposition zurück. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
War der Vorbau auch schon montiert? Ohne diesen kann man den Steuersatz gar nicht einstellen, ausser du hast wirklich einen Gewindesteuersatz.

Zu den Profis in den Radlaeden: ich habe mal in einem Radladen gejobt. Teilweise hat ich bessere Werkzeuge bei mir daheim. Da wurden bei Speichenbrueche zum Bps Speichen aus alten Laufraedern, die der Praktikant ausgespeicht hat eingebaut. Und als mir der Chef angewiesen hat ein Kinderrad mit einem kaputten Bremshebel raus zu geben, habe ich den Job aufgegeben. Schraube nur noch an meinen Raedern.


Wenn man ein technisches Verstaendnis hat, eine Betriebsanleitung lesen kann und sich Sachinformation selbststaendig aus dem Internet oder aus Fachbuechern besorgen kann kommt man auch mit der Radtechnik zurecht.
 
Wenn man ein technisches Verstaendnis hat, eine Betriebsanleitung lesen kann und sich Sachinformation selbststaendig aus dem Internet oder aus Fachbuechern besorgen kann kommt man auch mit der Radtechnik zurecht.
Wohl wahr. Die "Wenns" sind aber mitzubringen, und der wichtige Trick ist, zu wissen, wo man aufpassen muss. Leider gibts vollständige Schritt für Schritt Anleitungen "wie montiere ich ein Rad" bestenfalls gedruckt.
Insofern war die Kolbenrückholfeder auch die Maskierung für die wirklich wichtige Frage: Steuersatz?????
Und ich gebs zu, beim ersten mal mit Ahead hatte ichs auch nicht verstanden.
 
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Zu den Profis in den Radlaeden: ich habe mal in einem Radladen gejobt. Teilweise hat ich bessere Werkzeuge bei mir daheim. ...

Es wäre jetzt aber falsch, Deine negativen Erfahrungen zu verallgemeinern.
Zugegeben: In dieser Branche sind teilw. üble Bastelbuden anzutreffen.
Aber es gibt auch richtige Profis mit professionellem Werkzeug.
Wenn Du so einem bei der Arbeit zusiehst, würdest Du staunen, glaube mir. ;)
 
Wenn Du so einem bei der Arbeit zusiehst, würdest Du staunen, glaube mir. ;)

Ein echter Profi lässt sich nicht gern über die Schulter schauen. Außerdem: wenns auch für den kitzlig wird, willst du die dirty tricks gar nicht sehen;)

Man muss halt wissen, wo der Horizont der eigenen Möglichkeiten liegt - und ihn Stück für Stück erweitern.

Gruß, svenski.
 
Ein echter Profi lässt sich nicht gern über die Schulter schauen. Außerdem: wenns auch für den kitzlig wird, willst du die dirty tricks gar nicht sehen;)

Man muss halt wissen, wo der Horizont der eigenen Möglichkeiten liegt - und ihn Stück für Stück erweitern.

Gruß, svenski.
Im Prinzip stimmt das schon. Aber das muß nicht immer sein.
Ich schraube auch gern an meinem Rennrad. Schraub auch jetzt da rum, wo ich vor zwei, drei Jahren wahrscheinlich nie gewagt hätte, Hand anzulegen.
Tips hab ich oft schon hier im Forum erhalten, Anleitungen aus Internet und Fachbüchern waren bis jetzt auch sehr hilfreich.
Ich hab aber auch einen Radladen in meiner Nähe, der auch selber eine Werkstatt hat und Räder nach Kundenwunsch zusammenstellt.
Bei dem holte ich vor kurzem einen neuen Steuersatz. Er fragte aber sofort, ob mir klar ist, wie der Austausch abläuft. Ehrlich gesagt dachte ich mir zu diesem Zeitpunkt gar nichts dabei.
Er erklärte mir aber wirklich ausführlich, wie das obere und untere Lager entfernt wird, auf was ich achten muß und wie die neuen Lager eingepreßt werden.
Genauso wie der Konusring am Gabelschaft entfernt wird, und, und,....
Er hat mir auch angeboten, bevor ich das experimentieren anfange, soll ich vorbeikommen, dann macht er das für mich.
Ich bin der Meinung, die Leute im Radladen wissen sowieso, wer schon Teile kauft, der schraubt eh selbst am Rad rum. Sie wissen auch genau, daß man solchen Kunden mit Rat zur Seite steht, dann kommt er auch das nächste mal wieder. Oder er bringt bei größeren Sachen auch mal das Rad vorbei.
Grundsätzlich laß ich aber die Finger von Sachen, von denen ich null Ahnung habe, da frag ich dann auch nach oder bring dann das Rad zum Fachmann.
In meinem Radladen kann ich sogar mit in der Werkstatt stehen und zusehen, wie er an meinem Rad Hand anlegt.

Also ich will damit sagen, daß es nicht generell so ist, daß sich ein Fachmann (oder Profi) nicht über die Schultern schauen läßt.
 
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