Heart_&_Soul schrieb:
Denn eine der ersten Voraussetzungen für eine gute Beziehung ist doch wohl auch - dass man den Anderen/die Andere bzw. "das Tun" (bezahlte Arbeit oder Hausarbeit oder oder...) auch im Allltag achtet.
Auf jeden Fall! ich argumentiere schon unter der Vorraussetzung, dass da überhaupt eine Beziehung ist, deren Erhalt sich lohnt. Leute in Gewohnheits- und Missbrauchskisten haben ganz andere Probleme als das, wie sie mit der Radfahrerei des Partners zurecht kommen.
Wenn "er" so engstirnig ist und nicht gewillt ist, ein gemeinsames Hobby dazu mitzu(er)finden, damit man gut
miteinander auch noch was machen kann: was soll denn diese Beziehung noch?
Also, wenn es überhaupt keine Schnittpunkte in der Freizeitgestaltung gäbe, hätte man sich wohl gar nicht erst kennen gelernt, oder? Und wer sich schon im Sandkasten kennen gelernt hat, wird sich ja auch mit dem anderen zusammen entwickelt haben, also ganz so extrem aneinander vorbei werden wohl die wenigsten leben. Das vorweg.
ich bin aber schon fertig gebacken und Leute, die es nicht sind, sind auf jeden Fall zu jung für mich. Also entweder es passt, oder es passt nicht. Ich erfinde mich nicht neu, damit jemand anders vorrübergehend glücklicher ist.
Nun mal zu den allgemeinen Vorteilen von Zweisamkeit, ganz unabhängig von der Freizeitgestaltung:
- Wirtschafltiche Kraft. Ein Team ist da nun mal den Einzelkämpfern gegenüber im Vorteil.
- Zuverlässige Unterstützung in vielen Lebensbereichen durch den Partner
- Immer jemanden, den man selbst gut einschätzen kann, für den Reality-Check: 'Spinne ich oder die anderen?'
- Ein unterhaltsames Gegenüber bei vielen Mahlzeiten.
- Immer mal wieder neue Sichtweisen und Ideen
- Superanschmiegsame Wärmflasche in kalten Winternächten.
- Guter Sex ohne Komplikationen
- kostenlose Massagen bei bester Unterhaltung
- über wen kann man sich denn sonst so ausgiebig ärgern?
Das fällt mir so auf die Schnelle ein.
Und nun noch einen flüchtigen Blick auf Nachteile bei gleichem Hobby:
- Wahrscheinlich ist der Leitungsunterschied zu groß, um wirklich gemeinsames Training sinnvoll erscheinen zu lassen. Also wäre man den größten Teil der Hobbyzeit doch wieder allein. Zwischen Bedauern von nicht wirklich effektiv genutzter Trainingszeit, kratzbürstigkeit wegen Über/Unterforderung und schlechtem Gewissen, weil man den anderen ausbremst, ist alles möglich, was eine Beziehung zur Hölle machen kann.
- Ist der Leistungsunterschied fluktuierend, kann es ziemlich aufreibend werden, wenn die Partner wettbewerbsorientiert sind. Ich kenne nur wenige Leute, die diese Einstellung im Privatleben hintenanstellen können. Für Konkurrenzen innerhalb einer Partnerschaft braucht es allerdings wirklich robuste Persönlichkeiten.
Ok, zerfetzt mich. :devil:
Atalante