cbk schrieb:
Na, als meine damalige Perle meinte, ich solle das Motorrad dauerhaft stehen lassen, hab ich sie vor die Wahl gestellt: "Ich lasse das Motorrad stehen, wenn du keinen Tropfen Alkohol mehr trinkst."
Man muß dazu sagen, daß sie damals wohl doch eher schon alkoholabhängig war. Aber naja, sie hat den kalten Entzug im Krankenhaus wirklich durchgezogen hat, hab ich das Mopped verscheurt.
So, was ist das nun?
Als "Nötigung" sehe ich es nicht. Aber es ist ein ziemlicher "(positiver) Hammer", dass sie diesen Deal mit dir eingegangen ist. Zu wünschen ist nur, dass sie es bis heute durchgehalten hat?!
Wie hier die Frage gestellt wurde, wieviel man bereit ist zu geben oder auch ganz zu verzichten (wie du jetzt). Jeder von uns hat die eigenen Erfahrungen im Leben mit Beziehungen gemacht. Ob da schon das Hobby mitzählte oder nicht.
Es geht doch auch darum, wieviel Verständnis, Achtung, Respekt u.v.m. man dem Partner/der Partnerin entgegen bringt. Ist man am Anfang einer Beziehung und man spricht über Gemeinsamkeiten und wie man sich sein weiteres Leben (Wünsche, Träume) vorstellt, sieht die Sache anders aus - als wenn man schon lange in der Beziehung ist und dann kommt das Hobby dazu oder es wird intensiver. Auch die Frage, ob es finanzierbar ist oder nicht.. Soll man als Paar an anderen Dingen einsparen, damit einer von Beiden diesem Hobby frönen kann ... oder sogar Beide dieses Hobby ausüben können? Dank dem Internet gibt es bei den verschiedensten Hobby's die Möglichkeiten, an Online-Auktionen teilzunehmen und günstig irgendein Ersatzteil zu bekommen. Der Geldbeutel wird dann nicht so schnell leer werden, als wenn man in ein Ladenlokal geht und das Teil dort kauft.
Wieviel ist Mensch bereit zu geben,
dass es wirklich in der Beziehung mit dem Hobby "RR" funktioniert .... und bei Ausfahrten mit Anderen ist das "Geben" kein Problem, weil man bei Panne auf den Anderen wartet, Pausen macht - weil der Mitfahrer/die Mitfahrerin platt ist ... und abwechselnd Windschatten geben: alles Null-Problemo. Da gibt man einfach..

Ist Mensch als Partner nur noch interessant, wenn er/sie sich auch auf's RR setzt und dort Leistung zeigen kann??? Wird die Leistung des Partners/der Partnerin (auch nicht körperliche) dabei anerkannt oder nicht???
Meine eigenen Leistungen seit Jahren (mit viel psychischem Kraftaufwand) sind nicht auf dem RR zu finden. Sie wären so zu messen, als wenn ich mich als Newbie auf's Rad setze und an einem Tag 1000KM fahren würde....
Den Leistungen die mein Freund/Partner aufstellt, stehe ich mit Respekt und Achtung gegenüber. Ob es im Alltag ist oder auf dem RR !
Nur wenn er bei dem Wetter in der Mittagszeit losfährt und dazu noch ein spezielle Strecke nimmt, er zu mir kommt und grinsend sagt: "Ich bin da und da gefahren..." .. dann guck ich ihn auch nur an und sag lachend "Du bist verrückt!!" Aber ich verliere nicht die Achtung und den Respekt vor dieser Leistung (KM abspulen; in der Mittagshitze fahren - was ihm nix ausmacht).
...und wenn ich hier die vielleicht in euren Augen kritischen Fragen stelle oder in euren Augen ein kritisches Posting hier hinterlasse:
ich habe Respekt und Achtung vor jeder Einzelnen/jedem Einzelnen, die/der die Leistung auf dem RR bringt. Egal wieviel oder wie wenig Stunden und KM.
Jetzt mache ich hier in meiner Wohnung noch ein bisschen und werde heute Vormittag auch Leistung bringen: ich muss auf den Zahnarzt-Stuhl *gg*
Einen wunderschönen Tag wünsch ich euch noch und tolle Ausfahrten !
Heike