I_Malnat
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am schlimmsten an dem ganzen finde ich persönlich, daß die meisten Leute mit den Billigrädern sowieso nicht oder nur so wenig fahren, dass es keinen Unterschied macht. Nach 5 Jahren wird dann ein eBike gekauft und das steht dann auch wieder nur in der Garage, oder wird ans Auto gehängt und spazieren gefahren... dafür sind die allemal gut genug.Hier im Forum hat mir kürzlich ein allseits bekannter Anbieter ⛑ alter neuer Teile für 65€ ein Chorus-Schaltwerk aus Überschussproduktion angedreht.
Hätt ich bloß gleich direkt aus dem Container gekauft...
Aber Spaß beiseite. Alle reden von Nachhaltigkeit und nix passiert. Das war letztlich schon damals in Mars und Sprick-Zeiten nicht viel anders.
Mein Vater hatte sich Anfang der 80er in der Metro mal so ein Billigrad geleistet und ist praktisch nie damit gefahren. Als Student habe ich mit diesem Rad, um es endlich auch zu nutzen, ein halbes Jahr Zeitungen ausgetragen und es, vor allem an Regentagen, für den Weg zur Uni ohne Diebstahlrisiko genutzt. Schon nach dieser kurzen Zeit war das Rad Schrott: Überall Rost, alles schlackerte, Muttern, Kurbelkeile, alles weich, die verzinkten Speichen ohne Spannung. Es hätte sich weder gelohnt noch Spaß bereitet, groß irgendwas an dem Rad auszutauschen oder vernünftig zu reparieren.
Zum Vergleich: Ein gut genutztes Gebrauchsrad aus den 50ern von meinem Opa rollt noch immer... die Schätzchen sowieso.
Alle sind glücklich oder verdienen ihren Lebensunterhalt damit, nur ein paar Konsumgegner und Nostalgiker nörgeln. So geht Überflussgesellschaft.