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Armstrong verliert alle Tour-Titel

Auch wenn Armstrongs Schuld wohl unbestritten ist, fehlt in meinen Augen ein juristisches Totschlag Argument gegen Armstrong, um ihn des Meineids zu beschuldigen bzw. ausnahmslos alle Ergebnisse seit 1998 zu annullieren.

Nun wenn man sich mal die Mühe machen würde wenigstens auszugsweise, so findet sich auf den gut 1000 Seiten USADA Report genug "evidence" dass es für die Verurteilung des kompletten Pelotons ausreichen würde. Positive Dopingtests gab es ebenfalls, die nur im Nachhinein entweder unter Mithilfe der UCI vertuscht wurden oder juristisch nicht mehr verwertbar waren. Eine Untersuchung seitens der UCI gegen Armstrong hat es trotz begründeten Verdachtes nie gegeben, was sagt uns das?
Ein Richer des CAS äusserte sich eindeutig dahin, das es nicht unbedingt positive Dopingtests brauche um bei hinlänglichen Verdachtsmomenten einen Doper zu sperren und zu verurteilen.
Geständige Doper wie Bernhard Kohl z.B hatten hunderte von negativen Dopingtest, die eigentlich hätten positiv sein müssen.
Indizienprozesse bei nicht geständigen Tätern und daraufhin ergangene Urteile sind gängige Rechtspraxis.
Was brauchts denn noch?
In deinen Augen sehe ich ziemlich viel Blau.
 

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Re: Armstrong verliert alle Tour-Titel
Die öffentlich rechtlichen Fernsehsender, vor allem die ARD haben sich doch von der Berichterstattung über Radsport abgewendet und keinerlei Übertragungen mehr gesendet.
Jetzt wo sie wieder Hetzkampagnen über den Radsport senden können, wird wieder berichtet?
So war das ja nicht. Berichtet wurde noch. In den Nachrichtenformaten [Tagesschau, heute].
(Live-)Übertragungen wurden eingestellt, nachdem die bestehenden Verträge erfüllt waren.
Neue (Live-)Übertragungsrechte wurden mit Verweis auf verantwortungsbewussten Umgang mit Gebührengeldern nicht erworben.

Man kann sich ja alles so zurecht legen, wie man möchte.
:D Was Du hier gerade wieder einmal unter Beweis stellst. :D

Ich bin einmal über den Bericht gespannt.
Dokumentation, es handelt sich um eine D o k u m e n t a t i o n.

Aufgabe:
Erkläre die Begriffe (Live-)Übertragung, Berichterstattung und Dokumentation, arbeite die Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus und finde Beispiele für die verschiedenen Formen bei den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. ;)
 
vertrache ma uns widda.:D
:bier:

Aber im ernst, bin wirklich gespannt, was die Do k u m e n t a t i o n so bringt, wird vielleicht ganz gut und informativ, oder heisst es dann dokumentativ:(
Erwartest Du wirklich, dass wir da etwas erfahren, was wir hier nicht schon seit Jahren immer wieder gelesen, geschrieben und diskutiert haben?
Ich erwarte das nicht wirklich. Okay, ich habe aber auch mehr Live-Übertragungen von ARD und ZDF mitverfolgt als von Eurosport. ;)
Trotzdem glaube ich, dass für Radsportinteressierte, die die Dopingdiskussion seit Festina ('98) nicht völlig ausgeblendet haben, in dieser dreißigminütigen Dokumentation nichts Neues dabei sein kann.
 
Auch mal ein Auge drauf gehabt, welchen wirtschaftlichen und persönlichen Schaden Armstrong LeMond zugefügt hat?

Gruß, svenski.

Naja, die zerstörerische Art beruht nunmal auf Gegenseitigkeit.
Mir ging's eher darum, dass Hamilton, Landis und Co. sehr von Armstrongs Verurteilung profitiert haben. Einerseits ist das mediale Interesse an ihnen enorm gestiegen, anderseits gerät ihre eigene Dopingvergangenheit massiv in den Hintergrund. Die Anerkennung, die ihnen aktuell gebührt wird, haben sie in meinen Augen nicht verdient, denn Hamilton und Landis wäre sicherlich nicht so gesprächig gewesen, wenn sie nicht von den Scherben ihrer Karriere gestanden hätten. Opportunismus erscheint mir da wahrscheinlich als moralische Buße.
LeMond hüllt sich seit Jahren in Schweigen über seine Vergangenheit, aber wirft Armstrong Feigheit vor, weil er nicht geständig ist? Oder glaubt hier wirklich jemand an die weiße Weste von LeMond?



... genauso interessant wäre es auch, wenn z.B. Jan Ullrich eine Schadensersatzforderung von 1,5 - 2,0 Milliarden US-Dollar gegen Armstrong formuliert. Entgangene Prämien, entgangene Werbegeldern, und ..., und ..., und ...?

Da würde im Laufe von Jahren sicher einiges zusammenkommen!

Das wäre dann wohl der sogenannte Treppenwitz?! Ein geständiger Dopingsünder profitiert vom Fall eines überführten Dopingsünders.


Nun wenn man sich mal die Mühe machen würde wenigstens auszugsweise, so findet sich auf den gut 1000 Seiten USADA Report genug "evidence" dass es für die Verurteilung des kompletten Pelotons ausreichen würde. Positive Dopingtests gab es ebenfalls, die nur im Nachhinein entweder unter Mithilfe der UCI vertuscht wurden oder juristisch nicht mehr verwertbar waren. Eine Untersuchung seitens der UCI gegen Armstrong hat es trotz begründeten Verdachtes nie gegeben, was sagt uns das?
Ein Richer des CAS äusserte sich eindeutig dahin, das es nicht unbedingt positive Dopingtests brauche um bei hinlänglichen Verdachtsmomenten einen Doper zu sperren und zu verurteilen.
Geständige Doper wie Bernhard Kohl z.B hatten hunderte von negativen Dopingtest, die eigentlich hätten positiv sein müssen.
Indizienprozesse bei nicht geständigen Tätern und daraufhin ergangene Urteile sind gängige Rechtspraxis.
Was brauchts denn noch?
In deinen Augen sehe ich ziemlich viel Blau.

In der Tat findet man viele "evidences", aber diese resultieren nunmal überwiegend von "eyewitnesses" und nicht aus "drug tests", bei denen A und B Probe positiv sind.
Nun gut, ich kann mich nur wiederholen, dass ich nicht an der Schuld von Armstrong zweifel, aber würde dennoch gerne den Diskussionsanreiz in den Raum werfen, inwiefern Verjährungsfrist und die fehlende positive Dopingkontrolle Einfluss auf das Urteil haben könnte. Das wäre ja auch hinsichtlich des Meineids bzw. zurückzuzahlende Preisgelder interessant.
Noch einmal: Ich will hier keine Lanze für Lance brechen.
 
Die A-Anhänger klingen so wie die damaligen Unterstützer des Dr. plag. TzG. Jetzt fehlt nur noch der Einwand, wieso man so auf A herumhacke, als ob es keine größeren und wirklichen Probleme gäbe. Sag das mal der Kassiererin die wegen Unterschlagung einer Fundsache (Flaschenbon 1€ oder so) ihren Job verlor oder der Dame, die wegen zweier Frikadellen arbeitsrechtlich prozessieren musste. Da traf es die Menschen doch auch mit voller Härte und keiner kam mit der Entschuldigung, dass es doch wirklich größere Probleme gebe, die es anzugehen gelte.

Mein obiger Hinweis auf Schadensersatzklagen zielt ausdrücklich nicht nur auf A. ab, sondern auch gegen die Gesellschaften die ihn stützten (und das eine oder andere vertuschten, UCI u.a.) oder die, die durch dieses vertuschen profitierten (aktueller und vorheriger Chef von UCI).

Dass dann der eine oder andere Horner meint, alle hätten davon profitiert und ihren Raibach gemacht, dann stimmt das streckenweise. Selbstverständlich haben z.B. die Sponsoren (Nike z.B.) davon profitiert - nur sei die Frage erlaubt: wusste Nike (z.B.) von den Dopingmachenschaften, haben sie selbige gefördert, unterstützt, verschleiert? Hätten sie etwas gegen sein (von ihm immer geleugnetes) Doping tun können (außer Geldentzug)? A. hat den Etikettenschwindel betrieben. Vortäuschen falscher Tatsachen, Betrug ....

Ganz im Unterschied zu der UCI, die anscheinend das System A. duldete, verschleierte, wer schlachtet schon sein Zugpferd, und um dies wissend eben mit Etikettenschwindel Rechte verkauften ...
 
Kann es sein das die ARD einfach die Doku eines australischen Senders, die hier ein paar Seiten vorher gepostet wurde, benutzten und einfach mit deutscher Sprache unterlegen?
 
Die Dokumentation "Geheimsache Doping" kennen wir bereits auf englisch unter dem Titel "The World According to Lance" by Quentin McDermott and Clay Hichens

http://www.rennrad-news.de/forum/th...t-alle-tour-titel.112950/page-32#post-2576800

http://www.rennrad-news.de/forum/th...t-alle-tour-titel.112950/page-27#post-2574396

Ich habe, weil wir hier auch darüber diskutiert hatten, mal eine forumsweite Suche nach "Andreu" durchgeführt.
Hier das Ergebnis: http://www.rennrad-news.de/forum/search/12147945/?q=Andreu&o=date

Der früheste Beitrag ist vom 13. September 2006.
 
... genauso interessant wäre es auch, wenn z.B. Jan Ullrich eine Schadensersatzforderung von 1,5 - 2,0 Milliarden US-Dollar gegen Armstrong formuliert. Entgangene Prämien, entgangene Werbegeldern, und ..., und ..., und ...?

Da würde im Laufe von Jahren sicher einiges zusammenkommen!
Die Aso will doch wohl alle Prämien von überführten Fahrern einsammeln. Das würde Ulle wohl ncht soviel bringen.
 
Habe gehört , die Sponsoren wollen das Geld , das sie durch die Werbung mit L.A . verdient haben den Kunden zurückerstatten , ich habe die Kassenbelege für meine Trikot´s noch , ihr auch :rolleyes: ?????
 
Habe irgendwo gelesen,das sich Aldag wundert,das sich alle darüber wundern,was im Bericht über LA steht...
Wundert sich hier einer?:idee:
Also ich nicht....
Wie gesagt,geniesst das Rennradfahren,geniesst die Berge,geniesst die Abfahrten,geniesst das Leben!!!
Und einen schönen Sonntag noch,auch wenns draussen weiss ist....
mfg
BodenseeFerdi
 
Sollten diejenigen, die von einem "System Armstrong" reden, nicht eher von einem System UCI reden?
Wenn sie schon über ein System reden.

Und nein, meine USPS Trikots und so gebe ich nicht ab, auch nicht meine Oakley.
:)
 
Um die Frage tatsächlich zu beantworten, müsste man die "Reasoned Decision" der USADA mal genau unter die Lupe nehmen. Vorläufig habe ich den Eindruck, dass das Papier ein "System Armstrong" belegt, ein "System UCI" hingegen nicht. Aber das wurde wohl auch nicht untersucht, und wer weiß, was in nächster Zeit noch alles hochpoppt. Momentan muss man ein "System UCI" wohl noch als Spekulation ansehen, für die einige Indizien sprechen.

Gruß, svenski.
 
Danke, interessant! Wie gesagt, es spricht so einiges dafür, allerdings sieht das hier erstmal so aus, als habe das "System Armstrong" zwecks Selbsterhaltung zu Mitteln gegriffen, auf die einige Merkmale korrumptiven Verhaltens zutreffen (Intransparenz, Verschleierung, Interessenkonflikt usw.). Selbst wenn das hinreichend belegt wäre, hieße es immer noch nicht, dass es ein "System UCI" gäbe.

Trotzdem schlimm genug. Und erstaunlich stümperhaft. Jeder, der in der Öffentlichkeit mit Geld umgehen muss, weiss, dass man so auf keinen Fall handeln darf.

Gruß, svenski.
 
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