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Mal eben schnell ne kleine Bastelfrage

  • Ersteller Ersteller fresh ginger
  • Erstellt am Erstellt am
Sorry, dass ich so in die „Canti-ne“ reinplatze, aber:
Bin ich nur zu ungeschickt und unerfahren oder gibts da einen Trick, wie ich das frisch gereinigte (noch am Zug hängende) Schaltwerk wieder in sein einziges Auge bekomme? Da dreht sich immer dieser Anschlagsteil mit der kleinen Schraube mit hoch und überhaupt ist die 6er Inbus so schwergängig…
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Seil aushängen
So steht alles unter spannung
 

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Re: Mal eben schnell ne kleine Bastelfrage
Auch auf die Gefahr hin in diesem Faden unnötig rein zu grätschen, rein aus Neugier gefragt:

Das sind aber auch die berühmt-berüchtigten
Warum?
"self energizing"
Häh?
Pedersen-Cantis (Montage am Vorderrad verboten!),
echt, warum?
die kann man mit den normalen nicht vergleichen.
Aso.
Ich hab meine damals nach ein paar Jahren wieder abgebaut.
Weil?

Wie geschruben - ich bin mit denen wirklich sehr zufrieden, sie tun was sie sollen - und das sehr überzeugend.

Hab' seinerzeit (~1980) an meinem Graziosa-Albl Sockel anlöten lassen für genau diese Cantis, war ein Tip meines Radl-Meisters mit dem Hinweis dass es so ziemlich das Beste sei aktuell am Markt.

Dank und Gruß aus dem Wein/4, André.
 
Auch auf die Gefahr hin in diesem Faden unnötig rein zu grätschen, rein aus Neugier gefragt:


Warum?

Häh?

echt, warum?

Aso.

Weil?

Wie geschruben - ich bin mit denen wirklich sehr zufrieden, sie tun was sie sollen - und das sehr überzeugend.

Hab' seinerzeit (~1980) an meinem Graziosa-Albl Sockel anlöten lassen für genau diese Cantis, war ein Tip meines Radl-Meisters mit dem Hinweis dass es so ziemlich das Beste sei aktuell am Markt.

Dank und Gruß aus dem Wein/4, André.
"Eine Sonderform war die Pedersen Bremse, die später von Suntour lizensiert und als XC Pro SE verkauft wurde. Diese hatte ein Schneckengetriebe und die Bremswirkung stieg an, wenn sich das Rad dreht. Das Rad drückt die Bremse in Richtung Sockel und im inneren spannt sich eine Feder. Aufgrund dessen, konnte man die Bremse nur am Hinterrad verwenden, da die Bremse am Vorderrad vom Sockel weggezogen würde."

https://radtechnik.2ix.de/rimbrake.php
 
Das Prinzip wird eigentlich klar, wenn man sich deren Innenleben anschaut, das andere Cantis gar nicht haben. Der Schneckengang auf dem Sockel sorgt dafür, dass sich die Bremse durch die Energie des rotierenden Rades beim Bremsen von selber weiter Richtung Rad dreht, sozusagen ein eingebauter Bremskraftverstärker.
Am Vorderrad hätte das allerdings den gegenteiligen Effekt, denn da sind die Bremsen ja andersherum montiert.
Die Bremswirkung ist durch die Schneckenmechanik ziemlich brachial, aber auch schlecht zu dosieren, meiner Meinung nach. Wir haben damals immer Digitalbremsen gesagt dazu - entweder an oder aus, dazwischen gab es nicht viel.
Ein anderer Grund für die Demontage war das hohe Gewicht und die Erfahrung, dass die normalen XC-Pro Cantis am Hinterrad auch nicht schlechter sind. Ein bisschen hat mir auch die sichtbare Verwindung der Sitzstreben beim Bremsen Sorge bereitet, da hatte ich Angst, dass irgendwann die Sockel abreißen.
Hier wird das Prinzip im Suntour-Katalog erklärt:
https://www.disraeligears.co.uk/site/suntour_bicycle_equipment_catalog_1992_-_page_7.html
 
Mysterium (oder Legende?) der Campagnolo-Zughüllen:

Kriege ich

Jagwire L3 LEX-SL "Braided Series" Schaltzugaussenhülle Durchmesser 4,5 mm

mit Campagnolo Ergopower (11fach), die ja mit 4,1mm Hüllen kombiniert werden sollen, kombiniert?

Oder funktioniert das wegen der Züge selbst nicht, weil die 0,1mm unterschiedlich sind?
 
Hallo Mädels,
so...habe da mal ein paar Fotos geschossen.....das Radl hat natürlich direkt geschimpft....!
"Hach, ich bin ja gar nicht zurecht gemacht, was sollen die Leute denken, so wie ich Aussehe....mecker.....!? "

Und ja.....das Bianchi-MTB, wird jetzt "Zug um Zug" fein gemacht !!
Habe ich denn nu´die erste Generation von LX-Hebel, mit dem ich die Dia Compe 987 Cantileverbremsen betreiben kann.....!?

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Meine Vordere ist noch die Originale, hinten war ich auch schon mal bei und habe aufgehört weiter zu machen...weiß gar nicht mehr warum eigentlich....mmmhh...!?
Oder sollte es etwa doch schönere Cantis geben, evtl. so etwas.....haha.....!? Boah....welch ein Trumm, oder !?

brems.jpg
 
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Hallo Mädels,
so...habe da mal ein paar Fotos geschossen.....das Radl hat natürlich direkt geschimpft....!
"Hach, ich bin ja gar nicht zurecht gemacht, was sollen die Leute denken, so wie ich Aussehe....mecker.....!? "

Und ja.....das Bianchi-MTB, wird jetzt "Zug um Zug" fein gemacht !!
Habe ich denn nu´die erste Generation von LX-Hebel, mit dem ich die Dia Compe 987 Cantileverbremsen betreiben kann.....!?

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Oder sollte es etwa noch schönere Cantis geben, evtl. so etwas.....haha.....!? Boah....welch ein Trumm, oder !?

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Ich glaube, alle Cantileverhebel, die nicht aus Kunststoff sind, sind besser. Optisch auf jeden Fall, nach meinem Geschmack zumindest.
Edit: gerade die hintere Bremse noch einmal angeschaut. Von der Form und dem Material ein Fortschritt, die Farbe wäre jetzt nicht unbedingt meine Wahl gewesen. Grün und blau, da gibt es sicher passendere Kombinationen. Doch muss es ja dir gefallen.
 
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Hallo Mädels,
so...habe da mal ein paar Fotos geschossen.....das Radl hat natürlich direkt geschimpft....!
"Hach, ich bin ja gar nicht zurecht gemacht, was sollen die Leute denken, so wie ich Aussehe....mecker.....!? "

Und ja.....das Bianchi-MTB, wird jetzt "Zug um Zug" fein gemacht !!
Habe ich denn nu´die erste Generation von LX-Hebel, mit dem ich die Dia Compe 987 Cantileverbremsen betreiben kann.....!?

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Meine Vordere ist noch die Originale, hinten war ich auch schon mal bei und habe aufgehört weiter zu machen...weiß gar nicht mehr warum eigentlich....mmmhh...!?
Oder sollte es etwa doch schönere Cantis geben, evtl. so etwas.....haha.....!? Boah....welch ein Trumm, oder !?

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Die Hebel sind aus Alu, nicht aus Kunststoff und, ja, sie sind für Cantileverbremsen. Die parallel angebotenen ST-M564 auch. Die V-Brake-Hebel sehen bei der LX ganz anders aus.
 
Das Prinzip wird eigentlich klar, wenn man sich deren Innenleben anschaut, das andere Cantis gar nicht haben. Der Schneckengang auf dem Sockel sorgt dafür, dass sich die Bremse durch die Energie des rotierenden Rades beim Bremsen von selber weiter Richtung Rad dreht, sozusagen ein eingebauter Bremskraftverstärker.
Am Vorderrad hätte das allerdings den gegenteiligen Effekt, denn da sind die Bremsen ja andersherum montiert.
Die Bremswirkung ist durch die Schneckenmechanik ziemlich brachial, aber auch schlecht zu dosieren, meiner Meinung nach. Wir haben damals immer Digitalbremsen gesagt dazu - entweder an oder aus, dazwischen gab es nicht viel.
Ein anderer Grund für die Demontage war das hohe Gewicht und die Erfahrung, dass die normalen XC-Pro Cantis am Hinterrad auch nicht schlechter sind. Ein bisschen hat mir auch die sichtbare Verwindung der Sitzstreben beim Bremsen Sorge bereitet, da hatte ich Angst, dass irgendwann die Sockel abreißen.
Hier wird das Prinzip im Suntour-Katalog erklärt:
https://www.disraeligears.co.uk/site/suntour_bicycle_equipment_catalog_1992_-_page_7.html
Es gab die auch mit Schnecke andersherum - für vorn.
Ich habe die für hinten mal arglos montiert und die haben wunderbar funktioniert. Auf Anhier Glück gehabt.
Da sind zusätzliche Parameter (wie genau klemme ich die bei welcher Öffnung?) die zusammen passen müssen mit dem Sockelabstand und der Klotzeinstellung. Da kann man viel Zeit mit verbringen ;-)
 
Cantis bremsen nicht.
Schon gar nicht im Vergleich zu Scheiben.
Und bei Nässe erst recht nicht
Und nicht mit kalten Fingern.
Und mit Gepäck nicht.

Echt jetzt?

Man, man, man,
dann geht doch wandern.
Echt jetzt.
Das Schöne ist ja, daß man gar nicht wandern muß, sondern einfach andere Bremsen fahren kann. Ich fahre seit Ende der 80er keine Cantis mehr... :)

Cantis haben als prinzipielles Problem, daß sich die Übersetzung verschlechtert, je weiter man den Hebel zieht. Man hat also die beste Übersetzung, wenn die Beläge an die Felge herangeführt werden. Da machen sie dann wenig Weg.
Eigentlich möchte man das eher andersherum und Shimano hat irgendwann angefangen, das über die Bremshebel zu kompensieren, das hieß ServoWave. Machen sie heute auch bei Scheibenbremsen so.

Dem widerspricht nicht, daß man mit Cantis durchaus fahren kann und sie im Zweifelsfall auch gut bremsen. Aber die V-Brakes sind entstanden, um diesen prinzipbedingten Nachteil zu vermeiden.

Es hat halt alles seine Vor- und Nachteile. Zum Glück kann sich ja jeder aussuchen, was er fahren möchte...
 
Das Schöne ist ja, daß man gar nicht wandern muß, sondern einfach andere Bremsen fahren kann. Ich fahre seit Ende der 80er keine Cantis mehr... :)

Cantis haben als prinzipielles Problem, daß sich die Übersetzung verschlechtert, je weiter man den Hebel zieht. Man hat also die beste Übersetzung, wenn die Beläge an die Felge herangeführt werden. Da machen sie dann wenig Weg.
Eigentlich möchte man das eher andersherum und Shimano hat irgendwann angefangen, das über die Bremshebel zu kompensieren, das hieß ServoWave. Machen sie heute auch bei Scheibenbremsen so.

Dem widerspricht nicht, daß man mit Cantis durchaus fahren kann und sie im Zweifelsfall auch gut bremsen. Aber die V-Brakes sind entstanden, um diesen prinzipbedingten Nachteil zu vermeiden.

Es hat halt alles seine Vor- und Nachteile. Zum Glück kann sich ja jeder aussuchen, was er fahren möchte...

Die Einstellung soll ja auch so sein dass in Ruhestellung die Canti's etwas unterhalb der Idealstellung sind, damit die Idealstellung (=beste Übersetzung) erst erreicht wird wenn die Beläge an der Felge anlegen.
 
Die Einstellung soll ja auch so sein dass in Ruhestellung die Canti's etwas unterhalb der Idealstellung sind, damit die Idealstellung (=beste Übersetzung) erst erreicht wird wenn die Beläge an der Felge anlegen.
Genau. Und unterhalb der 'Idealstellung' ist die Übersetzung aggressiver und die Beläge kommen dadurch langsamer an die Felge.
Das ist schlicht ein prinzipielles Problem bei Cantis... Die Übersetzung wird schlechter, je weiter man am Hebel zieht.
Kann man ausrechnen oder zeichnerisch ermitteln, damit habe ich viele Schulstunden verbracht... 😀
 
Cantis haben als prinzipielles Problem, daß sich die Übersetzung verschlechtert, je weiter man den Hebel zieht. Man hat also die beste Übersetzung, wenn die Beläge an die Felge herangeführt werden. Da machen sie dann wenig Weg.
Eigentlich möchte man das eher andersherum
In der Tat.
das sollte man wissen und entsprechend berücksichtigen.

Es ist leider immer so: Je mehr Möglichkeiten, desto mehr Scheitern. Am Ende gewinnt oft nicht das Beste, sondern das, mit dem die Meisten zurechtkommen (VHS, Iphone, hydr. Scheibenbremse, ...).
Wäre mir ja egal, aber leider stirbt damit auch oft das "Beste" :-(

Für ernsthaftes MTB-Fahren sehe ich aus vielen Gründen keine Alternative zu hydr. Scheibenbremsen. Dazu zählt die grössere Unempfindlichkeit bei Nässe, die bessere Modellierung dank Hydraulik und die bessere Skalierbarkeit auf die Bedürfnisse. Und auch die Möglichkeit, mit einer 8 dennoch halbwegs normal weiter zu fahren.

Renn- und Reiserad ist ein anderer Schnack. Aus Leichtbaugesichtpunkten ist es gerade clever, dass die Felge 2 Funktionen erfüllt, die Gabel nicht unnötig steif sein muss und die Naben keine Bremskräfte erfahren. Für Fernreisende ist einfachste Wartung mit u.U. einfachen Werkzeugen ein wichtiger Punkt.

Ist die Scheibenbremse das bessere System?
"Hat sich beim Auto doch auch durchgesetzt".
Ja, aber nicht, weil grosse Trommelbremsen keine Performance hatten, sondern weil sie teuer und gross waren und schwierig in der Abstimmung der Balance. Das gibt es am Rad gar nicht.

2006/7/8 hatten Crosser eine Renaissance. Eigentlich gab es diesen Typ Rad nur noch als Wettkampfrad, dann entdeckten ihn mehr und mehr als tauglich für alles Mögliche. So ähnlich wie der Gravel-Hype, aber nicht ganz so doll.
Schnell beschwerten sich Viele über die Bremsperformance mit Cantis. Nicht die Crossrennenfahrer, sondern die Hobbyfahrer. Mini-V's harmonierten halbwegs mit Ergos/STIs. Ich hatte so ein Ding. Abartige Bremsleistung, Überschlag aus dem Stand jederzeit möglich, das Rad durfte man nicht verleihen.

STIs/Ergos mit Hydraulik gab es noch nicht, dennoch kamen die ersten Crosser mit Scheibenaufnahmen auf den Markt. Seilzug-Scheibe (BB7, etc..) oder Zwitter (TRP z.B.).

Es gab dann ebenso lange Diskussionen wie jene um Canti-Performance: "Schleift, bremst nicht. zuviel Handkraft,...". Eigentlich die gleichen Probleme. Und wie bei Cantis: Einige hatten ein super Setup, viele kamen nicht zurecht.
Geändert hat sich das erst mit der Einführung von STIs mit Hydraulik. Dann war Ruhe.

Das bessere System? Oder nur das, mit dem die Meisten wenig Probleme hatten?

Wir sind hier im Alteisen. Es ist doch eine der Kernherausvorderungen hier sich mit nicht aktuellem Material auseinanderzusetzen und daraus das Beste herauszuholen.
 
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