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Vuelta 2019

Fe der Bergfloh

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Die Profile aller Etappen sind auch auf der Vuelta-Seite einsehbar.
https://www.lavuelta.es/fr

Im Vergleich zu den Vorjahren scheinen mir die Hochgebirgsetappen etwas an Bedeutung zu gewinnen, die kurzen Puncherrampen dagegen etwas an Bedeutung zu verlieren.

Die Sprinter sollten auf die Karenzzeiten auf der 9. Etappe achten. Sonst könnte es für sie eine kurze Rundfahrt werden.


In der Radfahrpresse ist von 6-8 "Sprinteretappen" die Rede. Ich meine es sind eher weniger; die Puncher und Ausreisser werden mehr als bei den anderen beiden Rundfahrten ihre Chancen bekommen.

Auf Cyclingnews.com wurde außerdem die Meinung vertreten, dass die letzte Woche ungewöhnlich leicht und die erste Woche ungewöhnlich schwer sei. Das würde ich nicht so sehen. Aus meiner Sicht ist es ein ausgewogenerer Kurs als der von Giro und Tour. Die schwersten (Berg-)Etappen verteilen sich gleichmäßiger auf die 3 Wochen als es bei Giro (brutale letzte Woche!) und Tour der Fall ist, dazu gibt es keine flache Sprinterwoche wie bei den anderen beiden Rundfahrten.
 

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
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Ich habe nach dem Ende der Tour sozusagen "Phantomschmerz", daher wird es Zeit, diesen Faden auszugraben.
Die Nachrichtenlage liefert auch schon was: Dumoulin wird nicht fahren und wohl seine Saison beenden.
 

quintin

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Hi,
freue mich auch schon auf die Spanienrundfahrt!
Wer sind denn für euch so die Favoriten auf den Gesamtsieg?
Ich bin ehrlicherweise noch gar nicht im Bilde, wer überhaupt so am Start ist.
 

dabeste

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Auf cyclingnews.com gibts eine Liste, aber ich habe keine Ahnung, ob die ansatzweise aktuell und ernstzunehmen ist:
https://www.cyclingstage.com/vuelta-2019/riders-spain-2019/

Ich würde Carapaz und Roglic ganz oben einordnen.
Roglic hätte definitiv ein sehr starkes Team, ganz im Gegensatz zum Giro dieses Jahr.
Miguel Angel Lopez und Simon Yates wären auch interessante Kandidaten.

Spannend wird das bei Bora, falls sie wirklich mit der obigen Aufstellung antreten.
Sagan und Bennett gleichzeitig?
 

pjotr

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Hier ist eine weitere Liste von PCS, die sieht auf den ersten Blick doch sehr ähnlich aus, Sagan und Bennett ebenfalls genannt. https://www.procyclingstats.com/race/vuelta-a-espana/2019/gc/

Soweit ich weiß, speisen sich die Daten auf PCS aus den Veröffentlichungen der Teams, denke, das ist bei CN auch nicht anders. Offensichtlich sind bei einer Reihe von Teams noch die erweiterten Kader genannt, da wird also noch gestrichen und es wird auch noch Umbesetzungen geben.

Zu Bennett: Der hat dieses Jahr noch keine Grand Tour was für so einen talentierten Sprinter sehr schade ist, weil es natürlich bedeutet, dass er sein Können nicht zeigen kann. Zudem ist er zum Jahresende ohne Vertrag. Daher wird er schon "scharf" drauf sein, die Vuelta zu fahren und selbst wenn er das Team verlassen sollte (wovon ich ausgehe), wäre es eine faire Geste der Teamleitung, ihn fahren zu lassen.
Sagan wird die Vuelta wahrscheinlich zur Vorbereitung auf die WM nutzen. Ich spekuliere mal, dass er daher auch zwischendurch aussteigen könnte.
 

pjotr

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Zu Yates: Glaube nicht, dass der was reißen kann im GC, die Vuelta wäre seine dritte GT in diesem Jahr.
 

pjotr

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Sagan laut Medienberichten nicht zur Vuelta, sondern zu den WT-Rennen nach Kanada.
 

AlexExtreme

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Das 36km lange Zeitfahren ist ja doch ziemlich flach, wenn ich das richtig sehe. Da sollten einige Bergkraxler das nachsehen haben und Roglic und Thomas einen Vorteil haben, zumal Jumbo Visma das MZF gewinnen könnte. Kiyrienka als Helfer bei Ineos, den habe ich auch lange nicht mehr gesehen.
 

AFFENKOTLETT

Pantani der Herzen
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Giro war gut, Tour war sehr geil, kann jetzt gerne so weiter gehen (Vuelta ist ja eigentlich ein Garant für ein geiles Rennen) :bier:
 

pjotr

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Den Giro fand ich dieses Jahr eher enttäuschend. Die erst eineinhalb Wochen fast nur Flachetappen hat sich als völlige Schnapsidee erwiesen, zumal die Giro-Organisation darauf verzichtet hatte, wenigstens ein paar Hügel in die Finals der flachen Etappen einzubauen, wie in früheren Jahren. (Hintergrund soll gewesen sind, dass man die komplette Route kurzfristig umplanen musste, weil man nicht da mit dem Giro starten konnte, wo es ursprünglich geplant war.)
Da kann die Vuelta nur besser werden
 

börndout

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Den Giro fand ich dieses Jahr eher enttäuschend. Die erst eineinhalb Wochen fast nur Flachetappen hat sich als völlige Schnapsidee erwiesen, zumal die Giro-Organisation darauf verzichtet hatte, wenigstens ein paar Hügel in die Finals der flachen Etappen einzubauen, wie in früheren Jahren. (Hintergrund soll gewesen sind, dass man die komplette Route kurzfristig umplanen musste, weil man nicht da mit dem Giro starten konnte, wo es ursprünglich geplant war.)
Da kann die Vuelta nur besser werden
Kann ich nicht teilen. Der Giro hat, zumindest was den Gesamtgewinner angeht, einen totalen Überraschungssieger hervorgebracht....ganz im Gegenteil zur Tour. Da standen die Wetten GANZ KLAR auf Thomas und wenn er nicht, dann Bernal...ist einfach so und nicht zu leugnen. Auch wenn Alaphilippe das Ganze lange Zeit spannend gehalten hat (wobei gerade ihr Spezialisten doch direkt gesagt habt, dass er das nicht halten kann....also). Auch ich habe ihn als Geheimfavorit benannt - aber lange bevor er das so gehandhabt hat wie er es probiert hat (ist anhand meiner Posts und deren Datum belegbar :p ) - wobei hier eher der Wunsch der Vater des Gedanken war (auch belegbar, dass ich ganz klar damit gerechnet habe, dass Thomas oder Bernal das Ding abschießen wird). Also, wo war die Tour, bezogen auf die Gesamwertung, spannend, geschweige denn spannender als der Giro? Das kannst du als DER Fachmann hier doch nicht ernsthaft meinen!?
 
Zuletzt bearbeitet:

Liebertson

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Also, wo war die Tour, bezogen auf die Gesamwertung, spannend, geschweige denn spannender als der Giro? Das kannst du als DER Fachmann hier doch nicht ernsthaft meinen!?
Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, wo er das in #13 behauptet hätte.

Vom Gesamteindruck her gefiel mir die Tour auch dieses Jahr deutlich besser als der Giro (ich bin eher der Giro-Freund). Die Tour hatte einfach mal das selektivere Profil in der ersten Woche und es war (Achtung 5 Eur ins Phrasenschwein) für jeden was dabei. Die vielen Wechsel der Gelbträger, die Wahnsinnsleistung von Ala, die teils engen Abstände zwischen P2 und P6 , etc. etc. - Abwechslungsreiche und spannende Tour, wobei sich "Spannung" bei mir zumindest nicht nur auf das GK bezieht.

Wenn man die Tour nur aufgrund der Frage, wer sie gewinnt schaut, kann mans tatsächlich ja fast sein lassen.
 

pjotr

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Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, wo er das in #13 behauptet hätte.

Vom Gesamteindruck her gefiel mir die Tour auch dieses Jahr deutlich besser als der Giro (ich bin eher der Giro-Freund). Die Tour hatte einfach mal das selektivere Profil in der ersten Woche und es war (Achtung 5 Eur ins Phrasenschwein) für jeden was dabei. Die vielen Wechsel der Gelbträger, die Wahnsinnsleistung von Ala, die teils engen Abstände zwischen P2 und P6 , etc. etc. - Abwechslungsreiche und spannende Tour, wobei sich "Spannung" bei mir zumindest nicht nur auf das GK bezieht.

Wenn man die Tour nur aufgrund der Frage, wer sie gewinnt schaut, kann mans tatsächlich ja fast sein lassen.
Du sprichst mir aus der Seele.
Man kann natürlich eine Rundfahrt primär danach beurteilen, ob einem der Sieger oder dessen Team in den Kram passen. Die eigenen Ressentiments zum alleinigen Bewertungsmaßstab zu machen ist aber irgendwie doof.

Zur Tour: Es besteht unter vielen Beobachtern Einigkeit, dass die diesjährige Tour einer der besten der letzten Jahrzehnte war. Gelegentlich wird sogar der Vergleich zur Tour 1989 gezogen, eine Ausgabe die manchmal als die beste Tour der der Nachkriegszeit angesehen wird (und nicht allein wegen 8Sec-Differenz in Paris). JA hat eine brilliante Leistung abgeliefert, allein schon wie er auf der dritten Etappe in gelbe Trikot fuhr, mit Ansage, jeder wusste, dass er angreifen würde (Matt White hat im Interview auf die Frage, eines Reporters, ob die Etappe Alaphilipe beonders gelegen habe geantworet, Alaphilipe habe die Route geplant :D ) trotzdem konnte niemand mit ihm mitfahren. Neben dem Ineos Duo, dessen Wettbewerb untereinander maßgeblich zu Geschichte und Unterhaltungswert dieser Tour beigetragen hat, nach der Bergankunft an Planche und dem TT sah Bernal keineswegs wie der sichere Sieger aus aus, - war außerdem Pinot bis zu seinem Ausfall in Schlagdistanz zum Gesamtsieg, trotz oder sogar eher wegen (!) seines Zeitverlusts auf der Windkante nach Albi. Durch die dort verlorenen Sekunden hatte er einen "Rucksack", gegen das er kämpfen konnte. Wer weiß, ob es ohne diesen "Rucksack" zu dem Sieg auf der mitreißenden Etappe zum Tourmalet gekommen wäre?

Ich gehöre auch zu denjenigen, die am Giro in den letzten Jahren oft mehr Spass hatten, als an der Tour. In diesem Jahr hatte der Grio aber mehrere Schwächen. Die größte war wie oben schon angedeutet, die Strecke in den ersten eineinhalb Wochen, abgesehen von den TTs eine ziemlich zähe Geschichte. Dabei hat der Grio in früheren Ausgaben schon mehrfach bewiesen, dass man neben den zwingend notwendigen Flachetappen auch schon früh Bergetappen in den Kurs einer Rundfahrt bauen kann, ohne dass darunter die Spannung leidet (Etappen zum Etna und Blockhaus z.b.)
Zum Sieger Carapaz ist anzumereken, dass der letztlich zu einem Gutteil davon profitiert hat, dass sich die beiden Hauptfavoriten Nibali und Roglic taktisch verzockt hatten, indem sie sich zu stark gegenseitig markiert haben und ihn zweimal fahren ließen. Später hatten sie dann einfach nicht mehr die Beine, um eine Korrektur herbeizuführen. Bei Nibali war dabei klar erkennbar, das er über den körperlichen Zenit seiner Möglichkeiten altersbedingt einfach hinweg ist und bei Roglic hatte man den Eindruck, dass sein Saisonaufbau zu einem zu frühen Peak geführt hatte, und er als im Giro drauf ankam, nicht mehr zusetzen konnte. Das alles schmälert den Sieg von Carapaz nicht, es war eben nur nicht der dramatische Großkampf ums GC bis zum letzten Tag - trotz des abschließenden TTs. (Ich behauptete auch, dass es für Carapaz eine große Herausforderung sein wird, eine weitere GT zu gewinnen, nochmal wird man ihn nicht einfach wegfahren lassen.)

Zurück zur Spanienrundfahrt: Die hat sich in den letzten Jahren durchaus positiv entwickelt, das sie per se für gute Unterhaltung bekannt wäre, kann ich aber nicht sehen. Vor noch nicht allzulanger Zeit war die Spanienrundfahrt nicht mehr als die inoffiziellen spanischen Meisterschaften im Bergauf-Sprint , mit ein paar Internationalen Gästen, die ihre Saison retten wollten und/oder unbedingt noch ein neuen Vertrag für das nächste Jahr brauchten.
Schauin wir mal wie es in diesem Jahr wird.
 

Alu-Renner

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Schön zusammengefasst und gut auf den Punkt gebracht.
Ich persönlich hätte mir dieses Jahr bei der Tour noch ein zweites, flacheres EZF gewünscht. Die Route war doch schon arg für Pinot und Bardet "optimiert".
Ich gehe auch in diesem Jahr davon aus, dass die Vuelta im Vergleich mit der Tour und dem Giro nicht mithalten kann. Aber warten wir mal ab, wer überhaupt am Start stehen wird.
 

pjotr

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Schön zusammengefasst und gut auf den Punkt gebracht.
Ich persönlich hätte mir dieses Jahr bei der Tour noch ein zweites, flacheres EZF gewünscht. Die Route war doch schon arg für Pinot und Bardet "optimiert".
Ich gehe auch in diesem Jahr davon aus, dass die Vuelta im Vergleich mit der Tour und dem Giro nicht mithalten kann. Aber warten wir mal ab, wer überhaupt am Start stehen wird.
Mir hat ein zweites Zeitfahren auch gefehlt. Die Tatsache, dass die Strecke im Hinblick auf die französischen Kletterer so berglastig ausgelegt war, hat letztlich mit dazu beigetragen, dass auf der letzten Etappe der einzige Franzose mit einer reellen Chance aufs Podiuim, auf Platz 5 zurückfiel. Da sollte Herr Prudhomme mal drüber nachdenken, wenn er wieder so eine Strecke plant ...
 
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