• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Verhalten nach einem Radunfall im Training

Ich bin mir nicht sicher ob mein cube agree c62 slx aus 2026 so eine lenkerbegrenzung hat. Fakt ist aber das ich den Lenker jetzt wie am gravel bewegen kann, dass meine ich war vorher nicht so.

Ist das gefährlich bzw. Kann da was passieren?
Die Züge bzw. Bremsleitungen werden eventuell gedehnt, wenn sie auf die Lenkbegrenzung hin ausgelegt waren. Und der Lenker stößt eventuell an das Oberrohr.
 

Anzeige

Re: Verhalten nach einem Radunfall im Training
Ich gäb' was drum, wenn mein Cube keine f...ing Lenkbregrenzung hätte, kann man die einfach rausbrechen? 😁
 
Die Züge bzw. Bremsleitungen werden eventuell gedehnt, wenn sie auf die Lenkbegrenzung hin ausgelegt waren. Und der Lenker stößt eventuell an das Oberrohr.
Also der Lenker stößt nirgends an, das habe ich beim Transport getestet und die Bremse funktioniert auch normal.
 
Bei meinem damaligen Unfall wurde vom Unfallgegner/Verursacher und seinem Anwalt erstmal ALLES in Frage gestellt was so möglich war:

  • Spiegel zur Einsicht auf kreuzenden Rad/Fussweg sollten laut ihm vor Gericht anscheinend gar nicht dagewesen sein (da ist auch der Richter mMn etwas hochgegangen)
  • GPS Geschwindigkeit vom Wahoo Geschwindigkeitsdiagramm wurde infragegestellt!!!
desweiteren ja auch die pauschalisierung vom Gegnerischen Anwalt gegen mich:"ich wäre ja mit Rennrad unterwegs gewesen und Widerrechtlich auf Fussgägerweg GERAST" (wobei der Fussweg ja auch ein gemeinsamer Rad/Fussweg war/immer noch ist)
  • Klamotten sollte nur Zeitwert zählen (Rechnungsdatum 5 Wo. & tatsichlich erst 2x getragen&gewaschen )
  • Ausfallzeit wegen Werkstatt gibt es nicht bei Sportfahrrad, hätte ja auch mein Auto um zur Arbeit zu kommen (wurde trotzdem über Schmerzensgeldhöhe geregelt)
  • Kratzer bei den Teilen wie Schaltung etc gebe es keine genaue Geldregelung wie bei zb Autounfall wo jeder zb Spiegelkratzer vom Sachverständigen via Neuteil/Kratzer wegschmirgeln&Neu Lackieren berechenbar ist
also entweder echt kaputt&unbrauchbar oder durch kratzer oÄ nicht mehr als Benutzbar geltend gemacht
  • Kratzer an Brille & Helm wurden als "wohl schon da durch Benutzung" infragegestellt, aber durch Anwalt & Richter ordentlich als Neupreis bewertet
  • Kratzer am Rahmen beim Rad gebe es auch keinen Sachverständigenschadensliste wie Auto wo man Schadenswert berechnen kann; wurde über Schadensersatzwert geregelt
  • auch weil es damals bei Coronazeit unverhältnismäßig lange in der Werkstatt stand und auf Teile wartete, konnte man Nutzungsausfall nicht so in Rechnung setzen wie zB beim Auto, und mein Auto war ja eh das hauptfahrzeug; einzig als NUR auf ein Fahrrad angewiesener wäre vielleicht ein Ersatzfahrrad (also wahrscheinlich preismäßig für gegenversicherung OK gewesen das man ein neues rad zum Ersatz kauft: laut Anwalt aber dann eben nur Stadt/Touringbike und kein Rennrad)

wie gesagt, bei Unfällen mit Rennrad ist noch lange nix so geregelt wie bei Unfall mit Auto
 
Ich bin mir nicht sicher ob mein cube agree c62 slx aus 2026 so eine lenkerbegrenzung hat. Fakt ist aber das ich den Lenker jetzt wie am gravel bewegen kann, dass meine ich war vorher nicht so.

Ist das gefährlich bzw. Kann da was passieren?

Ich hatte mir letzten Dezember beim CUBE Store ein Agree C62 Pro 2026 angeschaut und probegefahren. Da war ein Lenkanschlag drin.
Ich würde tippen daß die komplette Agree-Serie so ist, evtl lieg ich mit der Annahme aber falsch.
 
Würde ich zerlegen und abklären. Wenn da was abgebrochen ist ind drin liege und sich irgendwann verkeilt, liegst du wieder auf der Nase.
Dann hat sich aber 100 pro auch die Lagerschale verdreht.

Wie gesagt:
Laufräder sind saustabil, wenn du gerade auf ein Hinderniss prallst. Vorher verbiegt die Gabel.
 
Vor etwa 1,5 Jahren ist mir auch ein Auto vors Rad gefahren.
Der Rahmen hat nahezu die komplette Energie geschluckt, kam selbst auf der Motorhaube recht sanft zum liegen.

Bei Alu sah das danach so aus.
5348.jpg


Der Fahrer und Verursacher war einsichtig, hat sich entschuldigt da er unachtsam war.
Seine Versicherung hat den Schaden übernommen. Zeitwert 320€ bezahlt.

Wie bekommt man den Kopf wieder fit? ich habe keine Angst vorm radfahrer, wüsste aber nicht, was ich beim nächsten Mal anders machen soll und das verunsichert mich.
Obwohl der Fall klar war, war mir dass eine Lehre dass es gar nichts bringt im Recht zu sein, wenn man dabei über den Haufen gefahren wird.

Fahre seitdem deutlich defensiver innerorts. An Kreuzungen nehm ich, wenn es unübersichtlich ist im Zweifel Tempo raus. (Auch bei Vorfahrt)
Seitdem alles tutti.
 
Vor etwa 1,5 Jahren ist mir auch ein Auto vors Rad gefahren.
Der Rahmen hat nahezu die komplette Energie geschluckt, kam selbst auf der Motorhaube recht sanft zum liegen.

Bei Alu sah das danach so aus.
Anhang anzeigen 1778764

Der Fahrer und Verursacher war einsichtig, hat sich entschuldigt da er unachtsam war.
Seine Versicherung hat den Schaden übernommen. Zeitwert 320€ bezahlt.


Obwohl der Fall klar war, war mir dass eine Lehre dass es gar nichts bringt im Recht zu sein, wenn man dabei über den Haufen gefahren wird.

Fahre seitdem deutlich defensiver innerorts. An Kreuzungen nehm ich, wenn es unübersichtlich ist im Zweifel Tempo raus. (Auch bei Vorfahrt)
Seitdem alles tutti.
Ja das mit den Kreuzungen oder unübersichtlichen Stellen kann 1:1 unterschreiben.
 
Vor etwa 1,5 Jahren ist mir auch ein Auto vors Rad gefahren.
Der Rahmen hat nahezu die komplette Energie geschluckt, kam selbst auf der Motorhaube recht sanft zum liegen.

Bei Alu sah das danach so aus.
Anhang anzeigen 1778764

Der Fahrer und Verursacher war einsichtig, hat sich entschuldigt da er unachtsam war.
Seine Versicherung hat den Schaden übernommen. Zeitwert 320€ bezahlt.


Obwohl der Fall klar war, war mir dass eine Lehre dass es gar nichts bringt im Recht zu sein, wenn man dabei über den Haufen gefahren wird.

Fahre seitdem deutlich defensiver innerorts. An Kreuzungen nehm ich, wenn es unübersichtlich ist im Zweifel Tempo raus. (Auch bei Vorfahrt)
Seitdem alles tutti.
Gute Gabel. :daumen:Carbonschaft?
Da war das Körpergewicht auf dem Rad, oder? Also nicht nur das Rad gegen ein Hindernis.
Das ist ja die Tücke - das Vorderrad ist wahrscheinlich ok. Oder zumindest ohne großartige 8.
Vorderrad ist ok - kann nicht so schlimm sein. Ja doch.

Das Krasseste was ich gesehen hab war ein abgebrochener Carbonschaft, der das Steuerrohr durchstoßen hat. :oops:
 
Mir ist vor knapp 2 Jahren was ähnliches passiert, da ist ein (älteres) Kind völlig unvermittelt auf die Fahrbahn gerannt, ohne zu schauen. Keine Chance... hat uns beiden eine Freifahrt in die Uniklinik beschert, ist aber zum Glück gut ausgegangen.
Die ersten Monate danach hatte ich immer ein mulmiges Gefühl und bin weit weg vom Straßenrand gefahren, nicht nur an Ausfahrten (Tankstellen!), Kreuzungen usw... sondern eben überall, wo vielleicht jemand was dummes anstellen könnte. Überall wo Personen am Rand waren, Tiere usw...
Naja, am Ende muss ich sagen, es geht mit der Zeit langsam weg. Ich fahre immer noch vorsichtiger (schadet nie), aber das Gefühl ist nicht mehr so präsent.
Wir müssen uns halt auch bewusst sein, dass wir im öffentlichen Raum keine Rennen fahren dürfen und sollen. Wir können unserem Sport nachgehen, aber müssen auch immer auf andere achten (unabhängig davon, wer genau jetzt etwas falsch macht).

Achja: Den Schaden habe ich selber bezahlt, die Eltern können das Kind ja nicht anleinen (Haftpflicht war keine vorhanden) und das Kind kann per Definition nicht schuld sein. Selber bezahlen ist dann immerhin eine stressfreie Lösung.
 
Gute Gabel. :daumen:Carbonschaft?
Da war das Körpergewicht auf dem Rad, oder? Also nicht nur das Rad gegen ein Hindernis.
Das ist ja die Tücke - das Vorderrad ist wahrscheinlich ok. Oder zumindest ohne großartige 8.
Vorderrad ist ok - kann nicht so schlimm sein. Ja doch.
Der Schaft der Gabel war aus Alu.
Gemütlich mit 82kg aufm Rad gesessen, Aufprall wohl mit 25-28km/h gegen ein Fahrzeug, rechte Seite höhe Kotflügel.

Nachdem der Rahmen dann gestaucht war, bin ich unfreiwillig über den Lenker abgestiegen.

Bei der vorderen Felge war an einer Speiche etwas vom Alu gerissen. (Als von der Felge selbst)
 
Das Bekloppte ist ja, dass diese Einstellung in vielen Köpfen normal ist, ob im Auto oder auf dem Fahrrad:

Mir ist vor knapp 2 Jahren was ähnliches passiert, da ist ein (älteres) Kind völlig unvermittelt auf die Fahrbahn gerannt, ohne zu schauen. Keine Chance...

Man "darf" 50 fahren, und wenn dann was davor rennt, ja was soll man denn machen?

Dabei ist das hier eigentlich nichts "Traumatisches", wie Du es fast beschreibst, sondern das, wie man eigentlich immer fahren müsste:

Die ersten Monate danach hatte ich immer ein mulmiges Gefühl und bin weit weg vom Straßenrand gefahren, nicht nur an Ausfahrten (Tankstellen!), Kreuzungen usw... sondern eben überall, wo vielleicht jemand was dummes anstellen könnte. Überall wo Personen am Rand waren, Tiere usw...

Das ist jetzt kein Angriff gegen Dich oder eine Schuldzuweisung, denn die Wenigsten, auch ich, können sich davon frei machen frei machen, "gern schnell" zu bleiben, gerade mit dem Rad. Man fährt eigentlich viel zu sehr mit der Einstellung, dass andere schon keinen Fehler machen. Meinen Tacho starte/stoppe ich aber zum Beispiel außerhalb meines Wohngebietes, auf der Ausfallstraße, um nicht in der Siedlung schon/noch das Gefühl zu haben, irgendwelche Wattwerte oder Schnitte halten oder aufrunden zu wollen. Da rollere ich dann wirklich nur so mi 15-20 Km/h vor mir hin.
 
Achja: Den Schaden habe ich selber bezahlt, die Eltern können das Kind ja nicht anleinen (Haftpflicht war keine vorhanden) und das Kind kann per Definition nicht schuld sein. Selber bezahlen ist dann immerhin eine stressfreie Lösung.
Da hilft nur eine Haftpflicht mit dem Zusatz, bei Ausfall einer gegnerischen Haftpflicht den eigenen Schaden abzudecken. Die wird natürlich versuchen, sich das Geld beim Unfallgegner zu holen, wenn es möglich ist.
 
Da hilft nur eine Haftpflicht mit dem Zusatz, bei Ausfall einer gegnerischen Haftpflicht den eigenen Schaden abzudecken. Die wird natürlich versuchen, sich das Geld beim Unfallgegner zu holen, wenn es möglich ist.
Die springt aber nur ein, wenn der Gegner juristisch in der Haftung wäre, aber ausfällt, oder vielleicht nicht ermittelbar ist. Hier ist ein Kind zwar Schuld, aber nicht haftbar im rechtlichen Sinne (wg. Deliktunfähigkeit), also keine Haftung. Da gibt es dann manchmal noch wieder Zusatz-Optionen, "Ausfalldeckung bei deliktunfähigen Personen", aber das ist nochmal wieder spezieller.
 
Mir ist vor knapp 2 Jahren was ähnliches passiert, da ist ein (älteres) Kind völlig unvermittelt auf die Fahrbahn gerannt, ohne zu schauen. Keine Chance... hat uns beiden eine Freifahrt in die Uniklinik beschert, ist aber zum Glück gut ausgegangen.
Kannste noch selber von Glück sagen, dass auch dem Kind nix passiert ist - hätte uU blöd für Dich ausgehen können. Einfach froh und erleichtert sein - einem Kind bleibende Schäden zuzufügen - auch wenn komplett unschuldig - wäre ne Belastung, die echt niemand braucht.
Ich kenne ja die Situation nicht, ich will Dir da auch nix unterschieben. Aber wenn man mit einem Kind kollidiert, ist man nicht so gefahren, dass man das hätte vermeiden können. Bzw. steht da die Frage im Raum, warum hast Du nicht mit unvorhersehbarem Verhalten gerechnet? (Antwort: Weil man nicht mit allem rechnen kann, schon klar.). Worauf ich hinaus will: Jeder hat andere Schwellwerte, ab welcher Wahrscheinlichkeit man seine Geschwindigkeit/Fahrtrichtung ändert. Und so ein Unfall ändert die idR.

Die ersten Monate danach hatte ich immer ein mulmiges Gefühl und bin weit weg vom Straßenrand gefahren, nicht nur an Ausfahrten (Tankstellen!), Kreuzungen usw... sondern eben überall, wo vielleicht jemand was dummes anstellen könnte. Überall wo Personen am Rand waren, Tiere usw...
Naja, am Ende muss ich sagen, es geht mit der Zeit langsam weg. Ich fahre immer noch vorsichtiger (schadet nie), aber das Gefühl ist nicht mehr so präsent.
Das meinte ich oben. Ich glaube, das ist gar nicht so verkehrt, etwas vorsichtiger - oder sagen wir: risikobewusster - zu fahren.
 
Ich will das Thema hier gar nicht wieder aufmachen, hätte es vll auch gar nicht schreiben sollen... aber ich denke wir meinen das gleiche, wie ich auch oben geschrieben habe: Es ist öffentlicher Raum und es gilt die gegenseitige Rücksichtsnahme, was wiederum heißt, immer gut aufpassen.

In meinem speziellen Fall war es eine Situation, in der ich auch jetzt nicht wirklich anders fahre. Und wer sagt, er würde es tun, ist glaube ich nicht ganz ehrlich. Weil schlicht und ergreifend nichts darauf hingedeutet hat. Breite, mehrspurige Straße. Schnurgeradeaus. Autos, die mit 50 da lang gefahren sind. Ich bin nicht nah am rechten Rand gefahren. Absichtlich, weil eben Personen am Rand waren, Keine Kinder auf beiden Seiten, die irgendwie interagiert haben. Das Kind stand direkt neben der Mutter, lief nicht auf die Straße zu oder irgendwas. Hände am Unterlenker, Finger am Bremsgriff. Kind ist aus dem Stand losgesprintet.
Vll hätte man den Zusammenstoß vermeiden können, wenn man 15 km/h gefahren wäre. Aber auch nur bei mind. 2 m Abstand zum Bürgersteig. Und auch nur vielleicht... und dann muss man IMMER so fahren, weil immer irgendwo was passieren kann.
Ehrlicherweise war ich primär froh, dass ich nicht in (m)einem Auto gesessen habe!
 
Es gibt Situation denen ist man einfach ausgeliefert ob man will oder nicht. Ich habe am Samstag einen longride gemacht und war sehr umsichtig in der Stadt unterwegs.

Wäre ich bei zwei Situationen etwas langsamer gewesen hätte es gekracht und ich hätte nichts dagegen tun können. Weil schlicht die Autos so aus den Einfahrten geschossen gekommen sind ohne zu schauen.
 
Zurück