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Kleines 1x1 der Nachtruhe im Straßengraben

Wie hälst du's ab 600 km mit dem Schlafgemach?

  • Volles Programm: Isomatte, Schlafsack, Biwaksack

    Stimmen: 2 5,7%
  • Hauptsache weich & trocken: Isomatte, Biwaksack, kein Schlafsack

    Stimmen: 0 0,0%
  • Hauptsache warm & trocken: Schlafsack, Biwacksack, keine Isomatte

    Stimmen: 2 5,7%
  • Hauptsache warm & weich: Schlafsack, Isomatte, kein Biwacksack

    Stimmen: 6 17,1%
  • Je unbequemer der Schlaf, desto eher geht's weiter: Rettungsdecke only

    Stimmen: 9 25,7%
  • Gar nix dabei… aber ich erkenne die Teppiche führender Kreditinstitute am Geruch!

    Stimmen: 8 22,9%
  • Gemachtes Bett, Dusche und Wellness-Bereich… ich schlafe im Hotel!

    Stimmen: 8 22,9%

  • Umfrageteilnehmer
    35

h20

Sofa ist NIE eine Alternative
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Ne, je nach geographischer Ausrichtung brauchst du nur sehr wenige Kontrollpunkte, beim 600er der Ostfalen wares es 7-8, so erinnere ich mich.
 

Goradzilla

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ich finde, die Kontrollzeiten sollten abgeschafft werden.
Finde ich ja auch, aber ich kann's mir eben nicht aussuchen ;)

Bei den zu vielen anderen Themen reichhaltig kommunizierenden US-Randonneuren findet man zu dem Thema auch praktisch nix: Da wird wohl meist organisiert irgendwo geschlafen. Und wenn das in der Mitte ist, kann es mit den Kontrollzeiten ja eigentlich nicht so streng gehandhabt werden.

Ist das bei den kurzen auch so?
Aus meiner, hüstel, reichhaltigen Erfahrung mit den 200km: Kommt drauf an. Ich hatte jetzt einmal mit nur einer Kontrolle unterwegs und einmal mit deren drei. Dazu im pandemiegeplagten Vorjahr mal 200 ohne Mitfahrer, da gab es auch nur eine digitale Kontrolle unterwegs. Autark dein Tempo fahren wäre aber immer gegangen, auch bei denen mit anderen Leuten.
 

Dr.Ücker

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Gibt es jemanden, der wie ich (im Sommer) nur mit Daunenjacke losfährt und dann auf ein geschütztes Plätzchen für den Powernap hofft? Vorteil: Die Jacke kann man auch schnell mal anziehen, während man bibbernd am Nachtschalter der Tanke steht.
 

Renn-Andreas

Aufrecht oder liegend, das ist hier die Frage!
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Einmal darf man doch überziehen, wenn man in der folgenden Kontrolle wieder in der Zeit ist.
Das ist eine Sonderregel für PBP.

Gibt's dann auf nem 600er auch 18 Kontrollen wie bei einem Superrandonee, bloß mit vorgegebenen Zeiten und Besetzung?
Die Anzahl der Kontrollen legt der Organisator so fest, dass Du nicht abkürzen kannst. Theoretisch ist also jeder Brevet mit nur einer Kontrolle möglich. So etwas gibt es natürlich extrem selten, aber es kommt vor.

Vom Organisator bemannt sind Kontrollen ganz selten. Oft sind es Tankstellen oder Imbisse, wo natürlich jemand ist. In einsamen Gegenden oder bei sehr langen Kontrollzeiten (zum Ende eines 600ers z.B.) auch mal Stempe-Automaten am Bahnhof.

Ich finde es gut, wenn Brevets so organisiert sind, dass man an jeder Kontrolle auch etwas essen kann. Das vermeidet doppelte Stopps. In Österreich habe ich das erlebt, sehr angenehm. In Kiel waren es fast nur Tankstellen, wodurch ich in manchen Orten zwei Mal gehalten habe.

Grüße
Andreas
 

Velopflanzer

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Gibt es jemanden, der wie ich (im Sommer) nur mit Daunenjacke losfährt und dann auf ein geschütztes Plätzchen für den Powernap hofft?
Ja, wobei es keine Daunenjacke ist, sondern die normale Regenjacke. Nach 15 bis 20 Minuten war mir kalt und ich wurde wach und fuhr weiter. Im EC-Hotel war es etwas länger. Liegt aber in erster Linie daran, dass ich einfach zu langsam fahre, um längere Zeit schlafen zu können ;)
 

sickgirl

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Bin in Ungarn mal einen 1000er gefahren, in der Halbzeit war die Kontrolle ein Gasthaus wo Der Organisator mehrer Zimmer gemietet hat. Dort gab es auch einen Gepäckservice.

Schön Duschen, frische Klamotten und ein richtiges Bett. Leider lag die Kontrolle danach nur 50 km entfernt und es war dann knapp in der Zeit. Bei der übernächsten Kontrolle hatte ich dann wieder drei Stunden plus. Die hätte ich lieber in dem Gasthaus verbracht.
 

Raynec

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Gibt es jemanden, der wie ich (im Sommer) nur mit Daunenjacke losfährt und dann auf ein geschütztes Plätzchen für den Powernap hofft? Vorteil: Die Jacke kann man auch schnell mal anziehen, während man bibbernd am Nachtschalter der Tanke steht.
So ähnlich mache ich es auch. Entweder EC Hotel oder frühmorgens in der Sonne auf einer Bank.
Beim 400er jetzt, habe ich morgens eine Stunde in der ersten Sonne geschlafen und dann nachmittags nochmals 30 min im Schatten.
Beim 1000er damals sind wir in EC Hotels gewesen und es war immer sehr bequem und warm.
Vorteil wenig Gepäck, Nachteil ist, dass man mit einem zusätzlichen Sommerschlafsack noch flexibler wäre, falls man im ländlichen Gebiet unterwegs ist.
 

Zeelandmichel

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Da ich alles mit einer großen Lenkertasche fahre, muss ich mich auf EC und die Rettungsdecke beschränken. EC eröffnet zahlreiche Alternativen, ich blieb allerdings bisher standhaft. 😂
Irgendwas findet sich immer, Bushaltestellen, offene Garagen, das Entree eines Altenheims, McD reicht auch für einen powernap.
Bin selbst kein 600km Fahrer :) aber die Freaks in meinem Umfeld gehen in Kirche oder Friedhof :eek:

Nein, sind keine Grufties, aber sagen was von Ruhe, frisches Wasser und sicher. An Bushaltestellen hat es nächtens immer wieder Ärger mit Saufgruppen gegeben.
 

Raynec

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Bin selbst kein 600km Fahrer :) aber die Freaks in meinem Umfeld gehen in Kirche oder Friedhof :eek:

Nein, sind keine Grufties, aber sagen was von Ruhe, frisches Wasser und sicher. An Bushaltestellen hat es nächtens immer wieder Ärger mit Saufgruppen gegeben.
Stimmt. Friedhof war ich auch schon. Eine himmlische Ruhe, sauberes WC und frisches Wasser. Was braucht man mehr....:)
 

ohaider

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Ich hab keine Brevet Erfahrung daher evtl. eine kleine Themaverfehlung...

Mein Setup ist für lange (Nacht) solo Fahrten optimiert. Da ich will ich immer die Option haben das ich mir eine schöne Nacht machen kann (egal ob Defekt/Regen/Knie). Für mich schon ein Vorteil da es einfach auch den Druck wegnimmt. On top kommt man auch mal zu doofen Zeiten am Zielort an und ich fürchte in vielen Orten braucht man nach 23:00 nicht mehr mit der Hotelsuche beginnen...

Matte: Sea2Summit UltraLigth Air (400g) (bisher erstaunlich robust und bequem)
Schlafsack: Sea2Summit Spark sp1 (370g)
Unterlage: Sea2Summit Nano Tarp Poncho (230g) (145x265cm) - Unterlage/Trap/Windschutz/Regenschutz über Schlafsack oder als Mantel anziehen

Macht genau 1kg für meinen Selenfrieden ;-)

Gruß
Olli
 

sibi

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Betrefflich EC-Hotels sollte man im Hinterkopf haben, das diese seit geraumer Zeit auch nicht mehr die sichersten sind. Stichwort Geldautomatensprengung via Gas.
Ich glaube, dass ein im Automatenraum vor sich hindösender Randonneur von den potentiellen Automatensprengern eher als abschreckende Bewachung empfunden wird.
 

Condor76

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Betrefflich EC-Hotels sollte man im Hinterkopf haben, das diese seit geraumer Zeit auch nicht mehr die sichersten sind. Stichwort Geldautomatensprengung via Gas.
Ich glaube, dass ein im Automatenraum vor sich hindösender Randonneur von den potentiellen Automatensprengern eher als abschreckende Bewachung empfunden wird.
Das Problem ist eher, dass man nachts in die meisten Banken nicht mehr rein kommt, dank den Automatensprengern.
 

Goradzilla

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Vielen Dank nochmal für die vielen Tipps und Gedanken! :daumen:

Falls es irgendwem was bringt und um das hier zu komplettieren – so ist es mir beim ersten Versuch ergangen:

Beim 600er im Emsland war es am Wochenende so weit. Wunderte ich mich am Start noch, ob das alles Menschen ohne Bedürfnisse sind, verstand ich bald, wieso die meisten fast nichts am Rad hatten. Das Brevet trägt ja auch den Titel "Die Acht von Lohne", weil es nach 300 km nochmal am Start entlang geht. Für mich hatte das als "Notausstieg" eine Rolle gespielt, falls ich nach der Hälfte fix und alle wäre… aber an die Option, dort im Auto Schlaf-, Wasch- und Wechselsachen zu deponieren, hatte ich gar nicht gedacht. Für mich wäre das auch gar nicht gegangen, weil ich vorher und nachher 15 km entfernt untergekommen war und mit dem Rad zum Start gefahren bin.
Was ich dabei hatte (in der erwähnten Arschrakete): Decathlon-Sommerschlafsack, Ultralite-Bivi statt Rettungsdecke, und als Neuerwerbung eine Uberlite Matte. Regensachen und Randonneurs-Badezimmer (halblange Zahnbürste, Sonnencreme, Anti-Mücke…) fanden da auch noch Platz.

Ich war alles andere als perfekt ausgeruht angereist und dafür dann wohl auch noch zu flott gestartet… zu verlockend, im Peloton durch Holland zu fliegen. Die Quittung bekomme ich schon bei Kilometer 150 bis 220 km in Form eines sehr dunklen, tiefen Tals, in dem einfach nichts mehr gut ist… da denke ich schon, ich hätte mir das mit dem Schlafzeug auch schenken können, weil ich es kaum noch nach Lohne zurück schaffe. Aber eine ordentliche Portion Frittjes, eine große Cola und ein netter Mitfahrer bringen mich wieder auf die richtige Bahn: In Lohne kommen wir zwar als gefühlt oder real letzte um kurz vor 23 Uhr an, aber mir geht's tatsächlich wieder gut und ich mache mich an die zweite Hälfte. Mein Mitstreiter haut sich allerdings hier aufs Ohr, also geht es nach einem Nudelteller allein in die Nacht.

Ich hatte mir vorher eine Hütte bei etwa 400 km ausgeguckt. Als mir dämmert (haha), dass es bei meiner Ankunft dort wohl schon hell sein würde, kommen mir daran etwas Zweifel. Wäre es nicht besser, noch im Dunkeln...? Als ich den Gipfel eines kleinen Anstiegs irgendwo bei Kilometer 355 erreiche und eigentlich nur zur Pinkelpause hinter einen Busche treten möchte, verbirgt sich dahinter eine Hütte. Ein Zeichen? Ich bin nicht sicher, ob ich müde genug bin, aber immerhin ist jetzt noch Nacht und die Fahrt sollte doch anstregend genug gewesen sein… ich breite mein Zeug aus, verzichte dank ausreichend isoliertem Holztisch und genannter Zweifel aber auf die neu erworbene Matte. Und kann nicht schlafen. Was nicht am harten Tisch liegt, sondern am Kopf… der will einfach noch nicht. Liegen ist natürlich trotzdem angenehm, aber nach einer knappen Stunde breche ich das Experiment ab und in den sich ankündigenden Tag auf.

Die Müdigkeit kommt nach der nächsten Kontrolle… und zwar genau dort, wo ich mir diese Hütte ausgeguckt hatte :rolleyes: Wieder nehme ich nur den Schlafsack, ohne Matte: Ich habe ja schon eine gute Stunde vertrödelt und will mir nun das Aufblasen/Einrollen sparen. Ich weiß nicht mehr, wie spät ich den Wecker stelle, aber ich schlafe sofort ein und werde nach ungefähr einer Stunde wieder wach. Das wird vielleicht nicht reichen, aber im Moment fühle ich mich gut.

Tag zwei wird schnell drückend warm, und im Teutoburger Wald gibt es nun auch ein paar Höhenmeter zu bezwingen. Irgendwann werde ich wieder langsam, und manchmal deutlich müde. Aber die Gegend ist mit vorbildlichen Bushaltesten mit Bank und Dach gesegnet: Drei (oder vier?) mal stelle ich mir den Wecker auf 15 Minuten, Cap ins Gesicht und Augen zu – das Schlafzeugs bleibt dazu natürlich in der Tasche. Immer bin ich vor dem Wecker wach, und immer bin ich danach sowohl im Kopf wieder klar als auch etwas flotter unterwegs. Insgesamt bin ich zwar irgendwann wieder so lahm wie während meines Tiefs am Vortag, aber jetzt bin ich sicher, dass ich es auf jeden Fall zu Ende fahren kann. Und so kommt es: Um 20:45 Uhr landet meine Brevetkarte im dazu vorgesehen Briefkasten… vermutlich als eine der letzten, vielleicht auch die letzte. Immerhin habe ich so noch einen ordentlichen Regenschauer kurz vor Schluss genießen dürfen :p

tl;dr – oder was habe ich gelernt:
  • "Schlafen wenn müde" ist der weitaus bessere Grundsatz als "Schlafen wenn dunkel / wenn gute Gelegenheit". Bei der Durchfahrt in Lohne habe ich das befolgt, bei der Überraschungs-Hütte leider nicht.
  • Ohne den Schlafsack hätte ich nachts und am frühen Morgen nirgends liegen wollen… und das war mit ca. 12 Grad keine kalte Nacht.
  • Hätte ich mir den Versuch an der plötzlich auftauchenden Hütte geschenkt, wäre ich eine Stunde eher an der geplanten Hütte gewesen… dann hätte ich die Matte benutzt und vielleicht länger geschlafen, was vielleicht für den ganzen Tag gereicht hätte.
  • Der kurze richtige Schlaf war aber kein Problem, weil die 10-Minuten-Nickerchen super funktioniert haben. Zweifel an meiner Fahrtüchtigkeit (im Sinne von Verkehrssicherheit) hatte ich zu keiner Zeit.
  • Die Uberlite kam nicht zum Einsatz, weil die Auf/Abbauzeit eine Hürde darstellt. Sie frisst aber kaum Platz/Gewicht und würde nochmal mitkommen… mit den gemachten Erfahrungen würde ich die Zeit halt dann nach ca. 400 km investieren oder wann immer die erste große Müdigkeit kommt.
 
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