pjotr
Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
@Multiradfahrer Wenn ich es richtig verstanden habe, ist das Phänomen, dass die Hf kaum über 90 % geht ein langfristiges? Bei mir ist das ähnlich, da passt der Hf-Verlauf auch nicht zu üblichen Annahmen und Empfehlungen. Die HF ist bei Intervallen, die man gemeinein als "VO5max-" oder "L5-Intervalle" bezeichnet, selten über 90 % der Hfmax. Ich habe Daten über mehr als 20 Jahre mit unterschiedlichen Trainingsregimen und Umfängen, die das zeigen - auch aus "Vor-PM-Zeiten". Früher kam ich zwar noch ein paar Schläge höher bei bestimmten Intervallen, z.B. 5*5min, da war aber auch die Hfmax noch höher, d.h., das Grundphänomen war da auch schon identisch. Die Hf geht bei mir auch am Ende von hart gefahrenen L4-Intervallen tendenziell weiter und länger nach oben, als über L5 oder IE - wohl durch die längere Belastungsdauer.
Das ganze Phänomen scheint der "Lehrbuchmeinung" entgegenzustehen, dass bei nahezu maximalen aeroben Belastungen das HKS der primär leistungslimitierende Faktor sei, denn, wenn trotz der hohen Belastung in solchen Intervallen die Hf nicht Richtung Maximum geht, drängt sich die Hypothese auf, dass der Limiter im System nicht im Transport von sauerstoffreichem Blut, sondern in dessen Verwertung, also auf der muskulären Seite (Kapillarisierung der Muskulatur, Enzymaktivität) liegt.
Man könnte das jetzt einfach unter "Jeder Jeck ist anders" verbuchen und vergessen. Falls die skizzierte Hypothese allerdings zutrifft, müsste sich das in der Trainingsstruktur niederschlagen. Dann würde die Relevanz von L5/VO2max/IE-Intervallen für die Leistungsentwicklung abnehmen und man müsste den Fokus stärker auf andere längere Intervalle verschieben.
To be discussed ....
Das ganze Phänomen scheint der "Lehrbuchmeinung" entgegenzustehen, dass bei nahezu maximalen aeroben Belastungen das HKS der primär leistungslimitierende Faktor sei, denn, wenn trotz der hohen Belastung in solchen Intervallen die Hf nicht Richtung Maximum geht, drängt sich die Hypothese auf, dass der Limiter im System nicht im Transport von sauerstoffreichem Blut, sondern in dessen Verwertung, also auf der muskulären Seite (Kapillarisierung der Muskulatur, Enzymaktivität) liegt.
Man könnte das jetzt einfach unter "Jeder Jeck ist anders" verbuchen und vergessen. Falls die skizzierte Hypothese allerdings zutrifft, müsste sich das in der Trainingsstruktur niederschlagen. Dann würde die Relevanz von L5/VO2max/IE-Intervallen für die Leistungsentwicklung abnehmen und man müsste den Fokus stärker auf andere längere Intervalle verschieben.
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