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Hilfe bei der Interpretation von Leistungsdiagnostik

Sehe ich das richtig, dass da was mit 4 Minuten 140% steht? 😁

Also keine Frage, dass er die 330 geschafft hat, aber allein das lässt auf den ersten Blick eher ne FTP von 285 statt 235 vermuten. 🙃
 
Ich hänge mich hier mal mit der Diagnostik eines Freundes dran:

Die Fragestellung ist - Ist das Testprotokoll sinnvoll/valide? Die Frage stellt sich, weil er sowohl mit einem 20 Minuten Test, als auch mit einem pVO2max-Test deutlich (!) bessere Ergebnisse erzielt hat, als hier bei der Diagnostik rauskamen und diese Ergebnisse auch eher zum "echten Leben" passen. Dazu irritiert MICH das Testprotokoll auch, weil ich es anders kenne und nicht wirklich nachvollziehen kann, was die da gemacht haben😅 Er überlegt dort eine erneute Diagnostik zu machen und ich tendiere dazu, ihm davon abzuraten. Leider haben wir keine Laktat-Werte...

2024: 20 Minuten-Test: 275w
2025: Laktattest: 235w
2026: pVO2Max-Test: 270w

Hier ist der Ausschnitt aus dem Testprotokoll von der Garmin-Aufzeichnung:

Anhang anzeigen 1754380

So wie mir das Testprotokoll beschrieben wurde, wird nach den Stufen 3x Laktat gemessen um zu gucken, ob es steigt oder sinkt. Ggf wurde auch VOR den späteren Stufen nochmal gemessen.

Ich verstehe 0 was die da gemacht haben und gehe davon aus, dass hier mehr gerechnet als gemessen wurde. Nach meinem Verständnis muss man für eine Bestimmung von LT1 und 2 Laktat kummulieren um zu sehen wo die Turning-Points liegen. Wenn man nach jeder "Stufe" aber erstmal wieder gezielt Laktat abbaut, funktioniert das irgendwie nicht - nach meinem Verständnis.

Die Auswertung habe ich unten angehängt. Die Grafiken sehen irgendwie nach Inscyd aus.
er ist heute einen "TTE-Test" gefahren, 1:11h hat er 260w durchgehalten😅 denke damit ist offensichtlich, dass die LD Kokolores war😂
 
Ich geb mal ein Update hier. Letzte Woche habe ich nochmal eine Spiro gemacht; damit habe ich jetzt Datenpunkte aus 4 aufeinanderfolgenden Jahren. Nachdem sich die Laktatkurve 2x je +25W schön nach rechts/unten verschoben hatte, musste ich 2026 jetzt leider einen kleinen Rückschritt verzeichnen: in allen Bereichen habe ich bestenfalls stagniert.
Dabei hatte ich eigentlich disziplinierter und regelmässiger trainiert, den Fokus stärker auf Z2 Training gelegt, Trittfrequenz bewusst hochgeschoben und anaerobe / hoch aerobe Einheiten reduziert. Jetzt überlege ich, welche Faktoren mich limitiert haben.
  • Volumen: Selbst in den „guten“ Monaten Okt-Dez kam ich nicht über 8,5h/Woche hinaus; Jan (harter Winter) und Feb (Skiurlaub) war dann mit knapp 7h drunter. Vermutlich ist das der Hauptgrund
  • Zielleistung: Vielleicht bin ich mit zu hoher Leistung gefahren. Ich hatte zum Dezember hin den Eindruck, dass bei gleicher gefühlter Anstrengung mehr Leistung herauskommt, und bin dann mit 210-220W gefahren. Fühlte sich aber immer noch sehr extrem locker an.
  • Regelmässigkeit im Winter: Stress im Job, schlechter Schlaf und sehr viel Eis haben im Januar Regelmässigkeit und Grundlage beeinträchtigt. Im Februar wurde es besser, da kam dann ne Woche Pause durch Skiurlaub rein. März war eigentlich richtig gut vom Volumen, aber da habe ich schon gemerkt, dass da der Wurm drin ist; HF war durchweg fast 10 Schläge höher, als sie sein sollte.

Ich habe zwar die ganze Zeit den Fokus auf Z2 gelegt, aber auch darauf geachtet, mich mindestens 1x pro Woche richtig auszubelasten. Aber eben nur 1 oder 2mal.

Jetzt grüble ich natürlich, warum das Ergebnis für mich so enttäuschend ist.
Mehr Volumen kann ich mit der derzeitigen Belastung (40h Job, Familie) nicht unterbringen.

Eine Frage hätte ich hierzu:
Fang mal mit 2x20' an. Das ist explizites Training zur Anhebung des LT1, also Deines GA Bereichs. Meiner Erfahrung nach bewirkt das einiges im Bereich Fettverbrennung. Ich würde hier auch mal mit 240W anfangen - steigern kann man immer noch.
Mit einem LT1 irgendwo zwischen 200 und 240W, ist es da sinnvoller, mit 180-200W und Intervallen auf 240W zu fahren, als einfach komplett 240W? Bin jetzt ne 5h Tour mit 230W Schnitt unterwegs gewesen - das war von der Energiemenge anstrengend, aber muskulär sehr locker. Sprich: was macht da den Effekt, ab und zu über/unter LT1 zu variieren, oder Gesamtdauer an/über LT1?

Zum steigern des GA Bereichs. Ja, man wird das schon merken wann man den anheben kann.
Ja, das dachte ich auch, hat aber irgendwie nicht so geklappt.
Puls / Gefühl können da bei der Steuerung helfen. Hier gilt aber viel hilft viel, intensiver hilft hier nicht mehr. Hört man nicht gerne wenn man nicht mehr Zeit fürs Training hat, aber die aerobe Kapazität nimmt bereits ab Belastungen von 4 Minuten Oberhand. Das ist also für jeden Ausdauersportler das wichtigste Tool.
Dann muss ich mich am Ende mit dem zufrieden geben, was ich in 8h/Woche herausholen kann.
Zur TF: Ich würde dem in Deinem Stadium nicht zu viel Bedeutung beimessen. Fahr in Deiner Wohlfühlkadenz. Klar 65 zu 100 ist extrem. Aber zwischen 70 und 90 machst Du zumindest beim GA Training einiges richtig.
Immerhin da habe ich mich überraschend leicht getan, in den Bereich um 90 herum zu kommen. Hat aber keinen messbaren Effekt gehabt bisher.

Ich habe zuletzt angefangen, wieder häufiger höhere Intensitäten zu fahren. Muas jetzt mal schauen, ob ich auf der gelegten „Grundlage“ jetzt noch etwas aufbauen kann, oder ob ich mein persönliches Maximum schon erreicht habe. Hatte eigentlich davon geträumt, die 4W/kg FTP zu knacken, aber da war ich letztes Jahr mit 3,8-3,9 W/kg näher dran.
 
Ich geb mal ein Update hier. Letzte Woche habe ich nochmal eine Spiro gemacht; damit habe ich jetzt Datenpunkte aus 4 aufeinanderfolgenden Jahren. Nachdem sich die Laktatkurve 2x je +25W schön nach rechts/unten verschoben hatte, musste ich 2026 jetzt leider einen kleinen Rückschritt verzeichnen: in allen Bereichen habe ich bestenfalls stagniert.
Dabei hatte ich eigentlich disziplinierter und regelmässiger trainiert, den Fokus stärker auf Z2 Training gelegt, Trittfrequenz bewusst hochgeschoben und anaerobe / hoch aerobe Einheiten reduziert. Jetzt überlege ich, welche Faktoren mich limitiert haben.
  • Volumen: Selbst in den „guten“ Monaten Okt-Dez kam ich nicht über 8,5h/Woche hinaus; Jan (harter Winter) und Feb (Skiurlaub) war dann mit knapp 7h drunter. Vermutlich ist das der Hauptgrund
  • Zielleistung: Vielleicht bin ich mit zu hoher Leistung gefahren. Ich hatte zum Dezember hin den Eindruck, dass bei gleicher gefühlter Anstrengung mehr Leistung herauskommt, und bin dann mit 210-220W gefahren. Fühlte sich aber immer noch sehr extrem locker an.
  • Regelmässigkeit im Winter: Stress im Job, schlechter Schlaf und sehr viel Eis haben im Januar Regelmässigkeit und Grundlage beeinträchtigt. Im Februar wurde es besser, da kam dann ne Woche Pause durch Skiurlaub rein. März war eigentlich richtig gut vom Volumen, aber da habe ich schon gemerkt, dass da der Wurm drin ist; HF war durchweg fast 10 Schläge höher, als sie sein sollte.

Ich habe zwar die ganze Zeit den Fokus auf Z2 gelegt, aber auch darauf geachtet, mich mindestens 1x pro Woche richtig auszubelasten. Aber eben nur 1 oder 2mal.

Jetzt grüble ich natürlich, warum das Ergebnis für mich so enttäuschend ist.
Mehr Volumen kann ich mit der derzeitigen Belastung (40h Job, Familie) nicht unterbringen.

Eine Frage hätte ich hierzu:

Mit einem LT1 irgendwo zwischen 200 und 240W, ist es da sinnvoller, mit 180-200W und Intervallen auf 240W zu fahren, als einfach komplett 240W? Bin jetzt ne 5h Tour mit 230W Schnitt unterwegs gewesen - das war von der Energiemenge anstrengend, aber muskulär sehr locker. Sprich: was macht da den Effekt, ab und zu über/unter LT1 zu variieren, oder Gesamtdauer an/über LT1?


Ja, das dachte ich auch, hat aber irgendwie nicht so geklappt.

Dann muss ich mich am Ende mit dem zufrieden geben, was ich in 8h/Woche herausholen kann.

Immerhin da habe ich mich überraschend leicht getan, in den Bereich um 90 herum zu kommen. Hat aber keinen messbaren Effekt gehabt bisher.

Ich habe zuletzt angefangen, wieder häufiger höhere Intensitäten zu fahren. Muas jetzt mal schauen, ob ich auf der gelegten „Grundlage“ jetzt noch etwas aufbauen kann, oder ob ich mein persönliches Maximum schon erreicht habe. Hatte eigentlich davon geträumt, die 4W/kg FTP zu knacken, aber da war ich letztes Jahr mit 3,8-3,9 W/kg näher dran.
Ich versuche es mal auf die Schnelle, da unterwegs, melde dich gerne nochmal, wenn ich mehr dazu sagen soll:
Im Schnitt (1-2) hoch aerobe / anaerobe Belastungen (eher 2 als 1) genügen definitiv um Elite zu fahren und für FTPs jenseits der 400W. Darum erstmal keinen Kopf machen
8 Stunden sind für hohes Volumen natürlich recht wenig. Da besteht bestimmt Potenzial.

LT1 eher in Intervallen, gerne 1-2x/Woche und pro Einheit recht viel davon.

Deine bisherigen Beschreibungen des Trainings klingen noch nicht nach Maximum, müsste ich mir aber detaillierter anschauen.
 
Dabei hatte ich eigentlich disziplinierter und regelmässiger trainiert, den Fokus stärker auf Z2 Training gelegt, Trittfrequenz bewusst hochgeschoben und anaerobe / hoch aerobe Einheiten reduziert. Jetzt überlege ich, welche Faktoren mich limitiert haben.

Du gibst Dir doch selbst die Antworten:

Dabei hatte ich eigentlich disziplinierter und regelmässiger trainiert, den Fokus stärker auf Z2 Training gelegt, .. hoch aerobe Einheiten reduziert ..
..mich mindestens 1x pro Woche richtig auszubelasten. Aber eben nur 1 oder 2mal.


Zu dem hier:

Immerhin da habe ich mich überraschend leicht getan, in den Bereich um 90 herum zu kommen. Hat aber keinen messbaren Effekt gehabt bisher.

Richtig messbar, relevant wird's eigentlich auch erst ab schwellen-nah und darüber. Wenn es wirklich darum geht, wieviel Sauerstoff und sonstiges Gedöns ich wie schnell durch die Beine befördere. Auf einer normalen Trainingsrunde komme ich so oder so ins Ziel, was will man da "messen"?
 
Im Schnitt (1-2) hoch aerobe / anaerobe Belastungen (eher 2 als 1) genügen definitiv um Elite zu fahren und für FTPs jenseits der 400W. Darum erstmal keinen Kopf machen
Da ich von „4x pro Woche Gas geben, dafür aber nur kurz“ komme, war das für mich schon „Neuland“ :D
8 Stunden sind für hohes Volumen natürlich recht wenig. Da besteht bestimmt Potenzial.
Nope. Ich weiss, da liegt der Hase im Pfeffer, wenn man über sinnvolle Anwendung von Zone 2 spricht. Ich fürchte fast, bei meinem Zeitbudget - und auch das verlangt der Familie schon einiges ab - fahre ich möglicherweise mit dem @Teutone ‘schen System besser. Und das wundert mich. So ganz dran glauben will ich noch nicht. Naja. Jetzt ist erstmal am Wochenende Stoneman Miriquidi MTB angesagt, Wetter soll ja schön werden. Und da werden wir ja direkt sehen, wie es mit der Grundlagenausdauer und dem Fettstoffwechsel bestellt ist.
Deine bisherigen Beschreibungen des Trainings klingen noch nicht nach Maximum, müsste ich mir aber detaillierter anschauen.
Volltreffer. ich mache zu selten wirkliche Intervalle; sowas hier (die weisse Linie liegt bei 330W, das entspricht grob der FTP. Bzw. momentan vermutlich FTP+10W):
IMG_7388.jpeg

treibt dem Trainer vermutlich die Tränen in die Augen, und kann eine 5x5 Einheit nicht ersetzen.
Als Beispiel für Zone2 ne hübsche Runde vom letzten WE. Lief sich ganz prima; im Grunde keine Pulsdrift für die ersten 2 Stunden; danach wurde es ruppig und bis 21% steil. Auf dem Rückweg war dann der Puls deutlich höher; muss aber auch sagen, dass ich das sehr „mager“ gefahren bin, da ist das schon in Ordnung. (Die 1000W nicht ernst nehmen, da bin ich irgendwo über nen Speedbump gesprungen und unsauber gelandet. Der einseitige PM registriert da nur sehr viel Druck auf dem Pedal und vielleicht dabei auch ne Bewegung).
 

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    IMG_7390.jpeg
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Ich geb mal ein Update hier. Letzte Woche habe ich nochmal eine Spiro gemacht; damit habe ich jetzt Datenpunkte aus 4 aufeinanderfolgenden Jahren. Nachdem sich die Laktatkurve 2x je +25W schön nach rechts/unten verschoben hatte, musste ich 2026 jetzt leider einen kleinen Rückschritt verzeichnen: in allen Bereichen habe ich bestenfalls stagniert.
Dabei hatte ich eigentlich disziplinierter und regelmässiger trainiert, den Fokus stärker auf Z2 Training gelegt, Trittfrequenz bewusst hochgeschoben und anaerobe / hoch aerobe Einheiten reduziert. Jetzt überlege ich, welche Faktoren mich limitiert haben.
  • Volumen: Selbst in den „guten“ Monaten Okt-Dez kam ich nicht über 8,5h/Woche hinaus; Jan (harter Winter) und Feb (Skiurlaub) war dann mit knapp 7h drunter. Vermutlich ist das der Hauptgrund
  • Zielleistung: Vielleicht bin ich mit zu hoher Leistung gefahren. Ich hatte zum Dezember hin den Eindruck, dass bei gleicher gefühlter Anstrengung mehr Leistung herauskommt, und bin dann mit 210-220W gefahren. Fühlte sich aber immer noch sehr extrem locker an.
  • Regelmässigkeit im Winter: Stress im Job, schlechter Schlaf und sehr viel Eis haben im Januar Regelmässigkeit und Grundlage beeinträchtigt. Im Februar wurde es besser, da kam dann ne Woche Pause durch Skiurlaub rein. März war eigentlich richtig gut vom Volumen, aber da habe ich schon gemerkt, dass da der Wurm drin ist; HF war durchweg fast 10 Schläge höher, als sie sein sollte.

Ich habe zwar die ganze Zeit den Fokus auf Z2 gelegt, aber auch darauf geachtet, mich mindestens 1x pro Woche richtig auszubelasten. Aber eben nur 1 oder 2mal.

Jetzt grüble ich natürlich, warum das Ergebnis für mich so enttäuschend ist.
Mehr Volumen kann ich mit der derzeitigen Belastung (40h Job, Familie) nicht unterbringen.

Eine Frage hätte ich hierzu:

Mit einem LT1 irgendwo zwischen 200 und 240W, ist es da sinnvoller, mit 180-200W und Intervallen auf 240W zu fahren, als einfach komplett 240W? Bin jetzt ne 5h Tour mit 230W Schnitt unterwegs gewesen - das war von der Energiemenge anstrengend, aber muskulär sehr locker. Sprich: was macht da den Effekt, ab und zu über/unter LT1 zu variieren, oder Gesamtdauer an/über LT1?


Ja, das dachte ich auch, hat aber irgendwie nicht so geklappt.

Dann muss ich mich am Ende mit dem zufrieden geben, was ich in 8h/Woche herausholen kann.

Immerhin da habe ich mich überraschend leicht getan, in den Bereich um 90 herum zu kommen. Hat aber keinen messbaren Effekt gehabt bisher.

Ich habe zuletzt angefangen, wieder häufiger höhere Intensitäten zu fahren. Muas jetzt mal schauen, ob ich auf der gelegten „Grundlage“ jetzt noch etwas aufbauen kann, oder ob ich mein persönliches Maximum schon erreicht habe. Hatte eigentlich davon geträumt, die 4W/kg FTP zu knacken, aber da war ich letztes Jahr mit 3,8-3,9 W/kg näher dran.
Was ist bezüglich Deiner Fettverbrennung rausgekommen, oder wurde diese nicht gemessen?

Sprich, gibt es da zumindest positive Effekte zu verzeichnen für time crunched Athleten in Hinblick auf den polarisierten Ansatz und Z2 🤔 🤷🏻‍♂️
 
Ja, mir kommt es immer mehr so vor, dass die Menschen, Foristi, sich verhalten, wie der Typ, der seiner Wetter-App (Studien mit "non-well-payed Probanden"..) mehr vertraut als dem Blick aus dem Fenster (auf seinen Körper), bei der Frage, ob's grad regnet. :rolleyes:

https://www.instagram.com/reel/C8XRKAvMT4C/?igsh=MXdvOGx0cGYxZHlsOQ==
Mir kommt's eher so vor, als würden immer mehr Menschen Wetter mit Klima verwechseln und anekdotische Evidenz mit Wissenschaft.
 
..und man selbst ist nunmal das Wetter, und das ist für einen meist relevanter. 🙃
 
Da sollte man wohl eher dem Typen vertrauen, der noch nie draußen war, aber immer genau weiß wie das Wetter ist - ach ja, den Rolladen hat er während seiner Wetter Prognose natürlich auch unten. :D :D

@Schnitzelzauber um das für Dich nochmal produktiv zu machen. Eine Mischung aus LIT-MIT-HIT ist immer sinnvoll. Die Anteile verschieben sich auch im Rahmen einer Saison. Zeitbudget und Trainingsinhalte müssen da natürlich ausgelotet werden. Alles andere halte ich für so falsch wie es nur falsch sein kann - dies hat auch nicht nur etwas mit Studien zu tun (wer Wissenschaft in der Form klein redet hat ja ohnehin in ernsthaften Diskussionen außerhalb des Internets keinen Platz), sondern auch mit praktischer Erfahrung auf allen Niveaus.

Wenn Du tiefer ins Gespräch über Möglichkeiten gehen möchtest, schicke mir eine PN, gerne können wir uns auch mal am Telefon austauschen (damit da kein Shitstorm von Unbeteiligten entsteht betone ich gleich: Natürlich vollkommen kostenlos und ohne jegliche kommerzielle Hintergedanken - ich bin mehr als ausgelastet).
 
Was ist bezüglich Deiner Fettverbrennung rausgekommen, oder wurde diese nicht gemessen?
Doch, leider. Bzw., RQ wurde gemessen. Gerade dort, wo ich mir was erhofft hatte, ist rein gar nichts passiert - im Bereich bis 210W alles gleich geblieben, wie im Jahr davor. Und das war der gute Part, denn darüber haben sich die Werte quasi um eine Stufe nach unten verschoben - im Prinzip bin ich letztes Jahr bei 270W mit dem RQ gefahren, den ich dieses Jahr bei 240W hatte (0,94).
Sprich, gibt es da zumindest positive Effekte zu verzeichnen für time crunched Athleten in Hinblick auf den polarisierten Ansatz und Z2 🤔 🤷🏻‍♂️
Nein, leider nicht. Ich hatte tatsächlich versucht, einen möglichst großen Fokus auf Grundlage unterhalb LT1 zu legen,und bin hochintensiv bzw. anaerob nur sehr dosiert gefahren. Zum Dezember hin bildete ich mir ein, meine Grundlage etwas intensiver fahren zu können, weil es mir einfach sehr leicht gefallen ist.
Ab Januar habe ich dann versucht, im Wochenrhythmus zwischen Low-, Mid-, und High Intensity zu wechseln. Ich hatte dann im März den Eindruck, mein Körper entwickelt sich rückwärts: Die Herzfrequenzen passten überhaupt nicht mehr zu den Leistungszonen. Wobei das alles auch mit sehr viel Belastung im Beruf und Privatleben einherging. Der März lief Radfahrumfangtechnisch eigentlich total prima, schönes Wetter, viel gefahren, berufliche Situation besser werdend, aber auch viel (erfolgreiche, aber anstrengende) Infektabwehr.

Tja, da macht man sich Gedanken und Konzepte, stellt das Training um und bums! kriegt so eine Quittung. Das war ein echter Tiefpunkt.

Naja, das witzige an Tiefpunkten ist ja, dass es nur bergauf gehen kann. Und seit der LD rauscht die „gefühlte Leistung“ nur so nach oben. Als wenn ich da Ballast abgeworfen oder die verkeimten Arterien mal so richtig durchgepustet hätte. So habe ich die gleiche 5h Tour innerhalb von 14 Tagen bei gleicher Geschwindigkeit mit knapp 10 Pulsschlägen weniger absolviert, und Anstiege fühlen sich irgendwie flacher an.
Jaaa jaaa, mach mal n CP Test und so. Mache ich jetzt erstmal nicht. Freitag steht der Miriquidi Stoneman MTB an, Davor geht es morgen früh nur mal kurz&knackig vollgas zur Arbeit und ab da Regeneration bis zum Start am Freitag früh um 5. Drückt mir mal die Daumen, dass wenigstens meine Verpflegungsstrategie aufgeht.
 
Ich hatte dann im März den Eindruck, mein Körper entwickelt sich rückwärts: Die Herzfrequenzen passten überhaupt nicht mehr zu den Leistungszonen.
Vielleicht einfach wirklich den dümmstmöglichen Zeitpunkt für eine Spiro erwischt? Versteckter Infekt? Klingt jedenfalls nicht nach belastbaren Zahlen so.
 
Vielleicht einfach wirklich den dümmstmöglichen Zeitpunkt für eine Spiro erwischt? Versteckter Infekt?
Dumm gelaufen einerseits, aber das wäre nur die halbe Wahrheit. Vielleicht auch zu früh.
Klingt jedenfalls nicht nach belastbaren Zahlen so.
Nun, die andere Hälfte der Wahrheit ist eben, dass die Spiro den tatsächlichen Zustand zu dem Zeitpunkt wiedergibt, und das war nicht nur Tagesform. Wäre ja für mich noch ok gewesen, das Maximum nicht mehr zu schaffen; aber gerade in dem Bereich um die LT1 herum Einbussen zu haben, das hat mich ganz schön erwischt. Und das lässt sich auch mit Tagesform nicht erklären.
Ich weiss noch nicht, was ich da für Schlüsse draus ziehen werde. Jetzt für den Sommer werde ich wohl einfach versuchen, etwas mehr mit höheren Intensitäten zu fahren - Schwelle oder VO2max. Und dann mal sehen, ob noch was rauszuquetschen ist.
 
Ich würde versuchen, mich da vom reinen Ergebnis in Zahlen etwas zu distanzieren.

Klar, mag etwas ernüchternd sein, aber der Körper und Training funktionieren halt anders. Würde eher darauf achten, was man selbst beeinflussen kann, was dann daraus wird, liegt oft nicht in der eigenen Hand und ist höchst individuell.

Eigene n=1 Erfahrung: mir persönlich haben berufsbedingt bei vergleichsweise wenig Volumen (~6h) vor allem LT1 Intervalle (bis zu 5x20) und MIT geholfen, meinen LT1 im Verhältnis zum LT2 von ~72% auf ~85% zu bringen, habe mich da stark am Plan von Hubschraubär orientiert und für mich selbst bisschen angepasst. Er hatte ja auch schon seine Hilfe angeboten.

Vielleicht ist ja das für dich auch ein guter Weg. Aber auch da: nur weil es bei mir funktioniert hat, muss das bei jemanden anderen nicht auch so laufen. Einen Versuch ists sicher wert.
 
Freitag steht der Miriquidi Stoneman MTB an, Davor geht es morgen früh nur mal kurz&knackig vollgas zur Arbeit und ab da Regeneration bis zum Start am Freitag früh um 5. Drückt mir mal die Daumen, dass wenigstens meine Verpflegungsstrategie aufgeht.
Kurzes Update: Der Stoneman lief ziemlich optimal, tolles Wetter, schöne Tour. Energieversorgung recht gut hinbekommen. Trotz früh im Jahr noch bei Tageslicht durchgekommen, mit dem letzten Sonnenstrahl am Ziel angekommen. Leistung prima, Puls ziemlich niedrig, was Garmin dazu veranlasst, meine VO2max Schätzung einen ganzen Punkt anzuheben. Und das alles nur gute 2 Wochen nach der verk*ckten LD. Möchte zu gern wissen, was da dazwischen passiert ist. Na egal, da es in die richtige Richtung geht, soll mir das erst einmal wurscht sein. :D
 
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