Und wieso? Eigentl. müsste es doch genau andersherum sein. Der "kleine" Mann muss sich für den Kleinwagen wirklich strecken, um ihn sich leisten zu können. Graf Koks hingegen lässt den kleinen Mann schuften, damit er Blümchen und Nuttenbrause überreicht bekommt, wenn sein Leasingobjekt zur Auslieferung bereitsteht.
Meine Erfahrungen was den Vertrieb von Fahrzeugen betrifft sind da andere.
Sowohl bei Volvo, bei Opel als auch bei Daihatsu haben die Kunden gleichermaßen Service und Aufmerksamkeit bekommen.
Das Blumensträußchen gab es sogar bei der Abholung eines Gebrauchtwagens, eben und gerade weil sich der Kunde für den Erwerb und den Unterhalt des Fahrzeugs oft genauso strecken muß.
Aber die Studentin oder der Auszubildende, die heute gerade mit Hilfe von Eltern und Großeltern einen Gebrauchten kaufen, kommen ja, wenn sie gut beraten und freundlich bedient werden gerne auch mal wieder, wenn sie ausgelernt haben und gut verdienen.
Was mir zum Beispiel auch passierte, war das ein älterer Mann mit seinem Sohn kam, um für sich ein neues Auto zu kaufen.
Kurze Zeit darauf kaufte sich auch der Sohn bei uns einen neuen Wagen.
Dann hat sich die Stunde, die man sich mal
länger Zeit genommen hat, oder der Blumenstrauß, der die Marge verkleinert hat, oder aber auch der Service, das Kundenfahrzeug zur Inspektion abzuholen und abends wieder zu bringen gelohnt.
Dafür macht man das alles. Für einen großen Stamm mit möglichst vielen zufriedenen Kunden.
Ein Extremfall aus meiner Zeit:
Nachmittags einen Neuwagen ausgeliefert.
Am nächsten Morgen: Der Kunde ruft an, weil der Wagen nicht mehr anspringt und er zur Arbeit muß. Also, alles stehen und liegen gelassen, Vorführwagen auf den Anhänger und schnell zum Kunden, meinen Vorführwagen dagelassen und Kundenauto mitgenommen.
Abends war das Auto instand gesetzt und ich konnte es ihm bringen, natürlich mit einer Entschuldigung und der technischen Erklärung warum und wieso das kam und das nun aber alles in Ordnung ist. Dafür musste ich aus einem anderen Neuwagen auf dem Hof das Ersatzteil ausbauen, weil leider nicht auf Lager. Aber so ein unverkauftes Auto kann warten, der Kunde nicht.
Im Gespräch bekam ich mit, daß die Frau des Kunden ebenfalls ein Auto für sich sucht, aber keinesfalls einen Neuwagen. Zu teuer. Ich machte ihr einen guten Kurs für meinen Vorführwagen und er hatte ihr wohl sowieso gefallen. Also habe ich, trotz dessen, das der Neuwagen des Kunden gleich am zweiten Tag nicht mehr anspringen wollte schon das nächste Auto verkauft.