Mich hat das überraschend stimmige Gesamtpaket und das grandiose Fahrerlebnis dieses kleinen Roadsters auf ganzer Linie überzeugt, seitdem ist mir dieses Auto prägend in absolut positiver Erinnerung geblieben.
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Angefangen beim völlig eigenständigen Design, das beschwingte Leichtigkeit und gute Laune vermittelt und für mich die lässige südländische Lebensart gekonnt transportiert. Andere waren mir seinerzeit zu wässrig oder zu streng dreinblickend

wie ein BMW Z3 beispielsweise mit seinem wohl unvermeidlichen Markengesicht. Aber da hat halt jeder andere Vorlieben.
Die Barchetta verkörpert (für mich) in optimaler Weise das, was ich mir unter einem Roadster vorstelle, eine kleine, leichte Fahrmaschine für die italienischen Momente im Leben.
Der gelungene Eindruck setzt sich im geschmackvoll und sorgfältig eingerichteten Innenraum fort, welcher durch seine Kleinheit schon eine gewisse Intimität zum dem Auto entstehen lässt, gleichzeitig aber auch für sehr überschaubare Transport und Nutzungsverhältnisse sorgt. In der Fahrzeugklasse würde ich das nicht mal als Nachteil werten wollen, schliesslich lädt es gar nicht erst zum mitführen von schnöden Alltagsballast ein. Für fahrende Kofferräume oder Lagerhallen auf Rädern sind andere zuständig.
Das Fahrerlebnis war ein unglaublich knackiges, spritzig und direkt mit unmittelbarer Rückmeldung von Strasse&Lenkung, begleitet von angenehm sonoren Auspuffsound bei offenem Verdeck. Ein Genuss für Autoaffine.
Bemerkenswert fand ich auch die überaus passende Auswahl des Triebwerks, einem 1.8er mit 131 PS als einzige Motorisierung. Für den Barchetta genau auf den Punkt, weniger wäre zu wenig, viel mehr tatsächlich aber auch irgendwie unpassend. Es würde in die lässig entspannte Art des Wagens schon wieder so einen verschwitzten Faktor reinbringen, den das Auto gar nicht nötig hat. Mit den 131 PS ist die kleine Kiste völlig angemessen und spassbringend unterwegs, mehr ist eigentlich nicht nötig.
Für das Aggregat gab es damals auch ein Turbo-Tuningkit von Novitec, das stramme 182 PS mobilisierte. Das war neben der Barchetta wohl eher für den Punto II HGT gedacht, bei dem derselbe Motor die Topmotorisierung darstellte oder für das Fiat Coupe, in dem sich die Maschine als 4 Zylinder Basismotorisierung wiederfand, dort aber nicht ganz so performte, wie die rasante Optik des Coupe`s versprach.
Naja, alles das löst bei mir eben bis heute einen gewissen "Haben wollen" Reflex aus, wenn ich mal einen sehe. Aber eher imaginär, denn irgend ein Nutzungsszenario für so ein Auto hätte ich derzeit nichtmal. Und ob das real heute auch noch so prickelnd wie früher in dem Neuwagen wäre, bin ich mir auch nicht so sicher. Schliesslich hätte man eine mittlerweile 30 Jahre alte Diva mit ihren Modell- und Altersspezifischen Problemchen und dem damit verbundenen Erhaltungs- Reparatur- und Pflegeaufwand

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Aber schön wärs schon trotzdem irgendwie, so einen zu haben und mit offenem Verdeck durch laue Sommertage cruisen zu können
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