Neues Merida Reacto – erster Test Nachgeschärfter Aero-Renner

Das neue Merida Reacto im ersten Test: Merida hat sein Aero-Rennrad komplett überarbeitet und aerodynamisch verbessert. In der fünften Generation geht das race-orientierte Bike in zahlreichen Modellvarianten und rund 100 Gramm weniger Gewicht ins Rennen. Wir durften den neuen Aero-Renner schon vor der offiziellen Präsentation testen.
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Merida Reacto 2026: Das schnellste Rennrad der Welt? Aerodynamik ohne Kompromisse!
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Merida Reacto Generation 5 – Infos und Preise

Mit dem neuen Reacto Aero-Rennrad will Merida noch einen Schritt weiter gehen als mit dem bereits sehr erfolgreichen Vorgänger. Dazu wurde an allen Stellschrauben gedreht und sowohl die Aerodynamik verbessert als auch das Gewicht reduziert. Auf mindestens gleich gutem Level sollen der Komfort und die Rahmensteifigkeit geblieben sein.

  • Leichter Aero-Allrounder
  • Reacto ONE im Windkanal bei 45 km/h unter 200 Watt (laut Tour-Testprotokoll)
  • Zwei Carbon-Qualitäten CF5 und CF3
  • Über 100 g leichter als der Vorgänger
  • Neue einteilige Cockpits
  • Kein UDH-Standard
  • Leichtestes Komplettrad 7,1 kg
  • Reifenfreiheit 32 mm in 700c
  • Gewicht Rahmen 959 g (Größe M, lackiert, Herstellerangabe)
  • Gewicht Gabel 475 g (Größe M, Herstellerangabe)
  • Ausstattung 10 Modelle, ab Shimano 105 mechanisch aufwärts
  • Verfügbar ab sofort
  • Preis 2.599 Euro bis 10.999 Euro
  • Hersteller-Info www.merida-bikes.com

Das Merida Reacto ONE ist kompromisslos auf aero-Perfomance ausgelegt
# Das Merida Reacto ONE ist kompromisslos auf aero-Perfomance ausgelegt – es ist das teuerste Modell und kostet 10.999 Euro.

Diashow: Neues Merida Reacto – erster Test: Nachgeschärfter Aero-Renner
Reacto LTD
Attacke ist dem Reacto ONE immer gern willkommen.
Anstatt auf den UDH-Standard setzt Merida auf filigrane Direct-Mount-Hanger für Shimano Schaltwerke
Die Nabe wird per Funk geschaltet, im Bild der Empfänger am Hinterrad
Reacto 8000
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Die Sattelstütze wurde komplett neu gezeichnet
# Die Sattelstütze wurde komplett neu gezeichnet – der Prologo Nago R4 PAS hinterließ einen sehr guten Eindruck.
Die Box über dem Tretlager verbessert die Aerodynamik
# Die Box über dem Tretlager verbessert die Aerodynamik – und versteift den Rahmen in diesem stark beanspruchten Bereich.
Das neue Aero-Cockpit ist je nach Ausführung extrem schmal
# Das neue Aero-Cockpit ist je nach Ausführung extrem schmal – und damit auch sehr windschnittig.
Am Merida Reacto ONE wird sogar ein Einfach-Kettenblatt verbaut um die Aerodynamik zu optimieren
# Am Merida Reacto ONE wird sogar ein Einfach-Kettenblatt verbaut um die Aerodynamik zu optimieren – als Ausgleich kommt eine Classified Nabe mit Schaltfunktion zum Einsatz.
Die Nabe wird per Funk geschaltet, im Bild der Empfänger am Hinterrad
# Die Nabe wird per Funk geschaltet, im Bild der Empfänger am Hinterrad – die Schaltbefehle kommen von den Shimano Schalttasten am linken STI.
170 mm Kurbel am Testbike in Rahmengröße S
# 170 mm Kurbel am Testbike in Rahmengröße S – das ist mittlerweile Standard an modernen Wettbewerbs-Rennrädern.

Was ist neu?

EinsatzbereichRennen, Aero
RahmenmaterialCarbon
GabelCarbon
Gewicht (o. Pedale)7,4 kg
Rahmengrößen3XS, XXS, XS, S, M, L, XL (im Test: S)
Websitewww-merida-bikes.com
Preisspanne2.599 - 10.999 Euro
Preis: 10.999 Euro

Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht sofort sieht, das Reacto der fünften Generation wurde komplett überarbeitet und an fast allen Stellen weiterentwickelt. Interessant dabei ist, dass Merida das Reacto als echtes Aero-Rennrad mit Fokus auf der Aerodynamik sieht und das Thema Leichtbau deshalb nicht weit vorne im Lastenheft stand. Merida folgt damit nicht dem Trend zum Aero-Allrounder, sondern positioniert das Reacto nach wie vor als waschechtes Aero-Rennrad mit dem Fokus auf geringem Windwiderstand. Für Bergetappen soll nach wie vor das Scultura das Mittel der Wahl sein. Das bestätigt übrigens auch das Kundeninteresse, denn die Verkäufe des Reacto und Scultura halten sich laut Merida im deutschsprachigen Raum in etwa die Waage.

Besonderes Augenmerk wurde auch auf das Design gelegt, denn die deutschen Entwickler wollten einen etwas schärferen Auftritt des Reacto bewirken. „Das Design des Vorgängers war uns mittlerweile zu leise“, so Martin Stütz, der für den optischen Auftritt des neuen Renners verantwortlich ist. „Wir wollen mit dem neuen Reacto optisch lauter sein!“

Aerodynamik: Top-Modell ONE unter 200 Watt

In Sachen Aerodynamik hat Merida bei der Entwicklung des Reacto sehr eng mit Reynolds zusammengearbeitet. Die US-Amerikaner steuern nicht nur ihre Laufradsätze für einige Modellvarianten bei, sondern haben auch sämtliche CFD-Berechnungen für den neuen Reacto-Rahmen ausgeführt. Zusätzlich wurden diverse Prototypen vom deutschen Entwickler-Team rund um Chef-Ingenieur Arne Burkhardt im GST-Windkanal in Immenstaad gemessen, um die Computerberechnungen mit den realen Daten abzugleichen.

Dank der Anpassung an die aktuellen UCI-Regeln weist auch das Reacto viele flächige Rohrformen auf, spektakuläre Aero-Elemente wie etwa am Factor ONE oder Cervélo S5 findet man am Reacto allerdings nicht. Auffällig ist hingegen das recht schmale Unterrohr, das laut den Entwicklern aber bessere Ergebnisse im Windkanal lieferte als breitere Varianten, von denen die Trinkflaschen naturgemäß besser abgeschirmt werden.

Apropos Trinkflaschen: Zusammen mit dem neuen Reacto wurden auch spezielle Flaschenhalter und Aero-Trinkflaschen entwickelt. Diese sollen die Aero-Performance noch einmal um rund 2 Watt bei 45 km/h verbessern. Derzeit existieren jedoch lediglich 3-D-gedruckte Vorserienmodelle, zum Marktstart werden die Aero-Flaschen also noch nicht erhältlich sein. Später sollen sie voraussichtlich an den Top-Modellen serienmäßig verbaut werden und im Zubehör erhältlich sein. Preise und technische Daten standen zum Zeitpunkt der Artikelerstellung noch nicht fest.

Das Reacto ONE ist auf Speed getrimmt
# Das Reacto ONE ist auf Speed getrimmt – es soll im Windkanal sehr gute Ergebnisse geliefert haben.
Das Aero-Kettenblatt soll im Vergleich zu einem Zweifach-Setup bis zu 2 Watt sparen
# Das Aero-Kettenblatt soll im Vergleich zu einem Zweifach-Setup bis zu 2 Watt sparen – es stammt wie die Kurbel kommt von Rotor.
Das einteilige Cockpit weist eine markante V-Form auf
# Das einteilige Cockpit weist eine markante V-Form auf – und es ist extrem schmal gehalten.
An der Anbindung der Sitzstreben sieht man ebenfalls die Arbeit der Aerodynamiker.
# An der Anbindung der Sitzstreben sieht man ebenfalls die Arbeit der Aerodynamiker.

Gegenüber dem Vorgänger schneidet das neue Reacto deutlich leichter durch den Wind und soll laut Auskunft von Merida in der Aero-Top-Version Reacto ONE (unser Testbike) einen Fabelwert von unter 200 Watt im Windkanal in Immenstadt realisiert haben. Gemessen nach dem Tour-Standard, wäre das Merida Reacto damit eines der schnellsten Serienbikes, die dort je nach dieser speziellen Gewichtung gemessen wurden. Einen nicht unerheblichen Teil an diesem Wert spielen die hohen Laufräder und die schmalen Aero-Cockpits, die an den meisten der Reacto-Modelle verbaut werden.

Eine interessante Information am Rande: Laut den Messungen und Praxistests der Merida-Entwickler sind die Reynolds BL 60 Laufräder, die an einigen Modellen verbaut sind, mit Abstand am wenigsten empfindlich auf Seitenwind. Speziell auf einen Laufradsatz hin wurde die Aero-Performance des Rahmens übrigens nicht optimiert. Das Reacto soll mit möglichst vielen Laufrädern möglichst optimal harmonieren.

Am einteiligen Aero-Cockpit findet sich eine V-Form, die man in jüngster Vergangenheit öfter an Aero-Bikes sieht
# Am einteiligen Aero-Cockpit findet sich eine V-Form, die man in jüngster Vergangenheit öfter an Aero-Bikes sieht – hier ohne Abdeckkappe fotografiert.
Hier ist noch ein Standard-Flaschenhalter verbaut
# Hier ist noch ein Standard-Flaschenhalter verbaut – demnächst soll es auch speziell entwickelte Aero-Flaschen und entsprechende Halter geben.

Und noch eine interessante Randnotiz: Merida hat mehrere integrierte Comuptermounts getestet und mit herkömmlichen Konstruktionen im Windkanal verglichen und dabei festgestellt, dass die aufwendig konstruierten, integrierten Lösungen keinen nennenswerten Aero-Vorteil brachten. Diese Erkenntnis deckt sich mit den Aussagen einiger anderer Hersteller, die ähnliche Anstrengungen unternommen haben.

Gewicht: Über 100 Gramm eingespart

Da das Merida Reacto als echtes Aero-Rennrad positioniert ist und auch entsprechend entwickelt wurde, stand die Reduzierung des Gewichtes nicht weit oben im Lastenheft. Zumindest waren die Techniker nicht bereit, nennenswerte Aero-Vorteile der Reduzierung von Gewicht zu opfern. Ebenso sollten die guten Steifigkeitswerte des Vorgängers erhalten bleiben oder gar verbessert werden. Vor diesem Hintergrund ist es nicht wirklich überraschend, dass am Rahmen lediglich 11 Gramm abgeknabbert wurden. Die Gabel wurde sogar 2 Gramm schwerer als beim Vorgänger.

Dass am gesamten Rahmenset dennoch etwas mehr als 108 Gramm eingespart wurden, ist in erster Linie der kompletten Neukonstruktion der Sattelstütze zu verdanken. Diese ist deutlich schlanker als beim Vorgänger und spart alleine 64 Gramm ein. Weitere Gramm purzeln bei der Sattelklemmung und der Klemmung der Stütze im Rahmen. So dass sich in Addition schließlich doch eine sehr deutliche Gewichtsreduktion von über 100 Gramm ergibt.

Das neue Reacto kommt in zwei unterschiedlichen Carbon-Qualitäten. Der Rahmen der Top-Version mit der Bezeichnung CF5 drückt in Größe M und mit schwarzer Lackierung 950 Gramm auf die Waage, die Version mit etwas günstigeren und weniger zugfesten Carbon-Fasern mit der Bezeichnung CF3 bringt mit 1.185 Gramm immerhin 235 Gramm mehr auf die Waage. Zudem ist die Gabel mit 519 Gramm genau 44 Gramm schwerer als die CF5-Version.

Für einen Großteil der Gewichtseinsparung von über 100 Gramm ist die neue Sattelstütze verantwortlich
# Für einen Großteil der Gewichtseinsparung von über 100 Gramm ist die neue Sattelstütze verantwortlich – für die Aussparung soll es auch ein integriertes Rücklicht geben.
Die „Kühlbleche an den Bremsen sind für einen sicheren Betrieb nicht notwendig
# Die „Kühlbleche an den Bremsen sind für einen sicheren Betrieb nicht notwendig – wer Gewicht sparen will, kann sie demontieren.
Die große Aussparung zwischen Sitzrohr und Hinterreifen verursacht nur einen kaum messbaren Aero-Nachteil
# Die große Aussparung zwischen Sitzrohr und Hinterreifen verursacht nur einen kaum messbaren Aero-Nachteil – spart aber einiges an Gewicht.

Wer sein Merida Reacto noch ein wenig mehr erleichtern möchte, kann übrigens die beiden „Kühlbleche“ an den Bremssätteln ohne Bedenken demontieren. Die Idee dazu stammt aus der Zeit der ersten Scheibenbremsen, damals konnten die Bleche eine echte Kühlwirkung für die gestressten Bremsen erzielen. Mittlerweile sind sie ein reines Designelement und erfüllen außer der Optik keinen nennenswerten Zweck. Das räumten die Verantwortlichen bei der Präsentation auf Nachfrage unumwunden ein.

Wenn es darum geht, das letzte Quäntchen Gewicht aus einem Rahmen zu pressen, bleibt Merida nach eigenem Bekunden lieber auf der sicheren Seite. Alle Bikes werden intensiven Tests beim Zedler Institut unterzogen und auf ein Systemgewicht von 120 kg getestet. Aus Gründen der Sicherheit und Servicefreundlichkeit hat man sich auch entschieden, einen runden Gabelschaft beizubehalten und nicht auf spezielle Konstruktionen zurückzugreifen, um die Bremsleitungen im Steuerrohr zu integrieren.

Kein UDH-Standard

Merida ist einer der wenigen Hersteller, der beim neuen Reacto bewusst auf den UDH-Standard verzichtet hat. Laut Auskunft der Verantwortlichen bei der Vorstellung des neuen Renners in Spanien, werden die meisten Reacto mit Shimano-Gruppen verkauft. Deshalb hat man sich dazu entschieden, lieber einen filigranen und optisch ansprechenden Direct Mount Hanger für die Shimano-Gruppen einzusetzen, anstatt auf den UDH-Standard zu bauen. Die SRAM-Schaltwerke werden in diesem Fall dann über ein herkömmliches Schaltauge montiert. Dass man deshalb kein SRAM XPLR-Schaltwerk am Reacto einsetzen kann, dürfte für die allermeisten Interessenten unerheblich sein, zumal Merida mit dem ONE eine andere Option mit nur einem Kettenblatt an der Kurbel anbietet.

Anstatt auf den UDH-Standard setzt Merida auf filigrane Direct-Mount-Hanger für Shimano Schaltwerke
# Anstatt auf den UDH-Standard setzt Merida auf filigrane Direct-Mount-Hanger für Shimano Schaltwerke – SRAM XPLR Schaltwerke können am Rahmen nicht befestigt werden.
  • Innenlager-Bauart Press-Fit BB 86,5
  • Gabelschaft / Steuerlager 1-1/2″ – 1-1/2″
  • Bremsaufnahme Flat-Mount 160 mm / 140 mm
  • Antrieb- / Schaltungs-Kompatibilität 1-fach und 2-fach, elektronische und mechanische Schaltungen
  • Garantie lebenslang für registrierte Erstkunden
  • Gewichtszulassung 120 kg Systemgewicht

Ausstattung: 10 Modelle ab 2.599 €

Geradezu überwältigend ist die Vielfalt der Modelle, in der Merida das neue Reacto offeriert. Besonders interessant dabei ist, dass die drei Top-Modelle je nach Einsatzschwerpunkt passend ausgestattet werden. Das Reacto ONE zielt dabei konsequent auf die Aero-Performance und verzichtet dafür sogar an der Kurbel auf ein zweites Kettenblatt. Damit man trotzdem auf eine breite Übersetzung mit kleinen Gangsprüngen setzen kann, ist eine Classified-Nabe verbaut, die das zweite Kettenblatt ersetzt.

Konsequent auch der Einsatz von DT Swiss Laufrädern mit 65 mm Felgenhöhe und dem dazu passenden Continental Aero 111 Vorderreifen. Ebenfalls auf die Aerodynamik zahlt das extrem schmale neue Cockpit mit der markanten V-Form ein. So stehen am Ende 196 Watt (laut Tour-Windkanaltest) und 7,4 kg zu Buche.

Reacto ONE
# Reacto ONE
Reacto 10k
# Reacto 10k
Reacto Team
# Reacto Team

Das Reacto 10K ist der Aero-Allround-Performer im Stall. Es soll die optimale Balance zwischen Aerodynamik und Gewicht bieten. Zum Einsatz kommen Reynolds BL 60 Pro Laufräder, die nicht nur geringes Gewicht bieten, sondern auch sehr unempfindlich gegenüber Seitenwind sein sollen. Die Daten laut Merida: 202 Watt und 7,2 kg.

Last but not least glänzt das Merida Reacto Team mit einem besonders leichten Aufbau und einem Gesamtgewicht von 7,1 kg und 203 Watt im Windkanal. Hier gibt es serienmäßig Laufräder und ein Aero-Cockpit von Vision gepaart mit einer Shimano Dura-Ace Di2 Schaltgruppe.

Reacto 9000
# Reacto 9000
Reacto 8000
# Reacto 8000
Reacto 7000
# Reacto 7000
Reacto LTD
# Reacto LTD
Reacto 5000
# Reacto 5000
Reacto 4000
# Reacto 4000

Hinter diesen drei Boliden mit durchgängig fünfstelligen Preisen finden sich erfreulicherweise noch sieben weitere Ausstattungsvarianten, die für (fast) jeden das passende Bike bieten sollten. Mit knapp 2.600 Euro steht auch eine günstige Einstiegsvariante mit mechanischer Shimano 105 Gruppe zur Verfügung. Besonders interessant dürfte auch das nur im deutschsprachigen Raum erhältliche Reacto LTD sein. Hier gibt es für 4.299 Euro eine komplette Shimano 105 Di2 Gruppe mit 4iiii-Leistungsmesser und den hauseigenen Aero-Carbon-Laufrädern von Merida.

Erstmals wird das Merida Reacto im deutschsprachigen Raum auch in Form von zwei Rahmensets mit den unterschiedlichen Carbonqualitäten verfügbar sein. Die Preise und Verfügbarkeiten standen bis zur Veröffentlichung dieses Artikels allerdings noch nicht fest.

Nachfolgend alle 10 Modelle in der Übersicht zum Ausklappen:

ModellMerida Reacto ONEMerida Reacto 10 KMerida Reacto TeamMerida Reacto ProMerida Reacto 9000Merida Reacto 8000Merida Reacto 7000Merida Reacto LTDMerida Reacto 5000Merida Reacto 4000
Preis10.999 €10.199 €10.299 €7.699 €6.999 €5.499 €5.299 €4.299 €3.399 €2.599 €
Gewicht7,4 kg (Werksangabe, Größe M)7,2 kg (Werksangabe, Größe M)7,1 kg (Werksangabe, Größe M)k.A.7,8 kg (Werksangabe, Größe M)8,0 kg (Werksangabe, Größe M)8,4 kg (Werksangabe, Größe M)8,4 kg (Werksangabe, Größe M)9,0 kg (Werksangabe, Größe M)9,1 kg (Werksangabe, Größe M)
RahmenReacto CF5 V, 12x142 mm, BB 86,5 mmReacto CF5 V, 12x142 mm, BB 86,5 mmReacto CF5 V, 12x142 mm, BB 86,5 mmReacto CF5 V, 12x142 mm, BB 86,5 mmReacto CF5 V, 12x142 mm, BB 86,5 mmReacto CF3 V, 12x142 mm, BB 86,5 mmReacto CF3 V, 12x142 mm, BB 86,5 mmReacto CF3 V, 12x142 mm, BB 86,5 mmReacto CF3 V, 12x142 mm, BB 86,5 mmReacto CF3 V, 12x142 mm, BB 86,5 mm
GabelReacto CF5 V Disc, 12x100 mmReacto CF5 V Disc, 12x100 mmReacto CF5 V Disc, 12x100 mmReacto CF5 V Disc, 12x100 mmReacto CF5 V Disc, 12x100 mmReacto CF3 V Disc, 12x100 mmReacto CF3 V Disc, 12x100 mmReacto CF3 V Disc, 12x100 mmReacto CF3 V Disc, 12x100 mmReacto CF3 V Disc, 12x100 mm
GruppeShimano Dura-Ace Di2, Classified, 2x12, Rotor Kurbel mit PowermeterSRAM Red AXS inklusive PowermeterShimano Dura-Ace Di2 mit PowermeterShimano Dura-Ace Di2 mit 4iiii Powermeter (einseitig)Shimano Ultegra Di2 mit 4iiii Powermeter (einseitig)Shimano Ultegra Di2SRAM Rival AXSShimano 105 Di2 mit 4iiii Powermeter (einseitig)Shimano 105 Di2Shimano 105
Übersetzung52 - 11-3450/37 - 10-3652/36 - 11-3052/36 - 11-3052/36 - 11-3052/36 - 11-3048/35 - 10-3652/36 - 11-3452/36 - 11-3452/36 - 11-34
LaufradsatzDT Swiss ARC 1100 DiCut 65 mm, DB 65 ClassifiedReynolds BL 60 Pro, 21 mm Maulweite, 60 mm FelgenhöheVision Metro 60 RS i23, 60 mm Felgenhöhe, CarbonspeichenDt Swiss ARC 1600 Spline, 22 mm Maulweite, 65 mm FelgenhöheReynolds BL 60 Expert DB, 21 mm Maulweite, 60 mm FelgenhöheReynolds AR 60 DB, 21 mm Maulweite, 60 mm FelgenhöheVision SC60 i23, 23 mm Maulweite, 60 mm FelgenhöheMerida team SL 62 Carbon LRSVision team 35 Clincher Disc, 19 mm Maulweite, 35 mm Felgenhöhek.A.
ReifenContinental Aero 111 /Continental Grand Prix 5000 S TR, 700x29C, fold, tubeless ready, 700x30C, fold, tubeless readyContinental Grand Prix 5000 S TR, 700x28C, fold, tubeless readyContinental Grand Prix 5000 S TR, 700x28C, fold, tubeless readyContinental Grand Prix 5000 S TR, 700x28C, fold, tubeless readyContinental Grand Prix 5000 S TR, 700x28C, fold, tubeless readyContinental Grand Prix 5000 S TR, 700x28C, fold, tubeless readyContinental Grand Prix 5000 S TR, 700x28C, fold, tubeless readyContinental Grand Prix TR, 700x28C, fold, tubeless readyContinental Grand Prix TR, 700x28C, fold, tubeless readyContinental Grand Prix, 700x28C, fold
BesonderheitenMerida Team CW Aero CockpitMerida Team CW Aero CockpitVison Metro 5D ACR EVOMerida Team One CockpitVison Metro 5D ACR EVOVison Metro 5D ACR EVOMerida Team One Cockpiteinteiliges Cockpit

Geometrie: Keine großen Änderungen – dennoch sportlicher

An der Geometrie des Merida Reacto wurde, auch auf Wunsch des damaligen Rennteams, nur sehr wenig geändert. Die meisten Kennwerte blieben im Vergleich zum Vorgänger identisch. Allerdings gibt es die neue Sattelstütze nur noch ohne Versatz. Dadurch wird der Fahrer in Relation zum Tretlager etwas weiter vorn platziert. Ein Trend, der nicht nur unter WorldTour-Fahrern aktuell sehr angesagt ist.

Obwohl auch Merida die Kurbellängen in den Serienausstattungen etwas verkürzt hat, wurde (noch) darauf verzichtet, das Tretlager etwas abzusenken und die Geometrie auch an breitere Reifen anzupassen. Laut den Technikern vor Ort sollen diese Anpassungen aber ziemlich sicher in der nächsten Generation des Reacto berücksichtigt werden.

Die Geometrie des Reacto blieb weitgehend unverändert
# Die Geometrie des Reacto blieb weitgehend unverändert – für mich passte Rahmengröße S wunderbar.

Ansonsten gibt es in dieser Hinsicht nichts Spektakuläres zu berichten. Allerdings fallen die Rahmengrößen etwas größer als nominell bei der Sitzrohrlänge angegeben aus. So passt mir das Testbike in Größe S optimal, während ich bei den meisten Herstellern Rahmengröße M oder 54 fahre. Ähnlich ist die Größeneinstufung bei Canyon, wo ich in der Regel auch am besten auf Rahmengröße S passe. Womit wir auch gleich bei einem Bike mit ganz ähnlicher Geometrie wären. Denn das aktuelle Canyon Aeroad weist ganz ähnliche Rahmenabmessungen wie das Reacto auf. Allerdings mit einem um 10 mm kürzeren Radstand, was auch gut zum Fahrverhalten in der Praxis passt. Doch dazu im weiteren Test mehr.

Hier die Geometrie des Merida Reacto in der Übersicht:

Rahmengröße 3XS XXS XS S M L XL
Laufradgröße 28″ / 700C 28″ / 700C 28″ / 700C 28″ / 700C 28″ / 700C 28″ / 700C 28″ / 700C
Reach 373 mm 377 mm 384 mm 390 mm 395 mm 400 mm 409 mm
Stack 512 mm 517 mm 529 mm 542 mm 557 mm 571 mm 593 mm
STR 1,37 1,37 1,38 1,39 1,41 1,43 1,45
Lenkwinkel 70,5° 70,5° 72° 72,5° 73,5° 73,5° 74°
Sitzwinkel, effektiv 75,5° 74,5° 74° 74° 73,5° 73° 73°
Oberrohr 506 mm 521 mm 535 mm 545 mm 560 mm 575 mm 590 mm
Oberrohr (horiz.) 506 mm 521 mm 535 mm 545 mm 560 mm 575 mm 590 mm
Steuerrohr 100 mm 105 mm 112 mm 128 mm 140 mm 155 mm 175 mm
Sitzrohr 440 mm 470 mm 500 mm 520 mm 540 mm 560 mm 590 mm
Überstandshöhe 727 mm 746 mm 771 mm 792 mm 810 mm 826 mm 853 mm
Kettenstreben 410 mm 410 mm 410 mm 410 mm 410 mm 410 mm 410 mm
Radstand 981 mm 987 mm 984 mm 992 mm 992 mm 1.002 mm 1.011 mm
Tretlagerabsenkung 70 mm 70 mm 70 mm 66 mm 66 mm 66 mm 66 mm
Einbauhöhe Gabel 385 mm 385 mm 385 mm 385 mm 385 mm 385 mm 385 mm
Gabel-Offset 45 mm 45 mm 45 mm 45 mm 45 mm 45 mm 45 mm

Merida Reacto Sitzprobe

Wow, das ist eine ordentliche Überhöhung und der Lenker ist wirklich schmal – das sind meine ersten Gedanken, als ich mit dem neuen Merida Reacto ONE zum ersten Mal über den Parkplatz rolle. Aber mit meiner eingestellten Sitzhöhe von 76,4 cm passt alles wunderbar und ich greife nach einem kurzen Einrollen zum Zollstock, um die Daten abzumessen.

Die Überhöhung liegt ohne Spacer unter dem einteiligen Cockpit bei fast 140 mm. Das ist sehr sportlich und bei meinen Körperabmessungen sonst nur mit wenigen Race-Bikes in Rahmengröße 54 zu realisieren. Aus der Erinnerung fällt mir nur das Specialized Tarmac SL8 ein, das ähnlich viel Überhöhung bei voll abgesenktem Cockpit aufweist.

Beim Abmessen der Lenkerbreite an den Hoods muss ich aber doch staunen. Gerade einmal 29 cm Breite misst der Carbonlenker an der Montagestelle der Brems-Schalthebel. Das ist für ein Serienbike richtig schmal. Allerdings ist der Lenker mit ordentlich Flare versehen und weitet sich im Unterlenker bis zu einem Abstand von gemessen 38 cm (Mitte Rohr zu Mitte Rohr) aus. Das ist aerodynamisch vorteilhaft und konsequent für das Reacto ONE, schließlich ist es in der Modell-Range als klar schnellste Version im Wind positioniert.

Merida Reacto auf dem Kurs

Nachdem die Sitzposition und Hebeleien perfekt eingestellt sind, geht es auf die erste Testrunde im sonnigen Benicassim, wo Merida das neue Reacto noch vor dem offiziellen Launch der internationalen Fachpresse vorgestellt hat. Mit 7,4 kg ist mein Testbike Reacto ONE in Rahmengröße S nicht ultraleicht, beschleunigt aber trotz der 60 mm hohen Aerolaufräder sehr flott und recht mühelos.

Sobald das Tempo über 30 km/h ansteigt, bekommt man im Sattel durchaus den Eindruck, dass Merida seine Aero-Hausaufgaben gemacht hat. Mit 196 Watt, gemessen im GST-Windkanal bei 45 km/h nach Tour-Standard, soll das neue Reacto eines der schnellsten Bikes am Markt sein und im Praxiseinsatz finde ich auf rund 140 Testkilometern keinen Grund, das anzuzweifeln.

Harte Antritte werden 1:1 in Vortrieb umgewandelt.
# Harte Antritte werden 1:1 in Vortrieb umgewandelt.

Dabei ist das Reacto ONE mit seinem Einfach-Kettenblatt und dem ultraschmalen Cockpit natürlich auch extrem auf Aerodynamik getrimmt. Wer das nicht haben muss, findet im breiten Modellangebot auch mehr auf Allround-Performance getrimmte Modelle. Ich erfreue mich derweilen an der Windschnittigkeit des ONE, die auch bei schnellen Gruppenfahrten mit Tempi jenseits der 50 km/h im Flachen dabei hilft, kleine gerissene Lücken wieder schnell zufahren zu können.

Schon hier fällt auch das ausgewogene Handling des Reacto positiv auf. Auch bei hohem Tempo schafft das Bike viel Vertrauen und reagiert dennoch sehr spontan und ohne große Verzögerung auf Lenkimpulse aus dem Cockpit. Dieser Eindruck bestätigt sich auch bei schnellen Abfahrten aus den Bergen rund um Benicassim. Hier zieht das Reacto auch in Kurven unbeirrt seine Bahn, lenkt agil ein und strahlt dabei doch viel Souveränität aus.

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Zumindest solange einem der Wind keinen Strich durch die Rechnung macht. Am zweiten Testtag gab es in den Bergen ziemlich starken Wind mit einigen Böen und dabei kam das Setup des Reacto ONE in den Grenzbereich. Das DT Swiss ARC 1100 Vorderrad mit 65 mm Felgenhöhe ist mir schon in der Vorgängerversion mehrmals als recht nervös bei Seitenwind negativ aufgefallen und es machte auch in der aktuellen Variante selbst mit dem Continental Aero 111 Reifen am Reacto ONE keine Ausnahme.

Das ist vor allem in schnell gefahrenen Kurven unangenehm, wenn plötzlich auftretende Windböen schon recht deutlich an dem sehr schmalen Lenker zerren. Bei solchen Bedingungen erfordert es schon viel Fahrkönnen und vor allem Mut, die Abfahrten mit gewohntem Tempo nach unten zu kacheln. Ich muss zugeben, dass ich bei diesen Bedingungen Respekt hatte und es etwas vorsichtiger angehen ließ. Wer also ein Setup für alle Situationen und jedes Wetter sucht, sollte vielleicht nicht unbedingt zum ONE greifen.

In Kurven liegt das Reacto sehr souverän und vermittelt viel Vertrauen.
# In Kurven liegt das Reacto sehr souverän und vermittelt viel Vertrauen.

Bergauf hinterließ mein Testbike hingegen in allen Situationen einen sehr guten Eindruck. Freilich flitzt es nicht so leichtfüßig bergan wie ein wirklich leichtes Bike mit ultraflinken Berglaufrädern, aber gemessen an der Ausstattung und dem Gewicht erhält man durchaus einen sehr soliden Kletterer. Der Rahmen wirkt stets sehr steif, nie hatte ich das Gefühl, dass Tretenergie in die Verformung von Carbon verschwendet wurde.

Auch der Komfort ist für ein Rennrad dieser Kategorie angemessen. Wobei die Federung in erster Linie von den breiten Reifen beigesteuert wird. Ich bin den Continental 5000 ST R in 30 mm Breite am Hinterrad mit etwas über 4,1 bar und den 29er Continental Aero 111 Vorderreifen mit leicht unter 4,1 bar gefahren. Am Hinterteil steuert auch die Sattelstütze mit der markanten Aussparung einen Komfortgewinn bei, das Cockpit wirkt hingegen, wohl auch aufgrund der geringen Breite, zumindest am Oberlenker und in den Hoods gegriffen, sehr hart. Aber mehr Komfort gibt es in dieser Kategorie selten. Wirklich deutlich komfortabler scheint mir aus der Erinnerung und der Erfahrung von vielen anderen Tests dieser Bike-Kategorie lediglich das Trek Madone SLR.

Der schmale Lenker wirkt sich natürlich auch direkt auf die Armhaltung aus.
# Der schmale Lenker wirkt sich natürlich auch direkt auf die Armhaltung aus.

Eine Besonderheit am Merida Reacto ONE ist die Ausstattung mit einer Dura-Ace Di2 Gruppe in Kombination mit Rotor-Kurbel und Einfachkettenblatt zusammen mit der Classified-Nabe, die mit einer Schalt-Mechanik in der Nabe die Funktion des zweiten Kettenblattes ersetzt. Bedient wird die Nabe sehr komfortabel mit den Shimano-Shiftern am linken Hebel. Die Analogie ist die Gleiche wie bei einer Zweifach-Schaltung von Shimano.

Insgesamt betrachtet hat diese Lösung sehr komfortabel und zuverlässig funktioniert, allerdings fand ich es recht nervig, dass man häufig mit schräg laufender Kette unterwegs ist. Gerade bei langen Anstiegen am Berg raubt das ein wenig Effizienz und verursacht zudem unangenehme Laufgeräusche der Kette. Zudem ist mir eine kleine Verzögerung vom Betätigen des Schaltknopfes bis zum tatsächlichen Schaltvorgang aufgefallen, die mein Kollege Jan bei zwei Tests der Classified Nabe überhaupt nicht erlebt hat. Er fand die Schaltvorgänge sogar äusserst schnell. Ob das mit der neuen Funk-Betätigung über die Shimano Schalter zusammenhängt müsste ein weiterer Test klären.

Auch langes Klettern macht Spaß.
# Auch langes Klettern macht Spaß.
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Auf der Habenseite der Classified-Nabe steht die gekapselte Technik, die völlig unempfindlich gegenüber äußeren Einflüssen ist. Zudem kann man in jeder Lebenslage zuverlässig und narrensicher schalten – eine Funktion, die ich allerdings auch einem Dura-Ace Di2 Umwerfer zuschreibe.

Bleibt abschließend zusammenzufassen, dass Merida mit dem Reacto ONE recht mutig eine sehr konsequente Aero-Modellvariante auf die Beine gestellt hat, die auf schnellen Etappen voll begeistern kann. Ich persönlich würde jedoch eher zu einer der Allround-Versionen mit Standard 2 x 12 Schaltung und etwas weniger Seitenwind-empfindlichen Laufrädern greifen. Zudem liegt mein persönlicher Sweetspot bei der Lenkerbreite eher bei 36–38 cm an den Hoods. Die verbaute 29 cm Variante am Testbike wäre mir im Alltag zu schmal. Was nicht bedeutet, dass ich sie bei schnellen Ausfahrten oder Rennen nicht gerne fahren würde.

Attacke ist dem Reacto ONE immer gern willkommen.
# Attacke ist dem Reacto ONE immer gern willkommen.

Das ist uns aufgefallen

  • Viele Modelle, viele Farben Es gibt nicht nur 10 Modellvarianten des Merida Reacto, sondern auch zum Teil jeweils noch unterschiedliche Farben. Damit haben Interessenten eine wirklich breite Auswahl für das persönlich passende Bike.
  • Schwere Designelemente Dass Merida an einem Performance-Rennrad „Bremsen-Kühlbleche“ als Designelement verbaut, verursacht bei mir einiges Stirnrunzeln. Um ohne die Bleche zu fahren, muss man leider auch passende Unterlegscheiben montieren.
  • Für wen? Für alle, die es eilig haben und dabei aus verschiedenen Konfigurationen und Lackierungen auswählen möchten. Aero-Fans und Racer sind hier richtig.
  • Für wen besser nicht? Wer viel Komfort, eine komfortable Sitzposition und klassisch breite Lenker mag, ist hier verkehrt.
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Fazit – Merida Reacto

Wenn man die genannten Windkanal-Messwerte zugrunde legt, ist Merida mit dem neuen Reacto ein großer Wurf gelungen. In unserer Testbike-Version dürfte es aktuell eines der schnellsten Serienbikes am Markt sein, zieht dafür aber auch alle Register und Kniffe wie einen extrem schmalen Lenker und ein einzelnes Kettenblatt an der Kurbel. Glücklicherweise finden sich auch deutlich gemäßigtere Varianten in der breiten Modellauswahl, da sollte für (fast) jeden was dabei sein. Dann profitiert man von dem ausgewogenen Fahrverhalten und der hohen Performance des Reacto und findet nur wenig Grund zum Meckern. Alles in allem ein konsequentes Aero-Rennrad für Fans des schnellen Rennradfahrens.

Artikelbild

Merida Reacto – Pro / Contra

Stärken

  • Ausgewogenes Fahrverhalten
  • Große Modellvielfalt
  • Günstiger Einstiegspreis

Schwächen

  • Testbike empfindlich bei Seitenwind
  • Relativ hohes Gewicht

Was sagt ihr zum neuen Aero-Renner von Merida?

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So haben wir das Merida Reacto ONE getestet

Merida hat das neue Reacto in Benicassim/E vorgestellt. Dort konnte ich mich ausführlich mit den Entwicklungsingenieuren und Produktmanagern unterhalten. Fahren konnte ich das Reacto ONE bei drei Ausfahrten mit rund 140 km Fahrstrecke. Mit dabei lange Anstiege und schnelle, kurvenreiche Abfahrten in den Bergen hinter der Küste bei zum Teil auch recht schlechten Asphaltbedingungen.

Tester-Profil: Harald Englert
65 cm66 kg85 cm56 cm176 cm
Harry fährt gerne schnelle Rennräder und TT-Renner. Seit einigen Jahren dem Triathlon-Sport verfallen. Von kurzen und harten Intervalltrainings bis zu mehrstündigen Touren steht alles auf dem Programm. Meist mit Trainingsziel unterwegs, aber gerne auch auf Genusstour mit Kumpels und Freunden. Wenn Zeit bleibt, zudem auf dem Gravel-Bike oder Enduro-MTB durch den Spessart unterwegs.
Ich fahre hauptsächlich
Rennradtouren, Triathlon-Rennen, Trainings-Einheiten auf dem Rollentrainer
Vorlieben bei der Geometrie
Sportlich, nicht zu lang

Noch mehr Rennrad-Neuheiten auf Rennrad-News:

Text: Harald Englert / Fotos: Merida Bikes

135 Kommentare

» Alle Kommentare im Forum
  1. Beim Specialized bleibt abzuwarten wie das Sl9 aussieht, erste Bilder gefallen mir aber gut.
    Ich würde dann auf das SL9 warten. Wenn es Dir nicht gefällt, kannst Du dann ja noch immer das Aeroad kaufen. Das Canyon wird ja auch wahrscheinlich bald einen Nachfolger bekommen, ein Leichtgewicht ist es ja derzeit auch nicht.
  2. Also eigentlich liegt das Reacto PRO dann in deiner Range. Farblich bereits stark und ein Traum. Man müsst es nur auf andere, leichtere Laufräder gestellt bekommen. (die DT sind 1620gr. 😱 ) Dann noch den Sattel auf Carbongestell und du bist wieder bei ca. 7,2 - zumindest auf Höhe des TEAM. Ich kenne Merida nur aus ordentlichen Fachgeschäften. Hier könnte man natürlich mal nachfragen ob eine Umrüstung zu deinen Wünschen möglich ist. Für deinen Einsatzzweck reicht auch ein 55mm LRS.

  3. Die DT Swiss und Reynolds sind halt wirklich ein "Showstopper", schwer und schmal. Das Reacto 9000 (vergleichbar mit Aeroad CF SLX 8) gibt es außerdem nur in einer Farbe, das Aeroad zumindest in der Theorie in drei.

  4. Scar
    Dabei seit 01/2023

    Eventuell käme auch ein Selbstaufbau in Frage aber ob man sich da was spart? Bzw. Müsste man durchrechnen ob es nicht günstiger ist das Ultegra Modell zu kaufen und den LRS gleich auszutauschen.

    Oder wie geschrieben den Händler zu fragen ob was möglich wäre.

    Die Dura Ace ist zwar recht und schön, aber ich bräuchte sowieso eine 165mm Kurbel bei einer DA mit Powermeter tut das schon weh und die paar Gramm Unterschied machen nicht viel aus.

    1620g ist natürlich ne Ansage für nen LRS.

    Muss mal schauen wo in der nähe der nächste Shop ist um das Rad live zu sehen, Bilder und Realität sind ja oft auch 2 paar Schuhe.

  5. Wenn man rein auf das Gewicht fixiert ist, muss man leider zustimmen. Fahrtechnisch wirst du es auch im direkten Vergleich nicht bemerken. Selbst Kletterpassagen meistert das Reacto durch seine Agilität und strikten Vortrieb durch die Steifigkeit. Bei flachen Passagen hält es souverän das gewählte Tempo und zeigt die Reserven für neue Antritte. Spielst du mit dem Gedanken?
    Der Text ist erschreckendes Marketing Gedöns
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