Das neue Cannondale Synapse Aerodynamischer Komfort-Renner im Test

Das neue Cannondale Synapse Endurance-Rennrad steht in den Startlöchern: Cannondale hat den hauseigenen Langstrecken-Renner Synapse komplett überarbeitet. Das neue Synapse soll gleichzeitig komfortabel und aerodynamisch sein, zudem gibt es auf Wunsch viel Elektronik und erstmals eine zentrale Batterie für die SRAM AXS-Schaltungen, die auch Beleuchtung und Radar mit Energie versorgt. UPDATE 26. Juni 2025: Wir hatten mittlerweile das Top-Modell LAB 71 im Test und berichten hier umfangreich über die Fahreindrücke.
Titelbild

Cannondale Synapse: Infos und Preise

Cannondale hat das Synapse komplett überarbeitet und dem Langstrecken-Renner mehr Komfort verliehen sowie mehr Reifenfreiheit (42 mm) mit auf den Weg gegeben. Zudem haben die US-Amerikaner viel Aufwand in die aerodynamische Effizienz gesteckt und sämtliche Leitungen und Kabel integriert. Auch das SmartSense System erlebt in Generation 2 und als Option in einigen Modellen eine Neuauflage. Die neue Version wartet dabei mit einem bisher einzigartigen Feature fürs Rennrad auf: Ein zentraler Akku versorgt SRAM AXS-Schaltungen. Radar und integrierte Beleuchtung gehören in verbesserter Version ebenfalls dazu. Die wichtigsten Fakten:

  • Komplett überarbeitetes Endurance-Rennrad von Cannondale
  • Aerodynamisch optimierter Rahmen in zwei Carbonqualitäten
  • Smart Sense der 2. Generation
  • Integriertes Staufach im Unterrohr
  • Integrierte Befestigungsmöglichkeit für Schutzbleche
  • UDH kompatibel
  • Reifenfreiheit bis 42 mm (700c)
  • Ausstattungen 7 Varianten ab Shimano 105
  • Gewicht Rahmen  1.143 Gramm (Herstellerangbe, Gr. 56)
  • Gewicht Rahmen HI-MOD 979 Gramm (Herstellerangbe, Gr. 56)
  • Gewicht Komplettbike k.A.
  • Rahmengrößen 48, 51, 54, 56, 58, 61
  • Verfügbar  ab sofort
  • www.cannondale.com

Preis LAB71 Rahmenset: 5.799 € (UVP)
Preis Komplettbikes ab: 3.499 € (UVP)

Diashow: Das neue Cannondale Synapse: Aerodynamischer Komfort-Renner im Test
C25 Synapse Tech 0007
Die Sattelstütze wird von schräg unten geklemmt.
C25 LAB71 Synapse Beauty Light 0006
Das Carbon-Cockpit liegt gut in der Hand
Rücklicht und Radar sind diret am Sattel befestigt
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Cannondale hat sein Endurance-Rennrad Synapse komplett überarbeitet
# Cannondale hat sein Endurance-Rennrad Synapse komplett überarbeitet – die Preise für Komplettbikes starten bei 3.499 Euro.
Laut Cannondale wurden sowohl der Komfort, als auch die Aerodynamik verbessert.
# Laut Cannondale wurden sowohl der Komfort, als auch die Aerodynamik verbessert.
Bei den Versionen mit Smart Sense ist Beleuchtung und Radarüberwachung mit an Bord.
# Bei den Versionen mit Smart Sense ist Beleuchtung und Radarüberwachung mit an Bord.
Die schmale Front soll die Aerodynamik verbessern
# Die schmale Front soll die Aerodynamik verbessern – der Rahmen bietet Platz für bis zu 42 mm breite Reifen.

Was ist neu?

Kurzum, alles, so sagt es zumindest Cannondale in der Pressemitteilung und ein genauer Blick auf das neue Bike lässt keinesfalls an dieser Aussage zweifeln. Die US-Amerikaner haben viel Aufwand in die Weiterentwicklung ihres Endurance-Renners gesteckt und liefern mit dem neuen Synapse ein offensichtlich sehr stimmiges Konzept.

Bevor wir zu den technischen Details gehen noch eine Bemerkung zum Rahmenmaterial. Das neue Synapse wird in zwei unterschiedlichen Carbon-Qualitäten angeboten. Das exklusive LAB71 Modell und das Synapse 1 kommen mit HI-MOD Carbon, bei dem durch besonders hochwertige Carbonfasern Material und somit auch Gewicht eingespart werden kann, ohne die Steifigkeit zu verringern. Laut Cannondale sollen die Rahmen mit HI-MOD Carbon damit rund 150 Gramm zu den Standardversionen einsparen.

Auch eine günstige Version mit mechanischer Shimano 105 Gruppe ist im Angebot.
# Auch eine günstige Version mit mechanischer Shimano 105 Gruppe ist im Angebot.
Für ein Sicherheitsplus gibt es neue Smart Sense Versionen mit integrierter Beleuchtung
# Für ein Sicherheitsplus gibt es neue Smart Sense Versionen mit integrierter Beleuchtung – Erstmals wird nun auch die SRAM Schaltung über den zentralen Akku mit Strom versorgt.
  • Innenlager-Bauart BSA – 68 mm
  • Steuerlager 1-1/8″ zu 1-1/5″
  • Bremsaufnahme Flat-Mount 160mm / 140mm
  • Antrieb- /Schaltungs-Kompatibilität 1-fach und 2-fach
  • Garantie 2 Jahre, Rahmen lebenslang (bei Registrierung für Erstbesitzer)
  • Gewichtszulassung 150 kg Gesamtgewicht

Aerodynamik

Ohne Aerodynamik geht im modernen Rennrad-Bau nur noch wenig. Wer von engagierten Radsportlern ernst genommen werden will, entwickelt seine neuen Räder so, dass sie neben all den anderen gewünschten Eigenschaften auch eine ordentliche aerodynamische Effizienz bieten. Dass dies nicht unmöglich ist, haben schon viele Unternehmen gezeigt und auch Cannondale glaubt an dieses Konzept und hat das neue Synapse nach Aero-Geischtspunkten weiterentwickelt.

Dazu gehören nicht nur die Betrachtung aller Rohrformen, sondern auch eine weitestgehend mögliche Integration von Leitungen und Kabeln. So überrascht es wenig, dass am neuen Synapse höchstens noch Minikabel für die integrierte Bleuchtung an den Smart Sense Modellen zu sehen sind. Die Top-Modelle sind zudem mit einem einteiligen Cockpit ausgestattet, das nicht nur sehr aufgeräumt aussieht, sondern auch einige Watt sparen soll.

Freilich ist das Synapse kein Aero-Rennrad, aber Cannondale hat die Aerodynamik bei allen Entwicklungsschritten mitgedacht und das neue Synapse damit deutlich schneller als den Vorgänger gemacht. Dank konsequenter Entwicklung soll es damit nur geringfügig schlechter durch den Wind schneiden als das Cannondale SuperSix EVO.

Das einteilige Cockpit sieht nicht nur schick aus, sondern verbessert auch die Aerodynamik
# Das einteilige Cockpit sieht nicht nur schick aus, sondern verbessert auch die Aerodynamik – die Bremsleitungen verlaufen im Inneren von Cockpit und Rahmen.

Mehr Komfort

Das Carbon-Layup wurde natürlich auch unter Komfort-Gesichtspunkten genau unter die Lupe genommen. Dank den Fortschritten bei der Konstruktion und Rahmenfertigung will Cannondale es geschafft haben, das neue Synapse „um 18 % komfortabler“ zu gestalten als den Vorgänger. Auch das optisch auffällig verjüngte Sitzrohr des Vorgängers wurde deshalb weitestgehend erhalten.

Mit der auf 42 mm erhöhten Reifenfreiheit hat man zudem die Möglichkeit, mit sehr breiten Reifen und entsprechend niedrigen Luftdrücken an den Start zu gehen. Serienmäßig werden die neuen Synapse Modelle mit 32 mm breiten Reifen ausgeliefert, die eine effektive Kombination, aus Aerodynamik, niedrigem Rollwiderstand und Komfort bieten sollen.

Das abgeflachte Sitzrohr verbessert den Komfort ebenso wie die der recht filigrane Hinterbau
# Das abgeflachte Sitzrohr verbessert den Komfort ebenso wie die der recht filigrane Hinterbau – Befestigungsmöglichkeiten für Schutzbleche sind serienmäßig mit an Bord.
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Das LAB 71 Modell kommt nicht nur mit besonders leichtem HI-MOD Rahmen, sondern auch mit einer aufwendigen Lackierung.
# Das LAB 71 Modell kommt nicht nur mit besonders leichtem HI-MOD Rahmen, sondern auch mit einer aufwendigen Lackierung.

Integriertes Staufach

Dank einem im Unterrohr integrierten Staufach verschwindet die Smart Sense Batterie der entsprechend ausgestatten Modelle optisch komplett von der Bildfläche. Die Ausstattungs-Varianten ohne Smart Sense können das integrierte Staufach natürlich ebenfalls sinnvoll nutzen. Denn neben der Batterie lassen sich dort selbstverständlich auch Werkzeug und ein Notfall-Kit unterbringen.

Das Staufach im Unterrohr ist bei allen Modellen im Rahmen integriert
# Das Staufach im Unterrohr ist bei allen Modellen im Rahmen integriert – es bietet ausreichend Platz für ein komplettes Notfallkit.
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Smart Sense Gen 2

Das Cannondale Smart Sense mit integrierter Beleuchtung und Radar-Warner ist schon vom Vorgänger Modell bekannt. Die US-Amerikaner haben ihre elektronischen Helfer jedoch umfangreich überarbeitet und erweitert. So liefert die im Rahmen versteckte (und herausnehmbare) Batterie nicht nur deutlich mehr Strom für Beleuchtung und den Radar-Warner, sondern auch für die SRAM Schaltung der entsprechend ausgestatten Modelle.

Diese Neuerung dürfte auch der Grund dafür sein, dass zunächst nur Ride Sense Modelle mit SRAM Schaltung angeboten werden. Laut Cannondale sind Shimano Di2 Gruppen aktuell nicht mit einer zentralen Stromversorgung über das Ride Smart System kompatibel. Die Synapse Carbon 3 Smart Sense und Synapse Carbon 2 Smart Sense Modelle sind zudem erst ab Mitte Juni erhältlich. Hier wartet man wohl auf neue Schaltgruppen von SRAM.

Die Beleuchtung wird über den zentralen Smart Sense Akku mit Energie versorgt.
# Die Beleuchtung wird über den zentralen Smart Sense Akku mit Energie versorgt.
Auch an einen Computermount wurde natürlich gedacht.
# Auch an einen Computermount wurde natürlich gedacht.
Rückraum-Überwachung per Radar plus integrierte Rückleuchte.
# Rückraum-Überwachung per Radar plus integrierte Rückleuchte.
Die Synapse Modelle mit Smart Sense sind bestens gerüstet für Fahrten in der Dunkelheit.
# Die Synapse Modelle mit Smart Sense sind bestens gerüstet für Fahrten in der Dunkelheit.

Die neue Batterie hat eine Kapazität von 43,2 Wh und bietet die Möglichkeit unterwegs auch ein Smartphone oder andere Devices über einen USB-C-Port zu laden. Selbstverständlich werden alle Leuchten, das Radar-System zur Überwachung des rückläufigen Verkehrs, sowie neu auch die SRAM Schaltwerke von der Ride Sense Batterie versorgt.

Ausstattung: 7 Varianten, Smart Sense nach Wahl

Das neue Cannondale Synapse kommt in insgesamt 7 Ausstattungsvarianten auf den deutschsprachigen Markt. Dabei muss prinzipiell unterschieden werden, ob es sich um ein Modell mit oder ohne Smart Sense System handelt, denn Cannondale hat eine Nachrüstung der elektronischen Helfer nicht vorgesehen. Wer also das volle Smart Sense System nutzen möchte, sollte sich direkt beim Kauf für ein entsprechendes Modell entscheiden.

Die zweite wichtige Unterteilung betrifft den Rahmen, denn nur das LAB71 Modell und das Synapse Carbon 1 sind mit dem deutlich leichteren HI-MOD Rahmen ausgestattet. Alle anderen Modelle verfügen über einen Carbonrahmen ohne HI-MOD Carbonfasern. In Kombination mit dem leichteren Rahmen ist das Sicherheitsplus nicht zu haben.

Alle Modelle verfügen über Befestigungsmöglichkeiten für Schutzbleche.

Cannondale Synapse Carbon 1 mit Shimano Ultegra Di2 Gruppe
# Cannondale Synapse Carbon 1 mit Shimano Ultegra Di2 Gruppe – UVP 7.199 Euro.
Cannondale Synapse Carbon 1 mit HI-MOD Rahmen, Shimano Ultegra Di2 und  integriertem Cockpit sowie Reserve-Laufrädern.
# Cannondale Synapse Carbon 1 mit HI-MOD Rahmen, Shimano Ultegra Di2 und integriertem Cockpit sowie Reserve-Laufrädern. – UVP 9.199 Euro.
Cannondale Synapse Carbon 4 mit Shimano 105 Di2 Gruppe
# Cannondale Synapse Carbon 4 mit Shimano 105 Di2 Gruppe – UVP 4.499 Euro.
Cannondale Synapse Carbon 5 mit Shimano 105 Gruppe
# Cannondale Synapse Carbon 5 mit Shimano 105 Gruppe – UVP 3.499 Euro.
Als Rahmenkit gibt es zum Marktstart das LAB71 Modell mit HI-MOD Carbonrahmen.
# Als Rahmenkit gibt es zum Marktstart das LAB71 Modell mit HI-MOD Carbonrahmen. – UVP 5.799 Euro.
ModellSynapse LAB71 Synapse Carbon 1Synapse Carbon 2Synapse Carbon 2 Smart SenseSynapse Carbon 3 Smart SenseSynapse Carbon 4Synapse Carbon 5
Preis15.799 €9.199 €7.199 €7.899 €5.299 €4.499 €3.499 €
Gewicht (Gr. 56)8,37 kgk.A.8,39 kg8,61 kg9,36 kg9,03 kg9,49 kg
RahmenLAB71 Synapse HI-MOD Carbon, 12x142 mm Steckachse, Flat-MountSynapse HI-MOD Carbon, 12x142 mm Steckachse, Flat-MountSynapse Carbon, 12x142 mm Steckachse, Flat-MountSynapse Carbon, 12x142 mm Steckachse, Flat-MountSynapse Carbon, 12x142 mm Steckachse, Flat-MountSynapse Carbon, 12x142 mm Steckachse, Flat-MountSynapse Carbon, 12x142 mm Steckachse, Flat-Mount
GabelLAB71 Synapse HI-MOD Carbon, 12x100 mm SteckachseSynapse HI-MOD Carbon, 12x100 mm SteckachseSynapse Carbon, 12x100 mm SteckachseSynapse Carbon, 12x100 mm SteckachseSynapse Carbon, 12x100 mm SteckachseSynapse Carbon, 12x100 mm SteckachseSynapse Carbon, 12x100 mm Steckachse
GruppeSRAM Red XPLR 1x13 mit SRAM PowermeterShimano Ultegra Di2 mit 4iiii power MeterShimano Ultegra Di2k.A.k.A.Shimano 105 Di2Shimano 105
Übersetzung40 - 10-4650/34 - 11-3450/34 - 11-34k.A.k.A.50/34 - 11-3450/34 - 11-36
LaufradsatzReserve 42 49 Turbulent Aero mit DT Swiss 180 NabenReserve 42 49 Turbulent Aero mit DT Swiss 350 NabenDT Swiss ERC 45 Carbon mit DT Swiss 370 NabenReserve 42 49 Turbulent Aero mit DT Swiss 370 NabenDT Swiss R470 db mit Formula CL-712, RXC-4005 NabenDT Swiss R470 db mit Shimano RS470 NabenDT Swiss R470 db mit Shimano RS470 Naben
ReifenVittoria Corsa Pro Control, 700x32c, tubeless readyVittoria Corsa Pro Control, 700x32c, tubeless readyVittoria Rubino Pro lV, 700x32cVittoria Rubino Pro lV, 700x32cVittoria Rubino Pro lV, 700x32cVittoria Rubino Pro lV, 700x32cVittoria Zaffira Pro V, 700x32c
LenkerCannondale SystemBar R-One CockpitCannondale SystemBar R-One CockpitVision Trimax Aero, AluminiumVision Trimax Aero, AluminiumVision Trimax Aero, AluminiumVision Trimax Aero, AluminiumVision Trimax Compact TT, Aluminium
Vorbaus.o.s.o.Cannondale C1 Conceal AluminiumCannondale C1 Conceal AluminiumCannondale C1 Conceal AluminiumCannondale C1 Conceal AluminiumCannondale C1 Conceal Aluminium
SattelstützeCannondale C1 Aero 27 CarbonCannondale C1 Aero 27 CarbonHollowGram 27 SL, CarbonCannondale C1 Aero 27 CarbonCannondale C1 Aero 27 CarbonCannondale C1 Aero 27 CarbonHollowGram 27, Aluminium
BesonderheitenSmart Sense AusstattungSmart Sense AusstattungSmart Sense Ausstattung

Geometrie

Im Vergleich zum Vorgänger wurden die Kettenstreben um 10 mm und der Radstand um fast 40 mm bei Rahmengröße 54 verlängert. Das dürfte in erster Linie der deutlich größeren Reifenfreiheit von bis zu 42 mm geschuldet sein, denn die dickeren Pneus beanspruchen natürlich auch in Längsrichtung mehr Platz im Rahmen.

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Ansonsten gibt es wenig überraschendes aus den Zahlen zu lesen. Die Sitzposition dürfte, der Ausrichtung als Endurance-Rennrad entsprechend, den Daten nach recht kommod ausfallen. Mehr werden wir hier berichten, nachdem wir mit unserem Testbike die ersten Kilometer abspulen konnten. Bis dahin schon mal die Daten im Detail:

Rahmengröße 44 48 51 54 56 58 61
Laufradgröße 28″ / 700C 28″ / 700C 28″ / 700C 28″ / 700C 28″ / 700C 28″ / 700C 28″ / 700C
Reach 366 mm 371 mm 376 mm 381 mm 387 mm 393 mm 402 mm
Stack 510 mm 530 mm 550 mm 570 mm 590 mm 610 mm 640 mm
STR 1,39 1,43 1,46 1,50 1,52 1,55 1,59
Lenkwinkel 69,8° 70,9° 71,3° 71,3° 71,3° 71,3° 71,3°
Sitzwinkel, effektiv 73° 73° 73° 73° 73° 73° 73°
Oberrohr 478 mm 486 mm 497 mm 509 mm 523 mm 537 mm 556 mm
Oberrohr (horiz.) 522 mm 533 mm 544 mm 556 mm 567 mm 580 mm 598 mm
Steuerrohr 91 mm 108 mm 127 mm 150 mm 171 mm 196 mm 227 mm
Sitzrohr 407 mm 407 mm 443 mm 480 mm 520 mm 550 mm 590 mm
Überstandshöhe 714 mm 722 mm 752 mm 785 mm 815 mm 843 mm 878 mm
Kettenstreben 425 mm 425 mm 425 mm 425 mm 430 mm 430 mm 430 mm
Radstand 1.003 mm 1.005 mm 1.013 mm 1.026 mm 1.044 mm 1.058 mm 1.077 mm
Tretlagerabsenkung 75 mm 75 mm 76 mm 73 mm 73 mm 70 mm 70 mm
Tretlagerhöhe 278 mm 278 mm 278 mm 280 mm 280 mm 283 mm 283 mm
Einbauhöhe Gabel 393 mm 393 mm 393 mm 393 mm 393 mm 393 mm 393 mm
Gabel-Offset 55 mm 55 mm 55 mm 55 mm 55 mm 55 mm 55 mm

In unserer Geometrie-Datenbank könnt ihr das neue Cannondale Synapse ganz einfach mit anderen Endurance-Rennrädern vergleichen. Einfach auf die Links in der Tabelle unten klicken. Eine ähnliche Geometrie hat zum Beispiel das Pinarello Dogma X.

Testbike ist unterwegs

Eigentlich war ein kompletter Test zum Erscheinungstermin des neuen Cannondale Synapse an dieser Stelle geplant, doch leider ist das Testbike nicht rechtzeitig bei uns eingetroffen. Deshalb müssen wir euch noch einige Zeit vertrösten, bis wir genug Kilometer mit dem neuen Endurance-Renner von Cannondale gesammelt haben. Das Testupdate wird dann so bald wie möglich hier im Artikel ergänzt.

UPDATE 26.6.2025: Test ist abgeschlossen

Mittlerweile haben wir ein Cannondale Synapse Lab 71 über mehrere Wochen im Test bewegt und berichten euch nachfolgend über die gewonnen Eindrücke.

In der Praxis

Der Akku ist über ein pfiffig konstruiertes System im Rahmen integriert und kann sehr einfach und schnell entnommen werden. Auf Kabel muss man dabei nicht achten, denn der Stromlieferant wird beim Einschieben an seine finale Position über einen integrierten Stecker automatisch mit dem „Bordnetz“ verbunden. Dass er über eine integrierte Leuchte verfügt, die das Staufach erhellt oder herausgenommen als Taschenlampe fungieren kann, ist ein echter Mehrwert.

Die Verbindung der Bike-Elektronik mit der zugehörigen Smartphone-App klappte im Test schnell und problemlos. Dank der Software kann man nicht nur diverse Beleuchtungsmodi auswählen und individuell konfigurieren, sondern erhält auch einen Überblick über die zurückgelegte Strecke und Empfehlungen für Service-Termine.

Das Sataufach im Unterrohr ist riesig
# Das Sataufach im Unterrohr ist riesig – und wird durch eine integrierte Leuchte im Akku erhellt!
Die Kopplung mit der Cannondale App erfolgte problemlos
# Die Kopplung mit der Cannondale App erfolgte problemlos – hier lassen sich allerhand Parameter und die Beleuchtung einstellen.
Zusätzlich findet man alle Daten zum Bike
# Zusätzlich findet man alle Daten zum Bike – und Service-Empfehlungen sowie Support.
Rücklicht und Radar sind diret am Sattel befestigt
# Rücklicht und Radar sind diret am Sattel befestigt – der Knopf zum wechseln der Betriebsmodi ist auch während der Fahrt einfach zu bedienen.
Die kleine Frontleuchte sitzt an einem Halter unter dem Cockpit
# Die kleine Frontleuchte sitzt an einem Halter unter dem Cockpit – ein Computermount ist selbstverständlich auch an Bord.
Die Sattelstütze wird von schräg unten geklemmt.
# Die Sattelstütze wird von schräg unten geklemmt.
Die LED zeigt die Betriebsbereitschaft und den Ladezustand an
# Die LED zeigt die Betriebsbereitschaft und den Ladezustand an – der USB Ladeport sitzt direkt darunter.
In einer passenden Tasche lassen sich Notfall-Kit und Ersatzteile unterbringen
# In einer passenden Tasche lassen sich Notfall-Kit und Ersatzteile unterbringen – die Beladung über die große Öffnung im Rahmen ist sehr komfortabel.

Zusätzlich lassen sich natürlich alle Parameter des serienmäßig verbauten Radar-Systems konfigurieren, sowie die geschätzte Betriebsdauer je nach Ladezustand des Akkus kontrollieren.

Sowohl der „Deckel“ zur Öffnung des Staufaches selbst, als auch das verwendete Verschlusssystem machen einen sehr soliden Eindruck. Während unseres Testzeitraums hat hier nichts geklappert oder gewackelt.

Auf dem Kurs

Der erste Kontakt mit dem Cannondale Synapse ist durchaus positiv. Das von Momo designte Cockpit ist nicht nur schön anzuschauen, sondern hat auch eine sehr angenehm zu greifende Oberfläche. Mit 40 cm Breite an den Hoods und 44 cm Abstand an den Enden der Drops passt die Steuerzentrale gut zum sportlichen Endurance-Anspruch des Langstrecken-Renners.

Wir hatten das Top-Modell LAB 71 mit SRAM red XPLR 1x13 Gravel-Gruppe im Test
# Wir hatten das Top-Modell LAB 71 mit SRAM red XPLR 1x13 Gravel-Gruppe im Test – die Lackierung ist ein echter Eye-Catcher.
Das Carbon-Cockpit liegt gut in der Hand
# Das Carbon-Cockpit liegt gut in der Hand – und sieht schick aus.
Der Fizik Sattel passt gut zum Testbike
# Der Fizik Sattel passt gut zum Testbike – er bietet viel Komfort.
Die lange Sattelstütze trägt maßgeblich zum Komfort bei.
# Die lange Sattelstütze trägt maßgeblich zum Komfort bei.
Genau wie die geschmeidig rollenden Vittoria Corsa Pro Control.
# Genau wie die geschmeidig rollenden Vittoria Corsa Pro Control.
Die 1x13 Übersetzung der XPLR Gruppe hat zwar viel Bandbreite
# Die 1x13 Übersetzung der XPLR Gruppe hat zwar viel Bandbreite – aber auch recht große Gangsprünge.

Mit lediglich 80 mm Überhöhung liegt das Cockpit recht hoch für mich. Ich würde deshalb auf jeden Fall die 20 mm verbauten Spacer entfernen, wenn ich das Synapse länger bei mir im Fuhrpark hätte. Auffällig für mich persönlich ist zudem eine recht lange Sitzlänge, an der auch die gekröpfte Sattelstütze ihren Anteil beiträgt. Insgesamt kommt mir die Rahmengröße für eine nominelle 54 gefühlt recht groß vor.

Der im Vergleich zum Vorgänger deutlich verlängerte Radstand mag auch seinen Anteil an diesem Gefühl haben, wirkt sich jedoch nicht negativ auf das Handling aus. Das Synapse lässt sich behände ums Eck zirkeln und scheut auch schnelle Richtungswechsel keineswegs. Erfreulicherweise liegt es dabei immer sehr stabil und spurtreu auf seiner Linie. Passend zur Endurance-Kategorie kann man das Fahrverhalten als vertrauenerweckend bezeichnen.

Bergab zieht das Synapse souverän seine Bahn.
# Bergab zieht das Synapse souverän seine Bahn.

Dank dem Rahmen mit höchster Carbonqualität und exklusiver Ausstattung bringt unser Testbike trotz 300 Gramm schwerem Akku lediglich knapp unter 8 kg auf die Redaktionswaage. Was gemessen an der kompletten Ausstattung mit Aero-Laufrädern, 32er Reifen, Licht und Radar ein mehr als passabler Wert ist. Daher überrascht es auch nicht, dass sich das Cannondale Synapse flink beschleunigen und dank der exzellenten SRAM Red Bremsen auch ebenso schnell verzögern lässt.

Die Stopper der Red XPLR AXS Gruppe setzen aktuell Maßstäbe und lassen hinsichtlich Modulation, Einstellbarkeit und Leistung wenig Wünsche offen. Lediglich ein leichtes Schleifgeräusch war nach harten Bremsmanövern das ein oder andere Mal zu vernehmen. Die Gangwechsel der 1 x 13 Gravel-Gruppe erfolgen ebenfalls auf höchstem Niveau, ob die Abstufung der 10-46 Kassette jedoch gut zu einem Rennrad passt, möchte ich hier in Frage stellen.

Dank des niedrigen Gewichts reagiert das Testbike spontan auf Antritte.
# Dank des niedrigen Gewichts reagiert das Testbike spontan auf Antritte.

Die absolute Bandbreite der Übersetzung mit 44er Kettenblatt vorne ist zwar ausreichend, aber die Gangsprünge fallen für das reine Fahren auf Asphalt für meinen Geschmack zu groß aus. Ebenso ist es nervig, dass man auf zügig gefahrenen Bergabstücken schnell nicht mehr mittreten kann. Wohingegen der Berggang mit 44 zu 46, also mit echter Untersetzung, auch bei eher schwachen Waden ausreichend sein dürfte. Wer hohe Geschwindigkeiten eher scheut und keinen Wert auf feine Gangsprünge legt, könnte hingegen durchaus mit der SRAM XPLR Gruppe auf dem Cannondale Synapse glücklich werden.

Wunderbar funktioniert hat an unserem Testbike auch die Smartsense Integration. Es ist schon äußerst komfortabel, wenn man sich nur um die Ladung eines Akkus Gedanken machen muss und immer Licht und Radar sauber integriert an Bord hat. Zudem ist es natürlich ein Gewinn an Sicherheit.

Die Sitzposition ist komfortabel und dennoch recht sportlich.
# Die Sitzposition ist komfortabel und dennoch recht sportlich.

Wer keine Lust auf technische Hilfsmittel hat und sein Rennrad eher als puristisches Sportgerät betrachtet, bekommt das Cannondale Synapse auch in mehreren Varianten ohne Akku oder Leuchten. Das praktische und geräumige Staufach ist dennoch immer an Bord und erleichtert nicht nur den Transport eines Notfall-Kits, sondern auch von allen möglichen weiteren Dingen, die man unbedingt dabei haben möchte. Das Platzangebot im Unterrohr ist jedenfalls riesig. Übrigens auch bei den Modellen mit Akku.

Allen Modellen gleich dürfte der gebotene Komfort sein. Unser Testbike punktet hier jedenfalls schon mit den sehr geschmeidig rollenden Vittoria Corsa Pro Reifen in 32 mm Breite. Auf den Reserve Aero-Felgen mit 25,4 mm (vorn) und 24,8 mm (hinten) Maulweite bauen die Pneus rund 33 mm breit und stehen mit relativ geraden Flanken in der Felge. Dadurch konnte ich mit meinen 67 kg Lebendgewicht mit einem niedrigen Luftdruck von lediglich 3,4 bar vorn und 3,6 bar hinten fahren. Das bringt vor allem auf rauem Asphalt und bei kleinen Absätzen oder Löchern sehr gut spürbare Komfort-Vorteile und eine exzellente Vibrationsdämpfung.

Auch die recht lange und sichtbar flexende Sattelstütze zahlt auf das Komfort-Konto ein. Sie schluckt die eher groben Löcher und sorgt damit auch auf wirklich schlechten Straßen für Fahrspaß. Gut dazu passt das einteilige Carbon-Cockpit, das ebenfalls nicht zu hart konstruiert ist, um einen Komfortgewinn zu ermöglichen. Alles in allem bietet unser Testbike damit ein sehr effektives Komfort-Paket.

Auch im Wiegetritt macht der Rahmen einen sehr steifen Eindruck.
# Auch im Wiegetritt macht der Rahmen einen sehr steifen Eindruck.

Das ist uns aufgefallen

  • Verarbeitung Die Verarbeitung an unserem Testbike war auf höchstem Niveau. Lackierung, Integration der Bauteile, die Abdeckung des Staufachs bis hin zum Finish der Felgen wirkt alles am Testbike hochwertig und edel.
  • Für wen? Für alle, die komfortabel und dennoch schnell unterwegs sein wollen. Und für Fans integrierter Technik.
  • Für wen besser nicht? Echte Racer möchten sicher sportlicher sitzen. Wer kein Freund von integrierter Technik und Apps ist, sollte besser die Versionen ohne Smartsense wählen.
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Test Cannondale Synapse LAB 71 – Fazit

Wer ein echtes High-End Endurance-Rennrad mit exklusiver Ausstattung sucht, ist mit unserem Testbike Cannondale Synapse LAB71 sicher gut bedient. Dank feinster Ausstattung und dem toll funktionierenden SmartSense System bleiben hier keine Wünsche offen. Viel mehr zeigt Cannondale mit dem Top-Modell der Synapse Reihe was aktuell an integrierter Technik möglich ist. Die gebotenen Fahrleistungen und der Komfort sind auf ähnlich hohem Niveau wie die technische Ausstattung und Funktionsvielfalt. Allerdings ist auch der Preis von fast 16.000 Euro auf allerhöchster Ebene. Zum Glück bieten die US-Amerikaner auch zahlreiche günstigere Synapse Modelle an.

Artikelbild

Pro / Contra

Stärken

  • Top-Ausstattung
  • Ein Akku für alles
  • Integrierte Beleuchtung

Schwächen

  • Sehr hoher Preis (Testbike)

Wie gefällt euch das neue Cannondale Synapse?


Noch mehr Rennrad-Neuheiten 2025 auf Rennrad-News:

Text: Harald Englert, Bilder: Harald Englert, Cannondale

190 Kommentare

» Alle Kommentare im Forum
  1. Weiß jemand, wo es die passende Sattelstütze mit 0mm Setback zu bestellen gibt?

  2. Kleine Frage: Ist die Lenkerhöhe so ab Werk? Oder hast du schon Vorbauspacer entfernt?
    Mein Synapse kam ab Werk mit 5cm Spacer.
  3. Ich hatte mal ein bisschen geschaut wegen so einem Frameset, aber die sind ja seltener als Diamanten wie es scheint.

  4. mk13
    Dabei seit 11/2025
    Ich hatte mal ein bisschen geschaut wegen so einem Frameset, aber die sind ja seltener als Diamanten wie es scheint.
    Das nervt mich auch ein wenig. Du findest kaum Endurance Rahmen. Wenn ich ein neues Bike mit meiner Ultegra Di2 fahren möchte, müsste ich bei Cannondale, Specialized (ohne SW), Cervelo (ohne -5) usw. ein Modell mit mechanischer 105 für UVP 2500-3000€ ausschlachten und hätte viele Teile hier zu liegen, die ich weder verwenden kann und die nicht viel wert sind.
    Da stellt sich dann schon irgendwann die Frage, warum man nicht gleich das Caledonia 5 als Rahmenset nehmen sollte..vermutlich ist genau das auch die Intention der Hersteller 😅
  5. Mein Synapse kam ab Werk mit 5cm Spacer.
    Ja cool ... Ein Endurance braucht keine Überhöhung.
    Kann man das Cockpit nach oben drehen?
    Also Oberlenker statt Unterlenker?
Was meinst du?

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