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Ullrich soll entlassen werden

schwergewicht schrieb:
Mal so in die Runde gefragt:
Wer hat denn eine Ahnung wie man seine Unschuld beweist? Wie beweist man etwas, das man nicht getan hat?
Mein Nachbar behauptet z.B. ich hätte ihn beklaut. Ich habe ihn nicht beklaut, aber wie beweise ich was, was ich nicht getan habe?
Wenn er behauptet, ich hätte ihn zwischen 3 und 4 beklaut, kann ich wenigstens ein Alibi für diese Zeit vorlegen.

Das was hier mit Ullrich passiert ist wirklich nichts weiter als eine Hexenjagd. Er wird bereits verurteilt und soll seine Unschuld beweisen, ehe überhaupt gegen ihn ermittelt wird - ja wo sind wir denn?

Naja, wenn er anbietet, seine Unschuld zu beweisen, sollte da schon irgendetwas kommen, oder? Ansonsten haette er auch sagen koennen: "Ich bin unschuldig, die Anschuldigungen sind unhaltbar, und ich werde gegen die Suspendierung rechtlich vorgehen."
 
Er konnte gegen die Suspendierung rechtlich nicht vorgehen, denn der Team Chef bestimmt wer fährt und wer nicht! War doch schlau eingefädelt von UCI und Societe TdF. So können die ihre Hände in Unschuld waschen. Der Teamchef hat den schwarzen Peter. Gegen die Kündigung seines Vertrages kann er jetzt vorgehen was er auch tun wird.!
 
Pave schrieb:
Er konnte gegen die Suspendierung rechtlich nicht vorgehen, denn der Team Chef bestimmt wer fährt und wer nicht! War doch schlau eingefädelt von UCI und Societe TdF. So können die ihre Hände in Unschuld waschen. Der Teamchef hat den schwarzen Peter. Gegen die Kündigung seines Vertrages kann er jetzt vorgehen was er auch tun wird.!

Macht Sinn. Aber Deine "Verschwoerungstheorie " kann ich nicht teilen.

Was fuer mich allerdings keinen Sinn macht, ist die Passivitaet von den Beschuldigten.

Edit:

Mein Zitat weiter oben haette auch lauten koennen "Ich bin unschuldig, die Anschuldigungen sind unhaltbar, und ich werde gegen die Rufschaedigung rechtlich vorgehen." Fuer JU steht ja auch finanziell einiges auf dem Spiel.
 
wenn ulles kündigung rechtskräftig ist, bekommt er dann arbeitslosengeld? vermittelbar ist er ja auch nicht, da kein protour-team ihn anstellen darf laut kodex?
 
schwergewicht schrieb:
Das vertrackte ist doch eben, daß die Beschuldigten nicht mal von offizieller Seite beschuldigt werden.

Gruß Frank

Moin,

stimmt! Wie will man seine Unschuld beweisen, wenn es keine Beschuldigung gibt. Wie will Beweise entkräften die es von offizieller Seite nicht gibt. Wie soll man z.B. ein Alibi für einen Zeitraum vorlegen den man nicht kennt. Ärztliche Atteste für Befunde die man ebenfalls nicht kennt.
Aber vielleicht ist das eine Methode aus meinen 2 Jahre Laufzeitvertrag bei Tmob rauszukommen.:D Jetzt brauche ich nur noch einen Spanier mit Kühlschrank.:dope:

Gruß k67
 
docc schrieb:
wenn ulles kündigung rechtskräftig ist, bekommt er dann arbeitslosengeld? vermittelbar ist er ja auch nicht, da kein protour-team ihn anstellen darf laut kodex?

klar ist der vermittelbar - als Versuchskarnickel für Sportunikliniken...
 
docc schrieb:
wenn ulles kündigung rechtskräftig ist, bekommt er dann arbeitslosengeld? vermittelbar ist er ja auch nicht, da kein protour-team ihn anstellen darf laut kodex?

Moin,

glaube ich nicht! Der war wohl nicht abhängig beschäftigt sondern freier Mitarbeiter oder Subunternehmer oder so ähnlich. Damit selbständig und nicht Arbeitslosenversichert. Deswegen zieht auch die Geschichte mit dem Arbeitsrecht nicht. Die Sache wird wohl eine Zivilrechtliche sein als Streit zwischen zwei Vollkaufleuten. Denke mal das der JU nach außen auch als GmbH oder GbR auftritt.

Gruß k67
 
Ich finde das ganze Getue grad mal voll fürn Arsch.
Bei Lance Armstrong vermutete man jahrelang das er gedopt war. Sein Team stand zu ihm, wie sich das gehört. In Deutschland gilt man dann erst als "schuldig" wenn die Schuld bewiesen ist.
Das Gesetz & Recht sprich allen Beteiligten in Doping Skandal keinerlei Schuld zu. Erst dann wenn es bewiesen ist, ist die Schuld vorhanden. Diese Situation die wir momentan haben, drehte sich fast genauso jahrelang um Armstrong, und das Team hat ihn fahren gelassen solange er nicht als schuldig galt.
Ich finde, T.-Moblie hätte sich ausnahmsweise mal hinter Ullrich stellen sollen und nicht wie eine heiße Kartoffel fallen lassen.
Ich hoffe, den Fahren kann nichts bewiesen werden und Ullrich verklagt T-Moblie und die anderen Fahre tuen es ihm gleich.
Auf Vermutung jemandem die Karriere zu versauen ist fürn Arsch. Natürlich, weis jeder, das es sehr sehr Wahrscheinlich ist, das der "JAN" oder "Rudis Sohn" auf Ullrich abziehlen, aber keiner kanns beweisen.
 
viper1987 schrieb:
Ich finde das ganze Getue grad mal voll fürn Arsch.
Bei Lance Armstrong vermutete man jahrelang das er gedopt war. Sein Team stand zu ihm, wie sich das gehört. In Deutschland gilt man dann erst als "schuldig" wenn die Schuld bewiesen ist.
Das Gesetz & Recht sprich allen Beteiligten in Doping Skandal keinerlei Schuld zu. Erst dann wenn es bewiesen ist, ist die Schuld vorhanden. Diese Situation die wir momentan haben, drehte sich fast genauso jahrelang um Armstrong, und das Team hat ihn fahren gelassen solange er nicht als schuldig galt.
Ich finde, T.-Moblie hätte sich ausnahmsweise mal hinter Ullrich stellen sollen und nicht wie eine heiße Kartoffel fallen lassen.
Ich hoffe, den Fahren kann nichts bewiesen werden und Ullrich verklagt T-Moblie und die anderen Fahre tuen es ihm gleich.
Auf Vermutung jemandem die Karriere zu versauen ist fürn Arsch. Natürlich, weis jeder, das es sehr sehr Wahrscheinlich ist, das der "JAN" oder "Rudis Sohn" auf Ullrich abziehlen, aber keiner kanns beweisen.

Ich denke, dass wenn Dein Name so duemmlich verschluesselt im Buch eines Drogenhaendlers auftauchen wuerde, dass Du vor Gericht ziemlich schlecht Karten haettest. Wenn dazu auch noch Dein Ziehvater bei einem Telefonat mit besagtem Dealer abgehoert wird und ziemlich eindeutig auf Dich verweist, sieht's wohl noch schlechter aus.

Wenn ich mich jetzt nicht irre, habe ich gelesen, dass die Fahrer bei Dopinganschuldigung eine vertragliche Mitwirkungspflicht an der Aufklaerung haben. Wenn das stimmt, hat JU seinen Vertrag verletzt.
 
ich denke mal, wir sollten nicht so voreilig sein mit verurteilungen von t-mobile oder ulle. wer hier welchen vertrag gebrochen hat, lässt sich doch für uns gar nicht nachvollziehen.

beide parteien haben hochbezahlte anwälte, die wahrscheinlich versuchen, mit allen (legalen) mitteln die zu vertretende partei in besseres licht zu stellen. da isses dann leicht möglich, dass hinten rum auch irgendwelche halbwahrheiten verbreitet werden, um den anderen schlecht dastehen zu lassen. war ja auch so, als gesagt wurde, ulle hätte zur frist keine stellungnahme abgegeben....... hatter eben doch, nur hats t-mobile eben verschwiegen.

abwarten und tee trinken. alles weitere wird sich zeigen.
 
Minimalist schrieb:
Ich denke, dass wenn Dein Name so duemmlich verschluesselt im Buch eines Drogenhaendlers auftauchen wuerde, dass Du vor Gericht ziemlich schlecht Karten haettest. Wenn dazu auch noch Dein Ziehvater bei einem Telefonat mit besagtem Dealer abgehoert wird und ziemlich eindeutig auf Dich verweist, sieht's wohl noch schlechter aus.

Wenn ich mich jetzt nicht irre, habe ich gelesen, dass die Fahrer bei Dopinganschuldigung eine vertragliche Mitwirkungspflicht an der Aufklaerung haben. Wenn das stimmt, hat JU seinen Vertrag verletzt.

Moin,

wenn Dein Name dümmlich verschlüsselt im Buch eines Drogenhändlers auftaucht und dazu Dein leiblicher Vater jeden Tag mit Drogen vollgepumpt bei dem Drogenhändler an der Nadel hängt, dann wird sich der Richter diese Tatsachen anschauen und dann alle Verfahren gegen Dich einstellen. Weil Du A bestimmt nicht Deinen Namen selbst in das Buch geschrieben hast und B für die Taten Deines Vaters zumindest rechtlich nicht verantwortlich bist. Wenn dann nicht mehr greifbar ist gegen Dich, dann hat sich die Sachen erledigt. Sippenhaftung gab es nur zwischen 33 und 45! Seitdem nicht mehr.

Gruß k67
 
Das Verhalten von TMO ist schon krass, gerade im Vergleich zu CSC und BAsso. Da stellt sich ein Rijs klar vor seinen Fahrer und sagt, ich glaub ihm dass er unschuldig ist. Aber das sie alles über die Medien klären ist schon scheiße.
Aber naja wie gesagt, wäre Ulle damals lieber zu CSC gegangen, dann hätte er zumindest nen Teamchef gehabt, der ihm nicht noch in den rücken fällt.
 
diese ganzen
180px-Spekulatius_four_pieces_of.jpg
sind doch für´n
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keiner hier kennt die Verträge, also sind diese Diskussionen doch recht haltlos...

Grüße,
Schwarzfahrer
 
Loopdream schrieb:
Das Verhalten von TMO ist schon krass, gerade im Vergleich zu CSC und BAsso. Da stellt sich ein Rijs klar vor seinen Fahrer und sagt, ich glaub ihm dass er unschuldig ist. Aber das sie alles über die Medien klären ist schon scheiße.
Aber naja wie gesagt, wäre Ulle damals lieber zu CSC gegangen, dann hätte er zumindest nen Teamchef gehabt, der ihm nicht noch in den rücken fällt.

Das sehe ich ganz genau so.
Zumal es TMO in dieser Sache allein in Anbetracht der investierten Sponsorsummen wahrscheinlich gar nicht nicht um einen Ehrenkodex oder Kampf gegen Doping an sich, sondern wohl nur um Wahrung des Rufs geht.
Da ist Rijs für mich zunächst mal sympathischer...rauswerfen kann man die Leute immernoch, wenn letztendlich die klaren Fakten auf dem Tisch liegen (ja ja..weiterlaufende Bezahlung...aber das würde TMO wohl kaum in den Ruin treiben)
 
t-mobile läßt sich sein radsport-team etwa 12 mio € im jahr kosten, jan ullrich als aushängeschild des teams darf durch den ehrenkodex der mannschaften nicht mehr starten, und sein vertrag wäre ende des jahres beendet.
nun würde ich als kaufmann natürlich schon schauen, dass ich das eine oder andere milliönschen anders investiere als in die rente eines fahrers.
daher ist die entwicklung für mich keine große überraschung.
t-mobile will als sauberes team dastehen und hat die entsprechenden kapazitäten und einfluß, um einen jan ullrich in der öffentlichkeit ganz doof da stehen zu lassen.
am ende werden die anwälte beidseitig eine wahrheit konstruieren, die niemanden teuer zu stehen kommt, mit eben jener aber nichts zu tun hat und bequem auf eine halbe seite passt, um niemanden zu überfordern, oder gar zu viel informationen über das systeme enthält. wenn man alles zusammenfaßt, hat man ja ungefähr einen 3-zeiler bisher, der rest sind nebelgranaten, die auf nebenschauplätzen gezündet werden.
 
kastel67 schrieb:
Moin,

wenn Dein Name dümmlich verschlüsselt im Buch eines Drogenhändlers auftaucht und dazu Dein leiblicher Vater jeden Tag mit Drogen vollgepumpt bei dem Drogenhändler an der Nadel hängt, dann wird sich der Richter diese Tatsachen anschauen und dann alle Verfahren gegen Dich einstellen. Weil Du A bestimmt nicht Deinen Namen selbst in das Buch geschrieben hast und B für die Taten Deines Vaters zumindest rechtlich nicht verantwortlich bist. Wenn dann nicht mehr greifbar ist gegen Dich, dann hat sich die Sachen erledigt. Sippenhaftung gab es nur zwischen 33 und 45! Seitdem nicht mehr.

Gruß k67

War RP auch gedopt? :eek:
 
Denke, was T-Mobile aufstößt und was auch ein zentraler Punkt in den folgenden arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen sein wird, ist die Tatsache, daß Ulle seinen Arbeitgeber zuvor mehrfach belog als er auch intern jegliche Verbindung zum spanischen Wunderdoktor leugnete.

Jeder Arbeitgeber hat das Recht, einen Angestellten abzumahnen bzw. bei harschen Verstößen sofort zu feuern, wenn dieser ihm gegenüber zu einem wesentlichen, seinen Tätigkeitsbereich unmittelbar betreffenden Umstand die Unwahrheit sagt. Gerichtsentscheidungen zu diesem Thema füllen mittlerweile ganze Bibliotheken.

Und eine zentrale Aufgabe in Ulles Angestelltenverhältnis war nun einmal die positive Außendarstellung seines Arbeitgebers. Die ist natürlich nicht mehr gegeben, wenn er unter Dopingverdacht gerät. Dazu bedarf es in diesem Falle erst gar keiner strafrechtlich relevanten Beweise. Daher könnte die Kündigung juristisch durchaus Bestand haben.

Daß ein Rennradfahrer überhaupt auf strafrechtliche Grundsätze verweisen muß, ist m.E. schon traurig genug. Andererseits bei den deutlich erkennbaren Strukturen des organisierten Verbrechens (Drogenhandel ist eine Straftat) innerhalb des Straßenradsports eigentlich nur konsequent.


/PF
 
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