• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

PBP 2027

Hallo Ivo,

nutze mal Deinen Beitrag um folgende Frage zu platzieren, die mich schon länger "umtreibt":

Wie kommt PBP auf seine Qualistrecken von 200, 300, 400 und 600 km?

Hierzu meine Gedanken, warum ich das nicht nachvollziehen kann:

PBP hat eine Gesamtlänge von rund 1.200 km. Was genau erhofft man sich durch die Quali, insbesondere bezogen auf die 200, 300 und 400 Kilometer Strecke. Die länge der Qualistrecken erscheinen irgendwie sinnlos, sofern die Qualistrecken auch dahingehend einen Beweis liefern sollen, dass der für PBP angemeldete Fahrer vermutlich in der Lage sein wird die ca. 1.200 km zu absolvieren. Es würde doch bedeutend mehr Sinn machen, als Quali einen 800 oder 1.000 zu fordern und das war es.

Ich finde die Quali von vier Brevets, deren längen fast ausnahmslos ein Kindergeburtstag im Vergleich zum eigentlichen Event sind, irgendwie nicht nachvollziehbar.

Beste Grüße und allen die bei BPB bzw. die Quali starten, viel Erfolg!

Die Qualistrecken gibt's schon lange Zeit vor meiner ersten Teilnahme. Ich bezweifle ob überhaupt jemanden der damals das mit entschieden hat noch am Leben ist um auszusagen warum die das damals entschieden haben.
Wichtig bei der Kombination ist dass du unter verschiedene Bedingungen fahren konntest, an alle Uhrzeiten, und am Besten mit unterschiedliche Startzeiten. Einen 600-er geht noch übers Wochenende, also braucht, wenn gut geplant, kaum Ferientage.
PBP gab's ja schon in der Zeit als Arbeiter kaum Ferien hatten, das wird wahrscheinlich mitgespielt haben bei solche Entscheidungen.
Beim 1000-er ist es auch nicht von wegen dass der in Frankreich hauptsächlich am langen Wochenende vom 14. Juli veranstaltet wird.
 
Ich finde die Quali von vier Brevets, deren längen fast ausnahmslos ein Kindergeburtstag im Vergleich zum eigentlichen Event sind, irgendwie nicht nachvollziehbar.
Das schwierigste Brevet ist das nächste. Jedes Brevet kommt mir anderen Herausforderungen daher, von denen die Distanz nur eine ist.

Wer die zusätzliche Challenge schon bei der Quali sucht, kann etwas wie die "Brevetwoche" fahren, wie sie 2023 von Björn L. (ARA Dresden) angeboten wurde.
 
Ich finde die Quali von vier Brevets, deren längen fast ausnahmslos ein Kindergeburtstag im Vergleich zum eigentlichen Event sind, irgendwie nicht nachvollziehbar.
Ich stelle dir mal die Gegenfrage: Wieviele Marathons läuft ein Marathonläufer in Vorbereitung auf einen Marathon? Denke einfach mal darüber nach.
 
Ich stelle dir mal die Gegenfrage: Wieviele Marathons läuft ein Marathonläufer in Vorbereitung auf einen Marathon? Denke einfach mal darüber nach.

Im Prinzip sehe ich das ja auch so — im Training fährt man sicher nicht jeden Tag 200km um dann eine Runde doppelt oder 3-fach so lang fahren zu können.

Hier wäre die Analogie doch eher;
Bitte weise einen 5km Lauf, einen 10km Lauf und einen Halbmarathon nach — und zwar nicht im Training, sondern bei unseren genehmigten Veranstaltungen — dann darfst Du beim Marathon mitmachen, wenn Du einen Startplatz bekommst.

Wie schon geschrieben; mir würde ein 600er auch reichen, aber ich fahre übers Jahr auch viel und regelmäßig Marathons.
Für manchen ist es vielleicht ein gutes Training, für manchen einfach Spaß an der Sache und am Ende darf das der Veranstalter entscheiden. Wir machen es dann so wie gewünscht. Schadet aber ja auch nicht wirklich … 😅
 
Du musst nicht 200-300-400-600 fahren, Du darfst auch 4x600 fahren oder vielleicht eines der Audax Suisse Winterfell Brevets einstreuen wenn Du mehr "Härte" suchst. Alternativ suchst Du Brevets mit deutlich mehr als 1000 Höhenmetern pro 100 Kilometer für deine Qualifikation raus oder fährst zusätzlich für Dich noch etwas härteres.

Die Regeln für PBP sortieren ein wenig vor und reduzieren etwas die Abbrechenquote aber machen diese Radtourismus Veranstaltung immer noch zugänglich. Alle, die die Qualifikation geschafft haben durften bislang starten. Sollte das irgendwann nicht mehr der Fall sein kann sich das Organisationsteam einen härteren Qualifikationsmodus überlegen.
 
Ich finde es ein bisschen traurig die normalen Brevets als reine Qualifikation für PBP zu degradieren, da fehlt mir die Romantik. Ich würde die Sichtweise eher drehen, ich sehe PBP eher als Highlight für die gestandenen Randonneure. Wer sich in einem Verein das ganze Jahr vor Arbeit drückt, braucht sich bei der Weihnachtsfeier nicht als erster ans Buffet stellen 😅
 
Ich finde es ein bisschen traurig die normalen Brevets als reine Qualifikation für PBP zu degradieren, da fehlt mir die Romantik.[...]😅
Die "normalen" Brevets sind schöne kleinere oder größere Fluchten aus dem Alltag um neue Orte und Wege in der (weiteren) Umgebung zu entdecken. Allerdings bin ich ich im Dreiländereck NL-BE-DE auch sehr komfortabel mit Startorten versorgt.

Auf Strecken zwischen 200 und 600 Kilometer kann man viel über sich selbst lernen. Im PBP Jahr sind die Qualifikationsbrevets ein wenig abhaken umd einpacken, ein wenig Adventskalender -Türchen aufmachen und etwas ein weiteres Mal prüfen, ob alles passt für das große Spektakel. Der 600er in 2023 war das erste Mal so eine Strecke, vorher wirkte eine solche Distanz surreal, danach kam dann die Vorfreude auf Paris. Es ist schon anders mit Schritten auf ein Ziel hinzuarbeiten als einfach nur am Start eines Brevets aufzutauchen und los zu fahren.
 
Die "normalen" Brevets sind schöne kleinere oder größere Fluchten aus dem Alltag um neue Orte und Wege in der (weiteren) Umgebung zu entdecken. Allerdings bin ich ich im Dreiländereck NL-BE-DE auch sehr komfortabel mit Startorten versorgt.
Ich bin noch neu, habe letztes Jahr erst meine ersten zwei Brevets gefahren, einen 200er und einen 400er. Von daher hält bei mir noch der Zauber des Neuen an.
Dein Standort scheint mir ein klarer Vorteil zu sein. Bei mir gibt es ein Startort, der 1h mit dem Auto entfernt ist. Dann kommen mehrere Startorte mit einer Entfernung von jeweils 3h. Unter Berücksichtigung familiärer Verpflichtungen wird aus der kleinen Alltagsflucht schnell ein Event mit logistischer Planung. Von daher steht bei mir noch nicht PBP an, sondern es gibt noch genug in der fernen Heimat zu erkunden.
Ich kann aber verstehen, dass mit wachsenden Erfolgen auch die eigenen Ansprüche wachsen 👍
 
Im Prinzip sehe ich das ja auch so — im Training fährt man sicher nicht jeden Tag 200km um dann eine Runde doppelt oder 3-fach so lang fahren zu können.

Hier wäre die Analogie doch eher;
Bitte weise einen 5km Lauf, einen 10km Lauf und einen Halbmarathon nach — und zwar nicht im Training, sondern bei unseren genehmigten Veranstaltungen — dann darfst Du beim Marathon mitmachen, wenn Du einen Startplatz bekommst.

Wie schon geschrieben; mir würde ein 600er auch reichen, aber ich fahre übers Jahr auch viel und regelmäßig Marathons.
Für manchen ist es vielleicht ein gutes Training, für manchen einfach Spaß an der Sache und am Ende darf das der Veranstalter entscheiden. Wir machen es dann so wie gewünscht. Schadet aber ja auch nicht wirklich … 😅
Es ging einfach daraum, dass ein (Profi)Marathonläufer 2 bis max. 3 Marathonläufe über das Jahr verteilt läuft und keiner kommt auf die Idee, auf einen Marathon mit Marathoneinheiten zu trainieren. Der Körper bräuchte viel zu lange, um sich von diesen Einheiten vollständig zu erholen. Und deshalb gibt bei der Brevetserie genügend Zeit zwischen den einzelnen "Prüfungen". Für PBP würde ich in 2027 im Vorfeld definitiv kein 1000+ fahren.

Aber bis PBP 2027 habt ihr noch viel Zeit und ich klinke mich hier mal aus und nehme lieber mein Rad ;-) Gestern den ersten 200er im neuen Jahr gefahren. Schön wars ...
 
Zur Finisherquote:
Heutzutage hält die Qualifikationsserie vielleicht einige, die PBP auf ihrer Bucket List haben aber ansonsten nichts mit Brevets zu tun haben, davon ab, ohne Vorbereitung bzw. überhaupt an den Start zu gehen.
Von meinem einzigen langen Brevet außerhalb von PBP: Bei LEL 2013, für das man keine Qualifikationsbrevets benötigte, war die Finisherquote mit 80% in der Mitte von PBP 2011 und PBP 2015

"Traditionell gibt es in der Gruppe der 84-Stunden-Fahrer die wenigsten Abbrüche" auf der ARA Seite scheint mir Vergangenheit zu sein.
Bei meiner ersten Teilnahme 2007, der Ausgabe mit der bis dahin niedrigsten Finisherquote (69,9%), war es noch eher ein Geheimtipp und tatsächlich lag da die Abbruchquote bei 84 h weit unter dem Durchschnitt. Das lag aber auch mit am Wetter, während 80 h und 90 h schon im Dauerregen durch die erste Nacht gefahren sind hatte ich bis Brest nur einen Schauer, erst auf dem Rückweg hat mich der Regen voll erwischt.
Zudem fährt es sich nachts wesentlich besser mit moderner LED-Beleuchtung gegenüber den früheren Funzeln.
Auffällig war 2007 auch die Finisherquote nach Alter (nach meiner Erinnerung unterteilt in jeweils 5 Jahre):
Die Finisherquote war mit zunehmendem Alter streng monoton fallend.
Die Zahlen von 2019 und 2023 folgen dann in einem weiteren Post.
 
Die Finisherquoten von pbpresults für die beiden letzten Ausgaben
(DNS sind dabei nicht berücksichtigt, da kann man auch noch sehr viel mehr filtern)

Statistik 2023 (75,0 % Finisher)
80 h: 83,5 % Finisher (von 1306)
84 h: 76,5 % Finisher (von 956)
90 h: 72,3 & Finisher (von 4558)

Statistik 2019 (68,0 % Finisher)
80 h: 82,7 % Finisher (von 1227)
84 h: 70,3 % Finisher (von 917)
90 h: 63,6 % Finisher (von 4539)

Die Finisherquote war jeweils bei 80 h am höchsten, dann 84 h und bei 90 h am niedrigsten.
Übrigens war bei niedrigerem Zeitlimit nicht nur die durchschnittliche Finisherzeit niedriger, sondern auch die durchschnittliche "Reserve" zum Zeitlimit größer.
Und die naheliegendste Kausalität ist hier sicher auch die Hauptursache:
Für die 80 h melden sich durchschnittlich die schnellsten Fahrer an, die davon ausgehen, dass sie normalerweise deutlich unter 80 h finishen.

Bei den einzelnen Startblöcken der 90 h Gruppe (habe ich mal stichprobenartig angeschaut) ergibt sich kein so eindeutiges Bild, wie man anhand nicht so voller Kontrollen für die früheren Startblöcke und dass diese Teilnehmer im Vorjahr auch ein längeres Brevet gefahren sind vermuten könnte.
Ausgehend von der altersabhängigen Finisherquote 2007 könnte ein gegenteiliger Effekt sein, dass hinten mehr jüngere Rookies starten.

2019 war die Ausgabe mit der bisher niedrigsten Finisherquote.
Als wesentliche Ursache sehe ich dafür die starke Zunahme von Teilnehmern aus Südasien und Südostasien, die katastrophale Finisherquoten hatten, die größte Gruppe war aus Indien mit 325 Teilnehmern und Finisherqoute 14,5 % (auch alle anderen Länder mit mehr als einer handvoll Teilnehmer nach meiner Erinnerung teils weit unter 50 %). Neben einer weiten Anreise kommen da vor allem auch noch die klimatischen Unterschiede dazu.
2023 war die Finisherquote der Teilnehmer aus Indien immer noch schwach, aber mit 48,1 % (von 287) schon wesentlich besser.
 
Die Finisherquoten von pbpresults für die beiden letzten Ausgaben
(DNS sind dabei nicht berücksichtigt, da kann man auch noch sehr viel mehr filtern)

Statistik 2023 (75,0 % Finisher)
80 h: 83,5 % Finisher (von 1306)
84 h: 76,5 % Finisher (von 956)
90 h: 72,3 & Finisher (von 4558)

Statistik 2019 (68,0 % Finisher)
80 h: 82,7 % Finisher (von 1227)
84 h: 70,3 % Finisher (von 917)
90 h: 63,6 % Finisher (von 4539)

Die Finisherquote war jeweils bei 80 h am höchsten, dann 84 h und bei 90 h am niedrigsten.
Übrigens war bei niedrigerem Zeitlimit nicht nur die durchschnittliche Finisherzeit niedriger, sondern auch die durchschnittliche "Reserve" zum Zeitlimit größer.
Und die naheliegendste Kausalität ist hier sicher auch die Hauptursache:
Für die 80 h melden sich durchschnittlich die schnellsten Fahrer an, die davon ausgehen, dass sie normalerweise deutlich unter 80 h finishen.

Bei den einzelnen Startblöcken der 90 h Gruppe (habe ich mal stichprobenartig angeschaut) ergibt sich kein so eindeutiges Bild, wie man anhand nicht so voller Kontrollen für die früheren Startblöcke und dass diese Teilnehmer im Vorjahr auch ein längeres Brevet gefahren sind vermuten könnte.
Ausgehend von der altersabhängigen Finisherquote 2007 könnte ein gegenteiliger Effekt sein, dass hinten mehr jüngere Rookies starten.

2019 war die Ausgabe mit der bisher niedrigsten Finisherquote.
Als wesentliche Ursache sehe ich dafür die starke Zunahme von Teilnehmern aus Südasien und Südostasien, die katastrophale Finisherquoten hatten, die größte Gruppe war aus Indien mit 325 Teilnehmern und Finisherqoute 14,5 % (auch alle anderen Länder mit mehr als einer handvoll Teilnehmer nach meiner Erinnerung teils weit unter 50 %). Neben einer weiten Anreise kommen da vor allem auch noch die klimatischen Unterschiede dazu.
2023 war die Finisherquote der Teilnehmer aus Indien immer noch schwach, aber mit 48,1 % (von 287) schon wesentlich besser.
Ganz ehrlich, du schreibst ziemlich viel Unsinn. Am stärksten wird die DNF-Quote hauptsächlich durch das Wetter beeinflusst. Keiner fährt ein 1000+ Brevet ohne Langstrecken erfahrung, egal ob mit oder ohne Quali. Bei PBP 2019 hat es viele Fahrer böse in der Nacht erwischt. Ich hatte selbst einen Japaner vor mir, der bei unter 5 Grad kurz kurz fuhr und mich bibbernd fragte, wo denn die Hitzewelle wäre, von der man eine Woche zuvor noch in den Nachrichten lesen konnte. Und an den letzten Tagen von PBP kamm noch Regen zur Kälte in der Nacht.

Und bei LEL genau das Gleiche, nur andersrum. In 2022 gab es eine extreme Hitzewelle und führte dazu, dass nur knapp 65% bei LEL in 2022 gefinisht haben. Ich war einer von 37, die es überhaupt in der sub 100h Kategorie über die Ziellinie geschafft haben. War mit Abstand das schwerste Brevet aufgrund der Witterung (+geänderter Streckenführung).
 
Wieso viel Unsinn, er spricht auch von „klimatischen Unterschieden“.
Nein, aus meiner Sicht typisches Number-Crunching ohne Sinn. Seine "klimatischen Unterschiede" sind ja eher bezogen auf Leute, die es wohl nicht gewohnt sind, bei kühleren oder wärmeren Temperaturen Langstrecke in anderen Regionen zu fahren.

DNF-Zahlen bei PBP oder LEL zu analysieren ist brotlos. Ich habe schon viele Brevets aus unterschiedlichen Gründen abgebrochen, oft weil mir meine Gesundheit mehr Wert war, als irgendeine Medaille oder Eintrag in eine Liste, aber (noch) nie, weil es sportlich nicht gereicht hätte. PBP ist deshalb so schön, weil die Teilnehmer so international sind; mir ist es dabei völlig egal, ob ein Teilnehmer am Ende die Ziellinie erreich oder nicht. Ich bin auch am überlegen, ob ich an PBP 2027 mit Single-Speed teilnehme Wäre mal etwas anderes, aber eben auch eine große Chance es nicht einmal bis Brest zu schaffen (ähnlich wie die Fatbike-Teilnehmer in 2019).
 
Ganz ehrlich, du schreibst ziemlich viel Unsinn. Am stärksten wird die DNF-Quote hauptsächlich durch das Wetter beeinflusst. Keiner fährt ein 1000+ Brevet ohne Langstrecken erfahrung, egal ob mit oder ohne Quali. Bei PBP 2019 hat es viele Fahrer böse in der Nacht erwischt. Ich hatte selbst einen Japaner vor mir, der bei unter 5 Grad kurz kurz fuhr und mich bibbernd fragte, wo denn die Hitzewelle wäre, von der man eine Woche zuvor noch in den Nachrichten lesen konnte. Und an den letzten Tagen von PBP kamm noch Regen zur Kälte in der Nacht.

Und bei LEL genau das Gleiche, nur andersrum. In 2022 gab es eine extreme Hitzewelle und führte dazu, dass nur knapp 65% bei LEL in 2022 gefinisht haben. Ich war einer von 37, die es überhaupt in der sub 100h Kategorie über die Ziellinie geschafft haben. War mit Abstand das schwerste Brevet aufgrund der Witterung (+geänderter Streckenführung).
Das ist sicher eine kleine Minderheit, aber ich habe beim Verfolgen von wesentlich anspruchsvolleren Langstrecken-Veranstaltungen (keine Brevets) schon Teilnehmer gesehen, bei denen ein Finishen im Zeitlimit schon von Anfang an nicht einmal ansatzweise realistisch war.

Ich bin 2019 auch PBP gefahren und das Wetter fand ich bei weitem nicht so schlecht, um damit eine noch niedrigere Finisherquote als 2007 zu erklären. Z.B die 700 Teilnehmer aus Deutschland (nach den Franzosen teilnehmerstärkste Nation) hatten eine Finisherquote von 80,1 %, hatten die etwa besseres Wetter?
Es haben mit Abstand diejenigen am öftesten abgebrochen, für die die Kälte ungewohnt war und auch nicht darauf vorbereitet waren.
 
Vielleicht ist das nicht jedem hier bekannt, ein DNF in der PBP Statistik bedeutet nicht automatisch, dass der Teilnehmer oder die Teilnehmerin nicht die Ziellinie überquert hat. Die elektronische Zeiterfassung wird abgeschaltet sobald niemand mehr im Zeitlimit auf der Strecke sein kann. Die sichere Aussage ist nur: Did not finish in time! Stempel werden auch noch verteilt, auch wenn die elektronische Erfassung schon abgebaut ist. Eine Finisher Medaille bekommt jeder Teilnehmer für ein vollständig ausgefülltes Stempelheft im Ziel, solange dort noch jemand mit einem Stempel sitzt.
 
Ich bin zwar nicht 2007 dabei gewesen aber 2019 und 23 - beide Male mit meiner Frau und letztes Mal noch mit einem Freund aus unserem Ort. Beide Male war das Wetter weit besser als in manchem Quali-Brevet. 2023 lag die Herausforderung vor allem in den hohen Temperaturen, insbesondere am Montagnachmittag. Die haben unsere geplante Schlafpause so sehr beeinträchtigt, dass wir an der Kontrolle nach Brest in Pleyben eine weitere ungeplante Schlafpause eingelegt haben (die ist mir wegen des infernalischen Schnarchens einiger Kollegen in lebhafter Erinnerung :D, wir haben aber trotzdem etwas geschlafen)

Bei meinen beiden Teilnahmen konnte man merken, dass sich Teilnehmer aus anderen Klimazonen mit "lauen" mitteleuropäischen Sommernächten schwertaten. Kam dann zu den ungewohnten Temperaturen noch die Übermüdung hinzu, haben einige doch sehr gelitten.
Abgesehen davon passen die Zahlen von @SchönwetterPfeil gut zu dem, was man z.B. aus Studien zu Ultra-Läufen weiß. Da hat man nämlich festgestellt, dass langsamere Läufer allein nur um im Zeitlimit zu bleiben tendenziell viel dichter an ihrer physischen Dauerleistungsgrenze laufen müssen, als schnellere Läufer. Das kann man dann auch an Hormon-Leveln oder Creatin-Kinase-Werten (ein Indikator u.a. für die Schädigung von Muskel-Gewebe) sehen. Dass die bei so einem Brevet auftretenden Unwägbarkeiten und Hindernisse schneller zum Ausscheiden führen, wenn man ohnehin schon auf der letzten Rille unterwegs ist, als wenn man noch Reserven hat, liegt auf der Hand. Die beste Vorsorge dagegen ist also besseres Training.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin auch am überlegen, ob ich an PBP 2027 mit Single-Speed teilnehme
Bin am vergangen WE den Ostfalen-200'er (unfreiwillig) Single-Speed gefahren. Tatsächlich machbar und hat nach den anfänglichen Irritationen Freude bereitet.

Habe über die letzten Jahre an einigen LangstreckenVeranstaltungen und Ausfahrten in Asien teilgenommen. In Gesprächen mit lokalen Teilnehmern tauchte zum Thema PBP/LEL Abbrecherquoten immer wieder der Aspekt des kalten, nassen Wetters in den Nachtstunden auf. Wir haben hier in Mitteleuropa einfach Erfahrung damit, in Kühlhäusern zu fahren, wobei uns alle 1-2 Stunden jemand mit vier Grad kalten Wasser durchnässt und dann den Ventilator anstellt. Solche Situation empfinden wir als normal.
 
Solange der einzige Gang gut zu fahren ist. Wir hatten bei einem Gruppenride jemanden bei dem hatte die elektronische Schaltung versagt und der hing 60km in einem Gang fest , der bei mehr als 32km/h eine Kadenz von 120 erforderte. Das war für ihn nicht besonders prickelnd.

Aber Respekt das du dir das am Samstag angetan hast. Die äußeren Umständen waren ja nicht so nett.
 
Zurück