Das scheint mir eigentlich eh' eine günstige Strategie: Sind zwar 6 Stunden weniger Zeit, aber man spart sich eine Nacht. Dafür fährt man dem Trubel hinterher. Hab ich was übersehen?
Ja. Das eine Bild, das niemand mehr aus dem Kopf bekommt, der abends gestartet ist: Die lange, nahezu unterbrechungsfreie Schlange von Rücklichtern bis zum Horizont.
Du übersiehst also pure Fahrradromantik
Beim Abendstart geht man meistens halt auch schon leicht müde an den Start.
Lieber leicht müde als komplett gerädert

Zu der Frage ist ja alles gesagt, man muss halt abwägen, was für den eigenen Körper passt. Fürs erste Mal PBP spielt aber vielleicht auch Nervosität vor dem großen Unbekannten eine Rolle. Früher Morgen ist nicht unbedingt meins, aber auch nichts, womit ich normalerweise nicht grundsätzlich klar käme. Aber in der Nacht auf Montag hätte ich vor gespannter Erwartung kein Auge zugetan. Da bin ich morgens dann doch lieber ohne Schlaf in Fougères als ohne Schlaf in Rambouillet.
Naja, und sechs Stunden mehr sind sechs Stunden mehr, von denen ich am Ende fünf gebraucht habe…
Ich sag mal so - es hatte einen gewissen morbiden Charme all die Gestrandeten aus Gruppe K zu überholen…
Ja wegen der Bulge, der Bubble, der Welle, wie auch immer… man kann auch einfach Sonntag spät starten (hier Gruppe L), nach einer tollen Nacht zwei krisenhafte Tage verleben, hinter die Welle geraten, und dann mit den ausgeschlafenen und wohlkoordinierten 84er Gruppen mitfahren. Wenn und soweit das körperlich an Tag drei und hinein in Nacht vier noch bzw. wieder klappt, hat man da 'ne gute Zeit auf dem Rad.
Ich würde jetzt hier keinen negative split empfehlen wollen, aber am Ende kann man eh nicht für alle Eventualitäten planen und et kütt wie et kütt.