Marktübersicht 650C: Rennräder, Rahmen usw. für kleine Menschen

lagaffe

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Na ja, der Unterschied im Reifenumfang 700 vs. 650c ist nicht so riesig, als daß man zwangsläufig ein dickes Kettenblatt bräuchte.

Nur zum Vergleich, weil es hinkommt: 50-12 bei 700c ist die selbe Entfaltung wie 50-11 bei 650c.
 

svenski

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Najaaaaa... Wir reden hier doch über 571 vs. 622.

Der Taschenrechner sagt allerdings: 50/34 vorn an 622 entspricht 54/38 an 571.

Wobei mir die 50 an 622 zu groß sind...

Oder hab ich mich im Halbschlaf verrechnet?

Gruß, svenski.
 

lagaffe

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Ich habe mich letztlich auf diverse Online Kalkulatoren bezogen. Wobei die leicht voneinander abweichen:

Berkemeier sagt: 50/12 hat bei 23-622 eine Entfaltung von 8,83, 50/11 bei 23-571 eine Entfaltung von 8,95, bei Sheldon Brown sieht es so aus: 8,7 bei 23-622 und 8,8 bei 23-571.

Der Unterschied im Reifenumfang zwischen 650c und 700c liegt wohl irgendwo bei 10%. Also nicht so dramatisch viel. Die komplette Übersetzung umzurechnen ist natürlich etwas aufwendiger und wird insgesamt auch ein anderes Ergebnis zeitigen.

Du liegst aber ansonsten weitgehend richtig, auch wenn nach oben das 38er etwas zu groß ist im Vergleich. Allerdings hat man bei 54/11 ( resp. 50/11 bei 622er) eine Entfaltung von über 9,6m, was eigentlich kein Mensch wirklich braucht.
 

svenski

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Nochmal den Ritzelrechner im Vergleichsmodus angeworfen:
52/39 an 571 entspricht bis aufs i-Tüpfelchen 48/36 an 622. Jeweils mit 23 er Bereifung.

Es ist also durchaus sinnvoll, bei 571er Rädern die "große" Kurbel zu verwenden, wenn man am 622er Rad die kompakte treten kann und mag. Kleinere Abweichngen natürlich außen vor. Die "aktuelle" 52/36 wäre dann auch eine Alternative.

Gruß, svenski.
 

lagaffe

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Bei Dir fehlt jetzt aber das Ritzelpaket........

Du kannst Das natürlich über die Kettenblätter regulieren, aber bei den üblichen 11er und auch noch 12er Anfangsritzeln, muß man das für 650c nicth zwangsläufig.

Gerade für bergtaugliche Übersetzungen sind die kleineren Räder durchaus leicht im Vorteil, weil man die Kassette nciht so weit spreizen muß und ein 48er Blatt für dicke Gänge selbst bei 650c immer noch ausreicht.
Wie herum man das macht, ist eigentlich egal. 650c Räder habe ich auch sehr unterschiedlich bestückt - eben je nach individuellen Anforderungen, mit leichtem Überhang bei eher gemäßigten Übersetzungen mit 110mm LK-Kurbeln und 50 Zähne Kettenblatt als großes. Sogar mal nur ein 48er, obwohl das Gerät auch für Rennen benutzt wird.
 

whitewater

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Nur zum Vergleich, weil es hinkommt: 50-12 bei 700c ist die selbe Entfaltung wie 50-11 bei 650c.
Najaaaaa... Wir reden hier doch über 571 vs. 622.
Der Taschenrechner sagt allerdings: 50/34 vorn an 622 entspricht 54/38 an 571.
Wer rechnen kann ist klar im Vorteil:D bzw. braucht sich nicht zu streiten.
12/11 bedeutet einen Unterschied von 1,090909, also etwa 9% 54/50 1,08, also glatte 8%. 38/34 1,117, da müsste man eher ein 37er nehmen, das 1,0887 ergibt.
622 zu 571 sind übrigens 1,089. (wobei natürlich die Reifenhöhe verschlampert ist ;)
Ihr braucht Euch also gar nicht anpampen, bloss weil der eine grün für grün hält, der andere aber darauf besteht, es sein grün:bier:

Ach ja, grüner wirds nur mit Onkel Sheldons Nanodrive :p
 
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lagaffe

Aktives Mitglied
Wir streiten gar nicht....:D Außerdem habei ich svenski ja zweimal bestätigt, denn er hat ja alles korrekt ausgeführt.

Es spielt eine untergeordnete Rolle, ob man nun die Kettenblattbestückung oder eben das Ritzelpaket verändert, um beim 650er die gleiche Übersetzung darzustellen, wie beim 700er..

Es ist im Zweifel unkomplizierter die Kassette entsprechend zu wählen, wenn man Kurbelsätze mit Standardkonfigurationen wählt.

Der Eine oder Andere hat aber vielleicht noch im Kopf, dass die alten 650C Tria-Renner Kettenblätter in "Sondergrößen" hatten, gerne 55er oder 56er. Letztlich nicht anders als bei Zeitfahrrädern.

Das war schon zu der Zeit leicht übertrieben, denn immerhin gab es ja bereits 12er Anfangsritzel. Aber es ging auch durch die Rennradbravos, dass man bei kleineren Laufrädern eben dicke Blätter haben muß, um Rennübersetzungen zu haben. Aber das war auch schon nicht ganz richtig und vor allem nicht zu Ende gerechnet.
 

sickgirl

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An meinen Rädern fahre ich auch nur kompakt. Ich fahre ca 75% auf dem großen Blatt und finde das recht angenehm vorne recht wenig schalten zu müssen .

Macht auch die Mitfahrer mürbe, wenn ich scheinbar mühe los noch auf dem großen Blatt bin, und alle anderen schon längst auf dem kleinen.
 

Sara_BS

Neuer Benutzer
Hallo zusammen,

ich würde mich hier gerne mal einklinken.
Kurz zu mir: 1,57m groß, 70er Schrittlänge.
Aktuell fahre ich ein Stevens Sara SL (Modelljahr 2010) in RH44.
Das Rad ist mein erstes RR und ich hatte damit - *KlopfaufHolz* - noch keinerlei Probleme (hinsichtlich Rückenschmerzen etc.).

Nun überlege ich, mir mittelfristig einen 2. Renner zuzulegen.
Einsatzzweck: Bergige Radmarathons und auch mal einen Triathlon.
Schaltung: Komme mit der Ultegra super klar, evtl. würde ich auch eine Di2 nehmen, muss aber nicht sein (ist ja dann auch eine Preisfrage).
Preis: max. 3.000€

Bisher auf meiner Liste stehen:
- Orbea Avant
- Pinarello (Prince? Marvel?)
- Specialized Amira (gut, die SL4 Variante ist deutlich über dem Budget, ebenso die ProRace...)
- Giant Liv (allerdings auch über dem Budget)
- Ridley?!

Die Frage ist nun, ob ich evtl etwas in 26" suche, um eine gewisse Überhöhung zu erreichen.

Ich kenne mich auch bisher zu wenig aus, um gewisse Dinge wirklich beurteilen zu können.
Ich suche ein schnelles, kleines Rad, auf dem ich mich auch auf längeren Strecken wohl fühle.

Ich weiß nicht, ob ich von der aktuellen Geometrie stark abweichen sollte, da ich hiermit wie gesagt sehr gut klargekommen bin, allerdings ist eben keine Überhöhung drin.

Was meint ihr?

Vielen Dank vorab
L.
 

lagaffe

Aktives Mitglied
Für das Budget kannst Du schon an eine Maßfertigung denken.

Mit kleineren Laufrädern bekommst Du nicht nur überhaupt eine Überhöhung hin, Du bekommst auch ein deutlich wendigeres Rad und ein besseres ausgewogenes Fahrverhalten, sofern die Geometrie stimmt.

Nicht jeder Rahmenbauer kann kleine Größen auch von sich aus bauen.

In Deiner ganzen Auswahl sind ja nur 28er und die sind allesamt, im Verhältnis zu Deiner Körpergröße mehr "Hollandräder" mit Rennlenker.
 

Sara_BS

Neuer Benutzer
In Deiner ganzen Auswahl sind ja nur 28er und die sind allesamt, im Verhältnis zu Deiner Körpergröße mehr "Hollandräder" mit Rennlenker.
Stimmt, weil ich mich bisher nur mit 28ern beschäftigt habe.
Maßanfertigung... wo bekomme ich eine Übersicht über solche Hersteller? Bzw. wie kann ich die Qualität beurteilen?
 

lagaffe

Aktives Mitglied
Es gibt keine Übersicht, dafür sind sie zu zahlreich ( vor allem "global" gesehen). Du kannst in die ersten paar posts heir in dem thread gehen, da sind einige Hersteller gelistet.

Für die Wahl eines Rahmenbauers würde ich wie folgt vorgehen: erst einmal schauen, wer in der nächsten Umgebung Rahmen baut. Eventuell vorher Erkundigungen einholen, dann, wenn der nicht zusagt, weiter suchen in "größeren Kreisen". Entweder einen Laden wählen, der einen an der Hand hat, das gibt es, oder online.....

Von der Fertigungsqualität muß man sich in der Regel keine Sorgen machen. Schlimmstenfalls muß man nachbessern lassen, das kommt schon mal vor, ist aber außer Zeitaufwand kein Drama.

Rahmenbauer können ziemliche "Diven" sein, nicht jeder ist wirklich zugänglich und wie gesagt nicht jeder hat ein Händchen für kleine Rahmengrößen und ist bereit oder in der Lage 650c Räder zu verbauen.

Einige italienische Rahmenbauer wie Tommasini machen das, aber man muß da hinterher sein, damit der nicht einfch nur sein Konzept durchzieht, was, wie ich schon mal sehen konnte, "Luft nach oben hat".

Wenn man in einem "Partner-Laden" den Rahmen in Auftrag gibt, muß hier jemand sein, der sich mit Geometrien auskennt.

Rahmenbauer, die m.E. gut mit kleinen Größen umgehen: Thomas Veidt, Florian Wiessmann, Sven Krautscheid, Ulrich Vogel, CYFAC. Es wird sicher mehr geben, aber nur von denen habe ich mal Geometrien lesen können.

Wenn Du wirklich rennmäßiger sitzen möchstest, eine Überhöhung fahren willst ( so Deine Schrittlänge wirklich "nur" 70cm) und das Rad uch kürzer sein darf, wird das mit 28ern nichts.

Die können nur begrenzt tief bauen und auch in der Länge ist die Grenze so bei 565mm Tretlagermitte bis Vorderachse. Das reizt kein Hersteller aus, die meisten fangen frühestesn bei 570mm und mehr an.

Alle kleinen Größen in 28" sind im Grunde völlig "verschossen", weil die Rohre irgendwie um die großen Räder gebaut werden müssen.
 
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