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FTP Test!?

Wobei die FTP eigentlich die Leistung ist, die man über 60 min fahren kann um dann tot umzufallen, weil man von der ersten bis zur letzten Sekunde ALLES gegeben hat.

Die Gebetsmühle mal wieder drehen:

35-50 Minuten.

 
Die Gebetsmühle mal wieder drehen:

35-50 Minuten.

Wer 50 min schafft, kann auch die 60 min voll machen. Ist nahezu reine Kopfsache, sofern man sich schinden kann. Muss man aber natürlich nicht.
 
Training and Racing with a Power Meter, Dr. Andy Coggan, FTP-Definition “…the highest power that a rider can maintain in a quasi-steady state for approximately one hour without fatiguing.”

Aber egal. Es gibt diverse Schwellenkonzepte und alle sind kritikwürdig.

CP von Monod-Scherrer ist ein erprobtes Modell, dessen Ergebnisse nach wie vor mit anderen Modellen soweit übereinstimmen, dass es als Grundlage für die Trainingszonenbestimmung sehr gut passt, die Vorteile der Ermittlung mit 2 Werten hab ich schon genannt. Der Rest ist Erbsenzählen oder das Anliegen, irgendwelchen teuren Kram der auch nicht mehr kann zu verkaufen.
 
Ich würde erstmal einen Stufentest machen weil er immer ein verwertbares Ergebnis liefert. Damit als Basis für die Pace dann 1 Woche später in einen 5/20min ftp test. Darin kann man ja nachregeln, ist es nach 5-10min spürbar zu wenig bisserl mehr, umgekehrt weniger. Es ist ganz normal anfangs 1-2 Versuche zu brauchen um eine gute gleichmässige Pace und damit ein gutes Ergebnis zu erzielen.
 
Das Monod-Scherrer Modell erfasst die Krümmung der Powerkurve nicht wirklich. Daher sind andere Verfahren wie Fast Fourier Transformation (FFT), wie sie z.B. Intervals.icu verwendet, deutlich überlegen.
Einfach in getrennten Einheiten kurze und lange Intervalle am maximal Möglichen fahren und Intervals rechnen lassen. Das ist auch nicht so eine Qual wie ein langer FTP-Test.
 
Was in dieser Diskussion zu kurz kommt: Der 20 Minuten Test (oder kürzere Testverfahren) sind zur Trainingssteuerung kritisch zu sehen, da sowohl anaerobe als auch aerobe Energiebereitstellung hierbei eine Rolle spielen. Daraus resultiert die Gefahr die eigene Leistungsfähigkeit zu überschätzen und vor allem das GA Trainiing zu intensiv zu betreiben. Modelle in denen mindestens eine kürzere und eine längere Testfahrt absolviert wird versuchen dem Rechnung zu tragen, bleiben aber dennoch eine Schätzung. Aus meiner Sicht resultiert daraus auch die Annahme, dass die meisten Athleten den "FTP" nur 35-50 Minuten fahren können. Es ist und bleibt eben so, dass es zur Interpretation der Ergebnisse und der daraus resultierenden Trainingssteuerung ein wenig Erfahrung braucht um die eigene Leistung nicht zu überschätzen.

Diese vorhandenen Ungenauigkeiten haben bei mir ja vor einigen Jahren dazu geführt mich mit der Laktatmessung genauer auseinanderzusetzen. :)
 
Das Monod-Scherrer Modell erfasst die Krümmung der Powerkurve nicht wirklich. Daher sind andere Verfahren wie Fast Fourier Transformation (FFT), wie sie z.B. Intervals.icu verwendet, deutlich überlegen.
Einfach in getrennten Einheiten kurze und lange Intervalle am maximal Möglichen fahren und Intervals rechnen lassen. Das ist auch nicht so eine Qual wie ein langer FTP-Test.
Doch. Monod-Scherrer erfasst die Krümmung sogar sehr gut.
 
Doch. Monod-Scherrer erfasst die Krümmung sogar sehr gut.
Eine Krümmung schon, aber das ist eine Hyperbel. Wenn man da zwei bis drei Datenpunkte einsetzt, werden einem z.B. Sprintleistungen im irrsinnigen Bereich bescheinigt. Hier ein Vergleich Monod-Scherrer (1. Bild) zu Morton 3-Parameter:
1763803577736.png
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Aber meine Hauptaussage war eigentlich, dass man das auch die Software aus allout-Intervallen ableiten lassen kann, wenn einem ein langer FTP-Test nicht liegt. Ich bin z.B. "schon" nach 20 Minuten bei 105% der FTP völlig im Eimer.
 
Eine Krümmung schon, aber das ist eine Hyperbel. Wenn man da zwei bis drei Datenpunkte einsetzt, werden einem z.B. Sprintleistungen im irrsinnigen Bereich bescheinigt. Hier ein Vergleich Monod-Scherrer (1. Bild) zu Morton 3-Parameter:
Anhang anzeigen 1707555Anhang anzeigen 1707554

Aber meine Hauptaussage war eigentlich, dass man das auch die Software aus allout-Intervallen ableiten lassen kann, wenn einem ein langer FTP-Test nicht liegt. Ich bin z.B. "schon" nach 20 Minuten bei 105% der FTP völlig im Eimer.
Vielleicht ist dein wahrer FTP aber auch einfach niedriger? 😉
 
Eine Krümmung schon, aber das ist eine Hyperbel. Wenn man da zwei bis drei Datenpunkte einsetzt, werden einem z.B. Sprintleistungen im irrsinnigen Bereich bescheinigt. Hier ein Vergleich Monod-Scherrer (1. Bild) zu Morton 3-Parameter:
Anhang anzeigen 1707555Anhang anzeigen 1707554
Ja OK. Im Sprintbereich ist Monod-Scherrer nicht die beste Wahl. Da hast Du Recht. Hier geht es aber um den Bereich um die FTP.

Aber meine Hauptaussage war eigentlich, dass man das auch die Software aus allout-Intervallen ableiten lassen kann, wenn einem ein langer FTP-Test nicht liegt.
Natürlich. Ganz meine Meinung.

Ich bin z.B. "schon" nach 20 Minuten bei 105% der FTP völlig im Eimer.
Bist Du nach einem allout nicht im Eimer, war es kein allout. Alles OK.
 
Nach 20 Minuten bin ich so im Eimer, dass ich mindestens eine Woche komplette Ruhe brauche.
Achso meinst Du das. Das ist natürlich nicht OK. Mit im Eimer meinte ich, dass Du nach einem allout erstmal absteigen musst, oder nur noch L0 rollen kannst.
 
Das Problem mit den völlig absurden Werten im Sprintbereich haben auch andere Modelle wie Power-Law (Riegel), die für sich in Anspruch nehmmen, auch längere Zeiten besser berechnen zu können als CP, wo am Ende ja ein Wert rauskommt, den man ewig fahren können soll, was natürlich nicht realistisch ist. SIeht man ja schon daran, dass CP meint, was man 40 min fahren kann, könne man auch 1 Stunde fahren Differenz wird immer geringer.

Aber hier haben wir wieder das Problem der persönlichen Leistungsfähigkeit. Profis z.B. haben nicht nur eine viel höhere FTP sondern können diese auch nach sehr langen Fahrten noch abrufen.

Ich kann nur sagen, dass bei mir CP und FTP und was Tests wie Powertest bei Afasteryou ausspucken so nahe beieinander liegen, dass ich daher die für mich einfachste Methode verwende was CP aus 2 Werten ist.

Die Abweichungen nach Tagesform sind da höher als die zwischen den Modellen. Auch beim Training spielt die Tagesform eine Rolle. Daher reicht es aus, wenn man grob seine Zonen kennt und sich in denen formabhängig bewegt.
 
Sehr informativ antworten, danke euch. Ich denke ich werde den 5/20 Test machen 5min all out und dann den 20min FTP und von der 20min Leistung 5% abziehen. Also nach coggan.

Fahre ihn auf der Rolle, macht es Sinn den Test im ERG Modus zu fahren, heißt ich gebe meine Ziel Watt ein und fahre diese in ERG Modus. Wenn ich gegen Ende merke da geht noch was kann ich ja in 10 Watt Schritten erhöhen.

Was meint ihr?
 
Sehr informativ antworten, danke euch. Ich denke ich werde den 5/20 Test machen 5min all out und dann den 20min FTP und von der 20min Leistung 5% abziehen. Also nach coggan.

Fahre ihn auf der Rolle, macht es Sinn den Test im ERG Modus zu fahren, heißt ich gebe meine Ziel Watt ein und fahre diese in ERG Modus. Wenn ich gegen Ende merke da geht noch was kann ich ja in 10 Watt Schritten erhöhen.

Was meint ihr?
Auf gar keinen Fall. Den Test musst Du frei fahren. Die ersten 10 Minuten eher konservativ und dann, falls möglich, die Geschwindigkeit/Leistung Stück für Stück erhöhen.
 
Ich bin mir dennoch unschlüssig, der 30min Test von friel ist ja auch aussagekräftig. Nach welcher FTP Tabelle geht ihr ?
 
Mach Dir doch nicht soviel Gedanken wegen dem Quatsch. Deine FTP schwankt im Laufe des Jahres um z.T. bis zu 5-10%. Willst Du jedesmal einen FTP Test fahren. Das ergibt überhaupt keinen Sinn. Spätestens nach Deinem ersten 20min Test weißt Du so ganz grob wo Du stehst. Um mehr geht es gar nicht. Und Du weißt dann ob noch Luft nach oben war. Alleine aufgrund der täglichen Schwankungen wirst Du die theoretische Zielleistung bei den Intervallen manchmal gar nicht erreichen. Also bitte bitte bitte übertreib es nicht mit der Genauigkeit. Sonst wird es Weihnachten 2030 bis Du Dir überlegt hast welchen Test Du machen willst und nach welchen Zonen Du trainieren willst.
 
Ich bin mir dennoch unschlüssig, der 30min Test von friel ist ja auch aussagekräftig. Nach welcher FTP Tabelle geht ihr ?

Nach gar keiner. Zu Anfang des Wintertrainings hier den Stufentest von Hubschraubär gemacht. Danach in den Mittwochsrennen die FTP zweimal in 57 und 58 Minuten bestätigt. Alles andere ergibt sich danach im Intervall Training, da kann man dann justieren. Man merkt schnell ob es passt oder nicht, z.B. in den 5x6 Minuten Intervallen mit 108% von der FTP und nur 3 Minuten locker zwischen den Intervallen. Das gilt natürlich genauso für den 20 oder 30 Minuten Test. Das Intervall Training danach zeigt einem immer die Wahrheit auf.
 
Aus meiner Sicht gibt es da drei "Standard Verfahren":
1. 3' und 12' in einer Einheit
2. 5' und 20' in einer Einheit
3. 40' All-Out

Alternativ ginge auch der pvo2max Test, der auch von Forschern wie Ronnestad angewandt wird. Das ist ein Stufentest bei dem Du mit 100W beginnst und jede Minute um 25W erhöhst. Dieser eignet sich zur Trainingssteuerung ebenfalls sehr gut und ist besser in den Trainingsalltag integrierbar ist.

Es kommt ein bisschen darauf an warum Du den Test fahren möchtest, was also Deine Ziele dahinter sind. Wichtig ist bei solchen Testungen vor allem, dass Du Dich für ein Protokoll entscheidest und dieses dann immer wieder benutzt um eine Vergleichbarkeit herzustellen.
Dieser pvo2max Test ist ja ähnlich wie der Zwift Ramp Test ?

Wieso ich den Test durchführen will, habe letztes Jahr keine OFF gehabt sonder bin Recovery und Grubdlage gefahren, hatte auch nicht viel verloren. Dieses Jahr habe ich drei Wochen Off gemacht, habe ich gebraucht und hatte auch noch Zuhause was zu tun. Ich habe richtig an Watt verloren ist auch nicht schlimm bin sogar froh, kann dann wieder gut aufbauen, deshalb einen FTP Test damit ich weiß wo ich stehe. Letztes Jahr konnte ich ca. 10-15 Watt abziehen für meine Intervalle, jetzt habe ich null Ahnung wo ich stehe, bei der Grundlage fehlen, ca 15-20 Watt.

Der Zwift Ramp Test finde ich gut, da ich ihn immer wieder wiederholen kann und er mental nicht so hart ist. Ich fahre Intervalle bis März nur Indoor. Grundlage an Wochenende draußen.

Deshalb bin ich mir unsicher welchen Test ich machen soll, dass der Ramp Test zeigt mir vielleicht nicht die Schwelle zu 100% das ist mir klar kann ihn aber leichter wiederholen und trainiere sowieso nur auf Zwift und kann so meine Intervalle steuern. In der laufenden Saison erhöhe ich die Intervalle um 5-10 Watt, dass hat immer gut geklappt sowie die Grundlage.

Nur brauche ich jetzt einen Ausgangswert, vielleicht der Zwift Ramp Test gar nicht so verkehrt?

In der Saison bin ich bei 310-315Watt (30-40min) 73-74kg reicht für Amateure im Feld zu agieren also nichts besonderes.
 
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