AW: drehmomente beachten?
ja stimmt fahrradfahren ist lebensgefährlich ...
...vor allem, wenn man bedenkt, daß das mit Abstand sicherheitsrelevanteste Teil am Fahrrad, nämlich der Schnellspanner, sich nur nach Gefühl anziehen lässt. Oder geht das auch mit einem Drehmom.-Schlüssel ?
Tatsache ist, daß selbst beim Auto, wo's noch deutlich mehr auf Sicherheit ankommt als beim Rad, bis auf manche Ausnahmen wie z.B. beim Zylinderkopf und den Radschrauben niemand einen
Drehmomentschlüssel verwendet, obwohl es "offiziell" vorgeschrieben ist. Grund: Es gibt schlicht nicht genug Platz dafür, jedenfalls bei den meisten neueren Automodellen.
Trotzdem leben wir alle noch.
Beim Auto sind die Schrauben sowieso so extrem gehärtet, daß man die anknallen kann wie man will. Hab jedenfalls in den letzten 15 Jahren meiner Autoschrauberei noch nie eine 8.8 oder höher zerlegt.
Beim Fahrrad kommt es eher auf Gefühl an; die sehr instabilen Schrauben können unvermittelt abbrechen, wenn man sie zu stark anzieht. Daher würde ich beim Fahrrad immer lieber etwas zu schwach anziehen als zu stark. Schlimmstenfalls lockert sich die Schraube/Mutter dann allmählich, was man aber normalerweise bemerkt, wenn man etwas aufmerksam dabei ist. Wer ganz sichergehen will, nimmt "
Schraubensicherung mittelfest" (die blaue), die verhindert auch noch gleichzeitig festgammeln und lässt sich später problemlos wieder lösen.
Ich selbst nehme beim Fahrrad lediglich für die Kurbelbefestigungsschraube einen Drehmom.-Schlüssel; wenn die sich lockert, ist das schon ärgerlich.
Bei den anderen Teilen halte ich das für entbehrlich. Allerdings habe ich auch langjährige Erfahrung im Umgang mit Rad-Teilen; für weniger Geübte ist es möglicherweise durchaus ratsam, sich auf ein einstellbares
Werkzeug, wie einen Drehmom.-Schlüssel zu verlassen.
:wink2: