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Der große Kritikthread: Was geht mir hier grad auf die Ketten?

Wo müssen wir denn das Kreuz machen?
Sagen was man NICHT machen soll ist einfach.
Das sollte man in Eigenverantwortung für sich selbst entscheiden. Du bist schon etwas länger dabei als ich und hast die 16 Jahre CDU-Regierung, dessen Folgen wir nun verarbeiten müssen bestimmt bewusst mit erlebt.

Ich werde jetzt hier nicht "Die Linke" als Lösung anpreisen, da ich mit ihren Vorschlägen zur Außenpolitik nicht einverstanden bin. Innenpolitisch gibt es dort allerdings Chancen, siehe Beitrag von @Chris-AC
 

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Re: Der große Kritikthread: Was geht mir hier grad auf die Ketten?
Hmmm, ein mittelgroßer KfZ Akku benötigt etwa 10 kg Lithium.
Man kann zu Recht die Abbaubedingungen kritisieren und Verbessern.

Aber ein Verbrenner mit sagen wir mal 6 l/100 km Verbrauch ....

Das ist aber nur ein Aspekt. Das muss man gesamthaft sehen und da wäre dann noch z.B. Wasserverbrauch bei der Produktion und de Auswirkung auf den Grundwasserspeigel sowie die Wasserversorgung der Gemeinden aber auch viele weitere sozioökonomische und Nachhaltigkeits-Themen.

Die Pendler müssen aber nicht weg, aber Dezentralisierung & die Möglichkeit zur Arbeit von zu Hause aus würde helfen Pendelstrecken zu reduzieren.

Das stimmt schon, aber dennoch spannend, dass in der Diskussion immer zuerst der Blick auf Fremdleistungen und eben nicht auf die Eigenverantwortung gelegt wird. Home Office ist eine Fremdleistung, da vom Arbeitgeber als Anreiz angeboten.
 
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da wäre dann noch z.B. Wasserverbrauch bei der Produktion und de Auswirkung auf den Grundwasserspeigel sowie die Wasserversorgung der Gemeinden aber auch viele weitere sozioökonomische und Nachhaltigkeits-Themen.
...
Für dieses Problem ("Wasser") gibt es technische Lösungen!
Aufbereitung & Kreislaufführung sind die Stichworte.
Ich arbeite in dieser Branche.
Man muss es nur wollen! (Es kostet halt Geld und reduziert die Marge)
 
Das ist leider nur eine limitierte Sicht auf Emissionen und Verbrauch. Ich sprach von einer ganzheitlichen Betrachtung inkl. Jobwelten, Jobprofile, Wirtschaftskraft bleibt in der Region und Wohlstand.
Vergiß deinen ganzheitlichen Betrachtungsansatz, so etwas führt zu nichts weil nicht vermittel und managbar. Das kann in den Seminaren für Wohlstandsverwöhnte bleiben.
 
@Sven_Kiel


Und: Man braucht auch keine Wallbox!
Das Auto kann ich an der normalen Steckdose aufladen mit 240Volt, 10 Ampère, 1 phasig; also 2,4 kW.
Über Nacht 10 Stunden am Netz kann ich also 24 kWh nachladen; das ist dann zwar nicht von 0% auf 100%, reicht aber in den allermeisten Fällen für Pendlerstrecken zur Arbeit und zurück.
Und für den Akku ist es eh besser, ich mache nicht 100% voll sondern stoppe bei 80%. Das geht mit einer einfachen Zeitschaltuhr!


Soo schlecht ist die Infrastruktur nicht.
(Begründung siehe Oben)
Sie wird nur vielfach "schlecht geredet" um die Leute von einem Umstieg abzuhalten.



Da bin ich ganz bei dir.
Die Pendler müssen aber nicht weg, aber Dezentralisierung & die Möglichkeit zur Arbeit von zu Hause aus würde helfen Pendelstrecken zu reduzieren.
Ich geh jetzt nur auf ein paar Punkte von Dir ein (vieles von dem was Du schriebst seh ich ähnlich) aber bzgl „Steckdose statt Wallbox“ verkennst Du die Situation - ich schrieb das bereits - dass davon die Menschen in Mehrfamilienhäusern nicht partizipieren können und das ist ein nicht unerheblicher Anteil in Städten und diversen Ortsteilen. Also konkret: Kabellrolle aus 2 Stock runter zum Auto 🚗 ist eher schlecht ;) und nicht gestattet.
Dann schriebst Du über die Infrastruktur:
In meinem Fall bietet der Ortsteil/Vorort einer Landeshauptstadt hier auf 5000 Einwohner !6! Wallboxes…und rate mal: die sind rund um die Uhr belegt.
Tatsächlich habe ich auch über einen Wechsel auf E nachgedacht (mein Berlingo als E) aber das kann leider so nicht funktionieren.
Bei der Arbeit kostet das Parkhaus mit Wallbox 16€ pro Tag…+ Ladegebühr…also nur die Parkgebühr erst einmal. Nix subventioniert oder so…
E-Kollege wollte es mal wissen…..meinte gestern zu mir genervt am Telefon: dass unzuverlässigeLadegeschwindigkeit und dass einige Ladesäulen nicht auf jede Ladekarte reagieren, RFID Karte, App oder adhoc payment QR keine Chance. Unter 1 kw die Stunde…“unbrauchbar“ so seine Worte…das dazu..
..
Bzgl Pendler:
Oft gibt es die fehlende Möglichkeit, das Fahrrad bei der Arbeit bedacht unterzustellen …nicht so jedenfalls bei mir. Ladestationen (Auto/Bike) auch hier (Wissenschaftspark) wie gesagt Schrott = unzureichend. Aktuell arbeite ich tatsächlich 4 Tage die Woche zu Hause, was mich hier rettet….aber schau selber wie „toll“:

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Das Parkhaus wird gerne nicht genutzt aus selbigen Gründen…alles parkt vorne an der Strasse aus selbigen Gründen. Dazu kommt keine direkte Busanbindung.
 
Das stimmt schon, aber dennoch spannend, dass in der Diskussion immer zuerst der Blick auf Fremdleistungen und eben nicht auf die Eigenverantwortung gelegt wird. Home Office ist eine Fremdleistung, da vom Arbeitgeber als Anreiz angeboten.
Durch die Arbeitskraft wachsen Unternehmen und gewinnen an Wert. An dieser Wertschöpfung werden eigentlichen Arbeiter kaum beteiligt. Eigentlich passiert das nur dann, wenn es Gewinneinbußen gibt. Dann müssen sie nämlich entlassen werden. Die hohe Gewinnspanne für das Unternehmen wird aufrecht erhalten und die Gehälter für Führungspersonal müssen dauerhaft steigen.

Der Arbeitgeber ist darauf angewiesen, dass du zur Arbeit kommst oder deiner Arbeit nachgehen kannst. Deswegen müssten zumindest große Arbeitgeber für den Arbeitsweg der Beschäftigten Sorge tragen. Aktuell muss das der Lohnabhängige Teil der Bevölkerung aus eigener Tasche leisten wodurch der effektive Teil des Gehalts noch weiter gesenkt wird.
 
Ich werde jetzt hier nicht "Die Linke" als Lösung anpreisen, da ich mit ihren Vorschlägen zur Außenpolitik nicht einverstanden bin.
Du schreibst wieder was NICHT ist...
Außenpolitik gehört aber dazu also kann ich die nicht wählen wenn ich damit nicht einverstanden bin.
Und nun?
 
Ich werde jetzt hier nicht "Die Linke" als Lösung anpreisen, da ich mit ihren Vorschlägen zur Außenpolitik nicht einverstanden bin. Innenpolitisch gibt es dort allerdings Chancen ...
Solange das Kreuzerl nicht bei Neo-Nazis wie Wagenknecht, Weidel und AfD oder Kickl und FPÖ gemacht wird ...
 
Du schreibst wieder was NICHT ist...
Außenpolitik gehört aber dazu also kann ich die nicht wählen wenn ich damit nicht einverstanden bin.
Und nun?
Stimme Dir zu. Immer wird etwas angeprangert und wir hätten die Möglichkeit es bei der Stimmvergabe zu beeinflussen - aber wenn nun alle Kreuze "falsch" sind watt nu?

Alle Wege führen nach Rom und Rom ist der falsche Weg...
Und die ständigen Phrasen "wir müssen/sollten uns langsam mal..." kann ich nicht mehr hören.
Hier und in den Lanz-Precht-Weltverbesserungssendungen wird auch immer so geredet.

Nix langsam - wir sind schon ewig hinterher.
Jetzt und zwar schleunigst müsste sich was ändern....
 
Wo bekommt man denn noch bezahlbare Gebrauchtwagen unter 10.000€?
Seltsam. Ich finde nach wie vor fast jederzeit fahrfähige Autos mit TÜV um die 1000 €, teils auch deutlich darunter, und da fehlt keine Null. Ohne Rest-TÜV würde ich sowas übrigens nicht kaufen und habe damit noch nie einen direkten Totalausfall erlebt; mein Bruder und mein Nachbar machen das seit Jahrzehnten genauso mit ihren Alltagsautos.
Aktueller Bestand bei uns: Mazda 323 F, Bj. 2001, 1000 €, Honda Civic Bj. 2000, 900 €, Astra G, geschenkt, Passat 3BG, 600 €, VW Fox, geschenkt und vor ein paar Tagen für 300 € weiterverkauft.
Bei unseren zahlreichen Werkstattnachbarn fahren diverse Golf 4 & 5 und Audi A3 in vergleichbaren Preisregionen und zwei Mondeo MkIII (womöglich das famoseste Billigauto überhaupt).
Nicht so billig, aber ebenfalls unter 10.000 € fahren dort zwei E-Klassen der W211-Reihe, in der Summe aller Eigenschaften richtig gute Autos. In deren Preislage verorte ich auch einen heißen Corolla aus 2005, den in zweiter Hand irgendwie niemand haben wollte und der jetzt seinen endgültigen Besitzer gefunden hat.

Die Oldtimerei steht dagegen die meiste Zeit, ist zerlegt oder war nie sonderlich zuverlässig.
Da braucht man halt derweil was zum Fahren.

Für mich ganz persönlich gilt beim Autofahren, dass ich habe, was ich brauche und niemals über 3000 € für ein Auto ausgeben würde. In Wirklichkeit habe ich diesen Wert noch nie erreicht.
Ein Accord oder Civic für ein paar hundert Kröten kann mit vertretbarem Wartungsaufwand durchaus noch weitere 10 Jahre durchhalten; beim Accord werden es nächstes Jahr schon 20 und ich bin damit sein längster Besitzer. Toyotas, Volvos und Benze können das oft besser, aber die Hondas kenne und mag ich halt.
Pauschal erworbene Irgendwie-Gebrauchtwagen für 3000 bis 15.000 € haben nach meiner Beobachtung ähnlich oft ähnliche Probleme, wie klug ausgewählte Billigkarren und werden dadurch einfach insgesamt deutlich teurer.
Gerade erst mitbekommen beim "fast noch neuen" Renault Captur für die Freundin des Nachbarn, weil sie keine Billigkarren fahren mag (was heißt: geliehenes Geld für einen Gebrauchten!). Am zweiten Tag geplatzter Bremszylinder auf der Autobahn und eine ruinierte hintere Bremse (erstaunlich, der hat hinten noch Trommeln, mit sowas fahre ich seit 20 Jahren nicht mehr). Zum Glück mit Gebrauchtwagengarantie, die aber wegen der Werkstattbindung nutzlos war (Autohaus in Hannover, Auto kaputt in Kassel). Repariert haben wirs dann selbst, auf offener Straße weils ja nicht mehr fuhr, und die Teilerechnung an den Händler geschickt. Der war zum Glück einverstanden.
Im Freundeskreis hatte ich schon bei vergleichbaren "fast noch neuen": Motorschäden, Getriebeschäden, Durchrostungen an Karosserie und Fahrwerksteilen und die üblichen elektronischen Ausnahmezustände, quer durch diverse Marken und Typen.
Lasst euch gesagt sein: Das bekommt man auch für ein Zehntel oder Zwanzigstel des Preises! 😅

Ich meine nicht, dass alte Autos besser oder umweltfreundlicher sind, als neue.
Ich mag nur einfach keine neuen und habe manchmal diebische Freude daran, eine Billigkarre jahrelang massiv zugrunde zu reiten, die aber trotzdem nicht kaputtgehen will, während Freunde und Kollegen in der gleichen Zeit drei bis vier wesentlich teurere Autos "durchmachen".
Vor dem geistigen Auge sehe ich auf dem Firmenparkplatz dann manchmal 20 solche Civics neben einem handelsüblichen neueren Gebrauchtwagen zum gleichen Gesamtpreis stehen. Dann muss ich lachen, weil garantiert immer einer der Civics funktionieren würde. Obwohl das eigentlich keine guten Autos sind.

Wer einen Gebrauchtwagen fahren will ohne sich in finanzielle Abenteuer zu stürzen, der sollte ihn auch selbst reparieren können, meiner Meinung nach. Für alle anderen gibt es Leasing.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich geh jetzt nur auf ein paar Punkte von Dir ein (vieles von dem was Du schriebst seh ich ähnlich) aber bzgl „Steckdose statt Wallbox“ verkennst Du die Situation - ich schrieb das bereits - dass davon die Menschen in Mehrfamilienhäusern nicht partizipieren können und das ist ein nicht unerheblicher Anteil in Städten und diversen Ortsteilen. Also konkret: Kabellrolle aus 2 Stock runter zum Auto 🚗 ist eher schlecht ;) und nicht gestattet.
Dann schriebst Du über die Infrastruktur:
In meinem Fall bietet der Ortsteil/Vorort einer Landeshauptstadt hier auf 5000 Einwohner !6! Wallboxes…und rate mal: die sind rund um die Uhr belegt.
Tatsächlich habe ich auch über einen Wechsel auf E nachgedacht (mein Berlingo als E) aber das kann leider so nicht funktionieren.
Bei der Arbeit kostet das Parkhaus mit Wallbox 16€ pro Tag…+ Ladegebühr…also nur die Parkgebühr erst einmal. Nix subventioniert oder so…
E-Kollege wollte es mal wissen…..meinte gestern zu mir genervt am Telefon: dass unzuverlässige Ladegeschwindigkeit und dass einige Ladesäulen nicht auf jede Ladekarte reagieren, RFID Karte, App oder adhoc payment QR keine Chance. Unter 1 kw die Stunde…“unbrauchbar“ so seine Worte…das dazu..
..
Bzgl Pendler:
Oft gibt es die fehlende Möglichkeit, das Fahrrad bei der Arbeit bedacht unterzustellen …nicht so jedenfalls bei mir. Ladestationen (Auto/Bike) auch hier (Wissenschaftspark) wie gesagt Schrott = unzureichend. Aktuell arbeite ich tatsächlich 4 Tage die Woche zu Hause, was mich hier rettet….aber schau selber wie „toll“:

Das Parkhaus wird gerne nicht genutzt aus selbigen Gründen…alles parkt vorne an der Strasse aus selbigen Gründen. Dazu kommt keine direkte Busanbindung.

@Sven_Kiel :
Die Kabellrolle aus 3. Stock runter zum Auto habe ich auch schon oft gemacht wenn ich meine Tochter besucht habe; da Stand das Fahrzeug aber hinten auf dem Hof - und da ist es auch nicht verboten.

Mehrfamilien-Mietshäuser sind aber tatsächlich ein Problem.
Hier kann es oft nur eine politische Lösung geben - und die muss gewollt sein.
Ausbau der Ladeinfrastruktur; Verpflichtung der Vermieter im Falle von technischer Machbarkeit (z.B. auf dem Hof oder in der Tiefgarage Ladepunkte anzubieten.
In den NL klappt die Ladeinfrastruktur irgendwie viel besser (ich wohne an der Grenze und bin dort oft unterwegs).

Es stimmt jedenfalls dass man mehrere verschiedene Ladekarten haben sollte; wenn die eine nicht geht, nimmt man die andere.

Die Situation an deinem Arbeitsplatz ist offensichtlich leider Bescheiden.

Es geht aber auch anders:
Mein Arbeitgeber hat das Büro in einem großen Komplex gemietet; inkl. Parkplätzen.
Ein paar Ladepunkte gibt es auch bereits und der Vermieter hat angekündigt, dass es noch mehr werden.

Dazu kommt ein brauchbarer Fahrradkeller...

Der Wille muss vorhanden sein!
 
@Sven_Kiel :
Die Kabellrolle aus 3. Stock runter zum Auto habe ich auch schon oft gemacht wenn ich meine Tochter besucht habe; da Stand das Fahrzeug aber hinten auf dem Hof - und da ist es auch nicht verboten.

Mehrfamilien-Mietshäuser sind aber tatsächlich ein Problem.
Hier kann es oft nur eine politische Lösung geben - und die muss gewollt sein.
Ausbau der Ladeinfrastruktur; Verpflichtung der Vermieter im Falle von technischer Machbarkeit (z.B. auf dem Hof oder in der Tiefgarage Ladepunkte anzubieten.
In den NL klappt die Ladeinfrastruktur irgendwie viel besser (ich wohne an der Grenze und bin dort oft unterwegs).

Es stimmt jedenfalls dass man mehrere verschiedene Ladekarten haben sollte; wenn die eine nicht geht, nimmt man die andere.

Die Situation an deinem Arbeitsplatz ist offensichtlich leider Bescheiden.

Es geht aber auch anders:
Mein Arbeitgeber hat das Büro in einem großen Komplex gemietet; inkl. Parkplätzen.
Ein paar Ladepunkte gibt es auch bereits und der Vermieter hat angekündigt, dass es noch mehr werden.

Dazu kommt ein brauchbarer Fahrradkeller...

Der Wille muss vorhanden sein!
Kabelrolle klappt nicht, da ich nicht 50m vor der Tür parken kann.

Du hast offensichtlich einen vorbildlichen Arbeitgeber ..Glückwunsch…aber es liegt auch daran, dass wir offensichtlich ganz bewusst dazu gebracht werden sollen, nur von zu Hause arbeiten....dieser Wille ist bei uns vorhanden. Das Haupthaus ist eher zum vorzeigen, Präsentation. Ansonsten vor Ort wechselnde Arbeitsplätze, nichts festes.…mobiles Arbeiten von zu Hause wird präferiert. Das hat aber alles eher wirtschaftliche Gründe.
Ökologisch ist zweitrangig.
 
Seltsam. Ich finde nach wie vor fast jederzeit fahrfähige Autos mit TÜV um die 1000 €, teils auch deutlich darunter, und da fehlt keine Null. Ohne Rest-TÜV würde ich sowas übrigens nicht kaufen und habe damit noch nie einen direkten Totalausfall erlebt; mein Bruder und mein Nachbar machen das seit Jahrzehnten genauso mit ihren Alltagsautos.
Aktueller Bestand bei uns: Mazda 323 F, Bj. 2001, 1000 €, Honda Civic Bj. 2000, 900 €, Astra G, geschenkt, Passat 3BG, 600 €, VW Fox, geschenkt und vor ein paar Tagen für 300 € weiterverkauft.
Bei unseren zahlreichen Werkstattnachbarn fahren diverse Golf 4 & 5 und Audi A3 in vergleichbaren Preisregionen und zwei Mondeo MkIII (womöglich das famoseste Billigauto überhaupt).
Nicht so billig, aber ebenfalls unter 10.000 € fahren dort zwei E-Klassen der W211-Reihe, in der Summe aller Eigenschaften richtig gute Autos. In deren Preislage verorte ich auch einen heißen Corolla aus 2005, den in zweiter Hand irgendwie niemand haben wollte und der jetzt seinen endgültigen Besitzer gefunden hat.

Die Oldtimerei steht dagegen die meiste Zeit, ist zerlegt oder war nie sonderlich zuverlässig.
Da braucht man halt derweil was zum Fahren.

Für mich ganz persönlich gilt beim Autofahren, dass ich habe, was ich brauche und niemals über 3000 € für ein Auto ausgeben würde. In Wirklichkeit habe ich diesen Wert noch nie erreicht.
Ein Accord oder Civic für ein paar hundert Kröten kann mit vertretbarem Wartungsaufwand durchaus noch weitere 10 Jahre durchhalten; beim Accord werden es nächstes Jahr schon 20 und ich bin damit sein längster Besitzer. Toyotas, Volvos und Benze können das oft besser, aber die Hondas kenne und mag ich halt.
Pauschal erworbene Irgendwie-Gebrauchtwagen für 3000 bis 15.000 € haben nach meiner Beobachtung ähnlich oft ähnliche Probleme, wie klug ausgewählte Billigkarren und werden dadurch einfach insgesamt deutlich teurer.
Gerade erst mitbekommen beim "fast noch neuen" Renault Captur für die Freundin des Nachbarn, weil sie keine Billigkarren fahren mag (was heißt: geliehenes Geld für einen Gebrauchten!). Am zweiten Tag geplatzter Bremszylinder auf der Autobahn und eine ruinierte hintere Bremse (erstaunlich, der hat hinten noch Trommeln, mit sowas fahre ich seit 20 Jahren nicht mehr). Zum Glück mit Gebrauchtwagengarantie, die aber wegen der Werkstattbindung nutzlos war (Autohaus in Hannover, Auto kaputt in Kassel). Repariert haben wirs dann selbst, auf offener Straße weils ja nicht mehr fuhr, und die Teilerechnung an den Händler geschickt. Der war zum Glück einverstanden.
Im Freundeskreis hatte ich schon bei vergleichbaren "fast noch neuen": Motorschäden, Getriebeschäden, Durchrostungen an Karosserie und Fahrwerksteilen und die üblichen elektronischen Ausnahmezustände, quer durch diverse Marken und Typen.
Lasst euch gesagt sein: Das bekommt man auch für ein Zehntel oder Zwanzigstel des Preises! 😅

Ich meine nicht, dass alte Autos besser oder umweltfreundlicher sind, als neue.
Ich mag nur einfach keine neuen und habe manchmal diebische Freude daran, eine Billigkarre jahrelang massiv zugrunde zu reiten, die aber trotzdem nicht kaputtgehen will, während Freunde und Kollegen in der gleichen Zeit drei bis vier wesentlich teurere Autos "durchmachen".
Vor dem geistigen Auge sehe ich auf dem Firmenparkplatz dann manchmal 20 solche Civics neben einem handelsüblichen neueren Gebrauchtwagen zum gleichen Gesamtpreis stehen. Dann muss ich lachen, weil garantiert immer einer der Civics funktionieren würde. Obwohl das eigentlich keine guten Autos sind.

Wer einen Gebrauchtwagen fahren will ohne sich in finanzielle Abenteuer zu stürzen, der sollte ihn auch selbst reparieren können, meiner Meinung nach. Für alle anderen gibt es Leasing.
Lass das besser keinen wissen, sonst spricht sich das noch herum 😉👍
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Mein Berli ist dieses Jahr 12 geworden und hat die 240000 gesprengt…Restwert stabil 3000. ..läuft und läuft..bis auf ein paar Verschleissteile kein Ärger, keine Durchrostung, kein ElektronikSensorikNerv…nichts, echte 4 Zylinder..
Bekommt alle 10000 Ölwechsel…braucht er aufgrund VTI mit Steuerkette. Bei mir kleine freie Werkstatt, die noch reparieren können und nicht nur austauschen. Umweltfreundlich weil nachhaltig.
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Zuletzt bearbeitet:
@*cl*
Stimmt zwar, ist aber nicht die ganze Wahrheit.
In China wird mehr erneuerbare Stromerzeugungskapazität pro Jahr zugebaut, als Fossile.
Und der Zubau an Erneuerbaren beschleunigt sich exponentiell, während der Zubau an Fossilen bereits seit einiger Zeit rückläufig ist; das heisst: Ein Ende ist in Sicht.
Korrekt. 2030 will China seinen CO2-Peak erreicht haben.
Stand 2024 hatte Deutschland aber bereits weniger Energie (ca. 45%) aus Kohle als China (ca. 55%).
Disclaimer: Bin kein Experte. Alles nur irgendwo gelesen.
 
Der Arbeitgeber ist darauf angewiesen, dass du zur Arbeit kommst oder deiner Arbeit nachgehen kannst. Deswegen müssten zumindest große Arbeitgeber für den Arbeitsweg der Beschäftigten Sorge tragen. Aktuell muss das der Lohnabhängige Teil der Bevölkerung aus eigener Tasche leisten wodurch der effektive Teil des Gehalts noch weiter gesenkt wird.
Mal zwei Fragen:
Was kann der AG dafür, dass der AN so weit weg vom Job wohnt?
Was kann der AN dafür, dass der AG seine Arbeitsstelle so weit weg vom Wohnort hat?
 
Bei dem AG, bei dem unser Sohn arbeitet, kann während der Arbeitszeit mit dem eigenen Fahrzeug geladen werden. Neben weiteren Kleinigkeiten war das ein Grund, sich genau diesen AG auszusuchen.
 
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