Wenn die on und off Phasen gleich lang sind (wie bspw bei den 30/30) soll das für Fahrer, die eine gute anaerobe Leistungsfähigkeit haben, nicht ideal sein, da die Ausschöpfung der VO2max und korrespondierend der HFmax zu gering sind. Es wird wohl einfach zu viel Leistung über die anaerobe Energiebereitstellung generiert.
Auch wenn bei mir als Diesel mit meinen gefühlt 3kJ AWC diese Gefahr nicht besteht, fahre ich trotzdem intermittierend nur 30/15 oder 60/30.Bei den 3x13(30/15) liegt die Leistung bei ca. 120 bis 125% FTP, in den Off-Phasen bei 60 bis 65%. Das ist aber sicher hochindividuell.
Ich finde die 30/15 (wohl auch typisch für Diesel mit eher niedriger Laktatbildung und geringer Toleranz) deutlich angenehmer als 4x4, 5x5 etc. muss aber zugeben, dass 4x4 mir mehr Zeit bei über 90 oder 95% HFmax und vielleicht somit für das Mehr an Qual auch mehr Trainingseffekt gibt.
BTW: In letzter Zeit habe ich von strukturierten HIT-Einheiten mal vollständig abgesehen und fahre in einer HIT-Woche einfach nur 4 Zwiftrennen mit passendem Profil. Ich habe den Eindruck, dass das für mich noch etwas effektiver ist, weil ich mich da viel höher belasten kann. Die Motivation sich zu quälen lässt in den Rennen im Gegensatz zu mehrfachen HIT Sessions bislang nicht nach. Würde gerne mal ne Spiro mitlaufen lassen. Da die „Pausen“ in den Rennen auch meistens bei 80 bis
100% FTP stattfinden, gehe ich davon aus, dass die Sauerstoffaufnahme konstant auf recht hohem Niveau bleibt.