Tipp: du kannst mit der Tastatur blättern
Boomerang-Profil, Addix-Race Mischung und Souplesse-Karkasse
Boomerang-Profil, Addix-Race Mischung und Souplesse-Karkasse - Der neue G One R tritt an, um schnell zu machen.
Schwalbe Gravel Reifen-Karkassen
Schwalbe Gravel Reifen-Karkassen - Links die Turn-up Karkasse mit hochfestem V-Guard (gelb), SnakeSkin Lage für Luftdichtheit und einfacher Gewebelage für Souplesse. Rechts die Super-Ground Karkasse mit SnakeSkin (Gelb) und dreifachem Gewebe unter der Lauffläche.
Boomerang-Profil
Boomerang-Profil - Fast geschlossene, flache Stollen in der Mitte, höhere an der Seite.
Schwalbe macht keine Minimal-Druckangabe auf unserem Vorserien-Modell
Schwalbe macht keine Minimal-Druckangabe auf unserem Vorserien-Modell - Allerdings könnten die Angaben besser lesbar sein.
„R“ wie Rennen
„R“ wie Rennen - Entsprechend kommt die Addix Race Mischung zum Einsatz.
Umweltfreundliche Kartonverpackung
Umweltfreundliche Kartonverpackung - Profil als Markenzeichen.
Zum Test kam der G One R Reifen in 40-622
Zum Test kam der G One R Reifen in 40-622 - Außerdem gibt es ihn noch in 45-622.
Für das erstmalige Aufpumpen reichte eine Standpumpe. Hinten starteten wir mit 2,2 bar...
Für das erstmalige Aufpumpen reichte eine Standpumpe. Hinten starteten wir mit 2,2 bar...
...vorne kamen 2,0 bar in den Reifen – etwas mehr als beim vorher am Grizl montierten G One Bite in 45-622.
...vorne kamen 2,0 bar in den Reifen – etwas mehr als beim vorher am Grizl montierten G One Bite in 45-622.
schwalbe-g-one-r-gravelreifen-7
schwalbe-g-one-r-gravelreifen-7
schwalbe-g-one-r-gravelreifen-6
schwalbe-g-one-r-gravelreifen-6
Auf der Straße kann der G One R für einen ernsthaft Offroad tauglichen Gravel-Reifen richtig glänzen.
Auf der Straße kann der G One R für einen ernsthaft Offroad tauglichen Gravel-Reifen richtig glänzen.
Auf feinem Schotter ist der Kurvenhalt dank der ausgeprägteren Stollen berechenbar.
Auf feinem Schotter ist der Kurvenhalt dank der ausgeprägteren Stollen berechenbar.
Leichtläufer und Kurvenräuber
Leichtläufer und Kurvenräuber

Schwalbe G-One R Test: Heute feiert der neue Schwalbe G-One R Gravel-Reifen Premiere am Start von Unbound Gravel in den USA. Mit Karkassentechnik vom Rennrad-Reifen und feinem Profil soll der Neue schnell in Rennen machen. Wir konnten bereits einen ersten Fahreindruck gewinnen.

Schwalbe G-One R Test: kurz und knapp

Am neuen Schwalbe G-One R führen die Reichshofer die Turn-up Karkasse ihres top Rennrad-Reifens Schwalbe Pro One erstmals an einem Gravel Reifen ein. Sie zeichnet sich durch weniger Lagen direkt unter der Lauffläche – für mehr Geschmeidigkeit –und mehr Lagen an den Seitenwänden aus. Ein neues, feinzahniges Boomerang-Profil soll Leichtlauf und Grip vereinbaren. In unserem ersten Test profiliert sich der G-One R als ausgewiesen gute Wahl für feine, harte und lockere Gravel-Beläge und wirkt in Asphaltkurven fast wie ein Straßenreifen.

  • Neuer Race Gravel-Reifen
  • Verfügbare Größen 40-622, 45-622
  • Eignung Tubeless Easy
  • Druckempfehlung max 5 bar (40-622)
  • Karkasse Turn-up-Karkasse, nur transparent
  • Besonderheiten V-Guard Pannenschutz, Boomerang-Profil
  • Gewicht 480 g*
  • https://www.schwalbe.com/
  • Preis 69,90 € UVP

Diashow: Schwalbe G One R Test: Schneller Gravel-Reifen für Rennen
Leichtläufer und Kurvenräuber
Umweltfreundliche Kartonverpackung
„R“ wie Rennen
Boomerang-Profil
Schwalbe Gravel Reifen-Karkassen
Diashow starten »

Boomerang-Profil, Addix-Race Mischung und Souplesse-Karkasse
# Boomerang-Profil, Addix-Race Mischung und Souplesse-Karkasse - Der neue G One R tritt an, um schnell zu machen.

Was ist neu?

Der Schwalbe G-One R ist der erste Gravel-Reifen, den die Reichshofer als echten „Raceday Reifen“ entwickelt haben – daher das „R“. Er ergänzt die vierköpfige G-One-Familie am oberen Ende des Preis- und Performance-Spektrums. Seine Premiere feiert er entsprechend heute beim wohl bekanntesten Gravelrennen der Welt, dem Unbound Gravel im US-Bundesstaat Kansas. Das umbenannte Profi Gravel-Rennen führt über 320 km und der G-One R wird bei Amity Rockwell (USA), Tiffany Cromwell (AUS) sowie dem deutschen Ex-Profi Paul Voß an den Gravel Bikes montiert sein. Das Einsatzspektrum des G-One R charakterisiert Schwalbe so: „60 Prozent Gravel und 40 Straße“, sagt Produkt Manager Jakob Maßen.

Turn-up Karkasse

Für den Rennvorteil in Form von Leichtlauf auf Gravel bringt der Neue eine „Souplesse Karkasse“ mit, wie Schwalbe sie nennt. Technisch heißt sie Turn-up Karkasse. Was bedeutet das? Dazu zunächst ein kurzer Exkurs in die Reifenproduktion: Eine mehrlagige Karkasse entsteht, weil eine Lage Gewebe einmal um beide Reifenkerne (die Teil, die später in der Felge liegen) geschlagen wird und dann in der Mitte überlappt. So entstehen 3 Lagen.

Schwalbe Gravel Reifen-Karkassen
# Schwalbe Gravel Reifen-Karkassen - Links die Turn-up Karkasse mit hochfestem V-Guard (gelb), SnakeSkin Lage für Luftdichtheit und einfacher Gewebelage für Souplesse. Rechts die Super-Ground Karkasse mit SnakeSkin (Gelb) und dreifachem Gewebe unter der Lauffläche.

Bei der Turn-up Karkasse bleibt der Bereich in der Mitte frei. Damit liegt hier nur eine Karkassen-Lage. Der konstruktive Vorteil: Sie kann sich leichter verformen, schluckt also weniger Energie beim Rollen. Der Nachteil: Es gibt weniger Gewebe, das eindringende Fremdkörper wie Scherben und Splitter aufhalten könnte. Schwalbe will das beim G-One R mit einer Lage V-Guard ausgleichen, der resistenteste und gleichzeitig leichteste Pannenschutz-Streifen der Reichshofener. Zusätzlich sorgt eine umlaufende Lage Snakeskin dafür, dass der Reifen die Luft hält, wenn er Tubeless gefahren wird. In unserem ersten Test konnte er auch ohne Dichtmilch nur mit minimalem Druckverlust über Nacht stehen bleiben – generell gehört aber Dichtmlich ins System. Alle 2 G-One R Gravelreifen-V sind ausschließlich mit transparenter Karkasse zu haben.

Boomerang-Profil

Für den neuen G-One R kehrt Schwalbe ab von den typischen Punkte-Profilen der G-One-Reihe. Stattdessen gibt es eng stehende sichelförmige Stollen, die zur Seite höher werden. Letzteres soll den Kurvengrip auf Gravel sicherstellen. Man sieht dem Profil seine Laufrichtungsbindung förmlich an. Als Gummimischung kommt Addix Race-Compound zum Einsatz, die gleiche auf Leichtlauf getrimmte Mixtur wie bei den Rennrad-Reifen.

Boomerang-Profil
# Boomerang-Profil - Fast geschlossene, flache Stollen in der Mitte, höhere an der Seite.
Schwalbe macht keine Minimal-Druckangabe auf unserem Vorserien-Modell
# Schwalbe macht keine Minimal-Druckangabe auf unserem Vorserien-Modell - Allerdings könnten die Angaben besser lesbar sein.
„R“ wie Rennen
# „R“ wie Rennen - Entsprechend kommt die Addix Race Mischung zum Einsatz.

Auspacken und Montage

Der Schwalbe G-One R kommt in einer umweltfreundlichen, recycelten Karton-Verpackung. Wer sich noch nicht mit Tubeless Easy-Reifen befasst hat, findet auf der Packung selber keine Hinweise zur Montage, sondern muss die Webseite bemühen.

Für unseren Test haben wir zwei G-One R der Größe 40-622 ausgepackt, die kleinere der beiden verfügbaren Varianten. Auf der Waage liegen die beiden Testreifen einige Gramm auseinander. Mit 475 g in unserem Schnitt ist der G-One R rund 10 g leichter als ein gleich großer G-One Bite.

Umweltfreundliche Kartonverpackung
# Umweltfreundliche Kartonverpackung - Profil als Markenzeichen.
Zum Test kam der G One R Reifen in 40-622
# Zum Test kam der G One R Reifen in 40-622 - Außerdem gibt es ihn noch in 45-622.
Für das erstmalige Aufpumpen reichte eine Standpumpe. Hinten starteten wir mit 2,2 bar...
# Für das erstmalige Aufpumpen reichte eine Standpumpe. Hinten starteten wir mit 2,2 bar...
...vorne kamen 2,0 bar in den Reifen – etwas mehr als beim vorher am Grizl montierten G One Bite in 45-622.
# ...vorne kamen 2,0 bar in den Reifen – etwas mehr als beim vorher am Grizl montierten G One Bite in 45-622.
schwalbe-g-one-r-gravelreifen-7
# schwalbe-g-one-r-gravelreifen-7
schwalbe-g-one-r-gravelreifen-6
# schwalbe-g-one-r-gravelreifen-6

Als Testrad diente ein Canyon Grizl CF SL, das sonst mit 45 mm breiten G-One Bite auf einem DT Swiss G1800-Laufradsatz mit 24 mm Maulweite ausgestattet ist. Auf den DT Gravel-Laufrädern benötigte der G-One R nur leichte Hilfe mit einem Reifenheber für die erste Montage. Das erstmalige Aufpumpen gelang dabei im ersten Anlauf mit einer Standpumpe ohne jede Hilfsmittel! Die Reifen setzten sich schon bei 1,5 bar mit einem Plopp ins Felgenbett und hielten die Luft gut.

Erster Fahrtest Schwalbe G-One R

Interessant ist, dass Schwalbe beim G-One R keine Minimaldruck-Angabe macht, wie sonst. Für die ersten Testfahrten – insgesamt bis dato 100 km auf Straße und Gravel ohne Trails – wählte ich deshalb gleich zum Start einen niedrigen Wohlfühl-Druck, der vor allem auf Traktion und geschmeidiges Rollen beim Gravel Anteil der Wege orientiert war: 2,0 bar vorne und 2,2 bar hinten.

So aufgestellt ging es zunächst auf die Straße. Erster Soundcheck bei 35 km/h. Der G-One R rollt hörbar mit einem eher hellen Surren ab, nicht aufdringlich, aber auch nicht so leise wie manche Gravel-Reifen mit einem wirklich durchgängigen Mittelstreifen. Die erste kleine Überraschung gibt es in der ersten schnellen Kurve. Ein Übergang zu den Stollen ist in Schräglage nicht zu spüren, jede Kurvenlinie lässt sich auf Asphalt exakt ansteuern, auch bei hohem Tempo. Im Prinzip verhält sich der G-One R hier wie ein Straßenslick. Der Leichtlauf war gefühlt nicht zu unterscheiden vom vorher montierten G-One Bite, der allerdings bei gleichem Druck mit größerer Breite einen Leichtlaufvorteil genießt.

Auf der Straße kann der G One R für einen ernsthaft Offroad tauglichen Gravel-Reifen richtig glänzen.
# Auf der Straße kann der G One R für einen ernsthaft Offroad tauglichen Gravel-Reifen richtig glänzen.

=> Alles zum Thema Rennrad-Reifen

In Sachen Geschmeidigkeit auf Gravel wirkt der G-One R fast ebenso komfortabel wie der breitere G-One Bite mit angepasst weniger Druck. Das ist angesichts der fehlenden 5 mm Breite beim G-One R eine schöne Erfahrung.

Und wie sieht es in Gravel-Kurven aus. Hier verspricht der G-One R ja die größte Verbesserung gegenüber anderen schnell rollenden Pneus wie dem G-One Speed. Tests fanden bisher nur auf feinem Gravel auf überwiegend festem Boden statt. Und für dieses Terrain wirkt das Boomerang-Profil wie gemacht. Es stiftet viel Vertrauen, in Schräglage zu gehen, nicht mehr als ein G-One Bite, aber deutlich mehr als ein G-One Allround und mancher andere Gravel-Reifen dort draußen.

Auf feinem Schotter ist der Kurvenhalt dank der ausgeprägteren Stollen berechenbar.
# Auf feinem Schotter ist der Kurvenhalt dank der ausgeprägteren Stollen berechenbar.

Mehr lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Ich bin gespannt, was Unbound Gravel heute für Paul Voß bereit hält – nicht nur wegen des Reifens. Wieviel Watt der G-One R wirklich sparen kann, soll außerdem ein Labortest zeigen, dem wir ihn zusammen mit anderen Gravelreifen unterzogen haben. Die Ergebnisse werden wir dann auch hier im Artikel aktualisieren.

Schwalbe G-One R Test-Fazit

Der neue Schwalbe G-One R ist der erste echte Gravel Race Reifen – dafür steht das„R“ im Namen und auch die Karkassentechnik ordnet ihn klar hier ein. Leichter als das Allround-Pendant ist er zwar nicht, aber in unserem ersten Fahrtest unterscheidet sich das Fahrverhalten fühlbar. Er läuft gefühlt so leicht wie ein G-One Speed, hat aber in Kurven und bergauf auf Gravel weit mehr Grip. Damit liegt er irgendwo zwischen G-One Bite und Speed. Auf den ersten 100 km gab es keine Defekte, aber das ist auch keine Herausforderung. Ein ausführlicher Labortest ist in Arbeit, auch im Vergleich zu anderen Gravel Reifen – demnächst mehr.

Pro
  • Leichtlauf
  • Absolut berechenbares Kurvenverhalten auf Asphalt
  • Gute Führung in Kurven auf feinem Gravel
  • Einfachste Montage
Contra
  • Wenig Größen
Leichtläufer und Kurvenräuber
# Leichtläufer und Kurvenräuber

Weiterlesen

Weitere kurze Tests aus der Serie Ausprobiert findest du auf dieser Übersichtsseite. Wenn du ein Produkt für einen ersten Test vorschlagen möchtest, schreibe uns einfach hier eine Nachricht!

Zum Weiterstöbern empfehlen wir dir die fünf neuesten Beiträge in unserer Serie Ausprobiert.

Text/Fotos: Jan Gathmann
  1. benutzerbild

    naucrates

    dabei seit 09/2017

    Ich werde mal den Vittoria Terreno ausprobieren, bin mit deren Graphene Straßenreifen zufriedener, als mit Schwalbe.
  2. benutzerbild

    eins4eins

    dabei seit 08/2016

    Wie gesagt, ich bin auf der Suche und habe ein offenes Ohr für eine Empfehlung :) !!!?

    Fahre aktuell Tufo Thundero. Bisher mein absoluter Favorit. Relativ leicht, sehr schnell, sehr geschmeidig, guter Pannenschutz und noch dazu günstiger als die meisten anderen.
  3. benutzerbild

    snowdriver

    dabei seit 07/2016

    Beide Tipps stehen schon mal oben auf der bislang 'losen' Liste.

    Dank und Grüße
  4. benutzerbild

    CentaX

    dabei seit 09/2020

    Der Tufo ist mein absoluter Traumreifen, macht alles (incl. Preis!) genau so wie gewünscht. Leider hab ich mit der Dichtigkeit meine Probleme, beide Reifen muss ich täglich aufpumpen - und der eine gelieferte Ersatzreifen ließ sich nur sehr schwer montieren. Da ich keinen Booster hab, hab ich die Montage nach Benutzung einer Co2 Kartusche dann abgebrochen; der Reifen sprang dort nicht ans Felgenhorn und rutschte zurück in die Mitte der Felge. Muss den beizeiten mal mit Schlauch vordehnen.

    Die mangelnde Dichtigkeit kostet mich richtig Nerven, aber die restlichen Eigenschaften des Reifens find ich perfekt.
  5. benutzerbild

    Plautzilla

    dabei seit 08/2014

    An der Seitenwand sehe ich nur einen hässlichen braunton, somit für mich schon ein Ausschlußkriterium das es ihn nur in dieser Farbe gibt und das "transparent" zu nennen ist doch nur albernes Marketing-geblubber...
    Danke Schwalbe, aber nein danke.

    Dito. Und wieder 2×2 Reifen weniger verkauft liebes Schwalbe Team...
    Schade dass der ganze Gravelhype so völlig in die 💩hässlich Richtung geht.

    Das Profil wäre äußerst interessant gewesen, aber nicht in braun.

    Keine Chance uns sowas gruseliges ans neonrote/blaue Rad zu dengeln. Wäh. 🤮

Was meinst du?

Wir laden dich ein, jeden Artikel bei uns im Forum zu kommentieren und diskutieren. Schau dir die bisherige Diskussion an oder kommentiere einfach im folgenden Formular:

Verpasse keine Neuheit. Trag dich für den MTB-News-Newsletter ein!