Video: Rose Shave vs. Rose Shave FF
Rose Shave FF Infos und Preise
Von keiner Aero-Rennrad-Neuheit der letzten Jahre war vor Marktstart mehr und zugleich weniger zu sehen als vom neuen Rose Shave FF. Das liegt daran, dass der offizielle Nachfolger des Rose Xlite auch das Team Rennrad der Unibet Rose Rockets ist. Und das niederländische Team startet mit Raketengeschwindigkeit auf Social Media durch. Im realen Renngeschehen fuhr Sprinter Dylan Groenewegen auf dem extrem auffällig lackierten Shave FFX schon den ersten Saisonsieg ein.
Das „X“ hinter dem FF steht dabei für die noch einmal leichtere Variante des Rose Shave FF, die wir testen konnten. Das FFX will das Arbeitsgerät für die Sprinter wie die Rouleure des Teams sein: eins für alle und für alle Rennen. Dafür bringt es einen sehr guten Wert im Tour-Windkanaltest von 205 Watt mit. Zudem will die Shave FFX Aero-Rakete nur 6,6 kg wiegen, nicht fahrbereit liegt sie damit unter UCI-Limit. Dabei soll der unlackierte Shave FFX Rahmen nur 740 g wiegen, was ihn im Umfeld besonders leichter Aero-Rahmen wie S-Works Tarmac SL8 und Seka Spear RDC platziert. Wir konnten das Rose Shave FF bereits einem ersten Test unterziehen. Doch zunächst die nüchternen Fakten:
- Neues Aero-Allround-Rennrad von Rose
- 10 Watt Ersparnis bei 45 km/h nach Tour-Test zu Rose XLite
- Komplettrad 500 g leichter als XLite (M/L zu 57)
- Neue leichte Rose RC55CS Laufräder sub 1.300 g an FFX
- Neues Rose Race Cockpit Shave
- UDH Standard
- Leichtestes Komplettrad 6,6 kg Rose Shave FFX (M, Herstellerangabe)
- Reifenfreiheit 35 mm in 700c
- Gewicht Rahmen 740 g in M/L, Herstellerangabe, unlackiert
- Gewicht Gabel 370 g, Herstellerangabe
- Verfügbar sofort
- Preis 5.600 Euro bis 8.500 Euro
- Hersteller-Info www.rosebikes.de
Modelle und Preise
Rose Shave FF Ultegra Di2 mit RC55 Laufrädern – 5.600 Euro
Rose Shave FF SRAM Force AXS mit RC55 Laufrädern – 5.900 Euro
Rose Shave FFX Dura Acse Di2 mit RC55CS Laufrädern – 8.000 Euro
Rose Shave FFX SRAM Red AXS mit RC55CS Laufrädern – 8.500 Euro
Was ist neu?
| Einsatzbereich | Rennen, Aero |
|---|---|
| Rahmenmaterial | Carbon |
| Gabel | Carbon |
| Gewicht (o. Pedale) | 7,1 kg |
| Stack | 567 mm |
| Rahmengrößen | XS, S, M, M/L, L, XL (im Test: M/L) |
| Website | www.rosebikes.de |
| Preisspanne | 5.600 Euro bis 8.500 Euro |
Wir konnten das neue Rose Shave FF mit SRAM Force AXS 2×12 Gruppe testen. Es ist das teurere von nur 2 Modellen, die es auf Basis des „schwereren“ Shave Rahmens gibt. Dennoch pendelte es sich an unserer Waage bei nur 7,1 kg inklusive der Flaschenhalter ein. Daneben bieten die Bocholter mit dem gleichen Rahmenset noch das Rose Shave FF mit Ultegra Di2 an, das damit für 5.000 € den Einstieg ins rasiermäßige Rasen markiert. Auch in der Preispolitik richtet sich der Direktanbieter damit klar an ein ambitioniertes Publikum. Aber es gibt noch ein anderes, günstigeres Shave. Gemeinsam mit dem Shave FF kommt das Rose Shave auf den Markt. Dies beerbt das Endurance-Rennrad Reveal und ist ab 3.600 € mit Shimano 105 Di2 zu haben. Wir konnten es ebenfalls bereits testen. Rose überträgt also das Backroad-Prinzip auf das Shave: Ein Fast Forward Modell (FF) für Racer und ein gemäßigteres Modell für alle anderen.
Rose Shave FF und Rose Shave im Vergleich. Zum Sehen Verschieben!
Der eigentliche Clou: Rose Shave und Shave FF wurden gemeinsam entwickelt. Ohne genaueres Hinsehen sind ihre Rahmen auch kaum zu unterscheiden. Der wichtigste Unterschied liegt in der Geometrie und der Sitzposition – sowie natürlich anderen Ausstattungen. Sie teilen sich zentrale neue Komponenten wie das One-Piece-Carboncockpit oder eine neue D-förmige Sattelstütze. Auch von den neuen Aero-Rahmenform-Entwicklungen der Shave Plattform profitieren erkennbar beide. Aber nur mit dem Shave FF war Rose auch im Windkanal.
Aerodynamik: 10 Watt effizienter als Xlite
Das Shave FF ist klar als Aero-Allrounder entwickelt und sollte schneller, leichter und an einigen Stellen auch steifer als das bekannte Rose XLite werden – soweit so erwartbar. Was Rose geschafft hat, ist allerdings beachtlich. Rose gibt einen Wert von 205 Watt Widerstand an, ermittelt im Tour-Test mit Bein-Dummy bei 45 km/h. Das unterbietet das XLite um 10 Watt nach dem gleichen Test-Protokoll. Zugleich liegt das Shave FF damit lediglich 2-3 Watt hinter spezialisierten und nicht so leichten Aero-Rennrädern wie einem Canyon Aeroad CFR oder Scott Foil RC.
Spannend ist dabei der Hintergrund der Entwicklung. Rose hat sich eigene Expertise in der CFD-Simulation von Luftströmungen um Rahmen und Laufräder aufgebaut und etwas geschaffen, was man vielleicht als „Rahmenformen-Datenbank“ bezeichnen kann. Damit ist quasi grob vorhersagbar, wie sich Veränderungen der Form auf den Luftwiderstand im Labor (und unterstellt der Realität) auswirken. Der Windkanaltest des Shave FF war für Rose die Bestätigung, dass die eigenen Modelle gute Ergebnisse liefern. Und sie gaben den Entwicklern die Möglichkeit, zu beziffern, welche Teile des neuen Rahmens wieviel zum Effizienzgewinn beitragen. Erwartbar hoch war dabei der Anteil des neuen Cockpits mit rund 28 % Verbesserung gegenüber dem Xlite und der Steuerrohr-Form mit rund 57 %. Aber auch das Unterrohr, das sich genauso am Shave findet, hat eine um rund 49 % effizientere Form.
Neue RC55 Laufräder
Viel CFD-Arbeit floss auch in die neuen RC55 und RC55CS Aero-Laufräder, die es nur beim Shave FF und Shave FFX im Paket gibt. Sie sind für breite Reifen optimiert und sollen sich durch geringe Lenkmomente auszeichnen. Ihre Eckdaten machen neugierig:
- Felgenprofil/Profilhöhe: Tubeless Crochet, 55 mm
- Außenbreite: vorn 33 mm, hinten 30 mm
- Innenweite: 23 mm
- Speichen: 24 v/h RC55 | 21 v/h RC55CS
- Gewicht: RC55 1.360 g | RC55CS 1.280 g
Die leichteren RC55CS setzen auf Carbonspeichen von Vonoa und sparen so noch einmal 80 g gegenüber den RC55. Die Naben kommen bei allen Laufrädern von Newmen. Das Freilaufgeräusch war im Test sehr leise, in Fahrt kaum zu hören.
Der Felgenquerschnitt ist leicht bauchig. Rose legte nach eigenen Angaben besonderen Wert auf geringere Lenkmomente, um bei Seitenwind oder Turbulenzen Unruhe in der Steuerung zu mindern. Gegenüber dem schmalen, aber höheren Vorgänger RC60 soll das Lenkmoment um 50 % gesunken sein.
Neues Rose One-Piece-Cockpit
Ganz neu ist auch das einteilige Carboncockpit. Es ist mit 370 g nicht superleicht, sondern auf Sicherheit und Steifigkeit getrimmt und kommt an allen Shave-Modellen zum Einsatz. Clever: An den Shave FF ist die Lenkerbreite dabei jeweils 2 cm geringer und die Länge um 1 cm größer. Die Form zeichnet sich durch einen 13° Flare und 125 mm Drop sowie einen Reach von 78 mm aus. Noppenstrukturen auf dem Oberlenker sorgen für einen guten Halt auf dem lenkerbandfreien Bereich. Zu haben sind an den Serienrädern Varianten von:
- 90 mm Länge / 370 mm Breite (Shave XS, S)
- 100 mm Länge / 350 mm (Shave FF XS, S)
- 100 mm Länge / 370 mm (Shave M, M/L)
- 110 mm Länge / 370 mm (Shave FF M-XL, Shave L-XL)
- 110 mm Länge / 390 mm (Shave L-XL)
- 120 mm Länge / 390 mm (Shave FF L-XL)
Das Cockpit ist natürlich speziell für den Einsatz am Shave angepasst. Es hat zwar eine Standard 1 1/8-Zoll-Aussparung. Aber die Leitungsführung erfolgt seitlich neben dem Gabelschaft, wofür dieser D-förmig ist und über ein Passteil mit einer Aussparung ergänzt wird.
Gewicht: fahrbereit am UCI-Limit
Mit 6,6 kg liegen die beiden leichten Rose Shave FFX Modelle unter dem UCI-Gewichtslimit (M/L, ohne Pedale, GPS-Gerät). Aber auch die gewogenen 7,1 kg unseres Shave FF Force AXS-Testrades inklusive Flaschenhaltern sprechen für die Gewichtsoptimierung, die Rose betrieben hat. Konkret spart das Shave FFX gegenüber dem XLite: 55 g am Rahmen, 450 g (!) an den Laufrädern, 40 g an Kleinteilen und 30 g an den Flaschenhaltern. Geringe Ersparnis gab es durch das neue Cockpit, das 370 g wiegt, und die Gabel wurde sogar etwas schwerer.
Details
Auch die Reifenfreiheit von 35 mm hebt das Shave FF aus dem üblichen Aero-Rennrad-Umfeld ab, wo eher noch 30 mm bis 32 mm die Regel sind.
Dagegen sind 110 kg Gewichtszulassung ein Wert, der sich ebenfalls klar an kompetitive Fahrer richtet und für ganz Große ein Kaufhindernis sein könnte.
- Innenlager-Bauart Press-Fit 86
- Steuerlager 1-1/8″ ZS44 oben und unten
- Bremsaufnahme Flat-Mount 160 mm / 140 mm
- Antrieb- /Schaltungs-Kompatibilität 1-fach und 2-fach, Umwerfer abnehmbar, nur elektronische Schaltungen
- Garantie k.A.
- Gewichtszulassung 110 kg
Natürlich verfügt der Rahmen über eine UDH-Aufnahme, was den Einsatz mit SRAM 1×13 XPLR-Antrieben möglich macht, mit der bei den Klassikern fast schon zu rechnen ist. Die Bremsaufnahme an der Gabel ist von vornherein für 160 mm große Disc-Rotoren ausgelegt, was konsequent ist.
Ausstattung: 4 Modelle ab 6,6 kg
Das Shave FF will ballern, nicht bummeln, das spiegelt sich in der Ausstattung der vier verfügbaren Modelle. Genauer sind es 2×2 Modelle. Denn zwar teilen sich alle Shave FF die gleichen Rahmenformen sowie das schnelle Cockpit und die Sattelstütze ohne Setback. Und alle haben beidseitig messende Powermeter an Bord. Aber mit dem Shave FFX gibt es noch eine leichtere Carbonrahmen-Variante aus Torayca M40X Fasern.
Rose Shave FF Ultegra Di2 mit RC55 Laufrädern – 5.600 Euro
Rose Shave FF SRAM Force AXS mit RC55 Laufrädern – 5.900 Euro
Rose Shave FFX Dura Acse Di2 mit RC55CS Laufrädern – 8.000 Euro
Rose Shave FFX SRAM Red AXS mit RC55CS Laufrädern – 8.500 Euro
Das Shave FFX gibt es entsprechend nur mit den Top-Gruppen Dura Ace für 8.000 Euro und Red AXS für 8.500 Euro. Beide markieren auch die leichtest mögliche Art, Shave zu fahren, und sind mit 6,6 kg angegeben. Dabei tragen auch die sub 1.300 Gramm Rose RC55CS Laufräder mit Carbonspeichen zur Gewichtsersparnis bei.
| Shave FF Ultegra Di2 | Shave FF Force AXS | Shave FFX Dura Ace | Shave FFX Red AXS | |
|---|---|---|---|---|
| Preis | 5600 € | 5900 € | 8000 € | 8500 € |
| Gewicht (kg, Größe M, ohne Pedale, lt. Hersteller) | 7,1 kg | 7,0 kg | 6,6 kg | 6,6 kg |
| Gruppe | Shimano Ultegra Di2 2x12 | SRAM Force AXS 2x12 | Shimano Dura Ace Di2 2x12 | SRAM Red AXS 2x12 |
| Kettenblätter | 52/36 | 50/37 | 52/36 | 50/37 |
| Kassette | 11-34 | 10-33 | 11-34 | 10-33 |
| Powermeter | 4iiii Precision 3+ (links) | SRAM Force (beidseitig) | 4iiii Precision 3+ (beidseitig) | SRAM Force (beidseitig) |
| Laufräder | ROSE RC55 Carbon | ROSE RC55 Carbon | ROSE RC55 CS Carbon | ROSE RC55 Carbon |
| Reifen | Schwalbe Pro One Aero 28 mm | Schwalbe Pro One Aero 28 mm | Schwalbe Pro One Aero 28 mm | Schwalbe Pro One Aero 28 mm |
| Bremsscheiben | Shimano RT-CL800 160/140 | SRAM Paceline 160/140 | Shimano RT-CL800 160/140 | SRAM Paceline 160/140 |
| Cockpit | Rose Shave Cockpit One-piece Carbon | Rose Shave Cockpit One-piece Carbon | Rose Shave Cockpit One-piece Carbon | Rose Shave Cockpit One-piece Carbon |
| Sattel | Selle Italia SLR Boost | Selle Italia SLR Boost | Selle Italia SLR Boost | Selle Italia SLR Boost |
| Sattelstütze | Rose Shave, 0 mm Offset, Carbon | Rose Shave, 0 mm Offset, Carbon | Rose Shave, 0 mm Offset, Carbon | Rose Shave, 0 mm Offset, Carbon |
Auch die anderen beiden Shave FF Modelle richten sich in Sachen Ausstattung nicht an Einsteiger. Mit Shimano Ultegra Di2 für 5.600 Euro oder SRAM Force AXS für 5.900 Euro sind sie zwar in Sachen Preis-Leistung attraktiv, aber absolut gesehen nicht gerade erschwinglich. Sie haben die Rose RC55 Carbonlaufräder an Bord, die mit 1.360 g ebenfalls sehr leicht sind. Dass beide Modelle nur knapp über 7 kg wiegen – unser Testrad 7,1 kg – hebt sie von anderen ähnlich schnell gemessenen Bikes klar ab.
Reifen und Laufräder
Da sich alle Shave FF-Modelle ansonsten die wichtigsten Merkmale bis auf die Schaltgruppe teilen, ist zu den unter „Was ist neu?“ genannten Features der Laufräder wenig zu ergänzen.
Am Testrad überzeugte zudem der montierte Schwalbe Pro One Aero-Reifen mit einem sehr berechenbaren Fahrgefühl und wirkte im direkten Vergleich ausgesprochen feinfühlig. Auf den breiten Felgen erreicht der 28 mm breite Reifen, dessen Profil ähnlich wie der Continental 111 die Aerodynamik verbessern soll, eine Breite von fast 29 mm.
Schaltung und Übersetzung
Konsequent dick sind auch die Gänge an allen Shave FF. Mit der SRAM Force AXS 2×12 Gruppe am Testrad mit 50-37 Kettenblatt und 10-33 Kassette lässt sich bei 90 U/min ein Tempo von 57,4 km/h erreichen und die Abstufung in den schnellen Gängen ist nahezu ideal zum effizienten Pedalieren. Umgekehrt zwingt der leichteste Gang Otto-Normal-Rider schon zum Wiegetritt in niedrigen Frequenzen, wenn die Steigungen längere Zeit deutlich zweistellige Prozente haben (Schaltung im Ritzelrechner).
Cockpit und Sitzposition
Das neue Rose Shave Cockpit reizt in den kleinen Größen schon den aktuellen UCI-Spielraum aus. In Testradgröße M/L liegt die Breite an den Hoods bei 35 cm, was noch sehr schmal ist, mir persönlich aber entgegenkam. Denn zugleich ist der Reach des Cockpits mit 78 mm nicht kompakt und die SRAM Force Shifter bauen ohnehin etwas länger. Hinzu gesellt sich der lange Reach des Rahmens, was eine ordentlich gestreckte Sitzhaltung ergibt. Für mich (siehe Testerprofil) resultierte bei 76 cm Sitzhöhe eine Überhöhung von 12 cm – am Testrad ohne Spacer.
Geometrie: aggressiv nach vorne
Damit ist auch schon viel über die Geometrie des neuen Rose Shave FF gesagt: Sie ist rasiermesserscharf auf Race ausgelegt – und das unterscheidet das Shave FF in der Sitzposition sehr deutlich vom Zwilling Shave.
Schon die Stack-to-Reach-Werte um 1,4 in den mittleren von 6 Rahmenhöhen weisen das Shave klar als Renngerät aus. Aber die Maßnahmen gehen noch weiter. Die Sitzposition ist deutlich nach vorne rotiert. So steht das Sitzrohr 74° steil (M/L), gepaart mit einer Sattelstütze ohne Setback und einem Reach von 400 mm sowie der Renntag-Überhöhung rückt das viel Gewicht aufs Vorderrad – gut für die Kurvenführung, anspruchsvoll für die Haltemuskulatur. Löblich: Kürzere Kurbeln (170 mm in Testradgröße) sorgen dafür, dass die Hüft- und Gesäßmuskulatur besser mitarbeiten kann.
Der Radstand und der Lenkwinkel fallen dabei nicht extrem kompakt und supersteil aus, sondern weisen eher ausgewogene Werte für ein Competition Rennrad aus.
| Rahmengröße | XS | S | M | ML | L | XL |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Laufradgröße | 28″ / 700C | 28″ / 700C | 28″ / 700C | 28″ / 700C | 28″ / 700C | 28″ / 700C |
| Reach | 375 mm | 385 mm | 392 mm | 400 mm | 412 mm | 430 mm |
| Stack | 515 mm | 532 mm | 547 mm | 567 mm | 591 mm | 616 mm |
| STR | 1,37 | 1,38 | 1,40 | 1,42 | 1,43 | 1,43 |
| Reach+ | 550 mm | 570 mm | 587 mm | 595 mm | 617 mm | 635 mm |
| Stack+ | 578 mm | 595 mm | 610 mm | 630 mm | 653 mm | 678 mm |
| Lenkwinkel | 71,5° | 73° | 73,3° | 73,3° | 73,5° | 73,8° |
| Sitzwinkel, effektiv | 75,5° | 75° | 74,5° | 74° | 73,8° | 73,5° |
| Oberrohr (horiz.) | 508 mm | 527 mm | 544 mm | 562 mm | 584 mm | 612 mm |
| Steuerrohr | 110 mm | 120 mm | 135 mm | 155 mm | 180 mm | 205 mm |
| Sitzrohr | 435 mm | 470 mm | 492 mm | 512 mm | 537 mm | 575 mm |
| Überstandshöhe | 735 mm | 762 mm | 780 mm | 799 mm | 823 mm | 854 mm |
| Kettenstreben | 410 mm | 410 mm | 410 mm | 410 mm | 410 mm | 410 mm |
| Radstand | 969 mm | 975 mm | 985 mm | 998 mm | 1.015 mm | 1.038 mm |
| Tretlagerhöhe | 72 mm | 72 mm | 72 mm | 72 mm | 72 mm | 72 mm |
| Gabel-Offset | 44 mm | 44 mm | 44 mm | 44 mm | 44 mm | 44 mm |
In unserer Geometrie-Datenbank könnt ihr das Rose Shave FF ganz einfach mit anderen Aero-Rennrädern vergleichen. Einfach auf die Links in der Tabelle unten klicken.
Positiv ist auch, dass Rose auch Reach+ und Stack+ Werte angibt, was einen einfachen Vergleich der tatsächlichen Sitzhaltung ermöglicht. Zum Vergleich: Am Shave in M/L ist nicht nur der Lenker 3,5 cm höher, sondern auch der Reach+ 2 cm geringer.
Insgesamt bietet Rose das Shave FF in sechs Rahmenhöhen an und will damit Fahrerinnen und Fahrer von 155 cm bis 200 cm Körpergröße passend bedienen.
Rose Shave FF Test auf dem Kurs
Wie man sich setzt, so fährt man, kann man sagen. Der Vorwärtsbewegung der Sitzposition überträgt sich unmittelbar auf den Vorwärtsdrang auf der Straße.
Das Rose Shave FF giert geradewegs danach, schnell bewegt zu werden und beschert Aha-Erlebnisse in Sachen Leichtigkeit im Antritt und Roulieren. Das Fahrerlebnis auf dem Shave FF Testrad der Mittelklasse kann mit Oberklasse-Modellen locker mithalten oder toppen.
Ein echter Glanzpunkt ist das Kurvenverhalten, das stark von der Sitzposition, den breiten Reifen und steifen Laufrädern profitiert. Hier macht das Shave FF seinem Namen Ehre und liefert messerscharfes Handling, ohne eine Spur Nervosität, ein sehr sicheres Gefühl auch in hängenden Kurven und engen Kehren dank der einfachen Gewichtsverlagerung nach vorne.
Auf Abfahrten stiften die hervorragenden SRAM Force AXS Disc-Bremsen zudem eine sichere Verzögerung mit den derzeit gefühlt geringsten Handkräften, wie verschiedene Fahrer schon mehrfach in Tests feststellten.
Auf der Geraden belohnt die radikale Sitzposition ebenfalls mit einem Speedbonus, so lange man sie halten kann. Das Shave FF ist einfach schnell und nochmal schnell, wie bei einem Rad dieser Klasse zu erwarten.
Nicht ganz so wie man angesichts der Versprechungen erwarten könnte, empfand ich die Seitenwindstabilität der Laufräder. Auf schnellen, windausgesetzten Abfahrten oder nach Auto-Überholmanövern waren Einflüsse deutlich spürbar und erforderten intuitive Korrekturen. Der Einfluss war dabei allerdings nie so stark, dass es zum Verlangsamen kam, was ich von ähnlich hohen Felgenprofilen auch kenne.
Richtig überrascht hat mich der hohe Komfort auf dem Rose Shave FF. Selbst Kopfsteinpflasterpassagen der Teststrecke, die auf einigen Aero-Rennrädern schon vor dem Anfahren „Kopfschmerzen bereiten“, ließen sich recht locker mit hohem Tempo überrollen.
Das ist uns aufgefallen
- Sitzposition Das Konzept kürzere Kurbeln und Rotation nach vorne geht für ein Racemodell wie das Shave FF voll auf und liefert eine gelungene Kombi aus Kontrolle und Kraft.
- Komfort So viel feine Stoßdämpfung ohne Sattelwippen war selten an einem so schnellen Rennrad.
- Übersetzung Konsequent für Tempo und Crits wie die Sitzposition, aber sicher nicht für alle optimal, die im Mittelgebirge ihre Trainingsrunden drehen.
- Für wen? Crit-Racer, Group-Ride-Hasardeure, Attackeure, Tempo-Rouleure, das ist euer Rad mit der perfekten Ausstattung und Haltung ab Kauf. Und auch top trainierte Bergmarathonisti dürften glücklich werden.
- Für wen besser nicht? Wer es auch nur irgendwie gemütlich angehen lassen will oder einfach nicht so viel Geld in der Rennradkasse hat.
Rose Shave FF Test Fazit
Mehr Race-Rennrad als das Rose Shave FF mit Force AXS im Test brauchen wenige. Die Kombi aus geringem Gewicht und Aero-Effizienz gibt es für den Preis selten – gemessen am üblichen Preisniveau in dieser Klasse ist besonders das Shave FF, aber auch das teure FFX ein Budget-Angebot. Eine schnelle, effektive Sitzposition und passende Komponenten runden das perfekte Race-Paket ab. Dazu kommt viel mehr Komfort, als man es von einem Aero-Allrounder erwartet. Dennoch könnte der Einstiegspreis für manche eine Hürde sein, zumal ein Frameset fehlt.
Pro / Contra
Stärken
- Preis/Leistung
- Geringes Gewicht und getestete Aero-Leistung
- Konsequente Race-Geometrie
- Leichte Aero-Laufräder
- Komfort
Schwächen
- Gewichtszulassung
- Proprietäres Cockpit
Rose Shave FF Ultegra Di2 mit RC55 Laufrädern – 5.600 Euro
Rose Shave FF SRAM Force AXS mit RC55 Laufrädern – 5.900 Euro
Rose Shave FFX Dura Acse Di2 mit RC55CS Laufrädern – 8.000 Euro
Rose Shave FFX SRAM Red AXS mit RC55CS Laufrädern – 8.500 Euro
Was sagt ihr zum neuen Rose Backroad FF Test?
Testablauf
Das Shave FF und das Shave konnte ich für jeweils rund 100 km fahren, davon rund 50 km auf einer ähnlichen Testrunde mit Abfahrten bis 60 km/h zum Mittreten, windexponierten Stellen, Kopfsteinpflaster und teils schlechten Straßenbelägen im Bergischen Land (Testfahrt auf Strava). Die Räder stehen nur für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung. Sie wurden in der Größe passend zum Tester gewählt, alle nötigen Anpassungen wie Luftdruck nach Druckrechner, Bremseinstellungen werden durch die Tester vorgenommen.
- Ich fahre hauptsächlich
- Rennradtouren, CX-Rennen, Gravelrides
- Vorlieben bei der Geometrie
- Gemäßigt sportlich, eher lang
Leatt Endurance Kollektion für XC und Gravel
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68 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumAm Ende eine Sache des Preises - für 95% der Kunden ist es einfach günstiger, so ein bike "von der Stange" zu kaufen - wobei in den letzten Jahren die Preisvorteile der Direktversender immer weiter 'runtergingen.... mal schauen, wie das so wird!
Ich fände es halt trotzdem auch im Sinne von "Nachhaltigkeit" gut, wenn man gegen Zahlung einens Aufpreises sich nicht sinnlos eine Cockpitsammlung zulegen oder über Monate Tauschpartner suchen muß...
Mit Zero Offset-Sattelstütze und dem steilen Sitzwinkel ist der ziemlich vorne.
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