Zeigt her Eure Eigenbau-Laufräder

Dieses Thema im Forum "Technik, Material und Leichtbau" wurde erstellt von whitewater, 9 Oktober 2010.

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  1. Pedalierer

    Pedalierer Feinkostverwerter

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    Jungejunge. Du kennst also meine Eurus Baujahr 2005? Nein die habe ich nicht umgespeicht, die haben ab Werk Aerospeichen mit 0,0x2,2 mm.
    Durchgängig vorn wie hinten. Die grausligen Teile mit Aluspeichen kamen erst 2006/2007 auf den Markt, als Reaktion auf die Ksyrium.

    Man muss auch mal akzeptieren dass es auch Konstruktionen gibt die funktionieren die nicht so gestrickt sind wie man es selber machen würde, das erweitert auch den eigenen Horizont. Das Prinzip 2:1 mit dünnen Speichen hat Campa mit den Boras seit 15 Jahren. Scheint also zu funktionieren, die Teile sind weder weich noch defektanfällig.

    Zitat:
    „Eine steife Felge plus dünne Felgen bedeutet große Auslenkung der Felge zu den Bremsbelägen.“


    Den Satz versteh ich auch nach 4maligem lesen nicht. Wenn eine Felge steif ist, dann lenkt sie eben nicht groß aus, egal wie dick oder dünn die Wandstärke ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15 November 2017 um 09:59 Uhr
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  3. Bursar

    Bursar Aktives Mitglied

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    Das habe ich für deinen Fall beschrieben. Lesen und versuchen zu verstehen!

    Lass dir wenigstens helfen, wenn du schon keine Ahnung hast.
     
  4. Pedalierer

    Pedalierer Feinkostverwerter

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    Ja Meister des Laufradbaus. Danke für Deine Hilfe.
    Wenn die Speichen denn versagen werd ich halt umspeichen. Das hätte ich ohne Deine allwissenden Beiträge sicher nie verstanden.

    Btw: zeig uns doch mal Deine erleuchtetet Eigenbaulaufräder!
     
  5. Nordisch

    Nordisch Aktives Mitglied

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    Bitte per PN oder in einem extra Thread. (Miss mal bitte die Speichen auf der Freilaufseite. Wirklich nur 0,9 mm an der dicksten Stelle? Wäre nicht das erste Mal, dass mir jemand sagt, an Campa LRS sind nur Speichen im CX-Ray Format verbaut, bis ich so einen LRS einmal selbst in der Hand hatte und nachmessen konnte.)
     
  6. Nordisch

    Nordisch Aktives Mitglied

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    * Hatte mich verschrieben - "Speichen" muss dort stehen
     
  7. Pedalierer

    Pedalierer Feinkostverwerter

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    Überall 1,0 x 2,2 mm eliptisch (gemessen). War 2003–2005 so. Auch die Zondas hatten da noch Rundspeichen im Laser-Format.
    Übrigens auf meinem Userbild erkennt man es ganz gut.
    oder hier: https://fotos.rennrad-news.de/p/201328?in=user
     
    Zuletzt bearbeitet: 15 November 2017 um 10:16 Uhr
  8. Nordisch

    Nordisch Aktives Mitglied

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    OT

    Die CX-Rays haben 0,9 mm.
    Somit müssten die Messerspeichen der Campas eher den D-Light Rundspeichen (gen 1,6 mm tendieren) ähneln.
    Die Ventos haben ähnliche verhältnismäßig dünne Speichen und fallen am Hinterrad in der Steitensteifheit ab, trotz 24 Speichen.
    Und das galt auch schon für die alten Ventos mit 27 Speichen.
    Die Khamsin waren schon immer steifer (trotz flacherer Felge aber halt dickeren Speichen) und eigneten sich daher besser für schwere bzw. kräftige Fahrer. Aber auch die sind nicht perfekt, wie ich seit ein paar Jahren erfahre (erst Straße nun Cross). Ich habe die G3 Version mit 27 Rundspeichen.
    Ärgerlich im Vergleich zu den WH-R501 ist, dass sich die linken radial gespannten Speichen ab und zu lösen.
    (Mit der Radialspeichung links vernichtet man einen Teil des Vorteils, den man durch die 2:1 Speichung errungen hat.
    Denn mit Radialspeichung sinkt die Speichenspannung links im Vergleich zu Mehrfachkreuzung wieder ab. Als Konsequenz muss man ingesamt mit hoher Speichenspannung arbeiten. Aber hier wirft sich eine Felge bei 2:1 Einspeichung leider leichter in Wellen. Daher sind breitere/steifere oder auch ungebohrte (Zondas) Felgen in Verbindung mit solcher ein Einspeichung von Vorteil.)
     
  9. Pedalierer

    Pedalierer Feinkostverwerter

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    ja auf dem Papier. Real gemessen haben alle CX Ray die ich habe (und das sind einige) 1,0 mm Dicke.
    Laser haben gemessen auch nie 1,5 mm sondern 1,6 mm. D-Light haben teils 1,75 mm.

    Kannst Du es nicht einfach mal lassen? Deine Haarspalterei ist langsam zum fremdschämen. Ja es sind CX Ray verbaut (soll ich jetzt ein Fotobeweis liefern mit Messschieber?) und nein die Eurus sind dennoch seitensteif und haltbar. Was Du da so immer schreibst ist oft einfach nur heiße Luft.
    Nein bei G3 ist die Spannung links nicht geringer durch radiale Speichen, weil die Campanaben gut 60 mm Flanschabstand haben gegenüber den üblichen 50-55 mm normaler Naben. Wenn man recht 1000 N hat, kommt man da links auf 900 N. Mehr will man radial auch eh nicht haben. Und hohen Speichenspannungen hatte ich och bei keinem Campa-Satz gemessen und ich hatte schon einige (Zonda, Neutron, Eurus, R5, Schirocco). Vieles was man von Dir so liest widerspricht meinen eigenen Erfahrungen teils krass.
    Die Zondas (bis 2015) sind auch nicht breiter als andere Campa-Felgen, die lagen alle so um 20,5 mm. Die alten Eurus haben gar 21 mm.

    Ich habe selber auch zwei Sätze 16:8 eingespeicht mit links radial. Da haben sie nie Speichen gelöst trotz leichter 400g Felgen.
     
  10. lagaffe

    lagaffe ...auf Stahl, aus Pudding....

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    Mmmmhhh..... da habe ich auch gleich mal ein paar Stichproben genommen und nachgemessen: Die Sapim Angaben hauen hin, die Toleranzen bewegen sich im 100stel mm Bereich. Mit einem digitalem Messschieber. Wenn ich lustig genug bin, mache ich das noch mal mit einem Mikrometer. Aber in der Tat ist das eigentlich völlig Banane.

    Na ja, das ist eben so ein "Konkurrenzding". Da wollen eben so einige den anderen übertreffen und dafür ist jedes Mittel, mit Ausnahme der Physik, recht. Dass man hier schnell in den esoterischen Bereich abgleitet, liegt in der Natur der Sache:

    Der Laufradbau ist eben auch eine "Geschichte voller Mißverständnisse"........................ :D
     
    funbiker61 gefällt das.
  11. Nordisch

    Nordisch Aktives Mitglied

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    @Pedalierer

    Du bist kein Schwergewicht wie ich - dementsprechend kommen wir zu einem anderen Ergebnis.

    Bei den Zondas ist die Differenz links und rechts in der Speichenspannung definitiv größer. Davon habe ich 3 Sätze durchgemessen.

    Und auch stimmt die Aussage nicht, dass die Speichenspannung links am Hinterrad mit weiter links liegenden Flansch größer wird -
    sie wird kleiner, weil die Speichen im flacheren Winkel stehen und man dadurch weniger Kraft benötigt die Felge seitlich auszulenken/einzumitten. (Darfst du auch gern mit dem Spokomaten durchprobieren - stell dir eine Konfig ein und verändere nur den linken Flanschabstand.)
    Jedoch, wird das Laufrad so seitensteifer (größere Abstützbreite).
    Das ist ja das Dilema - packst du den linken Flansch weiter nach innen, steigt zwar die Speichenspannung, aber die Steifheit sinkt. Umgekehrt steigt die Seitensteifheit, aber die Speichenspannung sinkt links.


    Die Zondas haben eine geschlossene Felge, was sie seitlich steifer macht. Das weißt du und das hast du eben von mir (über)gelesen.

    Und bevor du irgendwelche Messwerte postest, überprüfe deinen Mess-schieber.
    Bei mir haben alle Speichen auch die nominielle Breite. Sapim Laser haben bei mir alle 1,5 mm (gemessen mit Mauser Innox).
    Dann kommt es auch nicht zu solchen Verwechselungen.

    Zu den Ventos:

    Man findet mehrfach Angaben, dass diese 1,6 mm Speichen haben.

    https://www.bike-components.de/de/C...-Modell-2014-p41943/schwarz-HR-links-o200050/
     
  12. Nordisch

    Nordisch Aktives Mitglied

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    Laufradbau ist stets die Quadratur des Kreises - das ist schlimmer als bei Reifen.
     
  13. lagaffe

    lagaffe ...auf Stahl, aus Pudding....

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  14. Pedalierer

    Pedalierer Feinkostverwerter

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    Ja mein Messchieber packt wohl scheinbar überall 0,1 mm drauf. Am Speichenende hab ich immer 2,1 mm.

    Ja breiterer Flanschabstand heißt links weniger Vorspannung, was bei klassischer Einspeichung ein Problem ist, aber bei 16:8 dafür dass die Speichen links 80-90% der Werte der rechten Seite aufweisen. Das ist für radiale Speichen ein idealer Wert. Was will man links mit 1100 N?

    Die geschlossene Felge macht die Zondas nicht steifer. Die paar Löcher im Felgenbett machen da nix aus. Das ist Marketing-Geschwafel.
     
  15. Nordisch

    Nordisch Aktives Mitglied

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    1.

    Bei Radialspeichung und weit außen liegenden Flansch kommst du nicht auf 80 %.

    2.

    Den Eindruck hatte ich beim Nachspannen/Zentrieren und Abdrücken der Zondas nicht.
    Das ist eine schöne steife Felge.
     
  16. Pedalierer

    Pedalierer Feinkostverwerter

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    1. Doch war bei meinem Tensio so

    2. Ja Zonda ist schön steif weil 30 mm hoch und >500 g schwer. Die Eurusfelge ist gleich hoch und breit und gleicht steif auch mit Löchern.
     
  17. Nordisch

    Nordisch Aktives Mitglied

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    1. Ok, die Konfig, interessiert mich wirklich. Welche war es? Nabengeo?

    Ich muss mal gucken, ob ich auf dem großen PC die Spannungswerte für die Zondas finde
    und meine Khamsin messe ich noch mal nach.

    2. Ich hatte die Zondas (C15 natürlich noch) mit einem Laufrad mit einer Rigida DP18 Felge verglichen, welche ich 2:1 eingespeicht hatte.
     
  18. Pedalierer

    Pedalierer Feinkostverwerter

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    @Nordisch
    Eurus haben rechts 950 N links 750 N. Macht 79% linksseitig.

    Bei Bitex 2:1 und Ryde Sprint (mit radial Kopf innen für mehr Breite) hab ich rechts 950 N links 850 N, also 90%.

    Flanschabstand bei Eurus sind 62 mm, bei Bitex 55 mm (Kopf innen dann 57 mm real).
     
    Zuletzt bearbeitet: 16 November 2017 um 10:19 Uhr
  19. lagaffe

    lagaffe ...auf Stahl, aus Pudding....

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    Verlasst Euch nicht so sehr auf die Tensiometer. Nicht zu vergessen ist, dass lediglich indirekt gemessen wird und zwar Auslenkung in mm. Dazu kommt die mehr oder minder grobe Skaleneinteilung. Was man erhält, sind nur ungefähre Werte.

    Bei feinen Skalen kommt man zwischen 50-100 N an einen echten Wert heran, Kalibrierung vorausgesetzt, bei den groben Einteilungen von Parktool und Co ist die Spanne offensichtlich viel größer.
    Da wundert mich auch nicht, wenn der Eine von 1500N und mehr erzählt, der andere bei vergleichbaren Laufrädern von deutlich weniger.

    Unter dem Strich ist auch nur bedeutend, dass nach Möglichkeit keine Speiche bei jeder Umdrehung voll entlastet werden kann, Überlast mal ausgenommen.

    In Grenzbereichen ( Stichwort Scheibenbremse) kann es da schon mal haarig werden, weil nur wenige fehlende N Vorspannung durchaus Konsequenzen hat. Aber im allgemeinen läßt sich mit einem Tensio gut arbeiten. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber auch, dass man sich nicht nur auf das verlassen darf, was der Zeiger anzeigt - die Dinger sollten ab und zu mal kontrolliert werden oder nach kalibriert.
     
  20. Nordisch

    Nordisch Aktives Mitglied

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    @Pedalierer

    Zondas (ungefahren)

    rechts: 970-1180 N - Schnitt: 1100
    links: 770-930 N - Schnitt: 840



    Wobei die Werte links eher geringer ausfallen könnten, weil in der Umrechnungstabelle:
    2,1x1 mm Speichen angegeben sind und in den Zondas 2,2x1 mm Speichen (platt - nicht eliptisch) verbaut sind.

    Rechts sind bei den Zondas platte 2,6 mmx1,1 mm Speichen verbaut. Die Umrechnungstabelle hat jedoch nur 2,2x1,3 mm Speichen.
    Da fürs Durchbiegen der Speiche jdeoch mehr die Dicke relevant ist als die Breite, kann es eventuell sein, dass die flachere Zonda Speiche sogar höher in der Spannung liegt als es die Umrechnungstabelle für eine Speichen mit ähnlicher Querschittsfläche aber größerer Dicke hergibt.
    Das ist aber nur Spekulation und will ich nicht im die Waagschale werfen.

    Sicher ist nur, dass die Werte links und rechts sich in einer Tabelle, die die exakten Werte für die Zonda Speichen enthält, sich nicht annähern werden.

    Unter dem Strich haben die linken Speichen 76,2 Prozent.


    840 N links mögen für ein Vielspeichenlaufrad viel erscheinen.
    Man darf jedoch nicht vergessen, dass bei einem Wenigspeichenlaufrad die einzelne Speiche deutlich größeren Lastwechseln ausgesetzt.
    Und auch können bei einem halbradialen Laufrad nicht so viele Speichen die Belastungen durch den Antrieb übernehmen und auch sind die radial
    gespeichten Speichen größere Belastungen durch schlechte Straßen*1 ausgesetzt im Gegensatz zu verflochtenen, die die Last besser verteilen.

    Dass solche Laufräder trotzdem lange ohne Speichenbruch funktionieren liegt daran, dass gerade Speichen verwendet werden und/oder, wie in deinem Fall, CX-Rays, die bis zu 4x mal so viele vollständige Lastwechseln abkönnen bis zum Bruch wie z.B. eine 2 mm Rundspeiche oder 1,7 mal so viele wie eine verstärkte Sapim Force. Das heißt aber nicht, dass das Laufrad statisch besser agiert, wenn ein 90 kg Fahrer über Kopfsteinpflaster brettert.

    Die Khamsin Werte reiche ich noch nach.

    *1

    Die Speichen kann man durch eine höhere/steiferen Felgen entlasten, insofern, dass die Felge weniger stark abflacht - aber primär schwingt noch immer die Nabe im Speichengerüst (verkürzen und längen sich Speichen) zwischen der Felge.
     
  21. Pedalierer

    Pedalierer Feinkostverwerter

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    Wenn ich entlastete Speichen hätte, dann müsste ich regelmäßig nachzentrieren, ist aber nicht der Fall. Ich habe Sätze um 1,3–1,4 Kg mit 16:8 Hinterrad oder Offsetfelge und das hält alles seit Jahren ohne Probleme.
    Spielt keine wichtige Rolle ob da CX Ray drin sind oder dickere Speichen. SP hab ich an meinen Eigenbauten auch nicht dran.

    Ich denke deine eckigen Speichen unterschiedlicher Breite lassen sich schwerer in Relation setzten als bei meinem Laufrad mit links und recht identischen Speichen.

    Ja 840 N sind linksseitig viel. Erst recht bei einer steifen 30mm Felge.
    Vorne brauchs bei 16 Speichen radial ja auch nicht mehr obwohl die Felge da flacher ist. Wenn Dir mal so ein G3-Laufrad versagt kannst Du gerne neue Theorien anstellen, bis dahin ist das nur Kaffeesatzleserei.

    btw: meine Zondas hatten keine 5% Abweichung in der Speichenspannung, Dein Satz ist lausig aufgebaut.
    Auch bei meinen Eigenbauten sind es so um +/- 5% je Flanschseite.