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Eine "nicht saubere" Vergangenheit war doch im Radsport noch nie ein Hinderungsgrund und ist es auch immer noch nicht. Da geistern auch heute noch einige von den damaligen Bescheißern völlig unbehelligt durch diverse Mannschaften oder werden von Medien und Veranstaltern schamlos hofiert.
 
Etwas ähnliches wollte ich gerade auch schreiben. Decathlon muss einfach nur die hervorragende Nachwuchsarbeit fortsetzen und die Talente im Team halten, dann ist auch der Weggang von jemandem wie Gall zu verschmerzen.
Ich will jetzt gar nicht in Frage stellen oder schlecht reden, was die da bei Decathlon machen, aber mit "einfach so" ist das nicht getan, bisschen schwieriger wird das schon, vor allem je weiter man in Richtung Spitze kommt / möchte.
Und am Ende gehört da dann auch eine Portion Glück dazu, und Rückschritt werden auch mal zwangsläufig passieren.
 
Lidl sponsort die die Österreich- und Deutschlandrundfahrt, hat das Trek Team mehrheitlich übernommen, dann eine deutsche Lizenz gelöst und holt deutschsprachige Leute ran. Das Team war lange in Luxemburg verortet. Die Schleck Brüder sind einige Jahre für das Team gefahren. Cancellara war auch lange beim Team. Hätte er nicht sein Tudor Projekt, würde er sicher auch kommen. Mit Eisel, Gall und Mühlberger gibt es eine Österreich Conncetion. Ist nicht auch der für Radsport Verantwortliche bei Lidl Österreicher (Namen vergessen)? Schwarz kommt aus Heilbronn. Irgendwie ist bei Lidl viel im südlichen deutschsprachigen Raum verortet.
 
Lidl sponsort die die Österreich- und Deutschlandrundfahrt, hat das Trek Team mehrheitlich übernommen, dann eine deutsche Lizenz gelöst und holt deutschsprachige Leute ran. Das Team war lange in Luxemburg verortet. Die Schleck Brüder sind einige Jahre für das Team gefahren. Cancellara war auch lange beim Team. Hätte er nicht sein Tudor Projekt, würde er sicher auch kommen. Mit Eisel, Gall und Mühlberger gibt es eine Österreich Conncetion. Ist nicht auch der für Radsport Verantwortliche bei Lidl Österreicher (Rohregger)? Schwarz kommt aus Heilbronn. Irgendwie ist bei Lidl viel im südlichen deutschsprachigen Raum verortet.
 
Niermann war fast sein ganzes Berufsleben in den Niederlanden bei Rabobank und den Folgeteams. Er wohnt bei mir in der Nähe in Gehrden bei Hannover. Für mich sah das so aus, als wären er und Wout sehr eng. Das ist wirklich eine Bombe. Bei Visma konnte er leise arbeiten, hat alles gepasst. Ob das bei Lidl auch so ist? Er kann auch ganz schnelle genervt hinwerfen.
genau so geht es mir auch, ich bin sogar in Gehrden geboren und als ich damals mit dem Radsport angefangen habe als Schüler, war Grischa Profi. Das war was wenn man ihn mal auf den Trainingstouren getroffen hat.

Ich habe das Gefühl dass er insbesondere mit Jonas sehr eng und letztlich auch (mit Zeeman) der Kopf hinter den Toursiegen ist.

Das ist schon ein massiver Verlust für das Team.
 
Dann ist die Verbindung auch klar, weil Rohregger 3 Jahre ab 2011 für das Team gefahren ist mit den Schleck Brüdern und Cancellara.
 
Man weiß ja nicht, was die wahren Motive sind und was sich hinter den Kulissen alles tut.
Kann ja auch sein, dass wegen abstehenden Sponsorenwechsels der Gürtel enger geschnallt werden muss und es heißt "Folgeverträgen fallen in € 20% niedriger aus" oder sowas in der Art.
Sehe ich auch so. Was ist die mittelfristige Perspektive bei Visma? Weniger Budget, wiederkehrende Sponsorensuche, absolute Top-Fahrer die sich Richtung Karriereende bewegen (Vinge, van Aert), kommende Superstars die bereits bei anderen Teams fahren und mit schrumpfenden Budget weit weg sind. Er war seinem Arbeitgeber auch mehr als loyal und ich denke, Plugge wird ihm dem Wunsch nach Veränderung auch nachsehen.
 
Ich bin gespannt!
Wird sich zeigen, ob Grischa wirklich verantwortlich war, oder auch nur ein Rädchen in einem Top funktionierenden System war.
Wird auch interessant sein, ob sich so ein System einfach bei einem anderen Team so überstülpen lasst.
Lidl-Trek hat ja auch ein italienischen Charakter ( Guercilena, Ciccone, Milan, früher Segafredo), und ob da alle vom Staff das nordische, geplante einfach so übernehmen wollen?
 
Ich bin gespannt!
Wird sich zeigen, ob Grischa wirklich verantwortlich war, oder auch nur ein Rädchen in einem Top funktionierenden System war.
Wird auch interessant sein, ob sich so ein System einfach bei einem anderen Team so überstülpen lasst.
Lidl-Trek hat ja auch ein italienischen Charakter ( Guercilena, Ciccone, Milan, früher Segafredo), und ob da alle vom Staff das nordische, geplante einfach so übernehmen wollen?

Guercilena ist schon ewig dabei und LT ist mit ca. 200 Leuten inzwischen riesig geworden.
Das sind neue Herausforderungen und vielleicht ist auch dies nun eine Größenordnung, wo ein Niermann mit seiner Erfahrung gefragt ist.

Denke er wird für LT nicht nur "Sportdirektor“ sondern wohl auch sowas wie ein Kultur-Architekt.
Aus vielen Spezialisten ein Performance Team formen mit klaren Zielen und Performance Indikatoren, ohne dass der ganze Laden in ein seelenloses Controlling Monster abdriftet.
Also eher weitere Professionalisierung ohne Entseelung. Das ist wohl die Kunst.

Denke, er hat die Qualität die Leute abzuholen, weil er beide Seiten gut kennt.
Sowohl die Fahrer\Staff Seite, als auch die Sponsoren\Controlling Seite.

Jedenfalls wünsche ich ihm viel Erfolg.
 
Guercilena war doch quasi mit Start der Saison schon entmachtet, mit mäßigem Erfolg übrigens. Sowohl bei Frauen und Männern hat das Team bis zum Giro Donne die hohen Erwartungen nicht erfüllt und war damit (auch schon unter der Führung der Schlecks) deutlich schlechter unterwegs als im Jahr davor.

Und ob Niermann der geniale sportliche Mastermind ist oder nur extrem von einem überragenden Talent Vingegaard profitiert hat, muss sich auch erst noch zeigen.

Genauso muss sich zeigen, ob er einen solchen Umbruch wirklich managen kann - das Team wird einmal auf links gedreht. Damit einher geht auch ein extremer Kulturwechsel von italienischer Familia-Emotionalität hin zu nordisch, nüchterner und geplanter Effizienz. Wie Stars wie Pedersen, Milan und der für ihn wichtige Consonni oder auch Balsamo damit umgehen werden, muss man auch erst mal abwarten, genauso wie beim ganzen Staff dahinter.

Was dabei ausgerechnet die Schlecks befähigt, eine Chef-Rolle einzunehmen, erschließt sich mir ehrlich gesagt Null.

Insgesamt bin ich also skeptisch, ich sehe da keinen logischen roten Faden, es erinnert eher an neureiche Fußball-Clubs, die ohne Verstand und erkennbare Strategie einfach zusammenkaufen, was auf dem Papier Erfolg verspricht.
 
gerüchteweise auch Ciccone und Skjelmose weg von Lidl.

Fragt sich auch, welche Kompetenzen Schleck bisher gezeigt hat, dass er gleich als CEO einsteigt.
Ob es da nicht auch besser qualifizierte mit sauberer Vergangenheit gegeben hätte?
Bei Ciccone habe ich noch während des Giro ab und an gedacht "so passt der perfekt zu Movistar". Und mit Rubio hätte er da sofort einen besten Freund.
 
Guercilena war doch quasi mit Start der Saison schon entmachtet, mit mäßigem Erfolg übrigens. Sowohl bei Frauen und Männern hat das Team bis zum Giro Donne die hohen Erwartungen nicht erfüllt und war damit (auch schon unter der Führung der Schlecks) deutlich schlechter unterwegs als im Jahr davor.

Und ob Niermann der geniale sportliche Mastermind ist oder nur extrem von einem überragenden Talent Vingegaard profitiert hat, muss sich auch erst noch zeigen.

Genauso muss sich zeigen, ob er einen solchen Umbruch wirklich managen kann - das Team wird einmal auf links gedreht. Damit einher geht auch ein extremer Kulturwechsel von italienischer Familia-Emotionalität hin zu nordisch, nüchterner und geplanter Effizienz. Wie Stars wie Pedersen, Milan und der für ihn wichtige Consonni oder auch Balsamo damit umgehen werden, muss man auch erst mal abwarten, genauso wie beim ganzen Staff dahinter.

Was dabei ausgerechnet die Schlecks befähigt, eine Chef-Rolle einzunehmen, erschließt sich mir ehrlich gesagt Null.

Insgesamt bin ich also skeptisch, ich sehe da keinen logischen roten Faden, es erinnert eher an neureiche Fußball-Clubs, die ohne Verstand und erkennbare Strategie einfach zusammenkaufen, was auf dem Papier Erfolg verspricht.
Ganz so dünster ist es nun nicht diese Saison.

Ich sehe den Ayuso Transfer als Fehler an, ob Skjelmose wegen ihm weg will? Lipowitz wäre der perfekte Baustein gewesen: Deutscher Fahre mit Ambitionen aufs Tour Podium bei einem deutschsprachigem Team, quasi in der Nachfolge vom Werbewert des Team Telekoms. Die perfekte Storyline fürs TV. Lidl hätte Denk das ganze Geld hinterher schmeissen sollen, was sie in eine Vielzahl von Fahrern gesteckt haben.
 
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