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Tour de France '05

  • Ersteller Ersteller Amnesia
  • Erstellt am Erstellt am
Ich finde das Auftreten von Armstrong und DC echt dreist.
Dermassen offensichtlich zu bescheißen und das ganz ungeniert. Die sind sich halt sicher.
Leider versauen sie damit eine schöne Sportart. :(
 
ich muß mich korrigieren. habe mich offenbar verguckt, die bergwertung wurde doch direkt im ziel genommen, d.h. keine geschenke.
bleibe trotzdem dabei, daß die kritik etwas übertrieben ist, auf flachetappen arbeiten die helfer aus den sprintermannschaften in spitzengruppen auch nicht (wenn sie clever sind).
 
Hallo Leute,
da hier ja alle Experten versammelt zu sein scheinen, frage ich doch mal in die Runde:

Ich nehme mal an, daß man als Profi seine Leistung doch eigentlich ganz gut einschätzen kann.
Wenn das auch bei Herrn Ullrich so ist:

Warum macht er dann gestern und heute im Trio mit Basso und Armstrong Führungsarbeit?
Warum hängt er sich nicht hintendran und läßt die beiden ackern, um dann die gesparten Körner effektiver einzusetzen?

Zumindest heute verstehe ich das überhaupt nicht.

Also, liebe Experten, Antworten bitte (und kein Dopinggeschwafel).

Danke
Rücklicht
 
Amnesia schrieb:

Der ist auch nicht viel besser. Aber von Mr. 60% ist auch nicht viel was anderes zu erwarten.
Beim Giro haben sie offensichtlich bei der medizinischen Betreuung etwas ins Klo gegriffen, da ist DC schon professioneller.
So symphatisch ich Voigt auch finde, an den Weihnachtsmann glaube ich schon lange nicht mehr. Die Auferstehung von Julich, die drastische Verbesserung von Basso beim Zeitfahren innerhalb eines Jahres - die müssen die breite Masse für absolut bescheuert halten. Natürlich haben sie damit recht. :(
Dabei finde ich, dass Basso ein sehr eleganter Fahrer ist. Aber so offensichtlich macht mir das keinen Spass mehr.
 
Rücklicht schrieb:
Warum macht er dann gestern und heute im Trio mit Basso und Armstrong Führungsarbeit?
Warum hängt er sich nicht hintendran und läßt die beiden ackern, um dann die gesparten Körner effektiver einzusetzen?

Zumindest heute verstehe ich das überhaupt nicht.

Also, liebe Experten, Antworten bitte (und kein Dopinggeschwafel).

Danke
Rücklicht

Weil Rasmussen bis 1'15'' Rückstand auf die Dreiergruppe hatte und Ulle Zeit gutmachen musste, um beim EZF auf einen Podestplatz zu fahren. Aber ich bin kein Experte.
 
Rücklicht schrieb:
Hallo Leute,
da hier ja alle Experten versammelt zu sein scheinen, frage ich doch mal in die Runde:
Ich nehme mal an, daß man als Profi seine Leistung doch eigentlich ganz gut einschätzen kann.
Wenn das auch bei Herrn Ullrich so ist:
Warum macht er dann gestern und heute im Trio mit Basso und Armstrong Führungsarbeit?
Warum hängt er sich nicht hintendran und läßt die beiden ackern, um dann die gesparten Körner effektiver einzusetzen?
Zumindest heute verstehe ich das überhaupt nicht.
Also, liebe Experten, Antworten bitte (und kein Dopinggeschwafel).
Danke
Rücklicht
Die anderen sind ja auch nicht auf den Kopf gefallen. Das würden sie nicht zulassen. Und überdies hat er Führungsarbeit geleistet, damit man hier im Forum nicht auf ihn einprügeln kann, dass er nichts kann und nichts versucht hat.... :D
Zumindest wurde versucht den LA anzugreifen, mit der Gefahr, dass es schief geht. Andere Jahre ist man einfach nur noch mitgefahren.
Jetzt muss wohl ein jeder anerkennen, dass dem LA nicht beizukommen ist, weder leistungsmässig noch in Bezug auf Taktik. Was der gestern gezeigt hat, war grosse Klasse. Angriff mal erst nicht kontern und dann mit einem Zwischenspurt wieder nach vorne, mit dem Resultat, dass der Rest in den Seilen hängt.
Heute gab es einen Moment, da hat der LA den JU sehr genau gemustert, als dieser, bei einer Ablösung, an ihm vorbei fuhr. Das sind alles auch kleine psychologische Nadelstiche.
Nochmals zur Führungsarbeit - es lag ja auch ganz im Interesse von JU, dass er auf andere Zeit gutmachen kann. Auf dem Treppchen zu stehen ist ja wohl einträglicher als nur dahinter.
Gümmeler
 
gümmeler schrieb:
es lag ja auch ganz im Interesse von JU, dass er auf andere Zeit gutmachen kann. Auf dem Treppchen zu stehen ist ja wohl einträglicher als nur dahinter.
Gümmeler

Nur nachdem Rasmussen heute wieder so aufgeholt hat sehe ich Ulle noch nicht auf dem Treppchen
 
Amnesia schrieb:
@Grimster

Dann geh doch halt Fussball gucken. Oh wait ...

Toller Kommentar.
Wie heißt es so schön - wenn Fußball ein Sport wäre, wären Athleten auf dem Platz und keine Spieler. Fußball wird nicht dadurch besser, dass im Radsport dermaßen beschissen wird.
Ich mag Radsport am meisten, aber eben nicht so. Eine gewisse Chancengleichheit sollte schon bewahrt sein, sonst ist es witzlos.
Aber es gibt ja viel die mit God-Mode durch einen Ego-Shooter rennen und das toll finden. :rolleyes:
 
Leistungsmässig betrachtet war dies eine der interessantesten Etappen der Tour, sportlich betrachtet war dies eine der miesesten Etappen die ich im Radsport jemals erleben durfte. Daß Hincapie mit 500 m Führung (inklusive der Strecke die er im Sprint vor Pereiro fuhr) eine Etappe gewinnt ist ganz mies.

Genauso mies ist das Spiel das Basso und Armstrong spielen. Basso ist kein Siegfahrer (vielleicht ändert sich das im nächsten Jahr) und seine Angriffe gelten nicht Armstrong, sondern einzig und allein Telekom und im speziellen Jan Ullrich. Gestern hat Basso für Armstrong das Tempo verzögert, wenn Ullrich angegriffen hat und beide wieder dran waren, heute hat Armstrong für Basso das Tempo gemacht. Wunderbar! Vielleicht steht Basso ja nicht nur auf der Gehaltsliste von CSC?
Für Armstrong ist Ullrich kein Konkurrent sondern ein Feind. Schade.

Oder wie es Armstrong selbst sagt:
Zitat Spiegel 28/2005:
"Diese verdammten Clowns, die man gern als meine Rivalen bezeichnet können doch nur im Juli Rad fahren", spottete Armstrong in einem Interview. "Schauen Sie sich Jan Ullrich an: Heute habe ich gelesen, dass er wegen einer Erkältung auf der Rolle in der Garage fährt. Da kann ich nur lachen! Ich bin letzte Woche in New York drei Stunden bei Eis und Schnee gefahren."

Oh Lance, du wirst mir fehlen! Dann muß ich in Zukunft auf solche Ergüsse verzichten!

Tief enttäuscht grüßt

Frank
 
schwergewicht schrieb:
Genauso mies ist das Spiel das Basso und Armstrong spielen. Basso ist kein Siegfahrer (vielleicht ändert sich das im nächsten Jahr) und seine Angriffe gelten nicht Armstrong, sondern einzig und allein Telekom und im speziellen Jan Ullrich. Gestern hat Basso für Armstrong das Tempo verzögert, wenn Ullrich angegriffen hat und beide wieder dran waren, heute hat Armstrong für Basso das Tempo gemacht. Wunderbar! Vielleicht steht Basso ja nicht nur auf der Gehaltsliste von CSC?
Für Armstrong ist Ullrich kein Konkurrent sondern ein Feind. Schade.


Das war ja mein Punkt eine Seite vorher. Jan Ulrich haette, zB. vorgestern einfach fahren muessen und sich nicht andaeuernd nach Lance umschauen sollen. Haette er einen kompromisslosen Antritt bis ins Ziel gewagt, die beiden einfach ignoriert und sein Ding gemacht....
 
schwergewicht schrieb:
Leistungsmässig betrachtet war dies eine der interessantesten Etappen der Tour, sportlich betrachtet war dies eine der miesesten Etappen die ich im Radsport jemals erleben durfte. Daß Hincapie mit 500 m Führung (inklusive der Strecke die er im Sprint vor Pereiro fuhr) eine Etappe gewinnt ist ganz mies.

Genauso mies ist das Spiel das Basso und Armstrong spielen. Basso ist kein Siegfahrer (vielleicht ändert sich das im nächsten Jahr) und seine Angriffe gelten nicht Armstrong, sondern einzig und allein Telekom und im speziellen Jan Ullrich. Gestern hat Basso für Armstrong das Tempo verzögert, wenn Ullrich angegriffen hat und beide wieder dran waren, heute hat Armstrong für Basso das Tempo gemacht. Wunderbar! Vielleicht steht Basso ja nicht nur auf der Gehaltsliste von CSC?
Für Armstrong ist Ullrich kein Konkurrent sondern ein Feind. Schade.


Oh Lance, du wirst mir fehlen! Dann muß ich in Zukunft auf solche Ergüsse verzichten!

Tief enttäuscht grüßt

Frank

Da wollte ich doch glatt mal meine Gedanken zu dieser Etappe in den rechner hacken, und da kam mir offensichtlich einer zuvor.

100% Zustimmung, Du sprichst mir aus der Seele. Anstatt gemeinsam zu versuchen LA ein wenig mürber zu fahren, und so wie das aussah, hätte man das auch (zumindest versuchen) können, bekriegt man sich wie ein Haufen Vorschulkinder.
das erinnert mich ein wenig an den guten alten Hinault: LA zieht die Fäden und die Figürchen tanzen.

Oh wäre doch schon 2006.

Grüsse

HG
 
peugeot schrieb:
Nur nachdem Rasmussen heute wieder so aufgeholt hat sehe ich Ulle noch nicht auf dem Treppchen
Ich denke Ulle holt den beim Zeitfahren noch ein, das scheint nun wirklich nicht die Stärke von Rasmussen zu sein. Der hat doch schon beim Prolog über zwei Minuten auf Ullrich verloren. Da wird der Rasmussen zwar nicht am Limit gefahren sein, weil er nicht damit gerechnet hat, dass die Tour für ihn so gut läuft, aber Ullrich war wohl auch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte.
Auf Basso könnte Ulle vielleich auch 4 min aufholen....., wenn wir noch das Jahr 2003 hätten, aber Basso ist wohl zu gut geworden. Ich denke Ulrich wird ihm 1 bis 1 1/2 min abnehmen.

Vielleicht kann Ullrich sogar das Zeitfahren gewinnen, befürchte aber, dass der Ami sich noch den letzten Zeitfahrsieg seiner Laufahn holen will, zudem er dieses Jahr bei der Tour auch noch keine Etappe geholt hat.

Also am Sonntag:
1. Armstron
2. Basso
3. Ullrich (den Platz hatte er eh noch nie)
 
schwergewicht schrieb:
Genauso mies ist das Spiel das Basso und Armstrong spielen. Basso ist kein Siegfahrer (vielleicht ändert sich das im nächsten Jahr) und seine Angriffe gelten nicht Armstrong, sondern einzig und allein Telekom und im speziellen Jan Ullrich. Gestern hat Basso für Armstrong das Tempo verzögert, wenn Ullrich angegriffen hat und beide wieder dran waren, heute hat Armstrong für Basso das Tempo gemacht. Wunderbar! Vielleicht steht Basso ja nicht nur auf der Gehaltsliste von CSC?
Für Armstrong ist Ullrich kein Konkurrent sondern ein Feind. Schade.

Das kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Basso hat attackiert, Armstrong ist hintergestiegen und Ullrich hat sich mühsam rangekämpft. Gehen wir erstmal davon aus das alle drei am oberen Ende ihrer Leistungsfähigkeit fahren. Der eine kann vielleicht noch ein paar Prozent drauflegen der andere nicht.
Fakt ist - Armstrong hat beiden deutlich demonstriert das er der stärkere ist, beide haben im Zeitfahren gegen ihn Zeit verloren. Bergauf geht auch nichts an Armstrong vorbei. Das Risiko eine Attacke zu gehen und sich dann von Armstrong einen Konter einzufangen muss immer bedacht werden.
Bei CSC ist seit einiger Zeit davon die Rede, dass man Basso aufs Treppchen fahren will, vom Toursieg spricht da keiner.
Meiner Meinung nach eine sehr realistische Einschätzung, klar schwingt da ordentlich ein resignieren mit, aber wo soll man die Zeit aufholen? Lance fährt in seiner Liga und Basso muss dann insbesondere sehen, das er die Konkurrenz um Platz 2 in Schach hält.
Sicher CSC und DSC sind keine verfeindeten Teams, Riis und Bruneel können auch gut miteinander und das Lance und Basso sich gelgentlich sogar als Freunde bezeichnen istauch kein Geheimniss. Trotzdem kann ich den unmut nicht ganz verstehen.
 
Amnesia schrieb:
Das kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Basso hat attackiert, Armstrong ist hintergestiegen und Ullrich hat sich mühsam rangekämpft. Gehen wir erstmal davon aus das alle drei am oberen Ende ihrer Leistungsfähigkeit fahren. Der eine kann vielleicht noch ein paar Prozent drauflegen der andere nicht.
Fakt ist - Armstrong hat beiden deutlich demonstriert das er der stärkere ist, beide haben im Zeitfahren gegen ihn Zeit verloren. Bergauf geht auch nichts an Armstrong vorbei. Das Risiko eine Attacke zu gehen und sich dann von Armstrong einen Konter einzufangen muss immer bedacht werden.
Bei CSC ist seit einiger Zeit davon die Rede, dass man Basso aufs Treppchen fahren will, vom Toursieg spricht da keiner.
Meiner Meinung nach eine sehr realistische Einschätzung, klar schwingt da ordentlich ein resignieren mit, aber wo soll man die Zeit aufholen? Lance fährt in seiner Liga und Basso muss dann insbesondere sehen, das er die Konkurrenz um Platz 2 in Schach hält.
Sicher CSC und DSC sind keine verfeindeten Teams, Riis und Bruneel können auch gut miteinander und das Lance und Basso sich gelgentlich sogar als Freunde bezeichnen istauch kein Geheimniss. Trotzdem kann ich den unmut nicht ganz verstehen.

Ergänzend dazu Basso zu Eurosport:

Ivan Basso: "Man wird mir wieder vorhalten, dass ich nur Zweiter der Gesamtwertung bin - aber Armstrong ist einfach der große Sieger. Ich habe zumindest angegriffen, wie ich es versprochen hatte."
 
Was mir heute nicht so ganz klar war: Warum hat das solange gedauert bis Sevilla sich hat zurückfallen lassen um Ullrich zu unterstützen. Normalerweise hätte direkt nachdem klar war, dass Sevilla mit dem Ausgang der Etappe nichts mehr zu tun hat, der Befehl kommen müssen, dass er warten soll. Sevilla hat ja schon den Anschluss verloren bevor Ullrich, Lance und Basso überhaupt am berg waren. Dennoch ist er noch schön weiter auf eigene Rechnung gefahren und erst bei Ullrich gewesen als der schon 45 sec Rückstand hatte. Ich mein er muss ja nicht stehenbleiben aber sehr konsequent sah das auch nicht aus.
Nicht das Ullrich deswegen bessere Schnitte gehabt hätte, aber wenn Sevilla dagewesen wäre kurz nachdem Ullrich den Kontakt verloren hat, hätte er vielleicht nochmal rankommen können. Er hatte ja über einige Zeit den Abstand auf etwa 15 sec halten können.
Auch Vino mit seinem Gezappel in der zweiten Gruppe war nicht gerade überzeugend.

Hincapie als Sieger geht in Ordnung finde ich, er ist ganz normal mit durchgefahren in der Gruppe. Hat sich vielleicht nicht sonderlich reingehängt, na und?
Das er am letzten Berg als 80kg Mann nicht attakiert ist klar, warum soll er attackieren und im "Wind" fahren wenn er weiß das er den Schlußspurt gewinnt. Da es auch nicht darum ging Zeit gut zu machen, muß er auch nicht vorne fahren sondern kann reagieren.
 
Solang Ullrich nur 15-20sec hinter Armstrong und Basso war muss ers schon relativ alleine machen, zudem ist das Problem für Sevilla, wenn er richtig Tempo rausnimmt dann wieder zu beschleunigen um dann für "Der Kaiser" Pace zu machen ist ein ziemlich unangenehmer Rhytmuswechsel. So war er wenigstens da als bei Ullrich am Schluss garnix mehr ging - war auf den TV Bildern ja deutlich zu sehen das er sich umgedreht hat um zu schauen das er Ullrich nicht verliert und hat dann nochmal das Tempo angezogen.

Und Vinos Leistungen sind in der Tat etwas weniger überzeugend und unbeständig. Häufige Tempoforcierungen die er dann nicht halten kann. Nunja. Wäre vielleicht schon interessant was ein anderes Team aus ihm "macht".
 
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