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Sehr kleine Fahrer - nur Nachteile?

Das kommt ja sehr drauf an wie gefahren wird und nicht nur wie schnell. Wir haben hier auch welche dabei für die ist jede Gruppenausfahrt ein Rennen und die versuchen taktisch so zu fahren das sie die "Sprints gewinnen". Andere, dazu zähle ich mich, wollen primär das die Gruppe zusammen konstant schön schnell fährt.
Kommt also sehr auf den Grad der Kooperation an. Ist also vor allem auch ne Frage ob @Dani die Kurze in iheer Gruppe gewollt ist.
 
Ganz unabhängig davon wie es jetzt um die Eingangsfrage steht: Wenn man sich klein macht und eh schon klein ist, ist man in Gruppen vorne auch nicht so super gern gesehen. Just sayin.
 
Sie muss sich im Prinzip die richtigen Mitfahrer aussuchen, mit denen sie mithalten kann.

Hatte ich ja schon am Anfang geschrieben, wenn "die Männer wegen ihr langsamer fahren".

Die TE wollte ja mit Männern mithalten.

Du scheinst so ziemlich der einzige zu sein, der den machohaften und überheblichen Ton in Deinen Sätzen übersieht.
Aber ich denke, der Ton ist so gewollt. Da kann man ja mal auf dicke Hose machen, wenn eine zierliche Frau in einer Gruppe (die nunmal meistens aus Männern besteht) mitfahren möchte und man selber in der Ebene schneller ist. Ganz toll.

Mehr schreibe ich nicht zu dieser Grundsatzdiskussion, die an der ursprünglichen Frage vorbei geht und der TO überhaupt nicht weiterhilft. Sie hat ja von einigen schon gute Tipps bekommen.
 
Jetzt wird's lächerlich, oder?
Trollst du oder verstehst du wirklich den Unterschied nicht zwischen "jede/r fährt da etwas angepasst, wo die jeweilige Stärke liegt" (Inhalt zusammengefasst) und "die Männer fahren für die Frau langsamer"?
Wenn du es anders meinst, solltest du es halt anders schreiben.
 
Ich denke sogar, man kann das ganze Geschlechterzeugs hier mal außen vor lassen, da es irrelevant ist, und scheinbar nur zu Reibereien führt.

Eigentlich betrifft das anfänglich geschilderte Grundproblem kleine Männer genau so, auch wenn sie per Geschlecht vielleicht ein knappes Watt pro Kilo mehr auf die Pedale bekommen. Aber die Lösungsansätze, um gegen „absolute Watt“ zu bestehen, sind die gleichen.
 
Der Thread ist somit eigentlich gelöst ;)

Wer klein und leicht ist, kann das nur über Aerodynamik ausgleichen.
Dass durch Aerovorteile das Schnellfahren im Flachen sehr gut gehen kann, zeigen viele Praxisbeispiele auf allen Leveln.
Vom Hobby-Verein bis hin zur Weltspitze.
Evenepoel ist mit 171 und 63kg sogar Weltweit einer der besten 5 Zeitfahrer im Flachen. (vgl. Ganna mit 193cm,93kg .... die Nr.1 hat einen ganz anderen Körperbau)

Ob das für die TE geht durch Aero optimierung sehr viel rauszuholen ?
Keine Ahnung
Vielleicht , vielleicht auch nicht.

Müsste sie sich halt mit dem Thema beschäftigen und gucken was dabei rauskommt.
 
Evenepoel ist mit 171 und 63kg sogar Weltweit einer der besten 5 Zeitfahrer im Flachen. (vgl. Ganna mit 193cm,93kg .... die Nr.1 hat einen ganz anderen Körperbau)
Zeitfahren im Flachen braucht absolute Watt. Die FTP beider Herren dürfte deutlich jenseits der 400 Watt liegen, da ist der Körperbau auch schon egal... es sei denn, man geigt sich um die Weltspitze.
 
Zeitfahren im Flachen braucht absolute Watt. Die FTP beider Herren dürfte deutlich jenseits der 400 Watt liegen, da ist der Körperbau auch schon egal... es sei denn, man geigt sich um die Weltspitze.

Dein Beitrag verwirrt mich ?
Das ist doch Käsekuchen was du da schreibst ! :D
Es ging um die Frage ob ein kleiner leichter Fahrer im Flachen schnell fahren kann.

Auf allen Ebenen gibt es kleine Fahrer ,die im Flachen schnell fahren können.
Sie treten dabei deutlich weniger Watt, aber aerodynamischer.
Ja Evenepoel hat ne FTP von ca. 430 auf nem Hometrainer.....
auf dem TT dagegen ist sie bei nur ca. 350w ,weil er Aero draufliegt wie sonstwas
350w kann vielleicht der Teutone auch an nem guten Tag treten... 55er Schnitt im Flachen wird es trotzdem nicht :D

Und Ronald Kuba hat als er mit 48er Schnitt die Slovakischen Amateur TT Meisterschaften gewonnen hat
nur 290 watt im Schnitt getreten !

Geschwindigkeit ist ein Resultat aus Watt die man tritt und dem Luftwiderstand gegen den man ankämpft.
Da zu sagen es geht nur um die absoluten Watt ? Naja da hätte ich von einer Forumsveteranin so eine Aussage nicht erwartet :P <3
 
Zuletzt bearbeitet:
Insbesondere wenn man klein und leicht ist, sollte man sich seine Stärken zu nutze machen. Meistens ist man im flachen damit prädestiniert für "aero is everything".

Meine Freundin ist auch eher so 50kg Klasse, die kann im flachen mit ganz schön wenig Watt ganz schön schnell fahren. Vielleicht nicht im 60kmh Sprintanfahrerszenario, aber ich glaube darum gehts bei der Frage hier auch nicht. Mit 200W fährt die dann halt aufm Rennrad so um die 37kmh. Und das kann sie ganz schön lange fahren. Wie wenig Watt sie für 30kmh braucht, weiß ich gar nicht so genau. 130 vielleicht...

Automatisch wegwehen ist da auch nicht gegeben. Am TT wechselt sie von Scheibe/90mm auf Scheibe/60mm nur wenn wirklich viel Wind ist. Da wirkt sich das mit der Aerodynamik dann noch viel extremer aus. sub200W/40kmh sind eher Standard als Ausnahme.

Ich würde mir da auch keine Barriere im Kopf aufbauen wegen 30kmh oder sowas.

Wenn man rel. wenig absolute Watt hat, hat man freilich weniger zu "verschenken", weil 20 hergeschenkte Watt mit nem Flattertrikot halt prozentual mehr wehtun als jemandem mit 50% absoluter Mehrleistung. Und man kann sich halt auch so oder so aufs Radl setzen.

Irgendwer kann immer schneller fahren. Ist bei den Männern so und bei den Frauen auch. Außer man heißt Pogacar oder so.
 
Ja Evenepoel hat ne FTP von ca. 430 auf nem Hometrainer.....
auf dem TT dagegen ist sie bei nur ca. 350w ,weil er Aero draufliegt wie sonstwas

Ist damals versehentlich hochgeladen, bzw. vom Team schnell wieder gelöscht worden, wurde aber natürlich direkt von Followern "gescreenshottet". War wohl nach eigener Aussage sein bis dato stärkstes Zeitfahren. Das Rad stimmt natürlich nicht, war sein Shiv. Jetzt müssen wir uns natürlich streiten, wieviel Minuten es für die FTP braucht. 😉

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Dein Beitrag verwirrt mich ?
Das tut mir sehr leid, dass ich dich verwirre.
Es ging um die Frage ob ein kleiner leichter Fahrer im Flachen schnell fahren kann.
Ja und ich stimme dir zu, dass ein ganz wesentlicher Baustein die Aerodynamik sein wird.

Wer klein und leicht ist, kann das nur über Aerodynamik ausgleichen.
Dass durch Aerovorteile das Schnellfahren im Flachen sehr gut gehen kann, zeigen viele Praxisbeispiele auf allen Leveln.
Vom Hobby-Verein bis hin zur Weltspitze.
Evenepoel ist mit 171 und 63kg sogar Weltweit einer der besten 5 Zeitfahrer im Flachen. (vgl. Ganna mit 193cm,93kg .... die Nr.1 hat einen ganz anderen Körperbau)
Wenn du als Beispiel für Aerodynamik zwei Fahrer mit unterschiedlicher Statur aus der Weltspitze der Zeitfahrer nimmst, bei denen man unterstellen kann, dass bei den zugrundeliegenden Leistungen jeder aerodynamische Vorteil ausgenutzt und damit bei beiden der Aspekt der Aerodynamik weitestgehend ausgeglichen sein dürfte und folglich kaum noch eine Rolle spielt, steht und fällt es mit den absoluten Watt. Ohne entsprechende Leistung wären auch diese beiden Herren nicht an die Weltspitze gekommen. Was ist daran verkehrt?
 
Ein interessantes Thema! Ich denke der wichtigste Faktor is das Leistungspotenzial abhängig vom Körpergewicht und der Körpergröße.

Bin in Biomechanik und Physiologie nur Laie, aber ich würde schätzen, dass das Leistungspotenzial mit dem Körpergewicht deutlich zunimmt, da die Muskelmasse größer wird. Würde man bei zunehmendem Gewicht nicht größer werden, könnte der Muskel nur dicker werden, was evtl. auch nicht vorteilhaft ist. Also trägt ein Längenzuwachs - also die Körpergröße - bestimmt auch zum Leistungspotenzial bei.
Das wird nicht unendlich zu steigern sein. Irgendwo zwischen 60kg und 90kg wird wohl das Maximum der Leistung pro Kg Körpergewicht erreicht werden. Immer bezogen auf eine Leistung die auch eine Stunde aufrecht erhalten werden kann. Nicht wie bei Kraftsportlern nur eine oder wenige Wiederholungen.

Die Körpergröße und das Gewicht haben einen geringeren Effekt auf die aufzubringende Leistung als man denken würde. Die effektive Stirnfläche (Cd*A) geht einfach in die Gleichung zur benötigten Leistung ein. Der Widerstand steigt bei höher werdendem Gewicht und Körpergröße also nur Linear. (Ich denke das überschätzt man, da man im Hinterkopf hat, dass der Widerstand mit der Luftgeschwindigkeit in der dritten Potenz steigt).
Der Rollwiderstand steigt auch nur linear.

Hier mal mit kreuzotter.de berechnet anhand der Beispieldaten. (Im Flachen, Oberlenkerhaltung, 9,5kg Bike)
1,54m, 47kg, 9,5kg, 141w, 28,0km/h
1,75m, 65kg, 9,5kg, 141w, 26,4km/h
1,75m, 65kg, 9,5kg, 165w, 28,0km/h

Man sieht, dass der 1,75m, 65kg Mensch nur 17% mehr Leistung mehr aufbringen muss um auch 28 km/h zu erreichen. Mit 38% mehr Masse aber ein deutlich höheres Leistungspotenzial mitbringen wird. Ich stelle mir das qualitativ so vor:

1687281187313.png

Hier zwei Tabellen die 1) den Einfluss der Körpergröße und 2) den Einfluss des Gewichts auf die zu erbringende Leistung zeigen. Berechnet mit den Gleichungen von kreuzotter.de
1687281415186.png


Größere Körper haben nicht unbedingt einen proportional höheren Strömungswiderstand. Angenommen der Oberkörper ist relativ horizontal, dann wird die Stirnfläche ja nur durch den Längenzuwachs der Beine größer, nicht durch den längeren Oberkörper. Untermauert werden dürfte diese Annahme durch die erste Tabelle oben werden. Pro 5cm Längezuwachs muss man nur ca. 1W mehr aufwenden.

Am Berg mit 10% Steigung sieht das Beispiel von oben schon anders aus:
1,54m, 47kg, 9,5kg, 141w, 8,5km/h
1,75m, 65kg, 9,5kg, 141w, 6,5km/h
1,75m, 65kg, 9,5kg, 186w, 8,5km/h

Hier hat der 1,75m, 65kg Mensch 38% mehr Gewicht und muss 32% mehr Leistung aufbringen um auf die gleiche Geschwindigkeit zu kommen.

Bei einem höheren Gewicht ist auch die Masse des Rads relativ gesehen geringer. Bei 47kg ist ein 9,5kg schweres Rad 17% des Gesamtsystems. Bei 65kg sind das nur 13%.
 
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