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Der kurze Trainingsfragen Thread

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Re: Der kurze Trainingsfragen Thread
Eben. Man wird halt leider älter und irgendwann verschiebt sich das Ziel, dass man die Leistung so lange wie möglich hält.
 
Das ist eher philosophisch gemeint. Wann willst du nicht schlechter werden? Dieses Jahr? Jedes Jahr? Am 60. Geburtstag? Morgen? Jeden Tag? Bei einem bestimmten Event dieses Jahr? Wie lang ist so lange wie möglich? Und an was wird das gemessen? Schwelle? Spritzigkeit? Im Verhältnis zu Altersgenossen/ zur age group? Oder dass ich immer am Limit bin? Wenn ich einen Plan dafür machen will, dann sollte das Ziel schon konkreter werden als diese Selbstverständlichkeit. Ich sollte schon mal an einem definierten Zeitpunkt auswerten können, inwieweit ein Ziel erreicht wurde durch den Plan. Nur dann kann der nächste Plan aufs nächste Ziel auch angepasst werden.
"Ich möchte dieses Jahr beim Rennen X unter Y Stunden fahren" oder "ich möchte bei den Leuten in meinem Alter beim Event X noch unter den Top 100 mithalten können" oder "ich möchte ein Brevet finishen" wären Ziele.
Mein Argument war: es braucht einen Zweck, zweckmäßige, messbare und erreichbare Ziele und zielführende Pläne.
 
Ich habe mal wieder eine Frage, die ich mir nicht so ganz erklären kann und ich würde es gerne verstehen:

Ich hatte diesen Winter mit Zwift angefangen relativ strukturiert zu Trainieren. Ausgangslage war eine FTP um die 200 Watt (Indoor und Outdoor jeweils gemessen) und entsprechend eher ein Anfänger Level beim Rennradfahren. So wirklich große Sprünge waren bei den Watt aber nicht möglich. Bei den 5 mal 6 Minuten Intervallen sind es 10 Watt in der FTP-Einstellung mehr Stand heute.

Outdoor sieht es komplett anders aus, hier sind die 20 Minuten Werte im Vergleich zum Spätherbst um 40 Watt gestiegen (das zieht sich auch auf 60 / 120 / 180 Min so durch).

Mir ist klar, dass das Powermeter Outdoor und der Kickr Indoor von den absoluten Watt abweichen können. Indoor steht das Gravelbike fest auf der Rolle und Outdoor ist es ein Rennrad im mittleren Preissegment. Auch bei den Pedalen und Schuhen gibt es einen merkbaren Unterschied in der Steifigkeit. Das alles macht sicherlich im direkten Vergleich einiges aus, aber ich vergleiche ja die Werte jeweils Outdoor vs. Outdoor und Indoor vs. Indoor.

Woran kann so eine enorme Abweichung denn liegen? Ist es Indoor durch den Erg. Modus bei den Intervallen so viel anstrengender wie freie Fahrt draußen? Eher Kopfsache? Was bedeutet das für das Training, ist es trotzdem effektiv Indoor die Intervalle zu fahren, oder wäre es Outdoor besser, auch wenn die Werte dann pro Intervall streuen?

Prinzipiell fahre ich natürlich lieber draußen, aber gerade für schnelle Intervallsessions ist Indoor halt enorm Zeiteffizient :D
 
Woran kann so eine enorme Abweichung denn liegen? Ist es Indoor durch den Erg. Modus bei den Intervallen so viel anstrengender wie freie Fahrt draußen? Eher Kopfsache?
Die Differenz zwischen Rolle und Draußen kann bis zu 10% betragen. Das liegt hauptsächlich an der schlechteren Kühlung und der Physik.

Du könntest einen Test draußen und eine auf der Rolle fahren, dann die Werte miteinander vergleichen und Deinen Malus errechnen, den Du auf der Rolle einbeziehen musst.

https://www.alpecincycling.com/rad-training-radsport/indoor-versus-outdoor-radtraining-unterschied/
 
Zuletzt bearbeitet:
Neben dem, was @TvG schreibt, lass mal den Erg-Modus Indoor weg und fahre deine Intervalle frei. Der Erg-Modus ist etwas sehr "künstliches", damit kommt nicht jeder zurecht. Ausserdem verhindert der Erg-Modus, dass du die Intervalle nach Gefühl steuern kannst und wenn Du gut drauf bist, ein paar Watt mehr treten.
 
nach Gefühl steuern kannst und wenn Du gut drauf bist, ein paar Watt mehr treten.
Oder unnötigerweise vorzeitig die Leistung rausnehmen, weil der Wille dann doch zu schwach war 🤷🏻‍♂️

Wir haben hier bisher noch nicht mal die Ziele (Dauer, Leistung, RPE, HF) des HIIT Trainings abgehandelt bzw. "festgelegt" und jetzt "soll" man seinem Gefühl vertrauen?
Ich würde nach der hälfte der 6min am liebsten rausnehmen bzw. aufhören, trotzdem geht da noch ordentlich was, weil mich der ERG eben dazu zwingt 😅 Fahre aber auch seit 1 3/4 Jahren ausschließlich Rolle/ERG von daher bin ich das auch ziemlich gut gewohnt. Draußen fahre ich bisher nur Bergab (DH/Lift).
 
Das ist eine Typ Sache - längere Intervalle fahre ich prinzipiell frei - tue mich da einfacher; kürzere Intervalle (40|20) fahre ich im ERG mod -> der @Teutone sagt dazu genau das Gegenteil 🤷‍♀️

Meine klare Meinung: die besten Intervalle sind die, die man regelmäßig (gerne) macht und das beste Training ist das, an welchem man über einem langen Zeitraum dranbleibt. Die paar Prozente, über die die hier so gerne gestritten wird, sind komplett irrelevant.
 
Meine klare Meinung: die besten Intervalle sind die, die man regelmäßig (gerne) macht und das beste Training ist das, an welchem man über einem langen Zeitraum dranbleibt. Die paar Prozente, über die die hier so gerne gestritten wird, sind komplett irrelevant.
Bei dem ersten Teil bin ich voll bei Dir, aber bei der Frage von @Radelrambo ging es um Leistungssteigerungen von 10Watt Indoor vs. 40 Watt Outdoor. Das sind dann bei den allermeisten Hobbyradfahrern weit mehr als ein paar Prozent. 40 Watt Leistungssteigerung sind beachtlich, wenn man die Indoor nicht hinbekommt, sollte man schon mal genauer draufschauen, woran das liegen kann.
 
Mein Argument war: es braucht einen Zweck, zweckmäßige, messbare und erreichbare Ziele und zielführende Pläne.
Man wird irgendwann merken (..oder auch nicht?), dass es einen persönlichen, oberen Leistungsbereich gibt, in dem man sich stressfrei, stabil, mit bestimmten Trainings im Wochenturnus halten kann. Eine bestimmte Anzahl härterer oder harter Sachen, bestimmte Stundenzahl Grundlage, Ruhetage auch mit reingetaktet. Ob nun bei 3, 4 oder 5 Watt/Kg, das muss jeder mit sich und seinem Körper (..und seiner Frau [m/w/d]) ausmachen.

Aber ich kenne auch die Fraktion, die immer Ziele braucht, wie Du sie formuliert hast, "Top irgendwas", "sub irgendwas", "finishen", um überhaupt aus dem Quark zu kommen. Meist bis immer fehlt es dann aber an nachhaltiger, intrinsischer Motivation, den Sport (..das Hobby?) überhaupt länger stabil zu betreiben. Wobei ich auch schon las, dass das gar nicht erstrebenswert sein müsse, man könne ja auch alle 2 Jahre das Hobby wechseln.

Daher kann man es natürlich auch so betrachten, dass meine (anekdotischen) Erkenntnisse, Erfahrungen und Empfehlungen weniger für die Strohfeuer-, als mehr für die Brikett-Fraktion passen.
 
Bei dem ersten Teil bin ich voll bei Dir, aber bei der Frage von @Radelrambo ging es um Leistungssteigerungen von 10Watt Indoor vs. 40 Watt Outdoor. Das sind dann bei den allermeisten Hobbyradfahrern weit mehr als ein paar Prozent. 40 Watt Leistungssteigerung sind beachtlich, wenn man die Indoor nicht hinbekommt, sollte man schon mal genauer draufschauen, woran das liegen kann.
Neben der unterschiedlichen Leistung indoor vs. outdoor kann das ggf. am Powermeter liegen.

Ich fahre indoor mit einem Smartbike. Outdoor habe ich einmal Garmin Pedale (die weichen nicht vom Smartbike ab, da das Ergebnis mit einem Faktor angepasst werden kann) und nun neu einen einseitigen Powermeter im Kurbelarm. Letzteren muss ich einmal mit den Pedalen vergleichen, aber da kommt definitiv etwas anderes heraus, das spürt man schon mehr als deutlich.
 
die Brikett-Fraktion
🥰

Für mich kommt beim Radeln (auch beim ambitionierten Training) neben dem ganzen Zahlen Abarbeiten noch eine ganz andere Komponente dazu — die Menschen.
In der glücklichen Lage hier habe ich Buddies für Kaffeefahrten, indoor Training, Trainingslager, Events und Rennen… my personal Brikett-Brigade

Manchmal ist es auch einfach gut mit den Kolleg(inn)en eine richtige schnelle Runde zu fahren, da kommen die harten Intervalle von ganz alleine. Ist in echt auch viel spaßiger als auf ein paar olle Nummern zu starren 🥳
 
Bei dem ersten Teil bin ich voll bei Dir, aber bei der Frage von @Radelrambo ging es um Leistungssteigerungen von 10Watt Indoor vs. 40 Watt Outdoor. Das sind dann bei den allermeisten Hobbyradfahrern weit mehr als ein paar Prozent. 40 Watt Leistungssteigerung sind beachtlich, wenn man die Indoor nicht hinbekommt, sollte man schon mal genauer draufschauen, woran das liegen kann.

Das war auch so ein bisschen der springende Punkt. Ich würde gerne verstehen, wie der große Gap entsteht. Ich werde es bei den nächsten Indoor Training mal mit freien Intervallen probieren. Entweder kann ich dann die Fehlerquelle auf den Erg Modus zurückführen, oder die von euch genannten Faktoren fallen bei mir eben einfach stärker ins Gewicht und ich bin Indoor nicht effizient auf dem Rad. Was absolut OK ist, der Trainingsreiz ist ja trotzdem ausreichend vorhanden.

Ich werde berichten – kann aber bisschen dauern, denn bei dem derzeitigen Wetter stellt sich die Frage nach Indoor nicht 😊
 
Mal ne kurze Frage: Macht es Sinn, dass ich mal bei einem Kardiologen, der auch sportmedizinische Eignungstests anbietet, einen Check machen lasse, um "korrekt" bei Bedarf noch aerob und noch nicht anaerob zu trainieren? Im aeroben Bereich soll man ja an sich quasi sportlich, aber noch locker fahren, so dass man zB noch nicht schwer atmen muss und sich unterhalten kann. Genau das hat bei mit aber schon einen recht hohen Puls (85% vom Maximalpuls). Mich würde interessieren, ob dieser Puls vielleicht bei MIR noch aerob ist, obwohl die normale Regel ja "80% vom Maximalpuls" lautet, oder ob ich langsamer fahren müsste, um aerob zu trainieren (was mir ECHT schwer fallen würde...)
 
Mal ne kurze Frage: Macht es Sinn, dass ich mal bei einem Kardiologen, der auch sportmedizinische Eignungstests anbietet, einen Check machen lasse, um "korrekt" bei Bedarf noch aerob und noch nicht anaerob zu trainieren? Im aeroben Bereich soll man ja an sich quasi sportlich, aber noch locker fahren, so dass man zB noch nicht schwer atmen muss und sich unterhalten kann. Genau das hat bei mit aber schon einen recht hohen Puls (85% vom Maximalpuls). Mich würde interessieren, ob dieser Puls vielleicht bei MIR noch aerob ist, obwohl die normale Regel ja "80% vom Maximalpuls" lautet, oder ob ich langsamer fahren müsste, um aerob zu trainieren (was mir ECHT schwer fallen würde...)
  • unter der Schwelle (Aerob): Der Körper verbrennt Fette und Kohlenhydrate unter Sauerstoffnutzung. Laktat (Milchsäure) wird gebildet, aber gleichzeitig wieder abgebaut.
  • An der Schwelle: Es entsteht ein Laktat-Steady-State. Bildung und Abbau halten sich die Waage.
  • Über der Schwelle (Anaerob): Die Energie wird überwiegend durch Kohlenhydratabbau ohne Sauerstoff gewonnen. Es entsteht mehr Laktat, als abgebaut werden kann. Die Muskeln übersäuern, und die Leistung kann nur kurzzeitig gehalten werden.
Pulsmäßig liegt die Schwelle bei den meisten Menschen zwischen 88% und 95% der Hfmax.
Bei deinen 85% bist du eher im Sweet Spot Bereich oder kurz vor der Schwelle. Sollte man jetzt auch nicht jeden Tag fahren aber baut weniger Stress auf als Schwelle. Was du beschreibst mit lockerer Unterhaltung ist klassische Zone 2. 85% deiner HFmax ist allerdings schon deutlich Zone 4.

Die genaue Schwelle gibts nur bei der Leistungsdiagnostik mit Atemgasanalyse und Laktatmessung. Eine sportmedizinische Eignung ist meist nur ein Belastungs-EKG, ein Lungenfunktionstest und ein Herzultraschall. Dann weißt du zwar, dass du für den Sport geeignet bist, aber nichts über deine Zonen etc.

Wie hast du denn deine Hfmax ermittelt? Errechnet oder getestet? Der errechnete Wert weicht oft deutlich vom tatsächlichen Wert ab. Laut Formel hab ich ne Hfmax von 179. Tatsächlich gemessen habe ich 196 bei einem Hfmax Lauf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mal ne kurze Frage: Macht es Sinn, dass ich mal bei einem Kardiologen, der auch sportmedizinische Eignungstests anbietet, einen Check machen lasse, um "korrekt" bei Bedarf noch aerob und noch nicht anaerob zu trainieren?
Ja. Siehe unten
Im aeroben Bereich soll man ja an sich quasi sportlich, aber noch locker fahren, so dass man zB noch nicht schwer atmen muss und sich unterhalten kann. Genau das hat bei mit aber schon einen recht hohen Puls (85% vom Maximalpuls). Mich würde interessieren, ob dieser Puls vielleicht bei MIR noch aerob ist, obwohl die normale Regel ja "80% vom Maximalpuls" lautet, oder ob ich langsamer fahren müsste, um aerob zu trainieren (was mir ECHT schwer fallen würde...)

  • unter der Schwelle (Aerob): Der Körper verbrennt Fette und Kohlenhydrate unter Sauerstoffnutzung. Laktat (Milchsäure) wird gebildet, aber gleichzeitig wieder abgebaut.
  • An der Schwelle: Es entsteht ein Laktat-Steady-State. Bildung und Abbau halten sich die Waage.
Korinthenk*ckmodus: Auch unter der Schwelle findet sich ein Gleichgewicht; dort ist das Level halt niedriger. :)
  • Über der Schwelle (Anaerob): Die Energie wird überwiegend teilweise durch Kohlenhydratabbau ohne Sauerstoff gewonnen. Es entsteht mehr Laktat, als abgebaut werden kann. Die Muskeln übersäuern, und die Leistung kann nur kurzzeitig gehalten werden.

Was du beschreibst mit lockerer Unterhaltung ist klassische Zone 2.
☝️Ich wollt das mal unterstreichen.
Aerob und aerob ist ja nicht dasselbe. Das sich locker unterhalten ist „niedrig aerob“ - Fettverbrennung, Regenerations-, und/oder Ausdauertraining. Darüber bis zur „Schwelle“ gibt es noch den hoch aeroben Bereich, wo zwar auch noch unter Sauerstoff verbrannt wird, aber in stark zunehmendem Maß Kohlehydrate, die dann auch schnell aufgebraucht sind.
Die genaue Schwelle gibts nur bei der Leistungsdiagnostik mit Atemgasanalyse und Laktatmessung.
☝️Frag nach beidem (Hervorhebung durch mich) - diese Kombination liefert Dir die aussagekräftigsten Daten. Die Spiro verrät Dir, wie die Balance zwischen den verbrannten Substraten (KH vs. Fette) ausschaut, die Laktatkurve zeigt, wo Deine Leistungsbereiche liegen.
Wie hast du denn deine Hfmax ermittelt? Errechnet oder getestet? Der errechnete Wert weicht oft deutlich vom tatsächlichen Wert ab. Laut Formel hab ich ne Hfmax von 179. Tatsächlich gemessen habe ich 196 bei einem Hfmax Lauf.
Diese unselige Lebensalter“Formel“ ist was für Statistiker, aber für die Anwendung an einem selbst (Individuum) völlig irreführend.
Aber auch da hilft eine Laktatleistungskurve - im Prinzip braucht man HFmax danach nicht mehr zur Einteilung der Trainingszonen.
 
Mal ne kurze Frage: Macht es Sinn, dass ich mal bei einem Kardiologen, der auch sportmedizinische Eignungstests anbietet ..

Sport'scher Versprecher? Meintest Du ggf. Leistungstests (.."diagnostik")? Oder Eignungstest, ob jemand zur Polizei, ins Beamtentum oder auf die Sporthochschule darf? Sowohl im Bekannten- als auch im Forenkreis waren komischerweise die Kardiologen mit angebotener Leistungsdiagnostik eher diejenigen, die regelmäßig die komischsten Auswertungen ablieferten. Ein medizinischer Background spricht also nicht zwangsläufig für Kompetenz. Bietet er mit Spiro an?
 
  • unter der Schwelle (Aerob): Der Körper verbrennt Fette und Kohlenhydrate unter Sauerstoffnutzung. Laktat (Milchsäure) wird gebildet, aber gleichzeitig wieder abgebaut.
  • An der Schwelle: Es entsteht ein Laktat-Steady-State. Bildung und Abbau halten sich die Waage.
  • Über der Schwelle (Anaerob): Die Energie wird überwiegend durch Kohlenhydratabbau ohne Sauerstoff gewonnen. Es entsteht mehr Laktat, als abgebaut werden kann. Die Muskeln übersäuern, und die Leistung kann nur kurzzeitig gehalten werden.
Pulsmäßig liegt die Schwelle bei den meisten Menschen zwischen 88% und 95% der Hfmax.
Bei deinen 85% bist du eher im Sweet Spot Bereich oder kurz vor der Schwelle. Sollte man jetzt auch nicht jeden Tag fahren aber baut weniger Stress auf als Schwelle. Wa du beschreibst mit lockerer Unterhaltung ist klassische Zone 2. 85% deiner HFmax ist allerdings schon deutlich Zone 4.
Genau das ist es halt, dass ich gefühlt Zone 2 oder 3 bin, aber von den Werten her vielleicht eher Zone 4. Ich würde gern wissen, ob das einfach nur bei mir normal ist und ICH vielleicht bei Puls um die 150 noch Zone 2-3 bin.

Auch @Schnitzelzauber Gemessen hab ich meine Maximalfrequenz, als ich letzte Saison noch wenig fit war, einen kleinen Anstieg (1km, 5%) zu schnell angegangen bin und ganz oben dann 180 Puls hatte, 3-4 min pausieren musste. Höher war er seitdem noch nie.

Ich bin zb jetzt 2 Tage nacheinander ca 25-30km, so 70-80 Minuten gefahren, jeweils ca 200 hm, Schnitt 24 km/h, Pulsschnitt 155. Für MICH ne entspannte Grundlagenfahrt mit auch mal 3-4 Minuten bei nem kleinen Anstieg oder Sprint so Gas geben, dass ich mal eine Minute außer Puste war. Anfang März war ich auch schon 2x 70km gefahren (jeweils zu nem Radladen und wieder zurück), dazu 1x ne RTF mit 46km (22 km/h, 153 Puls bei nasskalten 4 Grad), dann 2 Wochen Pause und in den letzten Tagen halt die oben besagten 25-30km-Fahrten.

Ich bin jetzt auch bewusst nicht schon wieder direkt 60-70km gefahren, sondern wollte Grundlagen legen, um es sukzessive steigern. 2-3 Tage am Stück fahren, dann 1-2 Tage Pause usw., und auch falls ich in ein paar Wochen eher mal 50, 60 oder 70 km pro Tour fahre, wird da immer auch mal nur ne 25km-Fahrt dabei sein, weil ich nicht jeden Tag mehr als 2 Stunden Zeit hab.

Mein Ziel wäre, dass ich auch mal zb 120km an einem Tag fahre inkl. auch mal 10-20km Steigung am Stück mit 3-5%, genauer gesagt: Von Köln mal in die Voreifel. Hier um Köln herum, wenn ich maximal 20km rausfahre, gibt es selten mal mehr als 4% auf mehr als nur 500m, und so was wie 5km an Stück rauf kenne ich überhaupt nicht, nicht mal 2%... Und wegen meiner Werte frag ich mich, ob ich da effizienter dieses Ziel erreichen kann plus effizienter was abspecke (6kg plus seit Oktober).


Die genaue Schwelle gibts nur bei der Leistungsdiagnostik mit Atemgasanalyse und Laktatmessung. Eine sportmedizinische Eignung ist meist nur ein Belastungs-EKG, ein Lungenfunktionstest und ein Herzultraschall. Dann weißt du zwar, dass du für den Sport geeignet bist, aber nichts über deine Zonen etc.
Also, ich hab da eine Kardio-Praxis in der Nähe, die wohl geeignet wären:

Anamnesegespräch, Körperliche Untersuchung einschl. Blutdruckmessung, Ruhe-EKG (12 Kanal), Belastungs-EKG, Blutuntersuchung, Lungenfunktionstest, Sonographie, Echokardiographie, Laktat-Test, Spiroergometrie, Erläuterung der Ergebnisse, ggf. deren schriftliche Zusammenfassung, Erstellung einer kurzen Bescheinigung (Attest, z.B. Tauchtauglichkeit), Evtl. Verweisung zur kurativen Weiterbehandlung

Die Frage ist, ob so was Sinn macht, damit ich vielleicht 3-4 Wochen früher mal eine og. lange Tour bedenkenlos machen kann und vielleicht auch effizienter abspecke (6kg plus im Winter). Letzte Saison war halt meine erste Rennradsaison, daher bin ich noch nicht so erfahren.

@Teutone Ich hatte zuerst allgemein gesucht, da ging es halt auch um viele Ärzte und Krankenkassen-Vorgaben, um zu prüfen, ob man ÜBERHAUPT Sport machen darf. Daher schrieb ich "Eignung".
 
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Auch @Schnitzelzauber Gemessen hab ich meine Maximalfrequenz, als ich letzte Saison noch wenig fit war, einen kleinen Anstieg (1km, 5%) zu schnell angegangen bin und ganz oben dann 180 Puls hatte, 3-4 min pausieren musste. Höher war er seitdem noch nie.

Ich bin zb jetzt 2 Tage nacheinander ca 25-30km, so 70-80 Minuten gefahren, jeweils ca 200 hm, Schnitt 24 km/h, Pulsschnitt 155. Für MICH ne entspannte Grundlagenfahrt mit auch mal 3-4 Minuten bei nem kleinen Anstieg oder Sprint so Gas geben, dass ich mal eine Minute außer Puste war. Anfang März war ich auch schon 2x 70km gefahren (jeweils zu nem Radladen und wieder zurück), dazu 1x ne RTF mit 46km (22 km/h, 153 Puls bei nasskalten 4 Grad), dann 2 Wochen Pause und in den letzten Tagen halt die oben besagten 25-30km-Fahrten.

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Da würde ich mal den Maximalpuls nochmal frei testen. Vielleicht lag damals ein kleiner Infekt oder ähnliches vor, was das Ergebnis extrem verfälscht hat. 155 Puls ist für mich auch noch gefühlt Zone 2, allerdings schätzt Garmin meinen Max Puls auf 204.

Wie hoch geht denn der Puls bei den Sprints / Berg Intervallen und wie wohl fühlst du dich dabei noch?
 
Genau das ist es halt, dass ich gefühlt Zone 2 oder 3 bin, aber von den Werten her vielleicht eher Zone 4. Ich würde gern wissen, ob das einfach nur bei mir normal ist und ICH vielleicht bei Puls um die 150 noch Zone 2-3 bin.
Ging mir anfangs auch so. Wenn Du länger regelmässig fährst, sinkt der Puls nach und nach in die erwartbaren Bereiche.
Spiro und Laktatdiagnostik halte ich nie für verkehrt, auch wenn die vielleicht grad bisschen Overkill ist. Hängt halt davon ab, ob Du Zahlengucker bist wie ich…
Wenn man die Werte dann mal schwarz auf weiss hat, weiss man immerhin mal, wo man so steht. Kann auch bissi ernüchternd sein. :rolleyes: Mir hats aber einen ganz guten Startpunkt geliefert.

Auch @Schnitzelzauber Gemessen hab ich meine Maximalfrequenz, als ich letzte Saison noch wenig fit war, einen kleinen Anstieg (1km, 5%) zu schnell angegangen bin und ganz oben dann 180 Puls hatte, 3-4 min pausieren musste. Höher war er seitdem noch nie.
Klingt ja erstmal ganz vertrauenerweckend. 👍Ist zwar abhängig von Tagesform und Messmethode, aber zehnmal besser als blanke Theorie.
Ich bin zb jetzt 2 Tage nacheinander ca 25-30km, so 70-80 Minuten gefahren, jeweils ca 200 hm, Schnitt 24 km/h, Pulsschnitt 155.
Als ich vor 3 Jahren angefangen habe, mich für sowas zu interessieren, sah das bei mir ähnlich aus.
Und wegen meiner Werte frag ich mich, ob ich da effizienter dieses Ziel erreichen kann plus effizienter was abspecke (6kg plus seit Oktober).
Naja, Abspecken hängt ab von
  1. Genetik
  2. Ernährung
  3. Ernährung
  4. Ernährung
  5. Stress
  6. Schlaf
  7. Kalorienverbrauch
  8. dann kommt lange nix
  9. Zonen beim Radfahren
Im Ernst: In Zone 2 wird zwar Fett verbrannt, das ist aber a) Fett dass im Muskel vorhanden ist; das Bauchfett wird erst angegangen, wenn Du dauerhaft Kaloriendefizit hast (s. Ernährung); b) der Körper ist richtig gut darin, entleerte Fettdepots prioritär wieder aufzufüllen. Immerhin c) hilft Zone 2 Training grosse Energiemengen zu vernichten. Das mag helfen.
Also, ich hab da eine Kardio-Praxis in der Nähe, die wohl geeignet wären:

Anamnesegespräch, Körperliche Untersuchung einschl. Blutdruckmessung, Ruhe-EKG (12 Kanal), Belastungs-EKG, Blutuntersuchung, Lungenfunktionstest, Sonographie, Echokardiographie, Laktat-Test, Spiroergometrie, Erläuterung der Ergebnisse, ggf. deren schriftliche Zusammenfassung, Erstellung einer kurzen Bescheinigung (Attest, z.B. Tauchtauglichkeit), Evtl. Verweisung zur kurativen Weiterbehandlung
Kannst ja mal fragen, ob sie Empfehlungen zur Zoneneinteilung geben.
 
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