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Der kurze Trainingsfragen Thread

Bei Deinem Leistungsprofil ist es extremst unwahrscheinlich, dass Du bei 85% HFmax noch Zone 2 bist. Viel wahrscheinlicher ist, dass Du noch gar keine richtige Zone 2 hast, in der Du überhaupt über eine Brücke oder einen Hügel kommst. 1h15 kann ich auch mit 85% HFmax fahren, aber das ist definitiv keine Zone 2, die ich 5 und mehr Stunden ohne Pause durchhalten kann und danach noch mit dem Nachwuchs auf dem Spielplatz Fußball spiele. Zone 2 ist Nasenatmung, da sollte man sich selbst "alle meine Entchen" vorsingen können und die Zwischenatmung vor dem "Schwänzchen" noch versteckt bekommen.

Die Untersuchung, die dir vorschwebt, schadet sicher nicht, sie wird Dir aber auch nicht helfen, mit Puls 120 einen Anstieg hochzufahren.

Aber mach Dir auch keine Sorgen, solange es Spaß macht und du besser wirst. Der Zone 2 - Eifer Ist irgendwo auch Quatsch ganz am Anfang, willst Dir ja keine Stützräder dranbauen, um nicht umzufallen. ;-) Du kannst natürlich mal testen, eine sehr flache Ausfahrt lang deinen Puls zwischen 120 und 130 zu halten. Du darfst Deine 25-30km aber auch Druck aufs Pedal geben bzw. zusehen, wie der Puls bei gleichem Tempo über die Monate von selbst niedriger wird.

Einmal 40km am Stück, dann mal über 50km, dann mal 80km mit einer Pause nach zwei Stunden und dann sind die 120 km eh fast geschafft. Da kommt die Leistung (und der Puls) schon von selber runter, wenn Du zum ersten mal 5 Stunden auf dem Bock sitzt. Ich schätze, dass Du die 85% HFmax nicht über 5 Stunden durchhalten kannst.
 

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Re: Der kurze Trainingsfragen Thread
@Radelrambo also, der Maximalpuls würde bei mir durchaus im Rahmen der bekannten Faustregeln sein, denn ich bin 51. Je nach Regel kommt bei mir was um die 170-175 raus. Da halte ich 180 nicht für abwegig. Richtig "Berge" gibt es hier nicht, aber letzte Saison und auch jetzt bin ich nie über 180 rausgekommen, selbst wenn ich mal einen mir bekannten Anstieg so angegangen bin, dass ich oben Platt bin. Da reden wir aber von 2km mit im Schnitt 3-4% mit kurz mal 6%, mehr nicht.

@Schnitzelzauber Klar sind die Kalorien das Wichtigste - ich bin letzte Saison aber ohne eine wirklich große Ernährungsumstellung von 95kg auf 85kg runter, wobei ich die Jahre davor nicht wirklich was mit Ausdauer gemacht hab (MTB/Gravel mal ne Stunde Vollgas und viel Tennis). Ich hab halt häufiger abends mal nach einer Tour nen Quark mit Beeren gegessen anstatt dass ich mir 2 Brötchen mit Aufschnitt reinziehe. Aber wenn der Effekt eines "falschen" Trainings so klein ist, mach ich mir da keinen Kopf. Dann wäre mir aber wichtig, ob ich durch das korrekte Zonentraining nennenswert früher fit für längere Touren wäre und es daher durchaus Sinn macht, meine Zonen mal herauzufinden.

@spirit68 also, ich hab jetzt Zone 3 als den Übergang von aerob/anaerob verstanden, Zone 2 als bis zu kurz davor. Dann meine ich wohl eher Zone 3, vor dem anaeroben Bereich. Da soll es ja an sich so sein, das man das länger am Stück fahren kann, und wäre man über der Schwelle, kann man das nur kurz durchhalten. Letztes ist aber definitiv nicht der Fall bei mir, obwohl ich rein rechnerisch schon in der anaeroben Bereich wäre - daher würde ich halt gern wissen, ob MEIN anaerober Bereich vielleicht erst bei einem vergleichsweise hohen Puls startet.

Ach ja: Meine Garmin-Watch sagt btw zu meiner gestrigen Tour (26km, Puls im Schnitt 156, Maximal 171), dass der Hauptnutzen Aerob war, 4,2 Punkte, und nur 0,1 Punkte anaerob. Jetzt weiß nicht, ob das wirklich den "Nutzen für..." darstellt, also "du bist zwar viel anaerob gefahren, aber das hilft deiner aeroben Leistung", oder ob gemeint ist, dass ich zu 99% aerob unterwegs war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das war auch so ein bisschen der springende Punkt. Ich würde gerne verstehen, wie der große Gap entsteht. Ich werde es bei den nächsten Indoor Training mal mit freien Intervallen probieren. Entweder kann ich dann die Fehlerquelle auf den Erg Modus zurückführen, oder die von euch genannten Faktoren fallen bei mir eben einfach stärker ins Gewicht und ich bin Indoor nicht effizient auf dem Rad. Was absolut OK ist, der Trainingsreiz ist ja trotzdem ausreichend vorhanden.

Ich werde berichten – kann aber bisschen dauern, denn bei dem derzeitigen Wetter stellt sich die Frage nach Indoor nicht 😊
Ich bin heute Intervalle draußen am Berg gefahren um das mal etwas direkter mit den Indoor Intervallen zu vergleichen.

Indoor bisher immer 5 * 6 Min bei 108% der Indoor FTP
Heute am Berg 5 * 3,5 Min bei 153% der Indoor FTP
Pausen jeweils 3 Minuten

Jetzt könnte man noch 10% auf die Indoor FTP drauf packen (das wäre ja dann oberer Durchschnitt der Abweichung), dann käme ich auf 140% der theoretischen Outdoor FTP

Laut der CP Tabelle die ich gefunden habe, wäre wohl 120% bei 2 Min Pause "normal".
Kommt das soweit hin, oder stimmt der CP Wert so garnicht?

Für mich verhärtet es erstmal den Verdacht, dass meine Indoor Leistung deutlich schlechter ist, als die Outdoorleistung. Vielleicht schaffe ich es nächste Woche mal die 6 * 5 Indoor freizufahren für einen abschließenden Vergleich.

Eine Frage hätte ich noch zu Outdoor Intervallen: Wie handhabt ihr das mit den Watt, dass ihr am Ende +- 5 Watt auf den Zielwert kommt? Gibt es da auf dem Garmin Edge besondere Optionen? Ich hab es jetzt einfach über die Rundentaste und den 30 Sek Wattwert probiert, hatte aber etwas Streuung drin (von 15 Watt zu viel bis 10 Watt zu wenig) .

P.S.: Ich nehme gerne Tipps zur gesamten Vorgehensweise von Outdoorintervallen an - bin da absoluter Neuling was das angeht :)
 
Ich bin heute Intervalle draußen am Berg gefahren um das mal etwas direkter mit den Indoor Intervallen zu vergleichen.

Indoor bisher immer 5 * 6 Min bei 108% der Indoor FTP
Heute am Berg 5 * 3,5 Min bei 153% der Indoor FTP
Pausen jeweils 3 Minuten

Jetzt könnte man noch 10% auf die Indoor FTP drauf packen (das wäre ja dann oberer Durchschnitt der Abweichung), dann käme ich auf 140% der theoretischen Outdoor FTP

Laut der CP Tabelle die ich gefunden habe, wäre wohl 120% bei 2 Min Pause "normal".
Kommt das soweit hin, oder stimmt der CP Wert so garnicht?

Für mich verhärtet es erstmal den Verdacht, dass meine Indoor Leistung deutlich schlechter ist, als die Outdoorleistung. Vielleicht schaffe ich es nächste Woche mal die 6 * 5 Indoor freizufahren für einen abschließenden Vergleich.

Eine Frage hätte ich noch zu Outdoor Intervallen: Wie handhabt ihr das mit den Watt, dass ihr am Ende +- 5 Watt auf den Zielwert kommt? Gibt es da auf dem Garmin Edge besondere Optionen? Ich hab es jetzt einfach über die Rundentaste und den 30 Sek Wattwert probiert, hatte aber etwas Streuung drin (von 15 Watt zu viel bis 10 Watt zu wenig) .

P.S.: Ich nehme gerne Tipps zur gesamten Vorgehensweise von Outdoorintervallen an - bin da absoluter Neuling was das angeht :)
Sind die Sitzpositionen identisch? Viele tun sich am Berg leichter Leistung zu bringen. Ansonsten, üben, üben.

Bei längeren Intervallen, d.h. länger etwa 10 Minuten, bin ich eher auf dem Trainer besser. Über mittellange Zeiten bis etwa 5 Minuten bringe ich draußen am Berg meine höchsten Leistungen. Die Unterschiede sind nicht sehr groß, allenfalls 5%.
Zwischen verschiedenen Sitzpositionen sind die Unterschiede bei mir größer. Wenn ich beispielsweise eine Aeroposition lange nicht trainiert habe, ist meine Leistung schlecht. Durch entsprechendes Training in Position komme ich sehr nahe an meine Leistung in offener Bergposition rann.

Sprintleistungen sind am höchsten draußen in Rennen.
 
@spirit68 also, ich hab jetzt Zone 3 als den Übergang von aerob/anaerob verstanden, Zone 2 als bis zu kurz davor. Dann meine ich wohl eher Zone 3, vor dem anaeroben Bereich. Da soll es ja an sich so sein, das man das länger am Stück fahren kann, und wäre man über der Schwelle, kann man das nur kurz durchhalten. Letztes ist aber definitiv nicht der Fall bei mir, obwohl ich rein rechnerisch schon in der anaeroben Bereich wäre - daher würde ich halt gern wissen, ob MEIN anaerober Bereich vielleicht erst bei einem vergleichsweise hohen Puls startet.
FTP-Puls (FTHR) liegt normalerweise bei rund 90% HFmax, 85% ist also Zone 3 und aerob, aber verbraucht halt viele Kohlenhydrate (aerobe Glykolyse) und die kannst nicht abnehmen, die müssen wieder rein in den Körper.
 
FTP-Puls (FTHR) liegt normalerweise bei rund 90% HFmax, 85% ist also Zone 3 und aerob, aber verbraucht halt viele Kohlenhydrate (aerobe Glykolyse) und die kannst nicht abnehmen, die müssen wieder rein in den Körper.
Mag sein, dass das "zu harte" Training nicht gezielt die Fettpolster "verbrennt", aber die Kalorienbilanz ist über den Tag gesehen ja trotzdem negativ, wenn ich ansonsten beim Essen und Trinken nicht viel anders mache als sonst. Und wenn Du jetzt meinst, dass der Gewichtsverlust von 7-8kg von März bis Oktober 2025 bei mir dann Muskeln waren: Kann ich so nicht bestätigen, in den Oberschenkeln wuchs meine Kraft, bei Hosen und Shirts bin ich von XL auf L runter.
 
Sind die Sitzpositionen identisch? Viele tun sich am Berg leichter Leistung zu bringen. Ansonsten, üben, üben.

Bei längeren Intervallen, d.h. länger etwa 10 Minuten, bin ich eher auf dem Trainer besser. Über mittellange Zeiten bis etwa 5 Minuten bringe ich draußen am Berg meine höchsten Leistungen. Die Unterschiede sind nicht sehr groß, allenfalls 5%.
Zwischen verschiedenen Sitzpositionen sind die Unterschiede bei mir größer. Wenn ich beispielsweise eine Aeroposition lange nicht trainiert habe, ist meine Leistung schlecht. Durch entsprechendes Training in Position komme ich sehr nahe an meine Leistung in offener Bergposition rann.

Sprintleistungen sind am höchsten draußen in Rennen.
Im Vergleich zu Indoor? Dann nein. Indoor ist es ein Gravel Bike und Outdoor ein Rennrad. Ich hatte es eine Seite vorher genauer beschrieben, aber das Setup ist schon unterschiedlich. Daher wollte ich ursprünglich auch verstehen, wieso meine Outdoor FTP deutlich höher als die Indoor FTP ist.

Du meinst quasi, dass die Position auf dem Rennrad so viel effizienter ist, dass ich hier rund 15% mehr FTP Leistung erreichen kann? Dass es nicht so sehr am Indoor liegt, sondern die Räder (oder die Sitzposition) soviel Unterschied ausmachen können?

Das wäre aktuell neben dem freien Treten auch irgendwie das einzig logische für mich :S
 
Eine Frage hätte ich noch zu Outdoor Intervallen: Wie handhabt ihr das mit den Watt, dass ihr am Ende +- 5 Watt auf den Zielwert kommt? Gibt es da auf dem Garmin Edge besondere Optionen? Ich hab es jetzt einfach über die Rundentaste und den 30 Sek Wattwert probiert, hatte aber etwas Streuung drin (von 15 Watt zu viel bis 10 Watt zu wenig) .
3sek-Leistung und Rundenleistung (Rundendurchschnitt) auf einem Bildschirm.
Mag sein, dass das "zu harte" Training nicht gezielt die Fettpolster "verbrennt", aber die Kalorienbilanz ist über den Tag gesehen ja trotzdem negativ, wenn ich ansonsten beim Essen und Trinken nicht viel anders mache als sonst. Und wenn Du jetzt meinst, dass der Gewichtsverlust von 7-8kg von März bis Oktober 2025 bei mir dann Muskeln waren: Kann ich so nicht bestätigen, in den Oberschenkeln wuchs meine Kraft, bei Hosen und Shirts bin ich von XL auf L runter.
Ich sagte oben ja, dass Dein Training schon passt.
Der Begriff "aerobe Schwelle"/"aerobic threshold" kann leider beides bedeuten: die Schwelle zwischen locker und Mittel bei etwa 70-75% HFmax als auch die Schwelle zwischen mittel und hart bei rund 90% HFmax. Da ist auch die Literatur inkonsistent.
Bei Dir scheint alles normal, wenn Du 1:15h auf 85%HFmax fahren kannst.
Wasser und Kohlenhydrate kann man nicht auf Dauer abnehmen, Fette und Eiweiße schon. Deshalb Wasser und Zucker immer wieder auffüllen, damit Du keinen Unterzucker/Fressattacke oder Leistungseinbrüche bekommst.
"Calories in Calories out" stimmt halt nur bei Maschinen, als Mensch werden unsere Überlebensinstinkte wie Hunger aber von anderen Signalkaskaden gesteuert, auf die unser Bewusstsein nur begrenzten Einfluss hat.
 
Mag sein, dass das "zu harte" Training nicht gezielt die Fettpolster "verbrennt", aber die Kalorienbilanz ist über den Tag gesehen ja trotzdem negativ, wenn ich ansonsten beim Essen und Trinken nicht viel anders mache als sonst.
Darauf wollte ich hinaus. Fettverbrennung in Zone 2 hilft deswegen nicht so richtig, weil der Muskel dazu zunächst Fette verwendet, die lokal im Muskel gespeichert sind. Und die wird Dein Körper wieder auffüllen wollen. Es könnte sein, dass durch Schonung der KH-Reserven weniger Hunger entsteht (und man dadurch nicht so viel reinhaut). Andererseits mache ich die Erfahrung, dass zunehmendes Training dazu führt, dass man schneller fährt. Letztlich habe ich eher das Problem, nicht genug Energie zuzuführen.
Und wenn Du jetzt meinst, dass der Gewichtsverlust von 7-8kg von März bis Oktober 2025 bei mir dann Muskeln waren: Kann ich so nicht bestätigen, in den Oberschenkeln wuchs meine Kraft, bei Hosen und Shirts bin ich von XL auf L runter.
Dann weisst Du ja, wie es geht.
Wenn Du gerne längere Touren fahren möchtest: Was hält Dich derzeit davon ab? Rechtzeitig Energie nachfuttern kann die Reichweite signifikant erhöhen.
 
Im Vergleich zu Indoor? Dann nein. Indoor ist es ein Gravel Bike und Outdoor ein Rennrad. Ich hatte es eine Seite vorher genauer beschrieben, aber das Setup ist schon unterschiedlich. Daher wollte ich ursprünglich auch verstehen, wieso meine Outdoor FTP deutlich höher als die Indoor FTP ist.

Du meinst quasi, dass die Position auf dem Rennrad so viel effizienter ist, dass ich hier rund 15% mehr FTP Leistung erreichen kann? Dass es nicht so sehr am Indoor liegt, sondern die Räder (oder die Sitzposition) soviel Unterschied ausmachen können?

Das wäre aktuell neben dem freien Treten auch irgendwie das einzig logische für mich :S
So weit würde ich nicht gehen wollen. Auch möchte ich den Begriff "effizienter" ungern in diesem Zusammenhang verwenden.

Ich denke, die Position auf einem Rad in all seinen Facetten hat seinen Einfluss auf die Leistungsabgabe. An jede Position möchte man sich gewöhnen. Sie sollte trainiert werden, um möglichst hohe Leistung über verschiedene Dauern damit bringen zu können.

Ich persönlich bringe in meiner „Bergposition“, d.h. relativ aufrecht (ich bin da immer noch vergleichsweise gestreckt, tief, rennmäßig), Hände an den Bremsgriffen, Ellbogen leicht nach außen, sodass mir das Atmen leichtfällt (wie soll ich es beschreiben?), absolut die höchsten aerobe Leistungen. Wenn ich im Flachen am Rohr ziehe, sitze ich ganz anders drauf. Ich bringe nach viel Training zwar immer noch nicht ganz so viel Leistung wie in der Bergposition, sie ist aber „effektiver“ da schneller. :D
 
Oft unterschätzter Faktor, wer aufgrund seiner hochtrainierten FTP Grundlage mit 250 statt mit 180 Watt fahren kann, verbrennt mal eben 300 kcal mehr pro Stunde.
Gut, ne Grundlage von 250W wird jetzt nicht das Problem von @HerbinhoCGN sein, sonst würde er seine 120km Toren in die Eifel im 35km/h Thread posten.
Ich schätze mal supergrob bei dem Gewicht für seine Touren auf 160W, das ganze hoch aerob und relativ wenig Fettstoffwechsel. Dann reichen die vielzitierten 1500 kcal KH Vorräte für knapp 2:40h, bevor der Ofen ausgeht. Lass es 2:20h oder 3:00h sein. Mehr Reichweite geht dann kurzfristig mit etwas langsamer fahren (ø20km/h statt 24km/h, dadurch mehr Fettverbrennung und die KH reichen weiter) oder/und halt rechtzeitig(!) ordentlich(!) nachschütten. Ordentlich=1Marmeladebrötchen pro Stunde oder so. Ich weiss nicht, ob das allen so geht, aber meine Reichweite ist eigentlich nur durch die verfügbaren KH beschränkt. Solange ich genug nachschütte, läuft der Motor eigentlich immer weiter (das deckt jetzt bis 12h Fahrzeit an einem Tag ab, und nein, mit 8h/Woche fahre ich nicht wie ein Profi).
@HerbinhoCGN wenn Du längere Fahrten machen willst, solltest Du die mit weniger Durchschnittspuls fahren, auch wenn Du Dich erst einmal pudelwohl fühlst. Bei derart hohem Puls ermüdet der Körper schneller, als Deine lange Tour vorbei ist. Langsamer fahren fühlt sich komisch an, aber teste das mal aus (in Zone 2 komme ich weiter als in Zone 3).
 
Darauf wollte ich hinaus. Fettverbrennung in Zone 2 hilft deswegen nicht so richtig, weil der Muskel dazu zunächst Fette verwendet, die lokal im Muskel gespeichert sind. Und die wird Dein Körper wieder auffüllen wollen.
D.h. es ist sogar besser, wenn ich Zone 3 fahre? Dann mach ich ja an sich alles richtig ;) Falls ich denn Zone 3 bin bei 150 Puls.
Es könnte sein, dass durch Schonung der KH-Reserven weniger Hunger entsteht (und man dadurch nicht so viel reinhaut). Andererseits mache ich die Erfahrung, dass zunehmendes Training dazu führt, dass man schneller fährt. Letztlich habe ich eher das Problem, nicht genug Energie zuzuführen.
Ja gut, schneller werden ist ja klar und auch ein Ziel, vor allem da ich noch relativ gesehen Anfänger bin.
Dann weisst Du ja, wie es geht.
Wenn Du gerne längere Touren fahren möchtest: Was hält Dich derzeit davon ab? Rechtzeitig Energie nachfuttern kann die Reichweite signifikant erhöhen.
Ich fange diese Saison erst richtig an und wollte erstmal einige 1-1,5 Stunden-Einheiten als Grundlage machen, um es zu steigern. Und genau deswegen wollte ich wissen, ob ich vlt. einen Leistungstest machen sollte, um diese Basiseinheiten "optimal" zu gestalten. Außerdem kommt noch die Zeit dazu - wegen der Zeitumstellung wird es jetzt leichter werden, mal 2, 3 Stunden zu fahren, weil es einfach endlich länger hell bleibt.

Morgen wollte ich aber mal 2 Stunden von 12 bis 14 Uhr fahren, da ich den Rest des Tages sowie Sonntag Null Zeit hab.
 
Nur mal kurz als Update: Ich fahr jetzt lieber einfach mal ein paar Wochen nach Gefühl, ich glaube, das ist sinnvoller als sich einen Kopf zu machen. Da hängt sicher auch zu viel von der Tagesform ab, um nach 4-5 Fahrten mit 1-2 Stunden ein Fazit zu ziehen.

Heute bin ich ca 110 Minuten gefahren, 45km, 430Hm, 3 für Kölner Verhältnisse knackige Anstiege mit kurz auch mal 6%, dazu noch nach halber Strecke fast nur noch Gegenwind mit 20 km/h plus 40 km/h-Böhen (laut Wetterapps). Bei/nach den Anstiegen und teils auch beim Gegenwindfahren dachte ich mehrfach gefühlt, ich hätte Puls 180, aber da waren es dann nur 160. Laut Pulskurve waren es 2-3 mal ganz kurz 165-170. Am Ende waren es im Schnitt 145 Puls, 23 km/h. Obwohl es sich anstrengender als bei den letzten 2, nur gut eine Stunde dauernden Fahrten anfühlte, war ich also beim Puls mit im Schnitt 10 weniger unterwegs.
 
Kann ich nach meinem Ganzkörpertraining (ca. 30 Arbeitssätze, dauer ca. 1,5h) bedenkenlos noch eine Stunde "fatmax" bzw. ca. 70%FTP dranhängen?
Finde das spült die Beine nochmal durch und der Muskelkater hält sich in Grenzen. GKT und "Rolle" werden mit ca. 60gr/h gefuelt.

Oder richte ich damit mehr Schaden als Nutzen an und sollte auf die 1-2x1h/Woche "Volumen" komplett verzichten 🤔
 
Können ja, es bringt halt nur gar nichts. :D

KT solltest Du so timen, dass Du danach ca. 24h kein Ausdauertraining machst. Was ich gerne mache: Morgens Ausdauer, abends Kraft, erst am nächsten Abend (spät nachmittags) wieder Ausdauer.

Es gibt mehrere Arbeiten die nahe legen, dass die für Anpassungsprozesse zuständigen Signalkaskaden (IGF-1 bzw. mTor bzw. AMP-Kinase bzw. PGC-1a) sich gegenseitig negativ beeinflussen bzw. sogar blockieren können. Für optimale Kraftentwicklung werden in der Litratur 6h Pause empfohlen, in Bezug auf die VO2max eher 24h. (Nachzulesen u.a. bei Hawley 2009, Schumann 2015, Psilander 2015, Robineau 2016)
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie macht ihr das so mit dem Krafttraining für die Beine in der Sommer Saison?

Aktuell lasse ich eigentlich Kniebeugen etc. komplett weg, da ich das Gefühl habe, dass meine Beine das aktuell nicht verkraften. Das Wetter ist so gut, da nutze ich jede Möglichkeit für Touren draußen und benötige eigentlich den Rest als Regeneration. Die Beine sind zwar quasi nie 100% frisch, aber fürs Radfahren passt es dann doch immer, egal ob Grundlage oder hartes Schwellentraining, die Werte gehen ganz klar nach oben.

Ich habe die Sorge, dass mich ein hartes KT dann 1-2 Touren kosten könnte und das ist es mir momentan nicht Wert...

Wie würde man das KT in so einer Situation am sinnvollsten wieder integrieren? Nach dem KT eher kurz (z.B. Intervalle) Trainieren (also am nächsten Tag) oder lieber mittellange Grundlage. Wo passt das am ehesten mit der Regeneration und zerstört auch nicht den Reiz vom KT?
 
Wie macht ihr das so mit dem Krafttraining für die Beine in der Sommer Saison?

Aktuell lasse ich eigentlich Kniebeugen etc. komplett weg, da ich das Gefühl habe, dass meine Beine das aktuell nicht verkraften. Das Wetter ist so gut, da nutze ich jede Möglichkeit für Touren draußen und benötige eigentlich den Rest als Regeneration. Die Beine sind zwar quasi nie 100% frisch, aber fürs Radfahren passt es dann doch immer, egal ob Grundlage oder hartes Schwellentraining, die Werte gehen ganz klar nach oben.

Ich habe die Sorge, dass mich ein hartes KT dann 1-2 Touren kosten könnte und das ist es mir momentan nicht Wert...

Wie würde man das KT in so einer Situation am sinnvollsten wieder integrieren? Nach dem KT eher kurz (z.B. Intervalle) Trainieren (also am nächsten Tag) oder lieber mittellange Grundlage. Wo passt das am ehesten mit der Regeneration und zerstört auch nicht den Reiz vom KT?
Meine Athleten (wenn sie KT aufgeschlossen sind) machen KT ganzjährig, also auch eine Einheit im Sommer und dann auch Kniebeugen. Das nimmt eine qualitative Einheit auf dem Rad, ist aber dennoch leistungsfördernd (und vorallem gut für die Gesundheit). Achten solltest Du darauf, dass genug Zeit zwischen den Einheiten liegt (morgens Rad, nachmittags/abends Kraft), oder eben einen Tag fürs KT reservieren. Das macht in der Regel auch nichts, 4-5xRad und 1xKT klappt eigentlich ganz gut.
 
Meine Athleten (wenn sie KT aufgeschlossen sind) machen KT ganzjährig, also auch eine Einheit im Sommer und dann auch Kniebeugen. Das nimmt eine qualitative Einheit auf dem Rad, ist aber dennoch leistungsfördernd (und vorallem gut für die Gesundheit). Achten solltest Du darauf, dass genug Zeit zwischen den Einheiten liegt (morgens Rad, nachmittags/abends Kraft), oder eben einen Tag fürs KT reservieren. Das macht in der Regel auch nichts, 4-5xRad und 1xKT klappt eigentlich ganz gut.
Du scheinst Dich da auf ambitionierte Leute zu beziehen, die auch genug Zeit haben, um feste Einheiten mutmaßlich über Wochen vorzuplanen und möglichst ein Optimum rausholen wollen. Wie kritisch ist das denn aber, wenn man eher auf hobbyniveau unterwegs ist, oft relativ spontan seine Trainingseinheiten fährt und dann mal "zu früh" nach einem KT doch ne Runde fährt?

Also doof gefragt: Wenn ich jetzt vormittags ne halbe-dreiviertel Stunde Zeit hab und ein paar Hanteln hebe, Kniebeugen und Situps mache plus Oberschenkel- und Nackenmuskeln dehne, und dann fahre ich von 16 bis 19 Uhr Rennrad, weil ich unerwartet etwas Zeit hab und zudem für den nächsten Tag Regen angesagt ist: Verpuffen große Teile des KT dann? Oder ist es halt lediglich nicht optimal?

Und wie lang sollten die KT-Einheiten sein? Bringt es auch genug, wenn ich 3-4x die Woche was mache, aber dann auch mal nur 10-20 Min, zb in einer kurzen Pause beim Homeoffice oder nach/vor der Arbeit 20-30Min? Oder lieber 1x die Woche, dann aber 1-2 Stunden?
 
Meine Athleten (wenn sie KT aufgeschlossen sind) machen KT ganzjährig, also auch eine Einheit im Sommer und dann auch Kniebeugen. Das nimmt eine qualitative Einheit auf dem Rad, ist aber dennoch leistungsfördernd (und vorallem gut für die Gesundheit). Achten solltest Du darauf, dass genug Zeit zwischen den Einheiten liegt (morgens Rad, nachmittags/abends Kraft), oder eben einen Tag fürs KT reservieren. Das macht in der Regel auch nichts, 4-5xRad und 1xKT klappt eigentlich ganz gut.
Ich bin aufjedenfall KT-Affin und würde das Thema auch gerne ganzjährig weiter betreiben. Ich denke, dann bleibt mir fast nur eine Einheit Radfahren zu Opfern :(

Prinzipiell würde ich dann bei den Kniebeugen eher auf schwer und wenige Wiederholungen gehen und nicht zu viele Sätze, damit die Regeneration kurz gehalten wird - korrekt?

Natürlich kann man es nicht immer perfekt machen und muss die Trainings manchmal so nehmen wie sie kommen (oder eben möglich sind), aber wie wäre das KT taktisch am besten zu platzieren, um einen möglichst hohen Effekt aus der Einheit raus zu holen? Nach oder vor einem Pause Tag? Eher um lockere GA Einheiten eingehüllt oder eher kurze knackige?

Am Ende lässt es sich zwar nie ganz planen bei mir, aber ich würde gerne mehr dazu lernen um mein Training nach und nach strukturierter zu gestalten :)
 
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