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Der große Kritikthread: Was geht mir hier grad auf die Ketten?

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Re: Der große Kritikthread: Was geht mir hier grad auf die Ketten?
Weißt du, aus der rechten Ecke kommt ganz schnell die Sozialismus-Kommunistenkeule.
Ihr seid wohl noch ziemlich jung, oder? Als Kinder spielten wir auch mit Figuren und schwangen als Ritter (der Kokosnuss) verkleidet die Keulen oder Schwerter. Manchmal gab´s dann auch blutige Nasen und großes Geheule; selbst und bei ganz großen Indianern.

Man kann aber auch die Sprache entschärfen und dem aus dem Weg gehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin bereit meine Steuern zu zahlen und tue dies bereitwillig. Im Gegenzug erwarte ich das auch im selben Maße von sehr reichen Menschen.

Gillt das als Antwort?
Nö, hatte aber auch nichts Anderes erwartet. Gesellschaft und Demokratie sind leider nicht immer nur die Anderen sondern lebt davon, dass sich Alle sinnvoll einbringen. Das ist das gravierendste und am Weitesten grassierende Bildungsproblem und Verständnisproblem der heutigen Welt. Jeder beruft sich auf seine angeblichen Rechte, vergisst aber seine Pflichten - und diese Pflichten gehen nun mal über das Steuernzahlen weit hinaus.
 
Das meiste „Geld“ existiert tatsächlich nicht. Die Quote von Buchgeld zu realem Geld dürfte inzwischen bei 99:1 liegen, wenn nicht sogar darüber.

Vielleicht hat irgendjemand hier gerade aktuelle Zahlen zur Hand?

Würde mich interessieren, da es lange her ist, dass ich mich das letzte mal damit beschäftigen musste.
Dazu fällt mir das Video ein:

Finde, dass beschreibt es sehr gut. (für den der es noch nicht kennt evtl. interessant)
Und es ist von 2010 - also weit vor Corona, AfD & Verschwörungstheorien
 
Deshalb stellte ich ja mehrere Seiten zuvor schon die Frage wie unsere Gesellschaft denn in Zukunft aussehen soll?

Ich glaube wir sind uns einig, dass die Schere zwischen arm und reich zu schnell auseinander geht und hier heute mindestens die Verhältnismäßigkeit fehlt. Wie auch schon von Anderen angemerkt gab es früher in D ein Steuerungsparadigma, welches soziale Marktwirtschaft hieß. Diese wird über die Globalisierung (zumindest in weiten Zügen) "ausgehebelt".

Ich glaube aber auch, dass wir etwas von unserem Wohlstand abgeben werden müssen, damit wir in Zukunft noch mit den weltweiten Märkten mithalten können. Somit müssen wir uns eben genau die Frage stellen, wie das in Zukunft aussehen soll, wie wir mehr Effizienz in Verwaltung, Steuern und Ausgaben bekommen und was wir eben selber bereit sind dafür zu geben.
Ich glaube auch, dass man etwas zurückgeben muss, wenn es einem gut geht und man zumindest in relativem Wohlstand lebt.

Dazu muss man allerdings andererseits auch Sorge tragen, dass dieser Wohlstand erhalten bleibt, um weiterhin geben zu können, und zwar nicht nur Wohlstand für einige, wenige, sondern für das Gros der Bevölkerung.

In einem Punkt möchte ich Dir aber widersprechen. Ich glaube nicht, dass wir auf Biegen und Brechen versuchen sollten, mit den nationalen Ökonomien von beispielsweise Indien oder China auf den Weltmärkten mitzuhalten.

Wenn wir unsere Werte schützen wollen, dann braucht es in gewissem Umfang Protektion der heimischen Wirtschaft und unserer gesellschaftlichen Werte. Sonst sind wir sehr bald ruiniert und dann geht alles den Bach runter, der Wohlstand und die Werte.
 
Wenn wir unsere Werte schützen wollen, dann braucht es in gewissem Umfang Protektion der heimischen Wirtschaft und unserer gesellschaftlichen Werte. Sonst sind wir sehr bald ruiniert und dann geht alles den Bach runter, der Wohlstand und die Werte.
= Trump light oder ? Weiß ja nicht in das so erstrebenswert ist.
 
BTW, finde auch, dass es eine bisher sehr konstruktive, sachliche Diskussion ist. 👍🏻😉
Nur - was am Ende von allen Gesprächen steht - was ändern wir bzw. setzen in die Tat um?
Für uns selbst können wir ab sofort bestimmte Kleinigkeiten umstellen (z.B. weniger Konsum, bewusster im Alltag sein, an Umwelt/Mitmenschen denken u. handeln)
Aber was ist mit dem größeren Ganzen? Politik, Regierung. Die, die die Weichen stellen.
Um da etwas zu bewirken müssten wir zu Hauf auf die Straße gehen - ansonsten geht alles so weiter wie bisher.
 
Wenn wir unsere Werte schützen wollen, dann braucht es in gewissem Umfang Protektion der heimischen Wirtschaft und unserer gesellschaftlichen Werte. Sonst sind wir sehr bald ruiniert und dann geht alles den Bach runter, der Wohlstand und die Werte.
Deshalb stellte ich ja auch schon mehrfach die Frage, wie unsere Zukunft denn aussehen soll?

Ich bin da durchaus offen, glaube zudem auch, dass wenn wir Umwelt, Nachhaltigkeit und Wohlstand (wie auch immer der aussehen und verstanden werden soll) unter einen Hut bringen wollen, dann geht das nur mit regional geprägten Ansätzen und mehr Eigenverantwortung. Also regional produzierte und verkaufte Güter zur Stärkung der regionalen und heimischen Wirtschaft.
 
Deshalb stellte ich ja auch schon mehrfach die Frage, wie unsere Zukunft denn aussehen soll?

Ich bin da durchaus offen, glaube zudem auch, dass wenn wir Umwelt, Nachhaltigkeit und Wohlstand (wie auch immer der aussehen und verstanden werden soll) unter einen Hut bringen wollen, dann geht das nur mit regional geprägten Ansätzen und mehr Eigenverantwortung. Also regional produzierte und verkaufte Güter zur Stärkung der regionalen und heimischen Wirtschaft.
Ja. Da bin ich ganz bei Dir. Dazu die Rahmenbedingungen zu schaffen, wird aber schwer. Das jeder einzelne umdenkt und das es dadurch zu einer großen Veränderung kommen wird, das glaube ich nicht. Da gibt es so einiges, wo auch der beste Wille und Gedanke und noch soviel Eigenverantwortung nicht hilft.
Es braucht da schon auch eine gewisse Steuerung des ganzen.
Aber vielleicht bin ich da zu sehr Keynesianer und damit auch schon ein Fossil einer längst untergegangen Republik. ☹️

Heißt ja immer, wir wollen weg von den „Fossilen.“ 😄
 
@Don_Camillo :

Hören wir doch mal, was eine Betroffene dazu sagt:


Ich wüsste jetzt nicht, das BASF an Erbschafts- oder Vermögensteuern zugrunde gegangen wäre...
Bildschirmfoto 2025-08-29 um 12.14.38.png

Da muss ich widersprechen: Idealerweise hält sich die Politik hier raus und "die Millionenerbin" stellvertretend für "die Reichen" korrigiert das selbst.
 
Um da etwas zu bewirken müssten wir zu Hauf auf die Straße gehen - ansonsten geht alles so weiter wie bisher
Man bekommt keine so großen Haufen mehr zusammen. Unsere Gesellschaft ist über die letzten 60 Jahre sehr individualisiert geworden. Die letze große Demo war im Bonner Hofgarten danach war Schluß. Unsere Mehrparteienlandschaft incl. föderalistischer Struktur mit mehreren nicht wirklich harmonischen Koalitionspartnern trägt ein Übriges dazu bei, dass alles zu einer Soße wird. Daher hab Ich aufgehört wählen zu gehen, da die Koalitionsverhandlungen eh alles über den Haufen werfen, was so in Parteiprogrammen steht. Ich hab als SPD Wähler gekocht als Schröder H4 gemacht hat und so ging es wahrscheinlich den Anhängern jeder Partei nach den letzten Wahlen.
 
Man bekommt keine so großen Haufen mehr zusammen. Unsere Gesellschaft ist über die letzten 60 Jahre sehr individualisiert geworden. Die letze große Demo war im Bonner Hofgarten danach war Schluß. Unsere Mehrparteienlandschaft incl. föderalistischer Struktur mit mehreren nicht wirklich harmonischen Koalitionspartnern trägt ein Übriges dazu bei, dass alles zu einer Soße wird. Daher hab Ich aufgehört wählen zu gehen, da die Koalitionsverhandlungen eh alles über den Haufen werfen, was so in Parteiprogrammen steht. Ich hab als SPD Wähler gekocht als Schröder H4 gemacht hat und so ging es wahrscheinlich den Anhängern jeder Partei nach den letzten Wahlen.
Ich dachte immer, die letzte große Demo war in Berlin, irgendwas mit „Friede, Freude, Eierkuchen“ oder so. 🤔

Weiß ich jetzt nicht mehr so genau. Vielleicht kann uns einer von den Berlinern auf die Sprünge helfen.
 
Deshalb stellte ich ja mehrere Seiten zuvor schon die Frage wie unsere Gesellschaft denn in Zukunft aussehen soll?
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Ich beziehe die Frage mal nicht nur auf unsere deutsche Bubble, sondern auf die Weltgemeinschaft; denn da sehe ich dass vieles im Argen liegt und dass dies auch der Grund ist für den Migrationsdruck auf Westeuropa.


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Ich glaube wir sind uns einig, dass die Schere zwischen arm und reich zu schnell auseinander geht und hier heute mindestens die Verhältnismäßigkeit fehlt. Wie auch schon von Anderen angemerkt gab es früher in D ein Steuerungsparadigma, welches soziale Marktwirtschaft hieß.
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🤩


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Diese wird über die Globalisierung (zumindest in weiten Zügen) "ausgehebelt".
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An dieser Stelle sind Zölle ein sinnvolles Instrument.


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Ich glaube aber auch, dass wir etwas von unserem Wohlstand abgeben werden müssen,
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und was wir eben selber bereit sind dafür zu geben.

Ich habe jetzt mal meinen Steuerbescheid von 2024 rausgekramt:

Ich habe 4% meines zu versteuernden Jahres-Brutto aus meinen Einkünften an gemeinnützige Einrichtungen gespendet.
Zusätzlich nochmal eine kleine Erbschaft in Höhe von 4400 € die ich komplett an eine caritative Einrichtung weitergegeben habe. Das war sicher ganz im Sinne des Erblassers.

Dazu kommen nochmal Transferleistungen auf privater Ebene:
  • Zum Teil an meine Kinder, welche sich noch in Ausbildung befunden haben - für die ich aber kein Kindergeld mehr bekommen habe. (Das fällt in absehbarer Zeit weg)
  • Zusätzlich nochmal an Familienangehörige meiner Frau welche sich aus Gesundheits/Altersgründen nicht mehr am Erwerbsleben beteiligen können; die aber in Ihrem Land auch eine völlig unzureichende sogenannte "soziale Hängematte" (ein fürchterlicher Begriff!) haben.

Ein Großteil der gemeinnützigen Spenden ging an caritative Organisationen, z.T. im Inland, großteils im Ausland.
Ein weiterer Teil ging in Richtung Umweltschutz, wobei Umweltschutz und soziale Aspekte vielfach zusammen gedacht werden.
Und noch ein weiterer (kleiner) Teil ging an gemeinnützige Projekte zum Thema Demokratieförderung.

Und selber so... ?

Ich erwarte nicht von Leuten mit 30.000 Jahresbrutto dass die ähnlich viel (prozentual) Abgeben.
Aber von allen, die im Jahr 6-stellig oder mehr zu versteuerndes Jahreseinkommen haben kann man das meines Erachtens schon erwarten. (Nur als Randnotiz, von 6-stellig bin ich deutlich entfernt!)
 
Zuletzt bearbeitet:
diese Pflichten gehen nun mal über das Steuernzahlen weit hinaus.
Ich bin etwas enttäuscht, dass du meine Beiträge anscheinend nicht liest. Ich schrieb Vergleichbares zu Beginn der Diskussion. Gestern Morgen.
Ihr seid wohl noch ziemlich jung, oder?
Bisher hatte ich den Eindruck, dass wir hier eine Diskussion unter Erwachsenen führen. Jetzt versuchst du ausgerechnet mich, der rethorisch eher defensiv agiert hat der Infantilität zu beschuldigen. Ich habe meine Behauptungen mit Quellen angegeben, was ich bei dir doch sehr vermisst habe.
Am meisten ärgert mich aber das hier:
Nö, hatte aber auch nichts Anderes erwartet.
Du ziehst eine politisch strukturelle Diskussion auf die persönliche Ebene. Du greifst mich als Person wiederholt an in einem Diskurs der sich bis dahin auf einer gesellschaftlichen Ebene abgespielt hat.
Wenn es dir darum geht dich ethisch oder moralisch überlegen fühlen zu können, dann schreibe mir bitte eine PN. Dann können wir mal vergleichen wie häufig du und ich dieses Jahr namentlich in der Regionalpresse wegen unserer ehrenamtlichen Verdienste genannt wurden. Ich Wette eine Tafel Schokolade, dass das bei mir häufiger der Fall war.
 
Ich bin etwas enttäuscht, dass du meine Beiträge anscheinend nicht liest. Ich schrieb Vergleichbares zu Beginn der Diskussion. Gestern Morgen.

Bisher hatte ich den Eindruck, dass wir hier eine Diskussion unter Erwachsenen führen. Jetzt versuchst du ausgerechnet mich, der rethorisch eher defensiv agiert hat der Infantilität zu beschuldigen. ...

Am meisten ärgert mich aber das hier:

Du ziehst eine politisch strukturelle Diskussion auf die persönliche Ebene. Du greifst mich als Person wiederholt an ....
Entschuldige, wenn Du das so aufnimmst. Es liegt mir wirklich gänzlich fern Dir etwas zu unterstellen oder Dich persönlich anzugreifen.
 
Daher hab Ich aufgehört wählen zu gehen, da die Koalitionsverhandlungen eh alles über den Haufen werfen, was so in Parteiprogrammen steht. Ich hab als SPD Wähler gekocht als Schröder H4 gemacht hat und so ging es wahrscheinlich den Anhängern jeder Partei nach den letzten Wahlen.


Das nennt sich nun mal Verhältniswahlrecht und war schon immer so in der BRD. Vorteil ist zugleich Nachteil: es müssen Kompromisse eingegangen werden, außer bei zufälliger absoluter Mehrheit einer Partei.

Deppen verstehen das nicht und gehen nicht mehr zur Wahl, weil "ihre" Partei ihre "Wahlversprechen" nicht zu 100% einhalten kann, dabei kann jede Partei nur versprechen, dass sie in der letztlich real möglichen Koalition so viel davon durchsetzt wie halt möglich. Und das unter immer schwieriger werdenden Rahmenbedingungen (internationaler Wettbewerb mit immer größerem Egoismus der einzelnen Player).

Populisten versprechen das zu ändern, was sie aber auch nicht können, solange sie keine absolute Mehrheit haben. So kommt es dann eher zu instabilen Konstellationen, da Populisten Koalitionen um der Dramatik willen platzen lassen oder wirklich inhaltlich keiner mehr zu keinem passt.

Wenn man was dagegen machen will, sollte man nicht rumheulen sondern seinen Hintern zur Wahl bewegen und die am wenigsten schlimme größere Volkspartei wählen. Wenn kaum einer mehr geht und die die es tun "Protest wählen" und das in 10 verschiedenen Ausprägungen, darf man sich nicht über Chaos beschweren, das ja meist noch schlimmer ist als eine mittelmäßige Regierung.

Ein vermeintlich besseres Mehrheitswahlrecht wie in den USA kann auch sehr verschiedene Ergebnisse haben, früher waren Demokraten und Republikaner einander sehr ähnlich, quasi war in den großen Linien egal, wer dran war, heute dagegen sind sie durch den Durchmarsch der Populisten komplett polarisiert. Das führt dann dazu, dass der jeweils neue Präsident alle Entscheidungen, Personalia etc. des vorherigen rückgängig macht, wenn von der anderen Partei. Zudem kann beim Mehrheitswahlrecht auch eine relative Mehrheit, also de facto eine Minderheit, das Ganze durchregieren.

Wer Populisten aufsitzt, die einfache Lösungen anbieten, ist aber eh verloren ...
 
Anhang anzeigen 1667981
Da muss ich widersprechen: Idealerweise hält sich die Politik hier raus und "die Millionenerbin" stellvertretend für "die Reichen" korrigiert das selbst.

Genau das sehe ich entschieden anders:
Weil es unter den Millionenerben viel zu viele Egoisten gibt halte ich es für dringend Erforderlich, dass die Politik hier lenkend eingreift!

Es ist nicht Richtig, dass einige wenige das von sich aus korregieren, und der große Rest lacht sich in's Fäustchen und geht auf die Yacht...
 
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