Moin.
es ist ja beruhigend, dass ich nicht der einzige bin, den es im Hals kratzt.
Nach 6 Wochen Halskratzen, aber ohne sonstige Erkältungssymptome, war ich vor zwei Wochen beim HNO-Arzt.
Der hat mir in den Hals geschaut und festgestellt, das da nichts zu sehen ist. Hat Hals und Nacken abgetastet und Verspannungen der Muskulatur festgestellt.
Es gäbe ein paar Nerven, die, wenn sie durch Verspannungen unter Druck gerieten, ähnliche Schmerzen wie bei einer Halsentzündung verursachten.
Meine Frau (Ärztin für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin, Manuelle Medizin und Schmerztherapie) fand das nicht ganz abwegig.
Also bin ich mal zu dem Physiotherapeuten, der mit meiner Zahnärztin zusammenarbeitet, gegangen. Der knetet sich jetzt nach und nach durch diverse Muskelstränge und Triggerpunkte. Nach zwei Terminen kann ich noch kein Ergebnis sagen, aber es fühlt sich nicht verkehrt an.
Abwehrkräfte: Zusammenfassung des im medizinschen Umfeld Aufgeschnappten: Eine gezielte Stärkung des Immunsystems ist nicht möglich, bzw. wäre riskant, weil man sehr gezielt bestimmte Zellen zur Vermehrung anregen müsste. Das kann leicht auch Zellen erwischen, die sich nicht vermehren sollten. Wenn man sieht, welche Hämmer Immunsuppresiva sind, kann man sich denken, dass echte Immunstimulantien auch andere Kaliber sind als Zitronensaft. Ingweraufguss oder Holunderschnaps.
Man kann dem Körper gute Grundlagen bieten, das Immunsystem in Gang zu halten: Genug Schlaf, gesunde Ernährung (Grünzeugs, Obst, mit natürlichen Vitaminen, eher naturnahe frische Speisen als Industriezeugs), genug Wasser trinken, genug Bewegung in wechselnden Klimabedingungen, Training durch Sauna oder Wechselduschen. Vernünfiges Krafttraining scheint auch zu helfen, extreme Ausdauerleistungen schwächen das Immunsystem eher. Regelmäßiger Sex innerhalb einer guten Beziehung soll auch nicht verkehrt sein.
Außerdem eine gewisse Grundhygiene (Händewaschen) aber keinesfalls die Totaldesinfektion der Lebensumgebung, die uns die Chemieindustrie mit diversen Sprays nahebringen will.
Man beachte die gesicherte Erkenntnis, dass Kinder, die in "schmutziger" Umgebung aufwachsen, weniger unter Allergien, Autoimmunerkrankungen und Infektionskrankheiten leiden als Kinder, denen die Mütter ständig mit dem Desinfektionsspray hinterherlaufen und auf dem Spielplatz die Klettergerüste abwischen.
Bei dem ganzen Zeugs, was ohne diese Mühen helfen soll, sollte die erste Frage sein: Gibt es eine randomisierte Doppelblindstudie mit ausreichender Teilnehmerzahl?
Auf solche Sätze auf diversen Websites wie "Bei einer großen Zahl meiner Patienten habe ich schöne Erfolge erzielt." oder "Ich habe es zwei Wochen genommen, dann war die Erkältung weg." kann man einen großen Haufen sch......
Grüße
Christian