• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Abfahrt

Bremshaken: Nehmen wir einmal an, du fährst schnell und es taucht ein Hindernis auf, und zwar dergestalt, dass es nicht möglich ist, vor dem Hindernis zum stehen zu kommen. Eine gängige Reaktion ist nun, zu Bremsen, und die Bremsen voll zuzuknallen, auf das Hindernis zu starren und schlußendlich einzuschlagen. Wenn man noch vorher versucht, auszuweichen, wird das wegen der zugeknallten Bremse schiefgehen. Besser ist: Hart bremsen, so lange es geht, dann Bremse auf und um das Hindernis herumlenken. Dabei schon vorher die Blickführung um das Hindernis herum laufen lassen. So kommt man vielleicht mit 25 km/h am Hindernis an, schlägt aber nicht ein, sondern fährt einen haken, den man mit 25 km/h locker meistern kann.
Das macht man aber nicht instinktiv, sondern muss es üben. Das läßt sich auf einem Parkplatz machen, mit ein paar Kollegen machts auch Spaß.
Vorabvisualisieren hilft dabei. Mantra: "Bremse zuuuuuuuuuu!!!! Kucken! Auf! Kurve rum!" Das machste 100 Mal und dann klappts :-)
Ohne Witz: Schreien ist auch gut. Denn wenn das Hindernis dich nicht gesehen hat und unvorhersehbare Bewegungen macht, ist es schwerer, auszuweichen, als wenn es wie versteinert stehen bleibt oder nicht weiter rückwärts fährt.
Das ist natürlich ein Notfallmanöver. Vorausschauendes Fahren (Anhalteweg!) ist deutlich besser und nicht zu ersetzen. Und bei Gegenverkehr bringts auch nicht so viel... Aber besser als nix.
 
nein, ich wohne in Österreich.
Dieses Jahr bin ich erst ein paar Bergdörfer gefahren, wo es ein sehr starkes Gefälle gibt und
es viele, fast 180° Kurven gibt.
interessante Videos, danke ;)
 
Immer dran denken, schnell bergab ändert am Durschnitt in den Bergen gar nix. Die Zeit holst Du bergauf raus. Deshalb bringt runterknallen eigentlich nix.
 
Immer dran denken, schnell bergab ändert am Durschnitt in den Bergen gar nix. Die Zeit holst Du bergauf raus. Deshalb bringt runterknallen eigentlich nix.


Stimmt nicht. Die Angstbremsern nehme ich in den Alpen in der Abfahrt derartig auseinander, dass die mich nach einem 2 Kurven nicht mehr sehen. Wenn aber im Gegenzug Sanchez oder Hushovd vorbeikämen, würde ich mich glaube ich wundern, wie die mich auseinandernehmen würden.
Natürlich kann man bergauf weitaus mehr holen, aber die Abfahrt kann den Unterschied durchaus auch ausmachen.
 
Gebe ich Dir vollkommen recht!

Bei Abfahrten von über 1000m Höhenunterschied kommen oftmals Minuten heraus. Bei nasser Fahrbahn
wird es noch deutlicher. Alleine der Anzug nach jeder Haarnadelkurve und die daraus resultiernd schnellere
Höchstgeschwindigkeit im Ganzen ist von großer Bedeutung. Natürlich kosten diese sprintähnlichen Antritte viel Kraft....
 
Als ich im Juli 2011 das erste mal den Großglockner hoch bin, freute ich mich besonders auf die Abfahrt. Doch es kam dann ganz anders. Voller Freude startete ich dann oben, runter Richtung Bruck. Ich hatte dann auf einem geraden breiten Teilstück 94 km/h auf der Uhr, aber null Spaß dabei!
Seitdem gehe ich das ganze etwas gelassener an, wie ein Vorredner auch schon erwähnte, sind 70 km/h auch schon was, aber ich bekomme auch von der Umgebung noch etwas mit.
 
Bei gleich starken Fahrern ist es rennentscheidend.

Korrekt, da hier aber die wenigsten bei Alpenrennen um einen Podiumsplatz fahren ist das Argument total irrelevant. Für fast alle anderen gilt, daß jedes Watt mehr auf der Pedale mehr bringt, als Harakiri Abfahrten. Das liegt ganz einfach daran, daß man bergauf länger unterwegs ist :D
 
Korrekt, da hier aber die wenigsten bei Alpenrennen um einen Podiumsplatz fahren ist das Argument total irrelevant. Für fast alle anderen gilt, daß jedes Watt mehr auf der Pedale mehr bringt, als Harakiri Abfahrten. Das liegt ganz einfach daran, daß man bergauf länger unterwegs ist :D
Ach so, bergauf gehts aber ums Podium, auch für die Hobbylette. Wenn nicht, wäre es doch genauso irrelevant wie schnell man den Berg hochkommt. Oder nicht?

Oder darf man auch Spaß dran haben, wenn man sich, dank guter Technik (und erheblicher Hangabtriebskraft), auch bei schnellen Abfahrten noch sicher fühlt? Ich freu mich aber jedesmal, wenn ich die Leute, die mich am Anstieg überhohlt haben, auf der Abfahrt wieder einhole. Bin ich deshalb irgendwie schlecht?
 
Korrekt, da hier aber die wenigsten bei Alpenrennen um einen Podiumsplatz fahren ist das Argument total irrelevant. Für fast alle anderen gilt, daß jedes Watt mehr auf der Pedale mehr bringt, als Harakiri Abfahrten. Das liegt ganz einfach daran, daß man bergauf länger unterwegs ist :D


Abfahrt ist nicht nur eine Sache von Harakiri, das hat auch damit zu tun, ob man das kann oder nicht und vielleicht auch, ob man das überhaupt können will. Abfahren ist z.B. das einzige, von dem ich behaupte, dass ich das wirklich kann - zumindest war ich in den Alpen und auch sonst im Training viel schneller als alle anderen, die da fuhren - und auf die Nase gelegt habe ich mich auch noch nie in der Abfahrt.
Mit dem berghoch fahren ist das natürlich leider eine ganz andere Sache bei mir...
Aber auch wenn man nicht um Podiumsplätze fährt, fahr mal am Nürburgring auf Platz 30-150 - wenn du da in der Abfahrt Probleme hast, kannste ständig Lücken zufahren und das zieht Körner - auch in den Alpen gibt es flachere Passagen, bei denen im Wettbewerb eine Gruppe sinnvoll ist. Und es ist es m.E. auch eine Gefährdung, wenn Leute zu langsam fahren und dadurch riesige Geschwindigkeitsunterschiede auftreten, muss ja keiner auf der letzten Rille fahren, aber man sollte schon zügig und sicher fahren können.
Zum Rennrad fahren gehören halt viele Sachen - Triathleten sind da oft abschreckende Beispiele für Leute, die gut treten, aber überhaupt nicht fahren können.
 
Immer mit der Ruhe. Ich hab ja nicht gesagt, daß bergab die Bremse glühen soll. Trotzdem bleibt die Zeit bergauf liegen und zuviel Risiko bergab reisst da nix raus.
Woher willst Du wissen, daß die meisten Triathleten nicht fahren können?
 
Ich würde behaupten, soll doch jeder den Berg runterfahren wie er es für richtig hält. Der eine fährt halt auf volles Risiko, der andere fährt vorausschauend, der andere ist froh wenn er unten ist.
Im Endeffekt ist es das selbe wie im Straßenverkehr auch. Da gibt es auch die Profis die behaupten, ihre Karre mit 230 über die Piste fegen zu können, alles im Griff zu haben und 5m auf den Vordermann auffahren. Aber irgendwann geht es auch mit solchen Kandidaten ab in die Büsche. Es ist nur eine Frage der Zeit.
Das schlimme, oder traurige daran ist halt dann meistens, daß dann "unschuldige" mit daran glauben müssen.
So ist es beim Radsport und natürlich anderen Sportarten genauso.
Und wenn ein Triathlet nicht fahren kann (das nicht ich behaupte!!!) dann wird er wenigstens schwimmen oder laufen können.:D Ich möchte mal manchen "Möchtegernrennradler" 5000m laufen sehen........!
 
Nur ein bißchen der "Ordnungshalber"::)

Trotzdem bleibt die Zeit bergauf liegen und zuviel Risiko bergab reisst da nix raus.
Teilsatz Nr.1 stimmt - Teilsatz Nr.2 stimmt nicht. Du glaubst es nicht? Selbst probieren.

Und wenn ein Triathlet nicht fahren kann
Olaf sagte OFT - nicht NUR!

Das schlimme, oder traurige daran ist halt dann meistens, daß dann "unschuldige" mit daran glauben müssen.
Aber schau doch mal, bei Bergabfahrten trifft es sehr, sehr selten einen weiteren Mitfahrer/Mitstreiter, geht es um
deren gesundheitlichen Schäden. Ich spreche von Hobbyfahrer, bei Klassementfahrern sieht es anders aus. Radfahrer gegen Auto = Materialschaden beim Unschuldigen. Hier rennt man als Radler seinen eigenen Kopf ein.
Wo ich Dir vollkommen recht gebe ist im normal öffentlichen Strassenverkehr, wo die Statistik unschuldiger Verkehrsopfer erschreckend hoch ist, oftmals sogar tragischer.
 
Ja, es stimmt natürlich, daß es meist dann nur den einzelnen Radfahrer trifft.
Ich erinnere mich gerne daran, als ich bei einer RTF mitfuhr, es kam eine Gruppe mit 5 Rennradlern hinten an, überholten recht frech mit ein paar Kommentaren und waren dann weg.
Nach rd. 6 km lösten sie bei der ersten kleineren Abfahrt einen Massenunfal aus. Es waren 18 Radler mitbetroffen.
Ich muß dazusagen, es ging hier um "nichts", es war kein Zeitfahrrennen.
Daran denknkt man natürlich schon, wenn man bei so einer Veranstaltung mit dabei ist.
Ich war bei diesem Unfall zum Glück nicht mit beteiligt. Und auch bei dem Unfall gab es Gott sei Dank keine größeren Schäden.
 
Hämische Kommentare von einer überholende Truppe gegenüber langsamere RR`s ist schlichtweg kindisch. Meist sind es diejenigen die einen intelligenten Beitrag äußern, wo an einem Stück lutschen und dabei stolz sind mitzuhalten, teilweise zumindest, während ein echtes gutes Zugpferd das Tempo macht und für solch kindische Äußerungen keine halbe Kalorie verschwenden würde.
 
Hämische Kommentare von einer überholende Truppe gegenüber langsamere RR`s ist schlichtweg kindisch. Meist sind es diejenigen die einen intelligenten Beitrag äußern, wo an einem Stück lutschen und dabei stolz sind mitzuhalten, teilweise zumindest, während ein echtes gutes Zugpferd das Tempo macht und für solch kindische Äußerungen keine halbe Kalorie verschwenden würde.

So isses!
Ich wünsche Guten tag, wenn ich leute überhole :)
 
Zurück