• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Vorbau schrauben zu fest angezogen

Das ist aber nur meine Ferndiagnose! Und es bedeutet nicht, dass solution85 Unrecht hat.
Ja klar verstehe ich schon, mir hat sich nur die frage gestellt, ob der Vorbau das aushält oder ob ich mir hier jetzt übermäßig Sorgen machen sollte oder sogar einen neuen besorgen sollte
 

Anzeige

Re: Vorbau schrauben zu fest angezogen
Das verstehe ich schon, aber soweit es mein Physisches wissen zulässt, wurde das losbrechmoment überwunden, sobalt sich die schraube im gewinde dreht, das hat sie. Nach 1/4 Umdrehung hat dann das drehmoment mit 6,8Nm ausgelößt. Ist ja das gleiche Prinzip wie mit Haft und Hleitreibung.
Nein, das Losbrechmoment ist eigentlich immer höher, als das Anzugsmoment. Wahrscheinlich wurde vom Vorbesitzer nichts zu fest angezogen, aber von dir
 
Nein, das Losbrechmoment ist eigentlich immer höher, als das Anzugsmoment.
Okay, war bei mir zwar nicht der Fall, aber überlassen wir das mal den Physikern. In dem Fall theoretisch angenommen Die Vorbauschrauben werden mit 7Nm angezogen, obwohl Der Drehmoment mit 5Nm angegeben ist. Kann da etwas unbemerkt beschädigt werden
 
Welcher DEDA Vorbau ist es denn genau.
Eine klemplatte mit 4 Löchern oder eine zweiteilige mit je zwei Löchern
 
Okay, war bei mir zwar nicht der Fall, aber überlassen wir das mal den Physikern. In dem Fall theoretisch angenommen Die Vorbauschrauben werden mit 7Nm angezogen, obwohl Der Drehmoment mit 5Nm angegeben ist. Kann da etwas unbemerkt beschädigt werden
Kann man pauschal nicht beantworten, da wir nicht wissen welche Reserve der Hersteller eingerechnet hat und das Drehmoment, welches du auf die Schraube ausübst, ein doch sehr indirekte Mittel zum Messen der Klemmkraft ist. Wenn du die Schrauben vorher säuberst und ölst, ist die Klemmkraft viel höher als wenn die Schraube ordentlich mit angetrockneter Schraubensicherung voll geschmiert ist.
 
Eigentlich müsste es eine Art Drehmomentschlüssel Führerschein geben damit man auch weiß was man damit wie machen kann und was mach tunlichst unterlassen sollte
Danke dir, sehr hilfreich. Nen Führerschein für qualifizierte Antworten gibts ja aber leider auch nicht :)
1. Bin kein Fahrradmechaniker hab nur nicht das kleingeld das immer machen zu lassen.
2. Stand das Drehmoment nicht auf dem Vorbau. Hab es erst nach meiner Aktion durch langes recherchieren rausgefunden.
3. Dachte hier könnte mir jemand nur einen kleinen Rat geben ohne direkt von fremde leuten verurteilt zu werden.

Ich weiß generell was ich mache, habe schon einige Fahrräder zusammengebaut. Kann mich aber halt auch nur an Nm Angaben halten, die abgebildet sind
 
Danke dir, sehr hilfreich. Nen Führerschein für qualifizierte Antworten gibts ja aber leider auch nicht :)
...


Na so doof wäre das aber nicht. Denn wenn man hier im Forum länger dabei ist kommt genau dein Vorgehen immer wieder.
In den letzten paar Monate erinnere ich mich an minimum zwei Threads wo überall der Drehmoment einer schon angezogen Schraubverbindung überprüft wurde und zwar mit der selben Methode die auch von dir angewand wurde
Ich kann mir halt nicht erklären wie jemand der schon mit einen Drehmo arbeitet weil er Angst hat was kaputt zu machen aber sich nicht erst mal ein minimum an Grundwissen dafür beschafft.
 
Viellei
Na so doof wäre das aber nicht. Denn wenn man hier im Forum länger dabei ist kommt genau dein Vorgehen immer wieder.
In den letzten paar Monate erinnere ich mich an minimum zwei Threads wo überall der Drehmoment einer schon angezogen Schraubverbindung überprüft wurde und zwar mit der selben Methode die auch von dir angewand wurde
Ich kann mir halt nicht erklären wie jemand der schon mit einen Drehmo arbeitet weil er Angst hat was kaputt zu machen aber sich nicht erst mal ein minimum an Grundwissen dafür beschafft.
In Physik hab ich dann schon aufgepasst.
Sobald das Losbrechmoment(Haftreibung) überwunden wurde gilt das Prinzip der Gleitreibung. Bedeutet, sobald sich die Schraube wieder bewegt, wurde das Losbrechmoment überwunden und das Auslösen des Drehmomentschlüssels ist wieder aussagekräftig.
Es mag sein, dass die schraube mit 5 Nm angezogen war und durch die Haftreibung erst ab circa 6,6 Nm in bewegung kommt, dass die schraube dann aber mit 6,8Nm festgedreht wurde, da sie in bewegung war und bei 6,8 ausgelößt wurde ist Fakt.
Dass ich hier den Fehler gemacht habe und den Vorbau mit 7Nm wie bei meinen Fullys angezogen habe kann sein, das ändert aber nichts an der gegebenheit, dass die schraube mit 6,8 Nm von mir angezogen wurde.

Nochmals zum mitschreiben:
1.Schraube dreht sich im gewinde—> Losbrechmoment überwunden.
2.Drehmomentschlüssel löst bei 6,8Nm aus—>schraube ist mit 6,8Nm fest
3.Nach späterer recherche hat sich ergeben, dass es 5Nm sein sollten
4.schraube gelöst und auf 5nm festgezogen

Das ich hätte erst recherchieren sollen war mein fehler, dass ich den drehmomentschlüssel bedienen kann ist gegeben

Dass eine Schraube, welche mit 5Nm festgezogen wurde und sich erst bei 6,… löst ist mir klar(Losbrechmoment), aber sobald sich die schraube wieder bewegt, ist das losbrechmoment überwunden also egal.

Also war meine Ursprungsfrage:
kann etwas Kaputt gegangen sein, wenn ich das drehmoment meines vorbaus um 1,8Nm überschritten habe.

Ps: hab mich in meiner schilderung eventuell etwas ungeschickt ausgedrückt.
Hab jetzg auf jeden Fall mal Deda geschrieben👍
 
Also das interessiert mich jetzt auch (war auch nicht so gut in Physik): wenn du die Schraube nur 0,2 NM fester gedreht hast (unabhängig vom Ursprungsdrehmoment, was wir mal als korrekt eingehalten (5NM) betrachten) - was soll dann da kaputtgegangen sein? Dann hättest du ja schlussendlich 5,2NM draufgegeben?

Oder versteh ich da was falsch?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wo kommen jetzt die 5Nm her, wenn sie nicht auf dem Vorbau angegeben waren?
Bei meinen Vorbauten sind teilweise sogar 8Nm aufgedruckt, dem Lenker sollte es also nicht schaden. Außer bei Carbonteilen finde ich die Schrauberei mit Drehmo unsinnig, das angegebene Maximum braucht es im Normalfall nicht. Die Teile sollten verdrehsicher sein und bei einem Sturz eher nachgeben.
Gelegentliche Kontrolle der Schrauben bringt mehr.
 
Bei den angegebenen Drehmomenten ist soviel Toleranz enthalten, dass da bei 6,8 statt 5 nichts passiert.
Bei einem Drehmoment geht es um ein definierte Vorspannung der Schrauben. Wie das Drehmoment in Vorspannung umgesetzt wird, hängt von der Reibung im Gewinde ab. Und auf die Reibung hat soviel Einfluss (Oberflächengüte, trocken oder gefettet). Darum ist bei den Drehmomentwerten ein Sicherheitsfaktor von bis 1,5 enthalten um das alles abzudecken.
 
Das Losbrechmoment wirkt als Kraftspitze überwiegend auf das Gewinde, ergo ist das nach meinem Verständnis weiterhin in Ordnung, da der Vorbau mit 5Nm ja wieder befestigt werden konnte und er auch die benötigte Klemmkraft aufbringt.
Andernfalls hätte das Gewinde bei dem Test versagt, oder es hätte als sichtbare Schädigung Späne erzeugt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eigentlich müsste es eine Art Drehmomentschlüssel Führerschein geben damit man auch weiß was man damit wie machen kann und was mach tunlichst unterlassen sollte
Ja, bitte. Am besten sind die, die bis zum gewählten Drehmoment anziehen und nach dem Klicken der Schraube "noch was extra" geben, damit "es besser hält".
 
Zurück